{"id":267012,"date":"2025-07-14T08:07:10","date_gmt":"2025-07-14T08:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267012\/"},"modified":"2025-07-14T08:07:10","modified_gmt":"2025-07-14T08:07:10","slug":"frankreich-italien-spanien-welches-ist-das-beste-reiseland-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267012\/","title":{"rendered":"Frankreich. Italien, Spanien: Welches ist das beste Reiseland der Welt?"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Frage k\u00f6nnen sich unsere Autoren leider nicht einigen. Und das wollen sie auch gar nicht, denn sie sind Fans des jeweiligen Landes. Drei Liebeserkl\u00e4rungen.<\/p>\n<p>Italien: Land der Gelassenheit<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wer zum ersten Mal den Brenner in Richtung S\u00fcden \u00fcberquert, mag zun\u00e4chst erstaunt feststellen: \u201eSapperlot, die sprechen hier Deutsch!\u201c Und nicht nur das. Auf der S\u00fcdtiroler Speisekarte gibt es Kn\u00f6del und Sauerkraut, die Infrastruktur ist weitgehend saniert und die Busse kommen p\u00fcnktlich. Passt so gar nicht zu den \u00fcblichen Italien-Klischees.<\/p>\n<p>Trotzdem sind die Anzeichen, dass man <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6sterreich<\/a> hinter sich gelassen hat, so klar wie der pl\u00f6tzlich wolkenlose Himmel. Neben Eichen und Fichten wachsen nun Palmen und Zypressen. Und im Supermarkt bleibt die Kassiererin auch dann noch freundlich, wenn man den Einkauf nicht schon nach 2,81 Sekunden eingepackt hat und ein beklommenes \u201eMit Karte bitte!\u201c ruft.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, wer sich in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/italien-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/italien-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Italien<\/a> beeilt, muss l\u00e4nger warten. Jedenfalls so lange, wie die Kassiererin noch mit der greisen Frau im knallbunten Armani-Kleid \u00fcber Risotto-Rezepte quatscht. Hier lernt man, den Sachen ihre Zeit zu geben, notgedrungen. Chi va piano, va sano e va lontano, sagen die Italiener: Wer langsam geht, kommt sicher und kommt weit. Im Laden, im Stra\u00dfenverkehr, im Leben.<\/p>\n<p>Sucht man im Urlaub etwas anderes? Italien ist das Land der Gelassenheit. Je weiter man nach S\u00fcden f\u00e4hrt, desto gr\u00f6\u00dfer wird sie. Zehn-G\u00e4nge-Men\u00fcs mit Grand-Cru-Wein, diese angestrengte Art, das Leben zu genie\u00dfen, ist Sache der Franzosen. Die Spanier m\u00f6gen in dieser Hinsicht entspannter sein. Doch selbst die obligatorische Siesta und die Abendkultur erst nach 21 Uhr haben etwas Zwanghaftes.<\/p>\n<p>Die Italiener hingegen sagen: Lasciamo stare, oder fai come vuoi! Vergiss es, mach, wie es dir gef\u00e4llt. Wer Hunger hat, der st\u00fcrze sich schon vormittags auf Cacio e Pepe, wer m\u00fcde ist, lege sich schlafen, und wer in Feierlaune ist, der tanze, gr\u00f6le und trinke, egal ob drei Uhr nachmittags oder fr\u00fchmorgens. In einer italienischen Taverna oder Bar wird man zu jeder Uhrzeit Gleichgesinnte finden. Nur beim Cappuccino nach dem Mittagessen gibt es kein Pardon, das ist Tods\u00fcnde, Italiener trinken den nur vormittags.<\/p>\n<p>Nervige Vorschriften gibt es in Italien freilich auch. Sie sind allgegenw\u00e4rtig, im \u00f6ffentlichen Leben genauso wie im Theater. Wer ein bisschen Italienisch versteht, bemerkt sie \u00fcberall: Schilder, die etwas verbieten oder befehlen. \u201eNo takeaway\u201c, steht zum Beispiel auf einer Tafel in einer Pizzeria in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/rom-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/rom-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rom<\/a>. Aber wenn man sich traut, den Pizzaiolo um eine Ausnahme zu bitten, sagt der mit einem Achselzucken: \u201eTakeaway? Uay nodd??