{"id":269641,"date":"2025-07-16T11:30:12","date_gmt":"2025-07-16T11:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269641\/"},"modified":"2025-07-16T11:30:12","modified_gmt":"2025-07-16T11:30:12","slug":"angriffswelle-russlands-dann-bricht-der-militaerische-widerstand-der-ukraine-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269641\/","title":{"rendered":"Angriffswelle Russlands: \u201eDann bricht der milit\u00e4rische Widerstand der Ukraine zusammen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Mit Luftangriffen von nie dagewesener Intensit\u00e4t \u00fcberzieht Putin die gesamte Ukraine. Milit\u00e4ranalysten warnen bei WELT vor einem Kipppunkt mit verheerenden Folgen an der Front. Um das Land zu retten, m\u00fcsse der Westen jetzt radikal umsteuern.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">W\u00e4hrend der Westen im vierten Kriegsjahr \u00fcber neue Sanktionen gegen den Kreml diskutiert, feiert Wladimir Putin neue R\u00fcstungs- und Abschussrekorde. Mit 728 Langstreckendrohnen \u2013 so viele wie in keiner Nacht zuvor \u2013 griff die russische Armee am vergangenen Mittwoch St\u00e4dte in der gesamten Ukraine an. 597 Angriffsdrohnen waren es <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256393050\/russlands-angriffskrieg-heftige-luftangriffe-treffen-besonders-westen-der-ukraine.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256393050\/russlands-angriffskrieg-heftige-luftangriffe-treffen-besonders-westen-der-ukraine.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in der Nacht auf Samstag<\/a>. <\/p>\n<p>Das Surren der drei Meter gro\u00dfen Todesflieger ist so eindringlich, dass sie in der Ukraine \u201eMopeds\u201c genannt werden. Dabei handelt es sich um Kamikazedrohnen vom Typ Shahed (Geran-2), beladen mit bis zu 90 Kilogramm Sprengstoff, die sich in Wohnh\u00e4user und Fabrikanlagen st\u00fcrzen. Von Kiew \u00fcber Odessa bis in die Westukraine \u2013 bei Reichweiten von mehr als 1500 Kilometern ist kein Ort mehr sicher.<\/p>\n<p>Aus den relativ g\u00fcnstigen Kamikazedrohnen sind f\u00fcr Russland strategische Angriffswaffen geworden \u2013 ein Instrument der Luft\u00fcberlegenheit durch Masse statt Hochtechnologie. Denn neu ist nicht ihr Einsatz an sich, sondern <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video256385398\/krieg-in-der-ukraine-ruhige-naechte-sind-in-der-regel-der-vorbote-dass-russland-einen-massiven-angriff-vorbereitet.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video256385398\/krieg-in-der-ukraine-ruhige-naechte-sind-in-der-regel-der-vorbote-dass-russland-einen-massiven-angriff-vorbereitet.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfang und Ablauf der Attacken<\/a>. Russland \u00fcberw\u00e4ltigt die ukrainische Flugabwehr seit Wochen mit Schw\u00e4rmen von Angriffs- und Tarndrohnen \u2013 in Kombination mit dem Einsatz von weitaus zerst\u00f6rerischen ballistischen Raketen und Marschflugk\u00f6rpern. <\/p>\n<p>\u201eEnergieversorgung, R\u00fcstungsindustrie und die Moral der Bev\u00f6lkerung sollen \u2013 so das russische Kalk\u00fcl \u2013 zum Kippen gebracht werden\u201c, sagt Oberst Markus Reisner, Leiter des Instituts f\u00fcr Offiziersausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie in Wiener Neustadt. <\/p>\n<p>In ihrer derzeitigen Notlage braucht die Ukraine beides: Neue Abwehrwaffen gegen die kombinierten Drohnenangriffe und weitreichende Offensivwaffen mit gro\u00dfer Sprengladung f\u00fcr Angriffe tief in Russland.<\/p>\n<p>Akuter Bedarf an Flugabwehrsystemen<\/p>\n<p>Wer in den vergangenen Tagen die apokalyptischen Bilder brennender Industrieanlagen und Wohnh\u00e4user in Kiew gesehen hat, kann erahnen, welchen Schaden die russischen Angriffswellen anrichten. In Gespr\u00e4chen mit Vertretern der Bundesregierung haben ukrainische Offizielle zuletzt eindringlich geschildert, wie akut der Bedarf an neuen Flugabwehrsystemen und ihrer Munition ist. <\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256384568\/ukraine-krieg-deutschland-will-von-usa-patriots-fuer-ukraine-kaufen-trump-kuendigt-bedeutende-erklaerung-an.