{"id":267958,"date":"2025-07-14T16:49:13","date_gmt":"2025-07-14T16:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267958\/"},"modified":"2025-07-14T16:49:13","modified_gmt":"2025-07-14T16:49:13","slug":"die-bvg-kommt-zuverlaessiger-aber-es-bleibt-viel-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/267958\/","title":{"rendered":"Die BVG kommt zuverl\u00e4ssiger \u2013 aber es bleibt viel Arbeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin. 2024 hat die BVG die Notbremse gezogen und einen Strategiewechsel vollzogen. Eine erste Zwischenbilanz zeigt, es geht langsam bergauf.    <\/p>\n<p>Ein halbes Jahr ist es her, dass die <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/berliner-verkehrsbetriebe-bvg\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">BVG<\/a> einen strategischen Kurswechsel vollzogen und \u201eStabilit\u00e4t vor Wachstum\u201c gestellt hat \u2013 Zeit f\u00fcr ein erstes Zwischenfazit. <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article406867263\/bvg-chef-henrik-falk-kein-mensch-wird-als-vorstand-geboren.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1722067980\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Henrik Falk<\/a>, Vorstandsvorsitzender der BVG, sieht die Verkehrsbetriebe auf einem guten Weg. \u201eDie Stabilisierung braucht Zeit, aber erste Fortschritte sind sichtbar\u201c, sagte er. \u201eDie Richtung stimmt.\u201c <\/p>\n<p>   Morgenpost Sp\u00e4ti<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hier steckt alles drin: Ihr Berlin-Update zum Feierabend \u2013 montags bis freitags um 18 Uhr.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p>In allen drei Verkehrsbereichen \u2013 <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/bus-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bus<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/strassenbahn-und-tram-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Tram<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/u-bahn-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">U-Bahn<\/a> \u2013 ist die Zuverl\u00e4ssigkeit im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 gestiegen. Bei der Tram fuhren 97,3 Prozent der Z\u00fcge wie geplant (+1,5 Prozentpunkte), bei der U-Bahn 93,6 Prozent (+ 1,6 Punkte) und bei den Bussen 99 Prozent der Fahrzeuge (+ o,6 Punkte). <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409510065_1752502272_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"BVG\" title=\"Die BVG-Chefs Henrik Falk, der Vorstandsvorsitzende, und Jenny Zeller-Grothe, die Personalvorst\u00e4ndin, haben neue Zahlen zur Zuverl\u00e4ssigkeit vorgestellt. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Die BVG-Chefs Henrik Falk, der Vorstandsvorsitzende, und Jenny Zeller-Grothe, die Personalvorst\u00e4ndin, haben neue Zahlen zur Zuverl\u00e4ssigkeit vorgestellt.<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Reto Klar\n    <\/p>\n<p>    Berlin: Busse kommen zuverl\u00e4ssig \u2013 aber nicht mehr so oft    <\/p>\n<p>Bei den Bussen ist das langfristige Ziel der Stabilit\u00e4tsstrategie (Zuverl\u00e4ssigkeit von 99 Prozent) damit zumindest kurzfristig erreicht. Zur Wahrheit geh\u00f6rt aber auch, dass die Busfahrpl\u00e4ne 2023 ausged\u00fcnnt worden sind. Die Zuverl\u00e4ssigkeitswerte sind also auch das Ergebnis verringerter Taktungen. Daran soll sich auf absehbare Zeit auch nichts \u00e4ndern. \u201eDas Hauptaugenmerk bleibt, dass der aktuelle Fahrplan eingehalten wird\u201c, sagte BVG-Chef Falk. Ein Grund daf\u00fcr: Nach dem Abschluss des Manteltarifvertrages 2024, der unter anderem l\u00e4ngere Wendezeiten f\u00fcr die Fahrer beinhaltet, brauche man 100 zus\u00e4tzliche Busfahrer f\u00fcr dieselbe Leistung. Nat\u00fcrlich wolle man wieder wachsen, aber es ergebe gegenw\u00e4rtig keinen Sinn, Versprechungen abzugeben, die dann nicht eingehalten werden. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409307540_1750410044_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"BVG\" title=\"BVG-Chef Henrik Falk verteidigt Stabilit\u00e4tskurs: \u201eDas Hauptaugenmerk bleibt, dass der aktuelle Fahrplan eingehalten wird.\u201c\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      BVG-Chef Henrik Falk verteidigt Stabilit\u00e4tskurs: \u201eDas Hauptaugenmerk bleibt, dass der aktuelle Fahrplan eingehalten wird.\u201c<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Reto Klar\n    <\/p>\n<p>Bei der U-Bahn ist Falk trotz einer zuletzt wieder leicht gestiegenen Zuverl\u00e4ssigkeit noch lange nicht zufrieden. Eigentlich m\u00fcsste die U-Bahn das stabilste aller Systeme sein, sagte er. Denn die zum Teil unvorhergesehenen Einfl\u00fcsse des Stra\u00dfenverkehrs sind im untergr\u00fcndigen Schienennetz kein Hindernis. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die mangelnde Zuverl\u00e4ssigkeit sind andere: veraltete Fahrzeuge, fehlende Fachkr\u00e4fte, \u00fcberlastete Werkst\u00e4tten und eine insgesamt marode Infrastruktur. <\/p>\n<p>   Neue U-Bahn-Z\u00fcge sollen \u201esp\u00fcrbare Verbesserungen\u201c bringen   <\/p>\n<p>In Form neuer Z\u00fcge ist immerhin aber ein wenig Besserung in Sicht. Im M\u00e4rz wurden die ersten zw\u00f6lf Schulungsfahrzeuge f\u00fcr die Linien U1 bis u4 geliefert. Aktuell l\u00e4uft ein simulierter Fahrgastbetrieb mit den neuen Z\u00fcgen, ab September sollen sie auf der Linie U2 im Regelbetrieb fahren. 140 neue Fahrzeuge sollen bis Ende des laufenden Jahres im Einsatz sein. Sie sollen f\u00fcr \u201esp\u00fcrbare Verbesserungen\u201c ab Herbst dieses Jahres sorgen. <\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409422086_1751557004_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[1\/1] \" alt=\"BVG Zug Baureihe J\" title=\"F\u00fcr die neuen U-Bahnen braucht die BVG dringend neue Werkst\u00e4tten.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Parallel laufen seit Ende 2024 erste Tests mit neuen Fahrzeugen f\u00fcr die Linien U5 bis U9. Hier kommen andere, breitere, Fahrzeuge zum Einsatz als auf den Linien 1 bis 4. Der Start des Fahrtgastbetriebes ist f\u00fcr den Sommer 2026 geplant. Bis Anfang 2027 sollen 237 neue Wagen im Einsatz sein. Dass die Zuverl\u00e4ssigkeit auch ohne die neuen Fahrzeuge aktuell immerhin leicht steigt, wertet Falk als Beleg daf\u00fcr, \u201edass der Pfeil in die richtige Richtung zeigt\u201c. Im vergangenen Jahr fiel noch jede 17. U-Bahn aus \u2013 so viele wie seit f\u00fcnf Jahren nicht mehr. <\/p>\n<p>  Mit Echtzeitdaten: BVG will besser \u00fcber Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle informieren  <\/p>\n<p>Um Ausf\u00e4lle und Versp\u00e4tungen besser zu kommunizieren, setzt Falk k\u00fcnftig auf Live-Ansagen. Aktuell kranke das System noch daran, \u201edass wir in ganz vielen Bereichen keine Echtzeitdaten haben\u201c, sagte er. Die digitalen Anzeigen in den U-Bahnh\u00f6fen etwa basieren lediglich auf Fahrplandaten, aktuelle Versp\u00e4tungen werden nicht direkt an die Fahrg\u00e4ste weitergegeben. Das f\u00fchrt oft zu Frustration. In