\u201c<\/p>\n<p>Regeln, das wissen die Italiener, sind da, um im richtigen Moment gebrochen zu werden. Selbst die beste Puccini-Oper ist auf eine Prise Improvisation angewiesen. Und die gibt es in Italien \u00fcberall, was sich besonders kulinarisch in einer schier unendlichen Variation ausdr\u00fcckt: Von Nord bis S\u00fcd finden sich Hunderte regionale <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nudeln\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nudeln\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pasta<\/a>-Sorten, oft selbst gemacht, und 2000 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wein\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wein\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rebsorten<\/a>. Von der landschaftlichen und kulturellen Vielfalt ganz zu schweigen. Rund 60 Unesco-Welterbest\u00e4tten hat Italien, so viele wie kein anderes Land.<\/p>\n<p>F\u00fcr Deutsche besonders wohltuend: Mut zur Vielfalt durchdringt hier auch noch die \u00f6ffentliche Meinung. Zwar gibt es auch hier hart gesottene Putin-Versteher, Corona-Skeptiker oder \u00f6kosoziale Klimaaktivisten. Allerdings mit dem Unterschied, dass man noch miteinander spricht. Nicht immer zivilisiert, aber immerhin.<\/p>\n<p>Sobald man sich gen\u00fcgend laut angebr\u00fcllt hat, st\u00f6\u00dft man in Italien wenige Minuten sp\u00e4ter mit einem eiskalten Amaro del Capo wieder auf das gute Leben an. Lasciamo stare \u2013 eine fantastische Tugend im besten Reiseland der Welt.<\/p>\n<p>Teseo La Marca<\/p>\n<p>Spanien: Die Sonne scheint bei Tag und Nacht<\/p>\n<p>Man reist nicht nach <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spanien<\/a>, um etwas zu sehen, sondern um etwas zu f\u00fchlen. Die Hitze des iberischen Sommers, die k\u00fchle Brise vom Meer, das warme Herz der Menschen, den Rhythmus ihrer sch\u00f6nen Sprache. \u00dcber 3000 Sonnenstunden im Jahr. Welches andere Land gibt so ein Versprechen?<\/p>\n<p>Man sagt, der Gott des Theaters sei Italiener, der des Weines <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/griechenland-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/griechenland-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grieche<\/a> \u2013 doch der Wettergott? Ganz klar: ein Spanier. Das wusste schon Schlagerbarde Roy Black: \u201eDie Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva Espa\u00f1a!\u201c <\/p>\n<p>Weiterer Pluspunkt: Spanien hat Platz. Niemand muss f\u00fcrchten, vor lauter Liegen den Strand nicht mehr zu sehen und beim Sonnenbaden aus Versehen den R\u00fccken des Nachbarn mit einzucremen.<\/p>\n<p>\u00dcber 8000 Kilometer K\u00fcste, mehr als 3000 Str\u00e4nde, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/balearen-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/balearen-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Balearen<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kanaren-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kanaren-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kanaren<\/a> eingeschlossen. Fast 600 davon tragen die Blaue Flagge, sind sicher und umweltfreundlich. Europarekord. An der Playa de Ses Illetes auf Formentera und am Es Trenc auf <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/mallorca-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/mallorca-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mallorca<\/a> f\u00fchlt man sich in einem t\u00fcrkisen Karibiktraum, aber ohne Langstreckenflug. Kurtaxe? \u00dcberteuerte Strandklubs? Fehlanzeige. Das nennt man spanische Willkommenskultur. <\/p>\n<p>Einen Nachteil gibt es: Spanien hat zu viel zu bieten. Im Norden das gr\u00fcne Baskenland und Galizien mit dem Jakobsweg. In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/barcelona-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/barcelona-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barcelona<\/a> den Jugendstil, in Andalusien maurische Festungen. Auf Mallorca Bergd\u00f6rfer, in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/madrid-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/madrid-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Madrid<\/a> weltst\u00e4dtischen Glanz. Ohnehin Madrid: Es ist nach Meinung des weitgereisten Tyler Br\u00fbl\u00e9 von der Zeitschrift \u201eMonocle\u201c derzeit die spannendste Hauptstadt Europas. Rom sehen und sterben? Nein, lieber Madrid erleben und vergehen.