{"id":269443,"date":"2025-07-16T09:44:10","date_gmt":"2025-07-16T09:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269443\/"},"modified":"2025-07-16T09:44:10","modified_gmt":"2025-07-16T09:44:10","slug":"was-kann-kiro-was-copilot-nicht-versteht-amazon-stellt-eigene-ki-ide-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269443\/","title":{"rendered":"Was kann Kiro, was Copilot nicht versteht? Amazon stellt eigene KI-IDE vor"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Was kann Kiro, was Copilot nicht versteht? Amazon stellt eigene KI-IDE vor<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Amazon hat mit Kiro eine eigenst\u00e4ndige, KI-gest\u00fctzte Entwicklungsumgebung (IDE) vorgestellt, die \u00fcber klassische Code-Autovervollst\u00e4ndigung hinausgeht und auf spezifikationsgetriebene Softwareentwicklung setzt. Entwickelt von einem kleinen, unabh\u00e4ngigen Team innerhalb von AWS, soll Kiro vor allem mittlere und gro\u00dfe Unternehmen unterst\u00fctzen, komplexe Softwareprojekte strukturiert und effizient umzusetzen.<\/p>\n<p>Kiro basiert technisch auf einem Fork von Code OSS, dem Open-Source-Kern von Visual Studio Code, ist aber als eigenst\u00e4ndige IDE konzipiert. <a href=\"https:\/\/devclass.com\/2025\/07\/15\/hands-on-with-kiro-the-aws-preview-of-an-agentic-ai-ide-driven-by-specifications\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Laut AWS-Entwickleradvokat Nathan Peck<\/a> ist Kiro bewusst &#8222;leicht von AWS entkoppelt&#8220;, um auch Entwicklerinnen und Entwickler au\u00dferhalb des AWS-\u00d6kosystems anzusprechen. Die Nutzung ist ohne AWS-Konto m\u00f6glich, beispielsweise \u00fcber Google oder GitHub.<\/p>\n<p>Struktur durch Spezifikationen<\/p>\n<p>Im Zentrum von Kiro stehen sogenannte Specs, strukturierte Anforderungs-, Design- und Aufgabenbeschreibungen, die in Markdown-Dateien organisiert sind (requirements.md, design.md, tasks.md). Die Anforderungen folgen dem EARS-Standard (Easy Approach to Requirements Syntax), der urspr\u00fcnglich von Rolls Royce entwickelt wurde. Diese Spezifikationen dienen sowohl der KI als auch den Developern als Referenzrahmen f\u00fcr den gesamten Projektverlauf.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/8\/2\/7\/3\/kiro_abb1-4145e37c13cbe873.gif\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"IDE Kiro arbeitet mit Spezifikationen\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1728 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1728\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Kiro wandelt einen einzelnen Prompt in strukturierte User Stories mit EARS-Akzeptanzkriterien um, einschlie\u00dflich typischer Randf\u00e4lle.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/kiro.dev\/blog\/introducing-kiro\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">kiro.dev<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Agentische Hooks und Sicherheitsmodi<\/p>\n<p>Ein weiteres zentrales Element sind Hooks, automatisierte Aktionen, die durch Ereignisse wie Dateispeichern oder -erstellen ausgel\u00f6st werden. Sie generieren Tests, f\u00fchren Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen durch oder aktualisieren die Dokumentation. Hooks werden in sogenannten Agentic Actions beschrieben und sind konfigurierbar. Kiro arbeitet dabei mit Claude Sonnet 4.0 als Standard-LLM.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/devclass.com\/2025\/07\/15\/hands-on-with-kiro-the-aws-preview-of-an-agentic-ai-ide-driven-by-specifications\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Aus einem Praxisbericht bei devclass.com<\/a> geht hervor, dass besondere Vorsicht beim Autopilot-Modus geboten ist: Hier darf die KI eigenst\u00e4ndig \u00c4nderungen am Code vornehmen. Alternativ l\u00e4sst sich der Supervised-Modus aktivieren, in dem Nutzerinnen und Nutzer alle \u00c4nderungen genehmigen m\u00fcssen. Kritische Aktionen (z.\u00a0B. Installation von npm-Modulen) ben\u00f6tigen immer eine explizite Zustimmung. F\u00fcr mehr Kontrolle lassen sich Zulassungslisten definieren.<\/p>\n<p>Vergleich mit GitHub Copilot und anderen Tools<\/p>\n<p>W\u00e4hrend GitHub Copilot auf allgemeinen Codevorschl\u00e4gen basiert und vor allem Einzelentwicklern oder kleinen Teams hilft, bietet Kiro einen deutlich umfassenderen Funktionsumfang f\u00fcr Unternehmen. Es kennt interne APIs, Deployment-Patterns, Review-Kommentare und Architekturentscheidungen.<\/p>\n<p>In der Praxis zeigt sich das etwa bei Code-Reviews, der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien (z.\u00a0B. SOC2, HIPAA) oder der Standardisierung von Deployment-Konfigurationen. Offenbar kann Kiro selbst bei der Einarbeitung neuer Teammitglieder aushelfen, da es internes Wissen dokumentiert und zug\u00e4nglich macht.<\/p>\n<p>Offene Architektur und Preismodell<\/p>\n<p>Kiro befindet sich derzeit <a href=\"https:\/\/kiro.dev\/blog\/introducing-kiro\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">in der Preview-Phase<\/a> und l\u00e4sst sich kostenlos testen. Danach ist <a href=\"https:\/\/kiro.dev\/pricing\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">ein gestaffeltes Preismodell<\/a> geplant: Die Free-Version umfasst 50 &#8222;agentic interactions&#8220; pro Monat und Nutzer, Pro-Konten kosten 19 $\/Monat (1.000 Interaktionen), Pro+ 39 $\/Monat (3.000 Interaktionen). Weitere Interaktionen kosten 0,04 $ pro St\u00fcck. Eine Interaktion kann dabei mehrere Minuten dauern, beispielsweise wenn Kiro eine komplexe Aufgabe mit mehreren Iterationen bearbeitet.<\/p>\n<p>Amazons Entwicklungsumgebung unterst\u00fctzt insbesondere die Sprachen TypeScript\/JavaScript, Python und Java. Einschr\u00e4nkungen gibt es f\u00fcr .NET-Entwicklerinnen und -Entwickler, da Kiro auf die Open VSX-Registry setzt und propriet\u00e4re Erweiterungen von Microsoft (z.\u00a0B. C#) nicht unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Struktur statt Chaos im KI-Coding<\/p>\n<p>Kiro grenzt sich in einem zunehmend \u00fcberf\u00fcllten Markt f\u00fcr KI-Entwicklungstools durch seine Spezifikationsorientierung und Governance-Funktionen klar ab. Es will nicht nur schnelleres Coden erm\u00f6glichen, sondern strukturierte, wartbare und organisationskonforme Softwareentwicklung f\u00f6rdern. Zwar bleibt ein menschlicher Entwickler weiterhin unverzichtbar, doch Kiro k\u00f6nnte viele Routineaufgaben \u00fcbernehmen und Teams bei dem Prozess unterst\u00fctzen, von Prototyp zu Produktion mit weniger Reibungsverlusten zu gelangen \u2013 und das plattform\u00fcbergreifend.<\/p>\n<p>N\u00e4here Informationen finden sich <a href=\"https:\/\/kiro.dev\/blog\/introducing-kiro\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">im Ank\u00fcndigungsbeitrag auf der offiziellen Website<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mdo@ix.de\" title=\"Madeleine Domogalla\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mdo<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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