{"id":26773,"date":"2025-04-12T19:49:09","date_gmt":"2025-04-12T19:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/26773\/"},"modified":"2025-04-12T19:49:09","modified_gmt":"2025-04-12T19:49:09","slug":"javier-milei-lob-von-iwf-und-weltbank-argentinien-erhaelt-42-milliarden-dollar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/26773\/","title":{"rendered":"Javier Milei: Lob von IWF und Weltbank \u2013 Argentinien erh\u00e4lt 42 Milliarden Dollar"},"content":{"rendered":"<p>Internationale Institutionen helfen Argentinien finanziell. Sie loben dabei den beeindruckenden Fortschritt bei der Stabilisierung der Wirtschaft durch Pr\u00e4sident Milei. Das Geld flie\u00dfe auch, weil man der Regierung vertraue, die Reformen voranzutreiben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Angesichts der schwierigen finanziellen Lage Argentiniens greifen internationale Institutionen dem Land mit Finanzspritzen von insgesamt 42 Milliarden Dollar unter die Arme \u2013 ein Erfolg f\u00fcr Pr\u00e4sident Javier Milei. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) gab am Freitag ein Hilfspaket von 20 Milliarden Dollar (rund 18 Milliarden Euro) f\u00fcr das s\u00fcdamerikanische Land bekannt. Die Weltbank steuert zw\u00f6lf Milliarden Dollar bei, weitere zehn Milliarden Dollar kommen von der Interamerikanischen Entwicklungsbank.<\/p>\n<p>IWF-Chefin Kristalina Georgieva erkl\u00e4rte, die Entscheidung \u00fcber das Hilfspaket sei \u201ein Anerkennung des beeindruckenden Fortschritts bei der Stabilisierung der Wirtschaft des Landes\u201c durch die argentinische Regierung getroffen worden. \u201eEs ist ein Vertrauensvotum f\u00fcr die Entschlossenheit der Regierung, Reformen voranzutreiben, Wachstum zu f\u00f6rdern und h\u00f6here Lebensstandards f\u00fcr das argentinische Volk zu erzielen\u201c.<\/p>\n<p>Die 20 Milliarden Dollar des IWF sind \u00fcber einen Zeitraum von vier Jahren vorgesehen. Zw\u00f6lf Milliarden Dollar sollen Argentinien sofort zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Milei fordert harten Sparkurs von seinem Land<\/p>\n<p>Die Weltbank bezeichnete ihr Hilfspaket ebenfalls als \u201estarkes Vertrauensvotum f\u00fcr die Bem\u00fchungen der Regierung, die Wirtschaft zu stabilisieren und zu modernisieren\u201c. Von den zw\u00f6lf Milliarden Dollar w\u00fcrden 1,5 Milliarden sofort freigegeben werden.<\/p>\n<p>Der libert\u00e4re <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article252159760\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article252159760&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4sident Milei<\/a>, der Argentinien seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 einem harten Sparkurs unterzieht, jubelte nach Verk\u00fcndung der internationalen Finanzspritzen. Die Wirtschaft des Landes werde wachsen \u201ewie nie zuvor\u201c, sagte der selbsterkl\u00e4rte \u201eAnarcho-Kapitalist\u201c in einer Rede im argentinischen Fernsehen. \u201eArgentinien wird in den n\u00e4chsten 30 Jahren das Land mit dem st\u00e4rksten Wachstum sein.\u201c<\/p>\n<p>Der argentinische Wirtschaftsminister Luis Caputo sagte, die Finanzspritzen w\u00fcrden helfen, die W\u00e4hrungsreserven der argentinischen Zentralbank wieder aufzuf\u00fcllen, \u201eum eine ges\u00fcndere W\u00e4hrung zu haben und den Prozess des Inflationsabbaus fortzusetzen\u201c.