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256384568\/ukraine-krieg-deutschland-will-von-usa-patriots-fuer-ukraine-kaufen-trump-kuendigt-bedeutende-erklaerung-an.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hat am Mittwoch erkl\u00e4rt<\/a>, dass Deutschland f\u00fcr die Ukraine zus\u00e4tzliche Einheiten des amerikanischen Flugabwehrsystems Patriot aus den USA kaufen wolle. Dazu stand er bereits im Austausch mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump \u2013 eine Best\u00e4tigung des Erwerbs steht noch aus. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich am Wochenende optimistisch, dass eine Einigung zustande kommt: \u201eWir n\u00e4hern uns einer mehrstufigen Vereinbarung \u00fcber neue <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/patriot-flugabwehrraketen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/patriot-flugabwehrraketen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Patriot-(Flugabwehr-)Systeme<\/a> und den dazugeh\u00f6rigen Raketen\u201c, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft am Samstag. Einzig mit den jeweils Millionen Euro teuren Patriot-Raketen k\u00f6nnen die schnellsten und t\u00f6dlichsten russischen Raketen abgewehrt werden.<\/p>\n<p>Derzeit aber schw\u00e4chen die massiven Einschl\u00e4ge im Hinterland die Produktion und den Aufbau der ukrainischen R\u00fcstungsindustrie \u2013 und damit das Herz des angegriffenen Landes. Gerade weil die westlichen Unterst\u00fctzer ihre R\u00fcstungskapazit\u00e4ten in den vergangenen dreieinhalb Jahren nicht umfassend hochgefahren haben, gerade weil Europas Waffen- und Munitionslager relativ blank sind, ist die Ukraine auf die eigene Industrie angewiesen. \u201eDer Beschuss ziviler Infrastruktur ist dramatisch, aber f\u00fcr die Lage der Front sind die Treffer auf die ukrainischen Industrieanlagen entscheidend\u201c, erkl\u00e4rt Milit\u00e4ranalyst Gustav Gressel im Gespr\u00e4ch mit WELT. <\/p>\n<p>Der \u00d6sterreicher warnt vor verheerenden Konsequenzen, sollte die ukrainische Armee den russischen Massenbeschuss nicht bald stoppen k\u00f6nnen. Mit Willen allein k\u00f6nnten sich die Ukrainer nicht verteidigen. \u201eWenn das so weitergeht, dann wird der organisierte milit\u00e4rische Widerstand der Ukraine zusammenbrechen\u201c, sagt Gressel. <\/p>\n<p>Das hei\u00dft, es k\u00f6nnte dann <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video256164534\/WELT-Spezial-Im-Drohnenkrieg-WELT-Reporter-Ibrahim-Naber-48-Stunden-an-der-Ukraine-Front.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video256164534\/WELT-Spezial-Im-Drohnenkrieg-WELT-Reporter-Ibrahim-Naber-48-Stunden-an-der-Ukraine-Front.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">an der Front <\/a>doch noch zu gr\u00f6\u00dferen Durchbr\u00fcchen am Boden kommen. Bislang r\u00fccken die russischen Streitkr\u00e4fte nur langsam, aber kontinuierlich vor. Im Juni eroberten Putins Truppen rund 550 Quadratkilometer ukrainisches Territorium und erreichten damit den h\u00f6chsten Monatswert seit Anfang dieses Jahres. Das geht aus einer Analyse der Open-Source-Plattform \u201eDeep State\u201c hervor. Zur Einordnung: M\u00fcnchen ist etwa 300 Quadratkilometer gro\u00df.