{"id":266935,"date":"2025-07-14T07:21:10","date_gmt":"2025-07-14T07:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/266935\/"},"modified":"2025-07-14T07:21:10","modified_gmt":"2025-07-14T07:21:10","slug":"viele-kitas-unterbelegt-berliner-erzieher-azubis-werden-teilweise-nicht-uebernommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/266935\/","title":{"rendered":"Viele Kitas unterbelegt: Berliner Erzieher-Azubis werden teilweise nicht \u00fcbernommen"},"content":{"rendered":"<p>\tLandeseigene Kitas<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tViele Kitas unterbelegt: Berliner Erzieher-Azubis werden teilweise nicht \u00fcbernommen<\/p>\n<p>\n        Mo 14.07.25 | 08:37 Uhr  | Von Anja Herr\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1752477670_0_size=708x398.jpg\" alt=\"Ein Schuhregal in einer Kita. (Quelle: dpa\/Christoph Soeder)\" title=\"Ein Schuhregal in einer Kita. (Quelle: dpa\/Christoph Soeder)\" id=\"899636093\"\/><\/p>\n<p>dpa\/Christoph Soeder<\/p>\n<p>Video: rbb24 Abendschau | 13.07.2025 | Nachrichten | Bild: dpa\/Christoph Soeder <\/p>\n<p>Jahrelang suchten Eltern in Berlin verzweifelt Kita-Pl\u00e4tze &#8211; jetzt ist es eher umgekehrt: Kitas suchen Familien. Die Folge: Zum Teil kann ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern keine Stelle angeboten werden. Von Anja Herr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Der verzweifelte Kampf um einen Platz in einer Kita geh\u00f6rt in Berlin der Vergangenheit an: Allein in Friedrichshain-Kreuzberg waren im Januar 1.348 Kita-Pl\u00e4tze weniger belegt als vor zwei Jahren, wie Zahlen der Senatsverwaltung f\u00fcr Bildung zeigen. Der R\u00fcckgang ist demnach in Friedrichshain-Kreuzberg mit minus 10,1 Prozent am st\u00e4rksten, gefolgt von Pankow (mit minus 7 Prozent) und Mitte (mit minus 5,4 Prozent).<\/p>\n<p>Die Folge: Einige kleine Kinderl\u00e4den mussten bereits schlie\u00dfen, wie Roland Kern vom Dachverband Berliner Kinder- und Sch\u00fclerl\u00e4den (DaKS) best\u00e4tigt. Zu Kita-Schlie\u00dfungen kam es bei den st\u00e4dtischen Kitas noch nicht &#8211; aber zu finanziellen Problemen, wie der landeseigene Betrieb Kinderg\u00e4rten City dem rbb auf Anfrage mitteilt. Bis August 2024 habe man stets allen Mitarbeitenden in berufsbegleitender Ausbildung ein Vertragsangebot machen k\u00f6nnen, seit 2025 sei dies aber nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_980976756\"\/><\/p>\n<p>Falls Sie die folgende Grafik nicht vollst\u00e4ndig angezeigt bekommen, <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/07\/berlin-landeseigene-kita-nachfrage-plaetze.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">klicken Sie bitte hier.<\/a><\/p>\n<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_415534010\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tEinnahmen nicht mehr kostendeckend<\/p>\n<p>&#8222;Die Einnahmen waren auf Grund des Belegungsr\u00fcckgangs bereits 2024 nicht mehr kostendeckend, dieses Ph\u00e4nomen setzt sich auch in diesem Jahr fort&#8220;, schreibt eine Sprecherin von Kinderg\u00e4rten City. Die \u00dcbernahme der Auszubildenden m\u00fcsse aus R\u00fccklagen finanziert werden. &#8222;W\u00fcrde Kinderg\u00e4rten City alle Auszubildenden \u00fcbernehmen, w\u00fcrde dem Eigenbetrieb mittelfristig die Zahlungsunf\u00e4higkeit drohen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Folge: Von den rund 60 frisch ausgebildeten Erzieherinnen, die in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Kinderg\u00e4rten City abschlie\u00dfen oder bereits abgeschlossen haben, kann nur ein Drittel \u00fcbernommen werden. Im Februar waren es 12 Erzieherinnen und Erzieher, im August werden es 10 sein. Man habe sich diese Obergrenze setzen m\u00fcssen, so die Sprecherin. Kinderg\u00e4rten City ist einer der f\u00fcnf Berliner Eigenbetriebe, zust\u00e4ndig f\u00fcr insgesamt 56 Kitas in Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte \u2013 und somit besonders stark von zur\u00fcckgehenden Belegungszahlen betroffen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1126860294\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tGeburten-R\u00fcckgang und hohe Mieten als Gr\u00fcnde<\/p>\n<p>Roland Kern vom Dachverband f\u00fcr Kinder- und Sch\u00fclerl\u00e4den erkl\u00e4rt sich die sinkende Nachfrage in den Innenstadtbezirken mit den steigenden Mieten. Viele k\u00f6nnten sich keine Wohnung f\u00fcr Ihre Familie leisten und z\u00f6gen mit ihren kleinen Kindern deshalb an den Stadtrand oder nach Brandenburg, so seine Beobachtung.<\/p>\n<p>Einen weiteren Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang sieht er darin, dass <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/10\/kitas-freie-plaetze-weniger-kinder-geburtenrueckgang-interview.