{"id":267140,"date":"2025-07-14T09:19:09","date_gmt":"2025-07-14T09:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267140\/"},"modified":"2025-07-14T09:19:09","modified_gmt":"2025-07-14T09:19:09","slug":"der-wuppertaler-max-guder-ist-vorsitzender-der-deutschen-chorjugend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267140\/","title":{"rendered":"Der Wuppertaler Max Guder ist Vorsitzender der Deutschen Chorjugend\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch habe das Gl\u00fcck, ehrenamtlich in einem sechsk\u00f6pfigen Vorstand mitarbeiten zu d\u00fcrfen. Unser Antrieb sind 75\u2005000 Kinder und Jugendliche in etwa 2500 Ch\u00f6ren und Ensembles, deren Interessen wir vertreten\u201c, sagt der 34-j\u00e4hrige Wuppertaler, der in den letzten f\u00fcnf Jahren auch im Stadtrat sa\u00df. Er freut sich sehr, dass Deutschlands Landesmusikr\u00e4te in diesem Jahr die menschliche Stimme zum \u201eInstrument des Jahres\u201c erkoren haben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Stimme ist immer dabei, jeder kann sie benutzen, jeder Mensch kann singen, die menschliche Stimme kann (fast) alles\u201c, sagt Guder, der mit zehn Jahren als S\u00e4nger in der Wuppertaler Kurrende begonnen hat. \u201eDas war toll. Ich war \u201eder Typ mit der Stimme\u201c und konnte zwei oder dreimal in der Woche meine Peergroup treffen\u201c, erinnert er sich. In der Grundschule hatten zwei Praktikanten den Eltern empfohlen, Max in den Knabenchor zu schicken. \u201eDa war ich genau richtig und habe mit viel Freude unter der Leitung von Heinz Rudolf Meier gesungen.\u201c Nach dem Abitur und wegen einer Studienzeit im Ausland, verlie\u00df er den Chor. In einem Gru\u00dfwort zum 100. Jubil\u00e4um der Kurrende im vorigen Jahr sagte er als Vorsitzender der Deutschen Chorjugend: \u201eDie Kurrende ist mehr als nur Singen. Sie ist Verein, Freundeskreis, ein St\u00fcck zu Hause. Alle Beteiligten schaffen einen Ort, an dem mit h\u00f6chster Qualit\u00e4t Musik gemacht wird, aber auch soziale Kompetenzen gef\u00f6rdert werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eSingen ist Gemeinschaft\u201c, sagt Guder und mag deshalb das Motto der Deutschen Chorjugend sehr: \u201eZusammen singen wir st\u00e4rker.\u201c Er denkt, dass durch das \u201eInstrument des Jahres\u201c die menschliche Stimme und der Gesang deutlich mehr im Fokus stehen. \u201eDas ist auch ein Werbeeffekt f\u00fcr Ch\u00f6re\u201c, meint der begeisterte S\u00e4nger, der heute im Wuppertaler Pop-Chor chor&amp;more aktiv ist. Bei einem offenen Singen auf dem Arrenberg hat ihn die Chorleiterin Hilde Kuhlmann vor sieben Jahren \u00fcberzeugt. \u201eDie Chorprobe ist mein Ruhepol. Wir singen mit viel Spa\u00df auf sehr hohem musikalischen Niveau mit einer tollen Chorleiterin\u201c, schw\u00e4rmt Guder und erg\u00e4nzt: \u201eIch kann mir nicht vorstellen, nicht mehr zu singen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er nennt es ein gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass er in Wuppertal in zwei niveauvollen Ch\u00f6ren singen durfte. Der Switch zwischen den Genres \u2013 von Bach und Mendelssohn zu Coldplay und Cyndi Lauper &#8211; habe ihm viel Freude gemacht. \u201eChorgesang ist so vielf\u00e4ltig\u201c, betont er \u2013 und hat den Eindruck, dass es neuerdings wieder mehr Chorgr\u00fcndungen gibt. \u201eEs geht aufw\u00e4rts, die Zahl der Ch\u00f6re w\u00e4chst\u201c, best\u00e4tigt der nordrhein-westf\u00e4lische Landesmusikrat. Von jungen Popch\u00f6ren \u00fcber Hochschul- oder Jazzch\u00f6re, den Barbershop-Gesang bis zum Heavy-Metal-Chor ist alles vertreten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allerdings haben die etwa 50\u2005000 Ch\u00f6re in Deutschland schwere Zeiten hinter sich. Jahrelang