{"id":266670,"date":"2025-07-14T04:50:17","date_gmt":"2025-07-14T04:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/266670\/"},"modified":"2025-07-14T04:50:17","modified_gmt":"2025-07-14T04:50:17","slug":"klub-wm-warum-die-klub-wm-ein-reinfall-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/266670\/","title":{"rendered":"Klub-WM: Warum die Klub-WM ein Reinfall war"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-07\/klub-wm-finale-rant\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Warum die Klub-WM ein Reinfall war<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-07\/klub-wm-finale-rant\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Fu\u00dfballkultur kann man nicht kaufen<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Niemand kann das Dynamic Pricing t\u00e4uschen, nicht einmal die Fifa. Das Modell, das so \u00e4hnlich auch Fluglinien benutzen, passt den Preis kontinuierlich den Marktbedingungen an. Gnadenlos. Wollen viele Leute zur selben Zeit fliegen, steigen die Ticketpreise. Will niemand, fallen sie. Nun kostete das billigste Ticket f\u00fcr das Halbfinale der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/klub-wm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klub-WM<\/a> am Mittwoch vor einer Woche noch 473,90 Dollar. Etwa 72 Stunden sp\u00e4ter nur noch 13,40 Dollar. Der Eintritt zu einem der wichtigsten Spiele jenes Turniers, das der Fifa-Chef Gianni Infantino am Samstag mal wieder als &#8222;erfolgreichsten Vereinswettbewerb der Welt&#8220; bezeichnete, war damit g\u00fcnstiger als ein Stadionbier.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vor dem Finale am Sonntag steht schon jetzt fest: Diese Klub-WM war ein Rohrkrepierer. Gemessen an den Erwartungen des Fifa-Chefs in jedem Fall. Aber auch sonst. Und das ist gut so. Vielleicht wird man sich sogar irgendwann mal an dieses Turnier erinnern und sagen: Das war der Punkt, an dem offensichtlich wurde, dass sie es \u00fcbertrieben haben.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p>        Alles, was falsch l\u00e4uft im modernen Fu\u00dfball        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dass das Turnier in jeder Hinsicht eine Zumutung ist, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-06\/klub-wm-fifa-fussball-usa-donald-trump\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wurde schon vorab lange debattiert<\/a>. Ein \u00fcberdimensioniertes Monstrum, nur geschaffen, um noch mehr Geld zu scheffeln. Geld, das, wie die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/fifa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fifa<\/a> behauptet, der weltweiten Entwicklung des Sports dienen soll, aber vor allem die Integrit\u00e4t der bestehenden Wettbewerbe bedroht. Die Klub-WM ist der Feind der Bundesliga, der Premier League, auch der s\u00fcdafrikanischen Premier Division. Denn mit dem Geld, das die Superklubs in den USA verdient haben, vergr\u00f6\u00dfern sie ihren finanziellen Vorsprung daheim nur noch mehr. Einzig die unterhaltsame Transferpolitik Max Eberls l\u00e4sst hoffen, dass die 50 Millionen, die die Bayern mit nach Hause nehmen, nicht ein weiteres Puzzlest\u00fcck zur n\u00e4chsten zehnj\u00e4hrigen Meisterserie der Bayern sein werden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Klub-WM ist damit nicht nur <a href=\"https:\/\/www.kicker.de\/klopp-klub-wm-die-schlechteste-idee-die-jemals-umgesetzt-wurde-1128596\/artikel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;die schlechteste Idee, die jemals im Fu\u00dfball umgesetzt wurde&#8220;, wie J\u00fcrgen Klopp feststellte<\/a>. Sie b\u00fcndelt auch alles, was falsch l\u00e4uft im modernen <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/fussball\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fu\u00dfball<\/a>. Der Fokus auf Superstars statt auf die Mannschaft, auf Influencer statt Fans, auf die globale TV-Audienz statt der Atmosph\u00e4re im Stadion. Dazu Popcornfu\u00dfball mit albernen Showeffekten, Countdowns vor Spielbeginn, Einlaufzeremonien, bei denen Spieler einzeln in Stadien voll leerer Sitzschalen traben.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Das Preisgeld, mit dem die Fifa die gro\u00dfen europ\u00e4ischen Vereine lockte, die eigentlich keine Lust hatten: eine Milliarde Dollar. Und zwischendurch vergab die Fifa die echte Fu\u00dfball-WM nach, genau: Saudi-Arabien.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Aber schlechte Nachrichten f\u00fcr Saudi-Arabien und Gianni Infantino. Dieses Turnier zeigt, dass die Endloskommerzialisierung des Spiels doch Grenzen haben k\u00f6nnte. Denn der Klub-WM fehlt, was den Fu\u00dfball so popul\u00e4r gemacht hat: Menschen etwas f\u00fchlen zu lassen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Diese Klub-WM war vielen einfach egal. Die Stadien waren nicht nur sprichw\u00f6rtlich halb leer. In der Gruppenphase blieb jeder zweite Sitz frei, obwohl die Fifa die Tickets am Ende verramschte. F\u00fcr solch eine Quote w\u00fcrde sich jeder anst\u00e4ndige deutsche Zweitligist sch\u00e4men. &#8222;Das ganze Umfeld war ein bisschen eigenartig. Das Stadion war fast leer&#8220;, sagte Chelseas Trainer Enzo Maresca. Bayerns Joshua Kimmich sagte, dass er vor Ort &#8222;nicht so eine Euphorie&#8220; sp\u00fcre. Egal, solange die Fifa zahlt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Hierzulande waren auch die TV-Quoten mau, das Turnier lie\u00df die Deutschen nur mit den Schultern zucken. Dazn verschweigt seine Quoten, <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/top-news\/frauen-fussball-em-im-zdf-schlaegt-klub-wm-bei-prosieben-1150736\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aber am Mittwochabend zum Beispiel schauten auf ProSieben 1,15 Millionen Menschen das Halbfinale zwischen Real Madrid und Paris Saint-Germain, zwei der besten Teams der Welt<\/a>. Im ZDF sahen zeitgleich mehr als doppelt so viele, 2,8 Millionen, ein EM-Vorrundenspiel der Frauen, Frankreich gegen England. Und hat in der Kantine, Kneipe oder am Abendbrottisch jemals jemand ernsthaft \u00fcber die Klub-WM geredet?\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Am ehesten \u00fcber eine Verletzung: Wer am TV gesehen hat, in welchem Winkel Jamal Musialas Fu\u00df von seinem Bein abstand, wird den Anblick nie vergessen. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-07\/jamal-musiala-verletzung-fc-bayern-muenchen-klub-wm\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tragisch und bezeichnend, dass dies das Bild ist, das den meisten deutschen Fu\u00dfballinteressierten von diesem Turnier in Erinnerung bleiben wird<\/a>.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Warum die Klub-WM ein Reinfall war Seite 2Fu\u00dfballkultur kann man nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":266671,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[136],"tags":[29,441,5695,347,30,13975,265,1897],"class_list":{"0":"post-266670","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sport","8":"tag-deutschland","9":"tag-fernsehen","10":"tag-fifa","11":"tag-fussball","12":"tag-germany","13":"tag-klub-wm","14":"tag-sport","15":"tag-streaming"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114849790273814229","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266670","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=266670"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266670\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/266671"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=266670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=266670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=266670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}