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die Geburten in Berlin zwischen 2021 und 2023 generell stark zur\u00fcckgegangen sind<\/a>: um mehr als 5.000 Geburten. Dies k\u00f6nne aus seiner Sicht auch mit der angespannten Weltlage zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Besonders stark ist die Nachfrage in Pankow gesunken. Die Kita Bambini-Oase im B\u00f6tzowviertel in Prenzlauer Berg konnte sich vor einigen Jahren gar nicht vor Bewerbungen retten. Jetzt sind 50 Pl\u00e4tze frei, wie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Bianca Kirchner vom gemeinn\u00fctzigen Tr\u00e4ger Mahale, der insgesamt drei Einrichtungen in Berlin betreibt, erz\u00e4hlt. F\u00fcr die Kita bedeutet das weniger Einnahmen. Ein Teil des Geb\u00e4udes wurde mittlerweile leergezogen und an eine andere gemeinn\u00fctzige Einrichtung \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1586290856\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tPersonalschl\u00fcssel soll sich verbessern<\/p>\n<p>Personal entlassen musste Bianca Kirchner noch nicht, aber mehrere Ma\u00dfnahmen waren n\u00f6tig: Erzieher haben zwischen den drei Einrichtungen von Mahale je nach Bedarf hin- und hergewechselt und waren bereit, tempor\u00e4r weniger zu arbeiten, um das \u00dcberleben der Kita zu sichern. Auch Erzieher Marcel B\u00f6rner musste seine Arbeitszeit \u00fcbergangsweise reduzieren. Er schl\u00e4gt vor, die Entwicklung als Chance zu sehen: Jetzt, da mehr Personal f\u00fcr weniger Kinder zur Verf\u00fcgung steht, k\u00f6nnte der Personalschl\u00fcssel endlich verbessert werden. Dies sei eine Aufgabe f\u00fcr die Politik, findet B\u00f6rner.<\/p>\n<p>Genau das ist offenbar auch geplant. In einem Referentenentwurf zur \u00c4nderung des Kindertagesf\u00f6rderungsgesetzes, der dem rbb vorliegt, hei\u00dft es, die Personalausstattung soll insbesondere bei der Betreuung der Kinder unter drei Jahren ge\u00e4ndert werden. Eine Fachkraft soll dann bei Unter-Zwei-J\u00e4hrigen durchschnittlich f\u00fcr 2,75 Kinder zust\u00e4ndig sein, nicht mehr wie bisher f\u00fcr 3,75 Kinder. Bei den Unter-Drei-J\u00e4hrigen soll eine Fachkraft durchschnittlich 3,75 Kinder betreuen, nicht mehr wie bisher 4,75. Die Senatsverwaltung befindet sich derzeit in Ressortabstimmungen mit anderen Verwaltungen zum neuen Kindertagesf\u00f6rderungsgesetz, das zum 1. Januar 2026 in Kraft treten soll.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_783366807\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tStaatssekret\u00e4r Liecke: Personal k\u00fcnftig anders verteilen<\/p>\n<p>Berlins Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Jugend und Familien, Falko Liecke (CDU), sagte am Sonntagabend im rbb, die Senatsverwaltung f\u00fcr Familie wolle vorhandene Fachkr\u00e4fte im System halten. &#8222;Ich glaube nicht, dass wir arbeitslose Erzieher in Berlin haben werden&#8220;, betonte der Staatssekret\u00e4r.<\/p>\n<p>Einen &#8222;Umverteilungsprozess&#8220; werde es aber geben. &#8222;Da geht es jetzt um kluge Steuerung, die Kr\u00e4fte dahin zu verteilen, wo sie notwendig sind&#8220;, sagte Liecke. W\u00e4hrend es innerhalb des S-Bahn-Rings mittlerweile \u00dcberkapazit\u00e4ten g\u00e4be, h\u00e4tten Kitas am Stadtrand mitunter gro\u00dfen Bedarf. Liecke betonte, durch die \u00c4nderung der Betreuungsschl\u00fcssel werde &#8222;ein deutlicher Qualit\u00e4tsgewinn&#8220; erzielt.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1489001843\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_510405287\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tAuslastung in Spandau am h\u00f6chsten<\/p>\n<p>Kita-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Bianca Kirchner begr\u00fc\u00dft die geplante \u00c4nderung des Personalschl\u00fcssels aus p\u00e4dagogischer Sicht. Finanziell sei das f\u00fcr ihre Einrichtung aber nicht die Rettung. Problematisch sei vor allem, dass die Sachkostenpauschale, die sie pro Kind vom Land erh\u00e4lt, zu niedrig angesetzt sei. Besuchen weniger Kinder ihre Kita, erh\u00e4lt sie also weniger Geld. Ihre Betriebskosten, um die Geb\u00e4ude zu bewirtschaften, bleiben jedoch gleich hoch \u2013 egal, wie viele Kinder die Kita besuchen. So komme es zu einer erheblichen Finanzl\u00fccke. Sie wisse, dass viele Kitas von diesem Problem betroffen seien. &#8222;Hier muss die Politik dringend nachsteuern, wenn sie ein Kitasterben vermeiden will&#8220;, sagt Kirchner.<\/p>\n<p>In der Tat steht sie mit diesem Problem nicht allein da: In allen Berliner Bezirken liegen die belegten Pl\u00e4tze mittlerweile deutlich unter den angebotenen Pl\u00e4tzen. Die gr\u00f6\u00dfte Nachfrage gibt es derzeit offenbar in Spandau: Dort ist die Auslastung der Kitas mit 92,7 Prozent berlinweit am h\u00f6chsten &#8211; und trotzdem immer noch weit von einer Vollauslastung entfernt.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Abendschau, 13.07.2025, 19:30 Uhr<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Landeseigene Kitas &#8211; Viele Kitas unterbelegt: Berliner Erzieher-Azubis werden teilweise nicht \u00fcbernommen Mo 14.07.25 | 08:37 Uhr |&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":266936,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-266935","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114850384038477930","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=266935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/266935\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/266936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=266935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=266935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=266935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}