{"id":268787,"date":"2025-07-15T00:40:12","date_gmt":"2025-07-15T00:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/268787\/"},"modified":"2025-07-15T00:40:12","modified_gmt":"2025-07-15T00:40:12","slug":"deutschland-will-weitreichende-us-raketenwerfer-kaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/268787\/","title":{"rendered":"Deutschland will weitreichende US-Raketenwerfer kaufen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Deutschland will weitreichende Raketenwerfer vom Typ Typhon in den USA kaufen, mit denen Ziele in 2.000 Kilometern Entfernung getroffen werden k\u00f6nnen &#8211; also auch in Russland. \u00abDeutschland kann also damit seine eigene Verteidigungsf\u00e4higkeit deutlich steigern, auch seine Abschreckungsf\u00e4higkeit deutlich steigern, aber eben auch die Europas\u00bb, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius nach einem Gespr\u00e4ch mit seinem Kollegen Pete Hegseth in Washington. Eine Entscheidung \u00fcber die Beschaffung der Waffen ist zwar noch nicht gefallen, Pistorius hat aber offiziell sein Interesse bekundet.<\/p>\n<p>Eine abschlie\u00dfende Einigung \u00fcber die Lieferung von weiteren Patriot-Luftverteidigungssystemen an die Ukraine, die von Deutschland mit etwa zwei Milliarden Euro finanziert werden sollen, erzielte er mit Hegseth allerdings nicht. Es m\u00fcssten noch letzte technische, logistische und finanzielle Details gekl\u00e4rt werden, die aber \u00abf\u00fcr uns beide l\u00f6sbar erscheinen\u00bb, sagte der SPD-Politiker.<\/p>\n<p>Typhon: \u00abNachricht des heutigen Tages\u00bb<\/p>\n<p>Es war sein erster Besuch in Washington seit dem Amtsantritt von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und seines Verteidigungsministers Hegseth im Januar. Nach seinem Gespr\u00e4ch im Pentagon verk\u00fcndete Pistorius als \u00abdie neue Nachricht des heutigen Tages\u00bb, dass Deutschland das Verfahren zur Beschaffung der Mittelstreckenwaffe Typhon eingeleitet hat, mit der weitreichende Raketen wie Tomahawk abgefeuert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00dcber solche Waffen mit einer Reichweite von 2.000 Kilometern verf\u00fcgt die Bundeswehr bisher noch nicht. Entsprechende europ\u00e4ische Systeme sind noch in der Entwicklung und nach Angaben von Pistorius fr\u00fchestens in sieben bis zehn Jahre verf\u00fcgbar. Die Typhon-Raktenwerfer sollen f\u00fcr die \u00dcbergangszeit angeschafft werden.<\/p>\n<p>Pistorius setzt trotzdem auf US-Stationierung<\/p>\n<p>Da dies auch noch einige Jahre dauern kann, hofft Pistorius darauf, dass die USA wie im vergangenen Jahr vom damaligen US-Pr\u00e4sidenten Joe Biden versprochen ab 2026 eigene Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden. \u00abIch bin sehr zuversichtlich, dass es bei der Ank\u00fcndigung vom Washingtoner Jubil\u00e4ums-Gipfel letztes Jahr bleibt\u00bb, sagte Pistorius. Eine Best\u00e4tigung der Trump-Regierung gibt es daf\u00fcr bisher aber nicht.<\/p>\n<p>In der SPD ist die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland hochumstritten. Zuletzt wurde sie in dem sogenannten \u00abManifest\u00bb zur Au\u00dfenpolitik von Politikern des linken Fl\u00fcgels kritisiert, darunter der Ex-Fraktionschef Rolf M\u00fctzenich. Auch die Anschaffung eigener Mittelstreckenwaffen d\u00fcrfte in diesem Teil der Partei auf Widerstand sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Die USA pr\u00fcfen nun, ob sie bereit sind, die Typhon-Raketenwerfer zu liefern. Hegseth habe die Anfrage aber wohlwollend zur Kenntnis genommen, sagte Pistorius.<\/p>\n<p>Ukraine-Hilfe auf Umwegen: Noch kein Patriot-Deal<\/p>\n<p>Eigentlich sollte es bei dem Besuch vor allem um die Unterst\u00fctzung der Ukraine gehen. Bei den angesichts zunehmender russischer Luftangriffe dringend ben\u00f6tigten Patriot-Abwehrsystemen erzielte Pistorius aber noch keinen \u00abDeal\u00bb. Es gibt weiterhin zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder Deutschland kauft zwei sofort verf\u00fcgbare Systeme aus US-Best\u00e4nden, die dann von dort direkt in die Ukraine geliefert werden. Oder die Bundeswehr stellt der Ukraine zun\u00e4chst zwei ihrer Systeme zur Verf\u00fcgung und bekommt sp\u00e4ter Ersatz aus den USA.<\/p>\n<p>Mit den Patriot-Raketen (\u00abPhased Array Tracking Radar for Intercept on Target\u00bb) k\u00f6nnen feindliche Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugk\u00f6rper abgefangen werden. Die Ziele k\u00f6nnen auf eine Entfernung von etwa 100 Kilometern und bis in H\u00f6hen von 30 Kilometern getroffen werden. Die Bundeswehr hat von ihren urspr\u00fcnglich zw\u00f6lf Systemen bereits drei in die Ukraine geliefert. Da sie nicht mehr entbehren kann, geht Pistorius nun den Umweg \u00fcber die USA.<\/p>\n<p>Pistorius stellt sich auf US-Truppenabzug ein<\/p>\n<p>Weiteres gr\u00f6\u00dferes Thema war die US-Truppenpr\u00e4senz in Deutschland. Pistorius stellt sich inzwischen auf eine Reduzierung der 38.000 Soldaten ein. Er habe mit Hegseth eine enge Abstimmung dar\u00fcber vereinbart, \u00abwie wir Step by Step eine solche Entscheidung, wenn sie denn ansteht, umsetzen k\u00f6nnen\u00bb. Damit wolle man \u00abgef\u00e4hrliche F\u00e4higkeitsl\u00fccken\u00bb verhindern.<\/p>\n<p>Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump eine drastische Reduzierung der US-Truppen in Deutschland auf 25.000 Soldaten geplant. Beim Besuch von Merz im Wei\u00dfen Haus Anfang Juni war davon aber keine Rede mehr. Wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten haben wolle, sei er dazu bereit, versicherte Trump. \u00abDas ist kein Problem.\u00bb<\/p>\n<p>Beim Pistorius-Besuch in Washington h\u00f6rte sich das nun anders an. Die USA \u00fcberpr\u00fcfen derzeit die Truppen-Stationierungen im Ausland. Es wird eine Verlagerung von Europa in die Indopazifik-Region erwartet. Ergebnisse werden voraussichtlich im September vorliegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland will weitreichende Raketenwerfer vom Typ Typhon in den USA kaufen, mit denen Ziele in 2.000 Kilometern Entfernung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":268788,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-268787","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=268787"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268787\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/268788"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=268787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=268787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=268787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}