{"id":267590,"date":"2025-07-14T13:31:20","date_gmt":"2025-07-14T13:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267590\/"},"modified":"2025-07-14T13:31:20","modified_gmt":"2025-07-14T13:31:20","slug":"emmanuel-macron-frankreich-will-aufruestung-beschleunigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267590\/","title":{"rendered":"Emmanuel Macron: Frankreich will Aufr\u00fcstung beschleunigen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Das Milit\u00e4rdefilee auf den Champs-Elys\u00e9es geh\u00f6rt zum franz\u00f6sischen Nationalfeiertag wie das abendliche Feuerwerk, Musik und Tanz. Doch \u00fcber dem milit\u00e4rischen Spektakel mit Panzern, Flugzeugen und marschierenden Soldaten lag am Montag ein ungewohnter Ernst. \u201eNoch nie war unsere Freiheit seit 1945 so bedroht\u201c, warnte Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Emmanuel Macron\" data-rtr-id=\"5b642fafe7aefa9008bc1144cf1d21a8323d5a7f\" data-rtr-score=\"958.8776157260621\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/emmanuel-macron\" title=\"Emmanuel Macron\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emmanuel Macron<\/a> beim traditionellen Empfang f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte am Sonntagabend in Paris. Er zeichnete ein alarmierendes Bild der Gefahren insbesondere mit Blick auf Russland und k\u00fcndigte 3,5 Milliarden Euro Mehrausgaben f\u00fcr die Verteidigung im Haushalt 2026 an. Dabei muss Frankreich eigentlich sparen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Premierminister Fran\u00e7ois Bayrou steht jetzt vor der Herausforderung, zus\u00e4tzlich zu den erforderlichen 40 Milliarden Euro Einsparungen im Haushalt 2026 3,5 Milliarden f\u00fcr die Verteidigung aufzutreiben. Macron hat nicht dargelegt, wie die Mehrausgaben finanziert werden sollen, aber kategorisch ausgeschlossen, sie wie Deutschland \u00fcber neue Kredite zu finanzieren. Auch f\u00fcr 2027 sind zus\u00e4tzliche Milit\u00e4rausgaben von drei Milliarden Euro geplant. Damit will Macron sicherstellen, dass sich zum Ende seiner zehnj\u00e4hrigen Amtszeit die Verteidigungsausgaben verdoppelt haben. Drei Jahre fr\u00fcher als urspr\u00fcnglich geplant soll der Verteidigungshaushalt 2027 auf 64 Milliarden Euro angestiegen sein. 2017 lag er bei 32 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Als wichtigsten Grund f\u00fcr diese Verteidigungsanstrengung bezeichnete Macron den russischen Imperialismus. Auch der Generalstabschef der Armee, Thierry Burkhard, warnte vor <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Russland\" data-rtr-id=\"1600ce7bdca92f9d620063165b2874ddee746c27\" data-rtr-score=\"16.66039156626506\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/russland\" title=\"Russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a>, das \u201eweiter aufr\u00fcsten\u201c und \u201ebei diesem Tempo\u201c bis 2030 eine Streitmacht aufgebaut habe, die \u201eeine echte Bedrohung f\u00fcr unsere Grenzen an der Ostflanke <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-id=\"39e7f7fa764abfffb19d8f1651d69023170e7664\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/europa\" title=\"Europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europas<\/a> darstellen wird\u201c. Moskau habe Frankreich als \u201eseinen Hauptgegner in Europa\u201c bezeichnet, sagte Burkhard bei einer Pressekonferenz in Paris.<\/p>\n<p>Russland als gr\u00f6\u00dfte Bedrohung<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die detaillierten Gr\u00fcnde f\u00fcr die franz\u00f6sische Verteidigungsanstrengung werden in der aktualisierten Nationalen Sicherheitsstrategie (Revue strat\u00e9gique nationale) dargelegt, die am Montag in franz\u00f6sischer, englischer und deutscher Sprache ver\u00f6ffentlicht wurde. Ein 2022 ver\u00f6ffentlichtes Grundsatzpapier wurde von Fachleuten kritisiert, da es die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nicht hinreichend ber\u00fccksichtigte. Die \u201eNationale Strategische \u00dcberpr\u00fcfung 2025\u201c korrigiert diese Vers\u00e4umnisse.