<\/p>\n<p>Was ist mit der K\u00fcche, werden Kritiker jetzt vielleicht einwenden und stirnrunzelnd auf Paella und Sangria zeigen. Madre m\u00eda, rufen da die Spanier. Als g\u00e4be es in Italien nicht \u00fcberall Pizza und in Frankreich Croque Monsieur! Aber nur zwischen Alicante und Zaragoza kennt man Tapas, und bei den Basken die Pintxos. Kleine Leckereien mit gro\u00dfer Message: eine f\u00fcr dich, eine f\u00fcr mich. Zwei f\u00fcr den, der zahlt. Das ist mehr als Essen. Das ist gelebte Sozialpolitik. <\/p>\n<p>Nie k\u00e4me ein Einheimischer auf die Idee, Sangria zu bestellen. Geschweige denn zu trinken. Spanier bevorzugen einen Vino tinto aus der Rioja und im Sommer eiskalten Wermut mit Zitrone. Dazu Oliven und Manchego-K\u00e4se. Oder Sardellenfilets in Essig und gekochten Oktopus mit Meersalz. Gibt es etwas Besseres? Claro que no. <\/p>\n<p>Selbst die verw\u00f6hnteste Zunge kommt im K\u00f6nigreich auf ihre Kosten. San Sebasti\u00e1n, die K\u00fcstenstadt im Norden, punktet nicht nur mit einem der sch\u00f6nsten Stadtstr\u00e4nde der Welt, sondern auch mit zw\u00f6lf Sterne-Restaurants, gleich drei davon mit der H\u00f6chstwertung von drei Sternen.<\/p>\n<p>Das beste Restaurant Europas 2025? Nat\u00fcrlich ein Lokal auf der iberischen Halbinsel, und zwar das \u201eAsador Etxebarri\u201c im baskischen Bergdorf Axpe. Essen wie Gott in Spanien \u2013 so muss es richtig hei\u00dfen.  <\/p>\n<p>Und wer hat die Siesta erfunden, das Nickerchen am Nachmittag? Wer kommt erst nach 21 Uhr zum Abendessen, weil man den Sonnenuntergang am Strand nicht verpassen will? Richtig, auch das stammt von den Spaniern.<\/p>\n<p>Entspanntheit ist ihre zweite Natur. W\u00e4hrend sich die Italiener f\u00fcr Puccini halten und das ganze Leben als Oper sehen und die Franzosen st\u00e4ndig damit rechnen, dass ihnen der Himmel auf dem Kopf f\u00e4llt, fragen Spanier einfach und unkompliziert: Qu\u00e9 tal? (wie geht\u2019s?)  \u2013 und l\u00e4cheln. <\/p>\n<p>Denn sie wissen: Die Antwort wird bien (gut) lauten. Sonst w\u00fcrden wohl kaum 94 Millionen ausl\u00e4ndische <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tourismus\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tourismus\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Touristen<\/a> im Jahr hierher reisen. Und die Spanier l\u00e4cheln weiter. Wir sprachen schon von ihrem gro\u00dfen Herz. Man nennt es auch Gastfreundschaft. Deshalb f\u00fchlt man sich als Deutscher in Spanien nie wie ein Fremder \u2013 nur dann, wenn man um 18 Uhr allein im Lokal sitzt und sich fragt, wo alle sind. <\/p>\n<p>Frank Rumpf<\/p>\n<p>Frankreich: Paradies auf Erden<\/p>\n<p>Ap\u00e9ro ist das Code-Wort des Sommers, das man sich zuruft in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankreich-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankreich-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankreich<\/a>, wenn die Sonne nicht mehr ganz im Zenit steht, aber der Abend noch nicht angebrochen ist. Unter dem Vorwand des Aperitifs trifft man Freunde, Freunde von Freunden, Nachbarn, Kollegen, es ist ein zwangloses Zusammenfinden, ohne klaren Anfang, manchmal auch ohne klares Ende, improvisiert im Garten, auf dem Balkon, unter Platanen.<\/p>\n<p>Vergessen sind die Streiks, die Proteste, die Politik. Wenn die Franzosen sich zuprosten, die Eisw\u00fcrfel leise klirren, die Zikaden um die Wette zirpen, wenn die Boules-Kugeln mit sattem Klackern aufeinander schlagen, dann hat die Stunde des Sommers geschlagen. Von nun an betrachten sie die Welt durch das von Kondenswasser beschlagene Glas kalten Ros\u00e9weins wie durch eine rosarote Brille. Und was sehen sie? Das Paradies auf Erden.