<\/p>\n<p>Mithilfe der Hilfspakete k\u00f6nnten die W\u00e4hrungskontrollen beendet werden, die Argentiniern \u201eso viel Schaden zugef\u00fcgt haben\u201c, sagte Caputo weiter. Bislang durften Argentinier nur 200 US-Dollar im Monat abheben. Die Zentralbank verk\u00fcndete, anstelle der W\u00e4hrungskontrollen werde die argentinische W\u00e4hrung Peso zwischen 1000 und 1400 Pesos pro Dollar schwanken d\u00fcrfen, au\u00dferdem wird die Bandbreite monatlich um einen Prozent erweitert.<\/p>\n<p>Bei seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hatte Milei eine \u201eSchocktherapie\u201c f\u00fcr Argentinien angek\u00fcndigt, die vor allem massive Einschnitte bei den Staatsausgaben umfasst. Dadurch sank die Inflation von 211 Prozent Ende 2023 auf 55,9 Prozent in diesem M\u00e4rz, womit die argentinische Inflationsrate noch immer eine der h\u00f6chsten weltweit ist. 2024 erzielte die Regierung erstmals seit einem Jahrzehnt einen Haushalts\u00fcberschuss.<\/p>\n<p>\u201eWenn die Inflation ansteigt, wird die Bev\u00f6lkerung unsicher werden\u201c<\/p>\n<p>Kehrseite der Medaille sind eine Wirtschaft in der Rezession, der Wegfall von Arbeitspl\u00e4tzen, Einschnitte bei den Renten und eine extrem hohe Armutsquote, auch wenn diese inzwischen wieder deutlich gesunken ist. Zuletzt gab es gegen den strikten Sparkurs der Regierung massive Proteste, erst am Donnerstag gab es einen Generalstreik.<\/p>\n<p>\u201eMilei braucht dieses Abkommen wie die Luft zum Atmen\u201c, sagte die Politologin Bel\u00e9n Amadeo von der Universit\u00e4t Buenos Aires am Freitag. Es gebe dem Pr\u00e4sidenten dringend ben\u00f6tigten Bewegungsspielraum. \u201eDenn wenn die Instabilit\u00e4t einsetzt und die Inflation ansteigt, wird die Bev\u00f6lkerung unsicher werden und sofort zum Dollar fliehen.\u201c<\/p>\n<p>Es ist bereits das 23. Mal seit Argentiniens Beitritt zum IWF im Jahr 1956, dass die Institution mit Sitz in Washington dem Land finanziell unter die Arme greift. Argentiniens derzeitige Schulden beim IWF, die noch aus einem unter dem damaligen Mitte-Rechts-Pr\u00e4sidenten Mauricio Macri aufgenommenen Kredit von 2018 stammen, belaufen sich auf 44 Milliarden Dollar.<\/p>\n<p>Als Zeichen der Unterst\u00fctzung wird am Montag auch US-Finanzminister Scott Bessent nach Argentinien reisen. Er werde dabei die \u201evollst\u00e4ndige Unterst\u00fctzung der Vereinigten Staaten f\u00fcr die k\u00fchnen Wirtschaftsreformen in Argentinien\u201c hervorheben, erkl\u00e4rte sein Ministerium. US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Milei liegen ideologisch nahe beieinander, die US-Regierung nimmt sich die rabiate Sparpolitik des argentinischen Pr\u00e4sidenten zum Vorbild.<\/p>\n<p>AFP\/coh<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Internationale Institutionen helfen Argentinien finanziell. Sie loben dabei den beeindruckenden Fortschritt bei der Stabilisierung der Wirtschaft durch Pr\u00e4sident&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26774,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[12932,175,170,169,29,30,15450,3581,171,174,15449,110,45,173,172],"class_list":{"0":"post-26773","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-argentinien","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-javier","15":"tag-lateinamerika","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-milei","19":"tag-newsteam","20":"tag-texttospeech","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114326730439090311","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26773"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26773\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}