registrierte der Deutsche Chorverband R\u00fcckg\u00e4nge. Lebensbedingungen und Freizeitverhalten ver\u00e4nderten sich, der demografische Wandel kam hinzu &#8211; eine Entwicklung, die auch Sportvereine, die Freiwillige Feuerwehr oder Gewerkschaften sp\u00fcren. \u201eDiese Entwicklung wurde durch die Pandemie beschleunigt\u201c, sagt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Deutschen Chorverbandes, Veronika Petzold. In der Corona-Zeit haben viele Ch\u00f6re aufgegeben. Chorgesang war strengen, teils existenzgef\u00e4hrdenden Einschnitten unterworfen, Singen galt als besonders gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Ch\u00f6re haben schwere Zeiten hinter sich \u2013 nun die Trendwende      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Offenbar ist eine Trendwende in Sicht: In Gro\u00dfst\u00e4dten entstehen Ch\u00f6re mit besonderen Konzepten. In Nordrhein-Westfalen gehe nur die Zahl der reinen M\u00e4nnerch\u00f6re weiter zur\u00fcck, alle anderen Chorgattungen, auch Kinder- und Jugendch\u00f6re w\u00fcchsen, erkl\u00e4rt eine Sprecherin des Landesmusikrates. Gesungen werde vielfach Pop-Repertoire der vergangenen 20 Jahre in mehrstimmigem Satz. \u201eAls Bundesjugendverband hilft die Deutsche Chorjugend auch bei Neugr\u00fcndungen von Ch\u00f6ren\u201c, erkl\u00e4rt Max Guder.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Projekt ist der SingBus, der seit 2021 durch Deutschland f\u00e4hrt und das Ziel hat, Kinderch\u00f6re bei der Neugr\u00fcndung und bei der Chorarbeit zu unterst\u00fctzen. Im Rahmen des Programms \u201eSingBus \u2013 in jedem Ort ein Kinderchor\u201c gestaltet die Deutsche Chorjugend gemeinsam mit Ch\u00f6ren, Vereinen und Schulen Aktionstage, bei denen zusammen und f\u00fcreinander gesungen wird. Der Bus bietet Kindern im wahrsten Wortsinn eine B\u00fchne, viel musikalisches Know-how und praktische Unterst\u00fctzung. \u201eWer einen Kinderchor gr\u00fcnden m\u00f6chte, kann sich bei uns melden\u201c, sagt Guder.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An das ehrenamtliche Engagement bei der Deutschen Chorjugend kam der Wuppertaler durch eine notwendige berufliche Ver\u00e4nderung. Bei den Kommunalwahlen 2020 erlangte er ein Ratsmandat, musste daraufhin seine Stelle in der Verwaltung der Stadt Wuppertal aufgeben und bewarb sich auf eine Stellenausschreibung bei der Deutschen Chorjugend. Dort wurde er hauptamtlicher Projektmanager. Als 2022 ein Vorsitzender gesucht wurde, kandidierte Guder f\u00fcr dieses Ehrenamt, wurde gew\u00e4hlt und musste sich im Hauptberuf wieder umorientieren. Von seinen Aufgaben ist er begeistert: \u201eWir f\u00f6rdern die musisch-kulturelle Bildung junger Menschen, Kinder- und Jugendbeteiligung, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr. Auch in Wuppertal haben wir Mitgliedsch\u00f6re\u201c, sagt Guder.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sehr wichtig findet er die Chorleica \u2013 die Jugendleiter-Card f\u00fcr junge Menschen in Ch\u00f6ren. Umfangreich sind die Angebote der Deutschen Chorjugend zum Kinderschutz. Eine F\u00fclle von Arbeitshilfen wie die Brosch\u00fcre \u201eDamit mehr Kinder singen d\u00fcrfen! Chorangebote an Schulen gestalten\u201c, stehen gedruckt und online zur Verf\u00fcgung. Der Podcast Chor.LEBEN gibt in ansprechenden 30 bis 60 Minuten auf lebendige Weise viele Tipps und Hilfen f\u00fcr den Choralltag. \u201eWir f\u00f6rdern aktiv Chorbegegnungen. F\u00fcr die F\u00f6rderung 2026 kann man sich jetzt bei uns bewerben\u201c, ermuntert Max Guder die Ch\u00f6re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch habe das Gl\u00fcck, ehrenamtlich in einem sechsk\u00f6pfigen Vorstand mitarbeiten zu d\u00fcrfen. 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