{"id":267946,"date":"2025-07-14T16:43:10","date_gmt":"2025-07-14T16:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267946\/"},"modified":"2025-07-14T16:43:10","modified_gmt":"2025-07-14T16:43:10","slug":"loewenbabys-tot-scharfe-kritik-und-eine-forderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267946\/","title":{"rendered":"L\u00f6wenbabys tot \u2013 scharfe Kritik und eine Forderung"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Die tragische Nachricht aus dem L\u00f6wengehege bewegt viele: Der K\u00f6lner Zoo spricht von Tierwohl, Tiersch\u00fctzer von Zucht &#8222;wie am Flie\u00dfband&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Nach dem Einschl\u00e4fern von zwei Asiatischen L\u00f6wenbabys im K\u00f6lner Zoo hat die Tierrechtsorganisation Peta Kritik an der dortigen Zuchtpraxis und den Haltungsbedingungen ge\u00e4u\u00dfert. Aus Sicht der Organisation werfe der aktuelle Fall grunds\u00e4tzliche Fragen zur Strategie des Zoos auf.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">L\u00f6wenmutter &#8222;Gina&#8220; hatte die <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/koeln\/id_100818790\/koelner-zoo-muss-loewenbabys-einschlaefern.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Anfang Juli zur Welt gekommenen Jungtiere nicht angenommen<\/a> \u2013 daraufhin entschied man sich im Zoo, die beiden L\u00f6wenbabys einzuschl\u00e4fern. Petas Fachreferentin f\u00fcr Zootiere, Yvonne W\u00fcrz, sagte t-online am Montag, dass es zwar nachvollziehbar sei, dass der K\u00f6lner Zoo auf eine Handaufzucht der kleinen L\u00f6wen verzichtet habe: Zu gro\u00df sei dabei das Risiko von Fehlpr\u00e4gungen oder artuntypischen Verhalten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Jedoch sei es fraglich, warum &#8222;Gina&#8220; \u00fcberhaupt weitere Jungtiere habe bekommen d\u00fcrfen \u2013 schlie\u00dflich sei ihr Nachwuchs aus dem vergangenen Jahr noch auf sie angewiesen gewesen. Dies lege den Verdacht nahe, dass im K\u00f6lner Zoo die Nachzucht von Gro\u00dfkatzen &#8222;nahezu wie am Flie\u00dfband&#8220; erfolge, so die Biologin weiter.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dabei w\u00fcrden laut der Organisation Aspekte wie das Wohl der Tiere oder genetische Risiken m\u00f6glicherweise nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt. Die Vermutung von W\u00fcrz f\u00fcr die Geburt der L\u00f6wenbabys im K\u00f6lner Norden: &#8222;Niedliche Jungtiere sind nach wie vor ein wahrer Publikumsmagnet.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Zugleich gibt die Tierrechtsaktivistin dem K\u00f6lner Zoo in einem anderen Punkt recht: Dieser hatte erkl\u00e4rt, dass &#8222;Ginas&#8220; Entscheidung, ihre Kinder nicht anzunehmen, auch in der freien Wildbahn vorkommen k\u00f6nne \u2013 etwa, wenn die Babys der Mutter gesundheitlich beeintr\u00e4chtigt sind. Komme es jedoch in einer sicheren Umgebung wie in einem Zoo zu einem solchen Fall, dann k\u00f6nne dies ein Indiz f\u00fcr &#8222;problematische Haltungsbedingungen&#8220; der L\u00f6wen sein, so W\u00fcrz.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Beim Tod von &#8222;Ginas&#8220; L\u00f6wenbabys ist f\u00fcr die Biologin somit klar: &#8222;Solche grausamen Vorg\u00e4nge sind kein Ausrutscher, sondern trauriger Alltag hinter den Mauern von Zoos. Die Zuchtpolitik ist verantwortungslos und muss beendet werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die angeblich hohe Inzuchtrate bei Asiatischen L\u00f6wen im Europ\u00e4ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sei laut Peta mit erh\u00f6hter Sterblichkeit und gesundheitlichen Problemen bei den L\u00f6wen verbunden. Demnach w\u00fcrden innerhalb des EEP bis zu 73 Prozent der L\u00f6wenjungen innerhalb des ersten Lebensmonats sterben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Besonders bei den Asiatischen L\u00f6wen sieht Peta wegen der genetischen Situation deshalb auch keinen Beitrag zum Artenschutz. Die Organisation fordert jetzt eine Obduktion der beiden K\u00f6lner L\u00f6wenbabys und einen generellen Stopp der Nachzucht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im \u00dcbrigen lehnt Peta die Haltung und Zucht von Gro\u00dfkatzen in Zoos grunds\u00e4tzlich ab. In Gefangenschaft k\u00f6nnten diese Tiere aus Sicht der Tierrechtler ihr arttypisches Verhalten nicht ausreichend ausleben und litten h\u00e4ufig unter Verhaltensst\u00f6rungen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Zoo verwies am Montag in einem Instagram-Post dagegen darauf, dass die \u00dcberlebenschancen von Jungl\u00f6wen in freier Wildbahn bei 50 bis 70 Prozent liegen, in Zoos aber h\u00f6her seien. t-online hat den Zoo um eine Stellungnahme zu der Kritik von Peta gebeten und wird diesen Artikel ver\u00f6ffentlichen, wenn eine Antwort vorliegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die tragische Nachricht aus dem L\u00f6wengehege bewegt viele: Der K\u00f6lner Zoo spricht von Tierwohl, Tiersch\u00fctzer von Zucht &#8222;wie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":267947,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[3176,29,30,1551,1420,3032,10053,80590,1209,8302,3367,12026,65640],"class_list":{"0":"post-267946","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-3176","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-insolvenz","12":"tag-koeln","13":"tag-koelner-zoo","14":"tag-loewen","15":"tag-loewengehege","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-peta","18":"tag-tierschutz","19":"tag-tierschuetzer","20":"tag-tierwohl"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114852593840774077","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/267946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=267946"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/267946\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/267947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=267946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=267946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=267946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}