{"id":269165,"date":"2025-07-15T04:11:09","date_gmt":"2025-07-15T04:11:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269165\/"},"modified":"2025-07-15T04:11:09","modified_gmt":"2025-07-15T04:11:09","slug":"israel-bietet-groesseren-truppenrueckzug-in-gaza-an-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland-und-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269165\/","title":{"rendered":"Israel bietet gr\u00f6\u00dferen Truppenr\u00fcckzug in Gaza an | Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt"},"content":{"rendered":"\n<p>Der israelische Oppositionsf\u00fchrer Jair Lapid bezeichnete den Plan der Regierung von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu laut der \u00abTimes of Israel\u00bb als \u00abverr\u00fcckt &#8211; selbst nach den Ma\u00dfst\u00e4ben dieser Regierung\u00bb. Der von Verteidigungsminister Israel Katz k\u00fcrzlich vorgestellte Plan sieht vor, dass auf den Tr\u00fcmmern der Stadt Rafah eine Zone errichtet wird.<\/p>\n<p>In dieser Zone sollen zun\u00e4chst 600.000 Menschen aufgenommen werden. Laut \u00abTimes of Israel\u00bb sollen sp\u00e4ter dann alle der mehr als zwei Millionen Bewohner Gazas dort hinein. Wer einmal eingelassen wird, darf die \u00abhumanit\u00e4re Stadt\u00bb nicht mehr verlassen.<\/p>\n<p>Kritische Fragen zur Umsetzung<\/p>\n<p>\u00abWird es einen Zaun geben? Einen normalen Zaun? Einen Elektrozaun? Wie viele Soldaten werden ihn bewachen?\u00bb, zitierte die Zeitung Lapid. \u00abWas werden die Soldaten tun, wenn Kinder die Stadt verlassen wollen? Wer wird sie ern\u00e4hren? Wer wird f\u00fcr Wasser und Strom verantwortlich sein?\u00bb<\/p>\n<p>Laut israelischen Medienberichten gibt es auch aus der Armee deutliche Kritik an dem Plan. Demnach gibt es allerdings selbst unter den an der Planung beteiligten Personen Zweifel daran, ob das Lager je errichtet wird.<\/p>\n<p>Verhandlungstaktik oder ernster Plan?<\/p>\n<p>In Israel wird spekuliert, dass es sich bei dem Plan vielmehr um eine Verhandlungstaktik handeln k\u00f6nnte. Ziel k\u00f6nnte sein, die Hamas zu Zugest\u00e4ndnissen zu bewegen oder die rechtsextremen Koalitionspartner von Regierungschef Netanjahu dazu zu bringen, einer Waffenruhe zuzustimmen.<\/p>\n<p>Letzteres sehe auch der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir so, berichtete die \u00abNew York Times\u00bb. Ben-Gvir lehnt einen dauerhaften Waffenstillstand in Gaza strikt ab. Netanjahu, gegen den ein Korruptionsprozess l\u00e4uft, ist f\u00fcr sein politisches \u00dcberleben auf die Hardliner in seiner Koalition wie Ben-Gvir angewiesen.<\/p>\n<p>Streit um Truppenabzug blockiert Gespr\u00e4che<\/p>\n<p>Die indirekten Verhandlungen Israels mit der Hamas kamen in Doha zuletzt nicht von der Stelle. Ein Hauptgrund sind unterschiedliche Auffassungen \u00fcber das Ausma\u00df des israelischen Truppenabzugs vor allem aus dem S\u00fcden des Gazastreifens.<\/p>\n<p>Israel hatte bislang darauf bestanden, dass seine Streitkr\u00e4fte in einem relativ gro\u00dfen Gebiet verbleiben. Dieses w\u00fcrde eine drei Kilometer breite Pufferzone entlang der Grenze zu \u00c4gypten bei Rafah sowie den sogenannten Morag-Korridor einschlie\u00dfen, der Rafah von der Stadt Chan Junis trennt.<\/p>\n<p>Neuer Vorschlag reduziert Pufferzone<\/p>\n<p>Die Hamas verlangt den R\u00fcckzug der israelischen Streitkr\u00e4fte auf die Positionen, die es vor dem Zusammenbruch der vorherigen Waffenruhe im M\u00e4rz eingenommen hatte. Der neue Vorschlag Israels sieht demnach vor, dass das israelische Milit\u00e4r nur mehr noch eine zwei Kilometer breite Pufferzone entlang der S\u00fcdgrenze bei Rafah beanspruchen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser des Gaza-Krieges war der beispiellose \u00dcberfall der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei wurden etwa 1.200 Menschen get\u00f6tet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt.<\/p>\n<p>UN-Chef spricht von beispielloser Zahl<\/p>\n<p>Seither wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbeh\u00f6rde mehr als 58.000 Pal\u00e4stinenser in Gaza get\u00f6tet. Die kaum \u00fcberpr\u00fcfbare Zahl unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und K\u00e4mpfern.<\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres bezeichnete die Zahl der get\u00f6teten Pal\u00e4stinenser als beispiellos in der j\u00fcngeren Geschichte. \u00abDas untergr\u00e4bt die grundlegendsten Voraussetzungen f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde der Bev\u00f6lkerung Gazas, ungeachtet des enormen Leids, das sie erleiden\u00bb, sagte Guterres in New York.<\/p>\n<p>Zweistaatenl\u00f6sung bleibt Ziel<\/p>\n<p>Er betonte, dass er auch die \u00abf\u00fcrchterlichen Angriffe\u00bb der Hamas vom 7. Oktober immer wieder verurteilt habe. Der UN-Chef h\u00e4lt derweil an einer Zweistaatenl\u00f6sung fest.<\/p>\n<p>Mit Blick auf eine Ende des Monats geplante Konferenz bei den UN in New York sagte er: Eine L\u00f6sung k\u00f6nne es nur geben, wenn sowohl Pal\u00e4stinenser als auch Israelis einen Staat haben, in dem sie ihre Rechte aus\u00fcben k\u00f6nnen. Die Konferenz soll vom 28. bis 30. Juli auf Ministerebene stattfinden und wird von Frankreich und Saudi-Arabien organisiert. Mit einem Durchbruch wird jedoch nicht gerechnet.<\/p>\n<p>(dpa) Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcberarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der israelische Oppositionsf\u00fchrer Jair Lapid bezeichnete den Plan der Regierung von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu laut der \u00abTimes of&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":269166,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,38022,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-269165","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-politics","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-welt","18":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114855299310040312","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269165"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269165\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}