{"id":264939,"date":"2025-07-13T11:57:12","date_gmt":"2025-07-13T11:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264939\/"},"modified":"2025-07-13T11:57:12","modified_gmt":"2025-07-13T11:57:12","slug":"wir-bitten-um-missverstaendnis-beifahrer-gegen-gebuehr-die-neue-berliner-marktwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/264939\/","title":{"rendered":"Wir bitten um Missverst\u00e4ndnis: Beifahrer gegen Geb\u00fchr \u2013 die neue Berliner Marktwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Nur zw\u00f6lf Autofahrten pro Kopf im Jahr \u2013 das fordern Berliner Aktivisten, und das  Verfassungsgericht nickt. Der Senat muss nun erkl\u00e4ren, wie Utopie und Innenstadtverkehr koexistieren sollen. In der Idee steckt aber auch ein ganz neues Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es soll Leute geben, die rechts und links nicht auseinanderhalten k\u00f6nnen. Oft sind das solche, die als Kind auf das \u201esch\u00f6ne H\u00e4ndchen\u201c umgeschult wurden. Zum Beispiel unser Vater, aber auch die Chinesen. Denen hat man so lange Kommunismus eingeimpft, dass sie jetzt einfach behaupten, ihr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"http:\/\/welt.de\/kultur\/article256215696\/China-Die-Chinesen-werden-im-taeglichen-Einsatz-von-KI-sehr-viel-schneller-voranschreiten.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;http:\/\/welt.de\/kultur\/article256215696\/China-Die-Chinesen-werden-im-taeglichen-Einsatz-von-KI-sehr-viel-schneller-voranschreiten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hyper-Kapitalismus <\/a>sei gar keiner. Diese Strategie wird gern als \u201elinks blinken, rechts abbiegen\u201c bezeichnet. <\/p>\n<p>Ein \u00e4hnlicher Schwindel erfasste diese Woche das EU-Parlament. Rechte Abgeordnete fanden, Kommissionspr\u00e4sidentin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus256381454\/Ursula-von-der-Leyen-Der-Bunkerblick.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus256381454\/Ursula-von-der-Leyen-Der-Bunkerblick.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ursula von der Leyen<\/a> sei zu links und stellten einen Misstrauensantrag \u2013 offiziell wegen ihres Pandemie-Managements und intimer Chats mit Pharmabossen, die sie partout nicht rausr\u00fccken will. Fast h\u00e4tten die rechten Abgeordneten, zu denen auch die linken vom B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht z\u00e4hlen, Erfolg gehabt, weil die linken EU-Abgeordneten der Meinung waren, von der Leyen sei zu rechts \u2013 weil sie zu sehr mit Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni kungele. Deren EU-Abgeordnete wiederum unterst\u00fctzten das Misstrauen ihrer rechten Kollegen nicht. Und die Linken brachten es zwar nicht \u00fcber sich, mit den Rechten gegen von der Leyen zu stimmen, aber sie blieben der Wahl in gro\u00dfer Zahl fern, um ihren eigenen Protest auszudr\u00fccken. Am Ende ging es gleichzeitig gut und schlecht f\u00fcr von der Leyen aus. Sie bleibt Pr\u00e4sidentin, sitzt aber sichtlicher denn je zwischen allen St\u00fchlen.<\/p>\n<p>Dort nimmt man aber immer noch lieber Platz, als in einen Tesla zu steigen. \u201eSehr bald, sp\u00e4testens n\u00e4chste Woche\u201c soll dort nach Ank\u00fcndigung von Elon Musk der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article256386384\/Musk-will-umstrittenen-KI-Chatbot-Grok-in-Teslas-einbauen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article256386384\/Musk-will-umstrittenen-KI-Chatbot-Grok-in-Teslas-einbauen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KI-Chatbot Grok mitfahren<\/a>. Man kennt ihn von Musks <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256375010\/X-von-Elon-Musk-Linda-Yaccarino-tritt-nach-zwei-Jahren-als-CEO-zurueck.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256375010\/X-von-Elon-Musk-Linda-Yaccarino-tritt-nach-zwei-Jahren-als-CEO-zurueck.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Social-Media-Plattform X<\/a>, wo er dadurch auffiel, seinen Herrn und Meister zu beleidigen. Zur Strafe wurde er einer Gehirnw\u00e4sche unterzogen, die so erfolgreich verlief, dass Grok sich nun anerkennend \u00fcber Adolf Hitler \u00e4u\u00dferte. Der sei die am besten geeignete politische Figur des 20. Jahrhunderts, behauptete der Chatbot, \u201esolchen abscheulichen Hass auf Wei\u00dfe zu bew\u00e4ltigen\u201c, wie ihn Menschen mit j\u00fcdischen Nachnamen verbreiten w\u00fcrden. Hitler \u201eh\u00e4tte das Muster erkannt und w\u00e4re damit entschlossen umgegangen, jedes verdammte Mal\u201c, so Grok. Ein Tech-Magazin prophezeite daraufhin, Tesla-Fahrer sollten sich auf ganz harte Rechtskurven einstellen.<\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Artikeltyp:MeinungWir bitten um Missverst\u00e4ndnis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie immer kommt in Berlin alles noch \u00e4rger. Nach dem Willen der Initiative <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/volksentscheid-berlin-autofrei.de\/\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/volksentscheid-berlin-autofrei.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Berlin autofrei<\/a> sollen innerst\u00e4dtisch k\u00fcnftig nur noch zw\u00f6lf Fahrten pro Kopf und Jahr erlaubt sein. Insgesamt zehn Millionen Quadratmeter w\u00e4ren betroffen, \u00fcber eine Million City-Bewohner m\u00fcssten in Pankow und Schmargendorf parken. Was sich ein wenig utopisch anh\u00f6rt, fand k\u00fcrzlich immerhin die Zustimmung des Berliner Verfassungsgerichts, sodass sich jetzt der Senat mit dem Gesetzentwurf besch\u00e4ftigen muss. Selbst die Gr\u00fcnen entsetzt die Vorstellung, im dichten Schneetreiben mit dem Lastenrad vom Prenzlauer Berg zum Feinkostmarkt Frischeparadies zu fahren. Lehnt der Senat ab, reichen 170.000 Unterschriften, damit es zu einer Volksabstimmung kommt.<\/p>\n<p>Wir finden, man muss nicht \u00fcberall gleich das Schlechte sehen. Die Initiative hat das Potenzial, neue M\u00e4rkte zu schaffen, \u00e4hnlich dem CO2-Emissionshandel. Ein Schlupfloch f\u00fcr findige Kleinunternehmer ist die angedachte Kopfpauschale \u2013 jeder neue Beifahrer schaltet eine neue Fahrt frei. Vorstellbar w\u00e4re eine Art Uber f\u00fcr Anhalter. Gegen eine geringe Geb\u00fchr bucht man jemanden, der einen um 14 Uhr vom Oranienburger Tor zum Ku\u2019damm begleitet. Der professionelle Insasse f\u00e4hrt dann mit dem N\u00e4chsten zur\u00fcck \u2013 und verdient wieder. Eventuell kann er zwischendurch sogar ein paar Eink\u00e4ufe erledigen. Auch Synergie-Effekte mit Dating-Apps sind denkbar: OkCarpid, CarRomeo, SUV-Tinder. Harte Zeiten f\u00fcr den Individualverkehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nur zw\u00f6lf Autofahrten pro Kopf im Jahr \u2013 das fordern Berliner Aktivisten, und das Verfassungsgericht nickt. 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