<\/p>\n<p>Was die neuen Massenattacken gegen die Ukraine auch zeigen, ist, wie stark Russland die Produktion von weitreichenden Waffen ausgeweitet hat. Sch\u00e4tzungen gehen auseinander, aber rund 2500 Langstrecken-Kamikazedrohnen sollen mittlerweile pro Monat vor Ort mindestens entstehen. Eine Drohne vom Typ Geran-2 soll zwischen 30.000 Euro bis 60.000 Euro pro St\u00fcck kosten. Das Modell Geran-3, das noch schneller und weiter fliegen soll, befindet sich bereits in der Produktion. <\/p>\n<p>Der Erfolg der russischen R\u00fcstungsindustrie macht zudem deutlich, von welch gro\u00dfem Vorteil die Unterst\u00fctzung Putins durch seine Partnerl\u00e4nder ist. Die Geran-Angriffsdrohnen sind Weiterentwicklungen des iranischen Typs Shahed. Die meisten Bauteile f\u00fcr Putins Flugger\u00e4te kommen aus China. Nordkorea soll neben Soldaten mittlerweile auch Tausende Arbeiter nach Russland schicken, um dem gro\u00dfen Patron zu helfen. Machthaber Kim Jong-un <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256395890\/Nordkoreas-Machthaber-Kim-sagt-Russland-volle-Unterstuetzung-im-Ukraine-Krieg-zu.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256395890\/Nordkoreas-Machthaber-Kim-sagt-Russland-volle-Unterstuetzung-im-Ukraine-Krieg-zu.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bekr\u00e4ftigte zuletzt <\/a>bei einem Treffen mit dem russischen Au\u00dfenminister Sergej Lawrow am Samstag, Russland bedingungslos im Krieg gegen die Ukraine zu unterst\u00fctzen. Der ukrainische Geheimdienst sch\u00e4tzt Medienberichten zufolge, dass Nordkorea demn\u00e4chst bis zu 30.000 weitere Soldaten nach Russland entsenden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderte russische Taktik<\/p>\n<p>Es ist eine Gemengelage, die f\u00fcr die Ukraine zunehmend zum Problem wird. Schon im Mai hie\u00df es aus deutschen Sicherheitskreisen, dass die \u201emittlere Flugabwehr\u201c in diesem Sommer ein gro\u00dfes Problem der Ukraine werden k\u00f6nnte. Damit ist vor allem das Vorgehen gegen die Langstreckendrohnen gemeint. Gressel erkl\u00e4rt, dass selbst Europa und Deutschland f\u00fcr solche Angriffswellen nicht gewappnet seien. \u201eWenn die Russen gegen uns Krieg f\u00fchren, w\u00fcrden sie uns im aktuellen Zustand auseinander bomben.\u201c<\/p>\n<p>Das Kernproblem bleibt, dass die vorhandenen westlichen Waffensysteme und ihre Munition zu teuer und zu rar f\u00fcr einen Krieg der Abnutzung sind, den Russland in der Ukraine f\u00fchrt. Sowohl die Patriot-Abwehrraketen als auch die Munition f\u00fcr das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video253362716\/Iris-T-SLM-Gegen-ballistische-Raketen-haben-die-Flugabwehrsysteme-Probleme.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video253362716\/Iris-T-SLM-Gegen-ballistische-Raketen-haben-die-Flugabwehrsysteme-Probleme.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutsche Iris-T-System <\/a>eignen sich aus diesem Grund nicht, um Massen an billigen Drohnen zu jagen. Die Iris-T SLM Kurzstreckenrakete kostet mehrere Hunderttausend Euro und kann Ziele in bis zu 40 Kilometern Entfernung bek\u00e4mpfen. F\u00fcr beide Systeme wurden j\u00e4hrlich bislang nur einige Hundert Raketen hergestellt.<\/p>\n<p>Erschwerend kommt hinzu, dass Russland seine Drohnen weiterentwickelt und die Taktik bei Angriffen ver\u00e4ndert hat. Laut dem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe werden einige russische Drohnen mittlerweile in \u00fcber 2000 Meter H\u00f6he navigiert. Dies liege au\u00dferhalb der Reichweite vieler mobiler Feuereinheiten, auf die das ukrainische Milit\u00e4r seit Langem zum Schutz vor den fliegenden \u201eMopeds\u201c setzt. Zudem finden die Schwarm-Angriffe aus verschiedenen Richtungen statt, um die Verteidiger zu umgehen. \u201eAllein der Gro\u00dfraum Kiew ist so gro\u00df, dass man nicht jeden Winkel abdecken kann\u201c, sagt Gressel.