<\/p>\n<p>100 Millionen Urlauber k\u00f6nnen schlie\u00dflich nicht irren. So viele wurden 2024 gez\u00e4hlt, sie machten Frankreich zum meistbesuchten Land der Welt. Sie werden angezogen von den Lavendelfeldern der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/provence-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/provence-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Provence<\/a>, den wilden Str\u00e4nden der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/bretagne-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/bretagne-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bretagne<\/a>, den Schl\u00f6ssern der Loire, sie werden angelockt von einem Namen, der wie ein Versprechen klingt \u2013 C\u00f4te d\u2019Azur, von den Palmen der Stadt <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nizza-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nizza-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nizza<\/a>, von Geschichte ohne Ende, vom Mont Blanc, von der Unber\u00fchrtheit der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/pyrenaeen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/pyrenaeen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pyren\u00e4en<\/a>, vom Baskenland mit seinen Surfstr\u00e4nden, vom <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/elsass\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/elsass\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elsass<\/a>, vom Burgund, von der Ard\u00e8che, von den Landungsstr\u00e4nden in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/normandie-urlaub\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/normandie-urlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Normandie<\/a> mit den letzten \u00dcberresten deutscher Bunker, wo sie, die Vergangenheit im R\u00fccken, mit nackten F\u00fc\u00dfen ins Wattenmeer ziehen, um mit Eimern voller Herzmuscheln f\u00fcr das Abendessen zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Frankreich ist das Land, in dem man auf Reisen alles kombinieren kann: Kultur und Kulinarik, Stille und urbane Dichte, sportliche Verausgabung auf dem Fahrrad im Tal der Rh\u00f4ne und faule Aufenthalte im Spa, um die Batterien wieder aufzuladen.<\/p>\n<p>Und egal, wo man sich hinbegibt, man st\u00f6\u00dft auf eines der \u00fcber 1000 Sommerfestivals. Das idyllische Avignon verwandelt sich w\u00e4hrend des Theaterfestivals im Juli in die B\u00fchne der Welt. Fotografie in Arles, Opern ohne Ende im alten Palais der Erzbisch\u00f6fe von Aix-en-Provence, das Hochfest des Kinos in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/cannes-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/cannes-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cannes<\/a>. Es dreht sich der Kopf bei so viel Kultur.<\/p>\n<p>Bei allem Schw\u00e4rmen blieb die Mode unerw\u00e4hnt, die Haute-Couture mit ihren Modeschauen, der l\u00e4ssige Stil der Franz\u00f6sinnen, die Weltklasse-Museen, unterschlagen wurde auch die Tatsache, dass oft noch das kleinste Dorf einen B\u00e4cker, eine Fleischerei und mit Sicherheit ein Bistro hat. Nicht zu vergessen das Franz\u00f6sische, eine Sprache, die gesungen wird, wie es Heinrich Heine ausdr\u00fcckte, einer der vielen Deutschen, denen Frankreich den Kopf verdreht hat.<\/p>\n<p>Frankreich ist uns auf seltsame Weise nah, weil es nicht mehr der Norden ist, aber auch noch nicht der brutale S\u00fcden. Wir f\u00fchlen uns ausreichend fremd, aber dennoch aufgehoben. Nicht wie in Spanien, wo sie den halben Tag verschlafen. Nicht wie in Italien, wo sie mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen reden, um am Ende doch nur bella Figura zu machen.<\/p>\n<p>Frankreich bleibt ein Sehnsuchtsort, auch weil die Sch\u00f6nheit seiner St\u00e4dte uns Deutschen immer wieder die Sprache verschl\u00e4gt. Man denke an <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/paris-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/paris-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paris<\/a>, die Sch\u00f6nste der Sch\u00f6nen, so wunderbar, so unangetastet, dass man sie vergessen muss wie eine verlorene Liebe, um nicht den Phantomschmerz zu sp\u00fcren, wenn man sie verl\u00e4sst. Und dann, sp\u00e4ter, die \u00dcberraschung beim Wiedersehen. Dasselbe Gef\u00fchl, die Liebe, dieselbe Anmut aus Stein. <\/p>\n<p>Martina Meister<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In dieser Frage k\u00f6nnen sich unsere Autoren leider nicht einigen. 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