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Russland wird darin als gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr Frankreich und die Europ\u00e4er beschrieben. Es drohe \u201ein den kommenden Jahren und bis 2030\u201c ein offener Krieg \u201egegen das Herz Europas\u201c, hei\u00dft es in dem 112 Seiten langen Dokument. Die von Russland verfolgten Ziele blieben maximalistisch und ideologisch, und seine Vorgehensweise sei ungez\u00fcgelt. Sie stellten eine beispiellose und dauerhafte Bedrohung f\u00fcr Frankreich und Europa dar. Im Vorwort schreibt Macron: \u201eDie Europ\u00e4er haben sich daran gew\u00f6hnt, dass andere ihre Sicherheit gestalten (\u2026) und im Grunde genommen die wichtigsten Entscheidungen f\u00fcr sie treffen. Diese Zeiten sind vorbei.\u201c<\/p>\n<p>Milit\u00e4rparade soll \u201eoperative Glaubw\u00fcrdigkeit\u201c demonstrieren<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Milit\u00e4rparade mit 7000 Soldaten, 65 Flugzeugen, 250 Milit\u00e4rfahrzeugen und 200 Pferden der Republikanischen Garde stand auch deshalb ganz im Zeichen der \u201eoperativen Glaubw\u00fcrdigkeit\u201c. Die Soldaten der 7. Panzerbrigade rollten in ihren Sch\u00fctzenpanzern nicht in Paradeuniform, sondern in Kampfanz\u00fcgen \u00fcber die Champs-Elys\u00e9es. Damit wollte Frankreich an sein Versprechen erinnern, bis 2027 innerhalb von zehn Tagen eine Brigade von 7000 Mann und innerhalb eines Monats eine Division von 20.000 Soldaten verlegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die logistischen Herausforderungen k\u00f6nnten nur durch mehr Munition und modernes Material, Drohnen und Luftverteidigung bew\u00e4ltigt werden, wie Macron in seiner Rede betonte. Er wiederholte seine Forderung, dass Europa seine Verteidigung selbst in die Hand nehmen und gemeinsam in eigene Waffensysteme investieren m\u00fcsse. Zu den Gefahren z\u00e4hlte er auch, dass die transatlantische Beziehung eine \u201ePhase der Ungewissheit\u201c erlebe. Der von Donald Trump verh\u00e4ngte Handelskrieg und die Perspektive eines amerikanischen R\u00fcckzugs aus Europa rechtfertigten die St\u00e4rkung der franz\u00f6sischen Verteidigung. \u201eIn dieser Welt muss man gef\u00fcrchtet sein, um frei zu sein, und um gef\u00fcrchtet zu sein, muss man m\u00e4chtig sein\u201c, sagte Macron.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Mehr denn je setzt er auf die Partnerschaft mit Deutschland und Gro\u00dfbritannien, damit Europa sich milit\u00e4risch behaupten kann. Macron verwies auf die franz\u00f6sisch-britische Vereinbarung von Northwood zu einer verst\u00e4rkten Kooperation bei der nuklearen Abschreckung und erw\u00e4hnte auch das f\u00fcr den 17. Juli geplante deutsch-britische Sicherheitsabkommen. Er best\u00e4tigte, dass beim Deutsch-Franz\u00f6sischen Ministerrat Ende August \u201eneue Entscheidungen\u201c getroffen werden sollten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Aufmerken lassen in diesem Zusammenhang die Anmerkungen zur nuklearen Abschreckung in dem Grundsatzpapier. So wird darin eine \u00dcberpr\u00fcfung der Zahl der atomaren Sprengk\u00f6pfe angeregt sowie vorgeschlagen, auch die konventionelle Unterst\u00fctzung neu zu dimensionieren. Die j\u00fcngsten Entwicklungen verst\u00e4rkten die Notwendigkeit, die strategische Debatte \u00fcber den Schutz der Verb\u00fcndeten auf dem europ\u00e4ischen Kontinent zu er\u00f6ffnen, hei\u00dft es.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bei seinem Antrittsbesuch in Paris seine Bereitschaft bekundet, mit Paris und London \u00fcber nukleare Abschreckung sprechen zu wollen. Bei der Milit\u00e4rparade flogen Rafale-Kampfflugzeuge \u00fcber den Triumphbogen, die mit Atombomben best\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Auch deutsche, britische, italienische und spanische Flugzeuge waren eingeladen, um die Bedeutung der B\u00fcndnispartner zu unterstreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Milit\u00e4rdefilee auf den Champs-Elys\u00e9es geh\u00f6rt zum franz\u00f6sischen Nationalfeiertag wie das abendliche Feuerwerk, Musik und Tanz. 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