{"id":265278,"date":"2025-07-13T15:08:10","date_gmt":"2025-07-13T15:08:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/265278\/"},"modified":"2025-07-13T15:08:10","modified_gmt":"2025-07-13T15:08:10","slug":"bleiben-oder-gehen-was-menschen-in-wiesbaden-haelt-oder-aus-der-stadt-vertreibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/265278\/","title":{"rendered":"Bleiben oder gehen? Was Menschen in Wiesbaden h\u00e4lt \u2013 oder aus der Stadt vertreibt"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/hessen\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_hessen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hessen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 13.07.2025, 17:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autor\/diana-unkart-lmchk7dg3.html\" title=\"Zur Autorenseite von Diana Unkart\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" unkart=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diana Unkart<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/38560899-ein-moebelpacker-schleppt-einen-gruenen-sessel-in-einen-umzugswagen-1Mfe.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Ein M&#xF6;belpacker schleppt einen gr&#xFC;nen Sessel in einen Umzugswagen.\"\/>Vor allem die 30- bis 39-J\u00e4hrigen ziehen aus der Stadt.  \u00a9\u00a0Rolf Oeser<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Neue Daten zeigen: Platz und Perspektive entscheiden \u00fcber den Wohnort.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wiesbaden w\u00e4chst. Aber wie viel Wachstum vertr\u00e4gt die Stadt? Und wo? Diese Fragen sind nicht nur technisch, sondern hochpolitisch. Derzeit befindet sich die Landeshauptstadt in einer entscheidenden Phase: Auf mehreren Ebenen wird an der Zukunft gearbeitet. Damit die Politik wichtige Fragen auf einer breiten Erkenntnisbasis entscheiden kann, hat die Verwaltung eine Reihe von Untersuchungen und Befragungen angesto\u00dfen \u2013 zum Beispiel zu den Wanderungsmotiven: Warum ziehen Menschen nach Wiesbaden? Und aus welchen Gr\u00fcnden verlassen sie die Stadt? Oberb\u00fcrgermeister und Stadtplanungsdezernent Gert-Uwe Mende (SP) sieht nach der Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse seinen Verdacht best\u00e4tigt: \u201eWir verlieren Teile der Bev\u00f6lkerung, weil ein entsprechendes Wohnungsangebot fehlt.\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">W\u00e4hrend junge Menschen die hessische Landeshauptstadt f\u00fcr ihre gute Infrastruktur, kurze Wege zur Arbeit und ihr kulturelles Angebot sch\u00e4tzen, zieht es Familien hinaus. Die Ursachen liegen offen: Hohe Mieten, zu wenig bezahlbarer Wohnraum und kaum Spielraum f\u00fcr individuelle Lebensphasen. <\/p>\n<p>Wiesbaden zieht junge Menschen an<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">6000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die 2023 zu- oder weggezogen sind, sind vom Amt f\u00fcr Statistik und Stadtforschung befragt worden. Ihre Antworten liefern der Stadtpolitik wichtige Erkenntnisse \u2013 und zugleich eine Hausaufgabe: Wer Wiesbaden zukunftsf\u00e4hig gestalten will, muss Wohnraum nicht nur schaffen, sondern ihn auch gezielt an Bed\u00fcrfnisse anpassen. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren entscheiden sich f\u00fcr ein Leben in Wiesbaden. Gr\u00fcnde sind h\u00e4ufig berufliche Chancen, Ausbildungspl\u00e4tze oder ein Wechsel zum Studium. \u201eEs ist erfreulich, dass Wiesbaden junge Menschen anzieht\u201c, sagt Maral Koohestanian, Dezernentin f\u00fcr Statistik und Stadtforschung. Aber: \u201eWir m\u00fcssen daran arbeiten, dass sie auch bleiben.\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Denn wer in die Familiengr\u00fcndungsphase kommt, sucht oft vergeblich nach gr\u00f6\u00dferen, bezahlbaren Wohnungen in guter Lage \u2013 und zieht weiter. Die Altersgruppe der 30- bis 39-J\u00e4hrigen verl\u00e4sst die Stadt \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig. 59 Prozent der Fortziehenden gaben an, durch den Umzug mehr Wohnfl\u00e4che gewonnen zu haben. Auf der anderen Seite mussten ebenso viele Zugezogene h\u00f6here Wohnkosten in Kauf nehmen.<\/p>\n<p>Der Traum vom Eigenheim bleibt oft unerf\u00fcllt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In den zur\u00fcckliegenden Jahren sind viele Menschen ins Wiesbadener Umland gezogen, doch diese Entwicklung ebbt ab \u2013 m\u00f6glicherweise, weil auch dort die Miet- und Kaufpreise f\u00fcr Immobilien angezogen haben. \u00dcberrascht hat die \u00a0Statistiker:innen, dass nach einem Wegzug das Wohnen zur Miete in einem Mehrfamilienhaus die dominante Wohnform bleibt. Eher war erwartet worden, die Menschen k\u00f6nnten an ihrem neuen Wohnort den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Dass sie das nicht in gro\u00dfem Ausma\u00df tun, k\u00f6nne eine Chance f\u00fcr Wiesbaden sein, sagt Peter Becker, Projektleiter der Wanderungsmotivbefragung. Dann, wenn man Mieter:innen ein entsprechendes Angebot in der Stadt unterbreiten k\u00f6nne. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Studie zeigt auch, dass viele der Fortgezogenen ein grunds\u00e4tzlich positives Bild von Wiesbaden behalten: 31 Prozent k\u00f6nnten sich vorstellen, zur\u00fcckzukehren \u2013 allerdings nur, wenn sich das Wohnangebot verbessert. Besonders gefragt sind familienfreundliche Quartiere, eine bessere verkehrliche Anbindung und ein Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis, das mit dem Umland mithalten kann.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Derzeit arbeitet die Stadt an der wohl weitreichendsten stadtplanerischen Entscheidung der kommenden Jahrzehnte: Der Fl\u00e4chennutzungsplan aus dem Jahr 2003 wird \u00fcberarbeitet. Darin wird festgelegt, welche Gebiete k\u00fcnftig f\u00fcr Wohnen, Gewerbe oder Infrastruktur infrage kommen \u2013 und welche aus \u00f6kologischen oder klimatischen Gr\u00fcnden besser unbebaut bleiben sollten. Bei der Frage, ob Fl\u00e4chen, die heute noch \u00c4cker und Wiesen sind \u2013 das Baugebiet Ostfeld beispielsweise \u2013 bebaut werden sollen oder nicht, dar\u00fcber gehen die Meinungen in Politik und Stadtgesellschaft auseinander. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Stadt plant aber nicht im luftleeren Raum. Die Regionalversammlung S\u00fcdhessen arbeitet an einem neuen Regionalplan \u2013 einem Planwerk, das die Fl\u00e4chennutzung der Region festschreibt. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Wanderungsmotivbefragung soll vor allem wichtige Impulse zur Neuaufstellung des Fl\u00e4chennutzungsplans liefern. Sie zeigt, dass es nicht allein darum geht, mehr Wohnraum zu schaffen \u2013 sondern den passenden f\u00fcr Menschen in verschiedenen Lebensphasen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Hessen Stand: 13.07.2025, 17:01 Uhr Von: Diana Unkart DruckenTeilen Vor allem die 30- bis 39-J\u00e4hrigen ziehen aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":265279,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-265278","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114846558035228081","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=265278"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265278\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/265279"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=265278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=265278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=265278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}