den Leitstellen werden deshalb Mitarbeiter geschult, um ab Mitte des Jahres mit Live-Ansagen schneller reagieren zu k\u00f6nnen. Auf der Linie U2 sollen au\u00dferdem an f\u00fcnf Bahnh\u00f6fen Live-Anzeigen mit Echtzeitdaten getestet werden. Wegen der technischen Ausstattung ist dieser Service nur bei den neuen Fahrzeugtypen m\u00f6glich. Au\u00dferdem wird im Sommer 2026 eine neue Fahrgast-App vorgestellt, die \u2013 \u00e4hnlich wie bei Taxi-Apps \u2013 den Standort der BVG-Fahrzeuge live anzeigen soll. <\/p>\n<p>    Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Auch wenn sie k\u00fcnftig besser kommuniziert werden sollen \u2013 Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle sollen nat\u00fcrlich die Ausnahme sein. Damit das gelingt, ist die BVG neben neuen Fahrzeugen vor allem auf ausreichend Personal angewiesen. Insgesamt arbeiten rund 17.000 Menschen f\u00fcr die Verkehrsbetriebe. Um dieses Niveau nur zu halten, m\u00fcssen laut Falk rund 1.500 Menschen pro Jahr neu eingestellt werden. Und die besonders rentenstarken Jahrg\u00e4nge kommen erst noch.<\/p>\n<p>  Positive Auswirkungen des neuen Tarifvertrages auf Bewerbungen und Einstellungen   <\/p>\n<p>Gute Arbeitsbedingungen sind also wesentlich, um neue Arbeitnehmer zu gewinnen. Seit Juni gilt ein neuer Tarifvertrag bei der BVG, auf den sich die Verkehrsbetriebe im Mai mit Verdi geeinigt haben. Laut Jenny Zeller-Grothe, Personalvorst\u00e4nden der BVG, wirken sich die h\u00f6heren L\u00f6hne positiv auf Bewerbungszahlen und Neueinstellungen aus. Seit dem Tarifabschluss sind die Bewerbungszahlen f\u00fcr den Fahrdienst um 27 Prozent gegen\u00fcber 2024 gestiegen, 463 Menschen haben bereits neu angefangen. \u201eDie Maschine Rekrutierung l\u00e4uft\u201c, sagte Zeller-Grothe. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/408649486_1743082062_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"BVG Vorstand\" title=\"Jenny Zeller-Grothe, BVG-Vorst\u00e4ndin f\u00fcr Personal: \u201eDie Maschine Rekrutierung l\u00e4uft.\u201c \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Jenny Zeller-Grothe, BVG-Vorst\u00e4ndin f\u00fcr Personal: \u201eDie Maschine Rekrutierung l\u00e4uft.\u201c<br \/>\n      \u00a9 DPA Images | Sebastian Gollnow\n    <\/p>\n<p>Auch die Krankenst\u00e4nde haben sich zuletzt im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozentpunkte verringert. 2026 stehen mit Verdi erneut Verhandlungen \u00fcber einen neuen Manteltarifvertrag an. Dabei soll es vor allem um flexiblere Arbeitszeiten gehen. Man wolle von starren Schicht- zu individualisierten Dienstpl\u00e4nen kommen, sagte Zeller-Grothe. <\/p>\n<p>\u201eStabilit\u00e4t vor Wachstum\u201c \u2013 die BVG sieht sich mit dieser Maxime auf dem richtigen Weg aus der Krise. Noch mindestens bis Ende 2027 soll sie gelten. Zum hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um soll das Stabilit\u00e4tsprogramm abgeschlossen sein. 2028 wird die BVG 100 Jahre alt, denn 1928 wurden auf Betreiben von Ernst Reuter, dem ehemaligen Regierenden B\u00fcrgermeister von Berlin, die Vertr\u00e4ge unterschrieben, die den Grundstein f\u00fcr die BVG in ihrer heutigen Form legten. \u201eSp\u00e4testens zu diesem Geburtstag wollen wir wieder stabil sein\u201c, sagte Falk. \u201eDas sind wir Ernst Reuter und dieser Stadt schuldig.\u201c \u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin. 2024 hat die BVG die Notbremse gezogen und einen Strategiewechsel vollzogen. 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