{"id":264671,"date":"2025-07-13T09:29:10","date_gmt":"2025-07-13T09:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264671\/"},"modified":"2025-07-13T09:29:10","modified_gmt":"2025-07-13T09:29:10","slug":"rueckgang-der-emissionen-hat-china-den-co2-zenit-ueberschritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264671\/","title":{"rendered":"R\u00fcckgang der Emissionen: Hat China den CO2-Zenit \u00fcberschritten?"},"content":{"rendered":"<p>                    R\u00fcckgang der Emissionen<br \/>\n                Hat China den CO2-Zenit \u00fcberschritten?<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Kai Stoppel<br \/>\n\t\t\t\t              13.07.2025, 10:12 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>China, gr\u00f6\u00dfter CO2-Emittent der Welt, verzeichnet laut einer Analyse erstmals einen R\u00fcckgang seines Aussto\u00dfes. Der massive Ausbau Erneuerbarer Energien und eine zunehmende Elektrifizierung sollen daf\u00fcr verantwortlich sein. Doch der Trend bleibt fragil.<\/strong><\/p>\n<p>China ist derzeit die globale C02-Supermacht: Rund ein Drittel der weltweiten Emissionen gehen mittlerweile auf sein Konto. Der positive Trend in den USA, Japan und Europa in den vergangenen zehn Jahren wurde dadurch pulverisiert. Doch wom\u00f6glich gibt es Hoffnung: Laut einer Analyse k\u00f6nnte auch Chinas CO2-Aussto\u00df seinen Zenit erreicht haben. Ein Hoffnungsschimmer in der sich anbahnenden Klima-Katastrophe?<\/p>\n<p>Chinas kolossaler CO2-Aussto\u00df wird in Deutschland gerne von Gegnern einer radikalen Energiewende angef\u00fchrt. Doch einer Analyse der britischen Recherche-Plattform Carbon Brief zufolge k\u00f6nnte sich der Blick auf die Volksrepublik wandeln. Demnach hat China im ersten Quartal 2025 erstmals weniger CO2 ausgesto\u00dfen als in den Monaten zuvor. Und das bei anhaltend stabiler Konjunktur.<\/p>\n<\/p>\n<p>Erneuerbare Mega-Projekte<\/p>\n<p>Der Autor der Analyse, Lauri Myllyvirta, Mitbegr\u00fcnder des Thinktanks Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA), spricht daher von einem m\u00f6glicherweise &#8222;strukturellen R\u00fcckgang&#8220;, der nicht auf wirtschaftliche Sondereffekte zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Ursache seien vielmehr der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien in China sowie ein Trend zur Elektrifizierung der Wirtschaft.<\/p>\n<p>Und wie massiv der Ausbau bei Solar- und Windenergie im Reich der Mitte ist, zeigen diese Zahlen: Im Schnitt errichtete China zuletzt j\u00e4hrlich Solar- und Windkraftanlagen mit einer Leistung von mehr 300 Gigawatt. Das entspricht in etwa der gesamten bereits installierten Leistung der USA. Beispielhaft daf\u00fcr stehen Projekte wie die &#8222;Great Solar Wall&#8220; in der n\u00f6rdlichen W\u00fcstenregion Chinas. Es besteht aus einer Kette aus Solarkraftwerken und soll sich nach Fertigstellung \u00fcber 400 Kilometer L\u00e4nge erstrecken.<\/p>\n<\/p>\n<p>Aber auch die Kernenergie baut China weiter aus, neue Kraftwerke im Umfang von 10 Gigawatt wurden dieses Jahr bereits genehmigt. Auch das tr\u00e4gt zu weniger CO2-Emissionen in den kommenden Jahren bei.<\/p>\n<p>R\u00fcckschritte denkbar<\/p>\n<p>&#8222;Das Wachstum der sauberen Stromerzeugung hat nun das aktuelle und langfristige durchschnittliche Wachstum des Strombedarfs \u00fcberholt&#8220;, schreibt Myllyvirta in seiner Analyse, die auf offiziellen Zahlen chinesischer Beh\u00f6rden und kommerziellen Daten beruht. Und der Trend werde 2025 voraussichtlich anhalten.<\/p>\n<p>Zum R\u00fcckgang der CO2-Emissionen trage aber auch die Elektrifizierung der Wirtschaft bei: So liege der Anteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen in China mittlerweile bei etwa 50 Prozent. Auch der anhaltende R\u00fcckgang bei Bauvorhaben f\u00fchre zu weniger CO2 bei der Zement-Produktion. In manchen Sektoren sei der Trend hingegen umgekehrt: etwa in der chemischen Industrie, die zunehmend auf Kohle als Rohstoff setzte, was CO2-intensiv ist.<\/p>\n<p>Zugleich betont Myllyvirta, dass der j\u00fcngste R\u00fcckgang bei Chinas CO2-Aussto\u00df nur gering sei und jeder kurzfristige Anstieg einen neuen Emissions-Rekord zur Folge haben k\u00f6nnte. Eine wichtige Rolle k\u00f6nnte der weitere Verlauf des Handelskonflikts mit den USA spielen: Sollte China etwa auf Konjunkturma\u00dfnahmen setzen, um die negativen Folgen von US-Z\u00f6llen aufzufangen, k\u00f6nnte das &#8211; wie in der Vergangenheit bereits &#8211; zu einem erneuten Anstieg der CO2-Emissionen f\u00fchren, so der Analyst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"R\u00fcckgang der Emissionen Hat China den CO2-Zenit \u00fcberschritten? 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