<\/p>\n<p>Deutsche Waffensysteme wie der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard haben seit Kriegsbeginn viele russischen Drohnen kosteneffizient vom Himmel geholt. Sie k\u00f6nnen das Problem jedoch nicht fl\u00e4chendeckend l\u00f6sen, da zu wenig Modelle zur Verf\u00fcgung stehen. Dies gilt auch f\u00fcr das kanonenbasierte Flugabwehrsystem Skynex, das bereits in der Ukraine auf Drohnenjagd ist. <\/p>\n<p>Was sich in den vergangenen Wochen als Abwehrwaffe herauskristallisiert hat, sind Abfangdrohnen. Mitte Juni best\u00e4tigte Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj bereits den Einsatz dieser Flugger\u00e4te gegen Kamikazedrohnen vom Typ Shahed. Modelle von ukrainischen Drohnenfirmen wie \u201eWild Hornets\u201c zeigen erste Erfolge. Andrij Jermak, der Leiter des ukrainischen Pr\u00e4sidialamtes, postete am Freitag auf \u201eX\u201c die Zeichnung einer ukrainischen \u201eKI\u201c-Abfangdrohne, die ein russisches Modell jagt. <\/p>\n<p>\u201eMassive St\u00f6rma\u00dfnahmen (zum Beispiel Spoofing, also gezieltes T\u00e4uschen von Navigationssystemen durch gef\u00e4lschte GPS-Signale, d. Red.) und billige, aber effektive Abfangdrohnen scheinen vielversprechender zu sein als Fliegerabwehrpanzer und teure Abwehrraketen\u201c, sagt Oberst Reisner im Gespr\u00e4ch mit WELT. Analyst Nico Lange <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/x.com\/nicolange_\/status\/1942150626013495529\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/x.com\/nicolange_\/status\/1942150626013495529&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">schreibt auf \u201eX\u201c<\/a>, dass auch die westlichen Unterst\u00fctzer etwas beisteuern k\u00f6nnen: \u201eDie Ukraine braucht Unterst\u00fctzung bei Radarsystemen, akustischen und optischen Sensoren. Schneller Ausbau der F\u00e4higkeiten f\u00fcr den Kampf im elektromagnetischen Spektrum hilft bei der Abwehr der Drohnenmassen. Schon jetzt werden 40-50 Prozent der Drohnen elektronisch abgewehrt.\u201c<\/p>\n<p>Neben allen Abwehrma\u00dfnahmen braucht die Ukraine jedoch noch mehr, um ihre Chancen zu erh\u00f6hen, als eigenst\u00e4ndiger Staat zu \u00fcberleben. Die Ukraine m\u00fcsse die Mittel erhalten, um offensiv zuzuschlagen, sagt Reisner: \u201eDie wichtigste Produktion der Geran-2 findet 1000 Kilometer von Moskau in Alabuga statt. Diese Produktion m\u00fcsste mit weitreichenden Angriffen gest\u00f6rt oder unterbrochen werden.\u201c Gressel bewertet die Chancen solcher Schl\u00e4ge als gering. Denn Russland habe viele Produktionsst\u00e4tten au\u00dferhalb der Reichweite westlicher Waffensystemen gebracht. \u201eAu\u00dfer franz\u00f6sischen Interkontinentalraketen haben wir in der Reichweiten-Kategorie leider wenig.\u201c<\/p>\n<p>Milit\u00e4ranalyst Fabian Hoffmann fordert aufgrund der ukrainischen Notlage ein grunds\u00e4tzliches Umdenken in Europa: \u201eDie westliche Raketenabwehr kann mit der russischen Raketenproduktion nicht Schritt halten &#8211; und zwar in allen Kategorien\u201c, schreibt er im <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.hartpunkt.de\/europas-raketenluecke-warum-die-raketenabwehr-nicht-hinterherkommt\/\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.hartpunkt.de\/europas-raketenluecke-warum-die-raketenabwehr-nicht-hinterherkommt\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Fachmagazin \u201eHartpunkt\u201c<\/a>. Der Versuch, dieses Rennen zu gewinnen, sei Europas Weg zur Niederlage. Darum m\u00fcsse die Ukraine in die Lage versetzt werden, mit massiven weitreichenden Waffen tief in Russland zuzuschlagen. <\/p>\n<p>\u201eDas sollte auch Europas Antwort auf Russlands Raketenaufr\u00fcstung sein: eine konventionelle ,countervalue\u2018-Strategie verfolgen und tausende von Marschflugk\u00f6rpern und ballistischen Raketen auf jedes hochwertige Ziel westlich von Kasan richten\u201c, sagt Hoffmann.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/ibrahim-naber\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/ibrahim-naber\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Ibrahim Naber<\/b><\/a><b> ist seit 2022 WELT-Chefreporter. Er berichtet regelm\u00e4\u00dfig von der Front in der Ukraine sowie aus anderen Kriegs- und Krisengebieten. <\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Luftangriffen von nie dagewesener Intensit\u00e4t \u00fcberzieht Putin die gesamte Ukraine. 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