{"id":265389,"date":"2025-07-13T16:14:09","date_gmt":"2025-07-13T16:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/265389\/"},"modified":"2025-07-13T16:14:09","modified_gmt":"2025-07-13T16:14:09","slug":"weshalb-schimpansen-seltener-als-menschen-die-krankheit-bekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/265389\/","title":{"rendered":"Weshalb Schimpansen seltener als Menschen die Krankheit bekommen"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Schimpansen bekommen deutlich seltener Krebs als Menschen \u2013 trotz fast identischen Erbguts. US-Forscher haben jetzt einen m\u00f6glichen Grund daf\u00fcr entdeckt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Menschen und Schimpansen sind sich genetisch zu \u00fcber 98 Prozent \u00e4hnlich \u2013 und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied: W\u00e4hrend bei uns <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/id_47495138\/krebs-warnzeichen-erkennen-wie-merkt-man-dass-man-krebs-hat-.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krebserkrankungen<\/a> zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen z\u00e4hlen, sind sie bei Schimpansen extrem selten. Lange wurde vermutet, dass das vor allem an unserem Lebensstil liegt \u2013 Rauchen, Umweltgifte, verarbeitete Lebensmittel. Doch nun haben Forscher der University of California, Davis (USA) einen genetischen Faktor entdeckt, der eine zentrale Rolle spielt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im Zentrum der neuen Studie steht ein Immunprotein namens Fas-Ligand (FasL), das auf bestimmten Immunzellen sitzt und entartete Zellen gezielt zerst\u00f6ren kann. Es ist ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen Krebs. Doch genau hier zeigt sich ein Problem: Beim Menschen kann das Enzym Plasmin, das in vielen Tumoren vorkommt, das FasL-Protein gezielt angreifen und dadurch deaktivieren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das bedeutet: Unsere Immunzellen verlieren ihre wichtigste Waffe gegen Krebszellen \u2013 und Tumore k\u00f6nnen sich ungest\u00f6rt ausbreiten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Bei Schimpansen passiert das nicht. Ihre Version des FasL enth\u00e4lt an einer entscheidenden Stelle die Aminos\u00e4ure Prolin, w\u00e4hrend Menschen dort Serin tragen. Diese winzige \u00c4nderung sch\u00fctzt das Affenprotein vor der Zerst\u00f6rung durch Plasmin \u2013 ihr Immunsystem bleibt funktionst\u00fcchtig, selbst in der N\u00e4he von Tumoren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch warum haben Menschen diese Mutation \u00fcberhaupt? Die Studienautoren vermuten einen evolution\u00e4ren Tauschhandel: Die Genver\u00e4nderung k\u00f6nnte unserem Gehirnwachstum Vorteile verschafft haben \u2013 auf Kosten einer robusten Immunabwehr. &#8222;Ein klassischer Kompromiss: besser denken, aber anf\u00e4lliger f\u00fcr Krebs&#8220;, sagte Studienleiter Jogender Tushir-Singh.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Neben dieser biologischen Erkl\u00e4rung liefert die Studie auch praktische Hinweise f\u00fcr die Medizin. Denn sie erkl\u00e4rt, warum moderne Immuntherapien bei Blutkrebs oft gut funktionieren, bei Tumoren in Organen jedoch nicht: In Blutkrebszellen ist Plasmin kaum aktiv \u2013 FasL bleibt erhalten. In anderen Tumoren dagegen wird es durch Plasmin zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das Team entwickelte daher spezielle Antik\u00f6rper, die das FasL-Protein sch\u00fctzen oder das Plasmin blockieren. In ersten Laborversuchen konnten Immunzellen dadurch Tumore deutlich effektiver angreifen. &#8222;Dies ist ein wichtiger Schritt zur Personalisierung und Verbesserung der Immuntherapie f\u00fcr Plasmin-positive Krebsarten, die bisher schwer zu behandeln waren&#8220;, so Tushir-Singh.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schimpansen bekommen deutlich seltener Krebs als Menschen \u2013 trotz fast identischen Erbguts. 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