{"id":269655,"date":"2025-07-16T11:38:10","date_gmt":"2025-07-16T11:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269655\/"},"modified":"2025-07-16T11:38:10","modified_gmt":"2025-07-16T11:38:10","slug":"usa-nehmen-durch-zoelle-laut-medienbericht-knapp-50-milliarden-dollar-mehr-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269655\/","title":{"rendered":"USA nehmen durch Z\u00f6lle laut Medienbericht knapp 50 Milliarden Dollar mehr ein"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.07.2025 12:53 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Einnahmen der USA aus Zollzahlungen ihrer Handelspartner sind laut Financial Times auf ein Rekordhoch gestiegen. Im zweiten Quartal waren es fast 50 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahresquartal.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie US-Einnahmen aus Z\u00f6llen haben im zweiten Quartal ein Rekordhoch von 64 Milliarden Dollar erreicht. <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/82e32f7c-47e2-4e96-bb53-a58377e18aa9\" title=\"Trump reaps $50bn tariff haul as world \u2018chickens out\u2019\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Das berichtet die Financial Times (FT)<\/a> mit Verweis auf Zahlen des US-Finanzministeriums. Demnach kassierten die Vereinigten Staaten von April bis Juni fast 50 Milliarden Dollar mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnfang April hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump Einfuhren aus allen L\u00e4ndern <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/trump-zoelle-wirtschaft-102.html\" title=\"US-Handelspolitik: Was Trumps Zollpaket vorsieht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pauschal mit Z\u00f6llen von zehn Prozent<\/a> belegt. Zus\u00e4tzlich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/trump-zollsaetze-mathematik-eu-100.html\" title=\"Trump l\u00e4sst seine Zolls\u00e4tze mit bestimmter Formel errechnen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">f\u00fchrte die US-Regierung einen Mechanismus ein<\/a>, der f\u00fcr viele Staaten deutlich h\u00f6here Abgaben sowie Sonderz\u00f6lle auf bestimmte Produkte wie Stahl- und Aluminium- sowie Autoimporte vorsieht.<\/p>\n<p>    Haushaltseinnahmen im Juni steigen auf Rekordwert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuletzt k\u00fcndigte Trump etwa <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/usa-zoelle-eu-kanada-100.html\" title=\"US Pr\u00e4sident Trump droht EU mit neuen pauschalen Strafz\u00f6llen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u00f6lle in H\u00f6he von 30 Prozent f\u00fcr Waren aus der EU<\/a> und Mexiko an, die ab dem 1. August gelten sollen. Mit seiner Zollpolitik will der Republikaner angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und erreichen, dass mehr in den USA produziert wird. Gleichzeitig sp\u00fclen die Z\u00f6lle immer mehr Geld in die Staatskasse.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllein im Juni kletterten die Zolleinnahmen auf den Rekordwert von 27,2 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium am Freitag mitteilte. Die gesamten Haushaltseinnahmen stiegen dadurch in dem Monat um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 526 Milliarden Dollar. Bereits zuvor hatte das US-Finanzministerium berichtet, dass die USA rund 600 Millionen Dollar pro Tag durch Z\u00f6lle kassiert.<\/p>\n<p>    Zolleinnahmen k\u00f6nnten weiter wachsen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnfang Juli stellte Finanzminister Scott Bessent nun sogar eine Steigerung der Zolleinahmen bis Ende des Kalenderjahres 2025 auf 300 Milliarden Dollar in Aussicht. Dies w\u00fcrde jedoch eine erhebliche Ausweitung und deutliche Anhebung der S\u00e4tze erfordern. Die h\u00f6heren Z\u00f6lle auf Waren von fast allen Handelspartnern der USA ab dem 1. August w\u00fcrden &#8222;das gro\u00dfe Geld&#8220; einbringen, hatte zuletzt auch Trump betont.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAmerikas Handelspartner h\u00e4tten es dagegen weitgehend vers\u00e4umt, sich gegen den Zollkrieg zu wehren, schreibt die FT heute. Dadurch konnte ein Pr\u00e4sident, &#8222;der daf\u00fcr verspottet wird, dass er immer kneift&#8220;, fast 50 Milliarden Dollar an zus\u00e4tzlichen Zolleinnahmen zu geringen Kosten einnehmen. Damit spielt die Zeitung auf Trumps Spitznamen an der Wall Street &#8211; &#8222;TACO&#8220; &#8211; an, was f\u00fcr &#8222;Trump always chickens out&#8220; steht (zu Deutsch: &#8222;Trump zieht immer den Schwanz ein&#8220;).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGemeint ist damit, dass der Pr\u00e4sident immer erst mit gro\u00dfen Worten droht, und dann doch nicht ernst macht beziehungsweise seine Ank\u00fcndigungen nicht sofort umsetzt. Der FT zufolge sind es allerdings eher die Handelspartner, die &#8222;den Schwanz einziehen&#8220;. &#8222;Trump kassiert 50 Milliarden Dollar an Z\u00f6llen, weil die Welt kneift&#8220;, hei\u00dft es im Bericht.<\/p>\n<p>    Kaum konkrete Reaktionen der Handelspartner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTats\u00e4chlich haben bislang nur China und Kanada energisch auf die von Washington verh\u00e4ngten Ma\u00dfnahmen reagiert. Die Volksrepublik hatte nach der Erh\u00f6hung der Strafz\u00f6lle auf chinesische Einfuhren auf 145 Prozent Gegenz\u00f6lle in H\u00f6he von 125 Prozent und Exportkontrollen f\u00fcr industriell wichtige\u00a0seltene Erden eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMittlerweile haben sich beide Seiten auf ein Ende bestimmter Handelsbeschr\u00e4nkungen geeinigt &#8211; und die Einnahmen lagen in China im Mai nur knapp zwei Prozent h\u00f6her als im Vorjahr.<\/p>\n<p>    Geringe Kosten f\u00fcr die USA<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZusammen mit den begrenzten Ma\u00dfnahmen Kanadas, das die Zolldaten f\u00fcr das zweite Quartal noch nicht ver\u00f6ffentlicht hat, stellen die weltweit auf amerikanische Exporte erhobenen Z\u00f6lle der FT zufolge nur einen winzigen Bruchteil der US-Einnahmen im selben Zeitraum dar. Die USA muss also kaum zus\u00e4tzliches Geld f\u00fcr Z\u00f6lle ausgeben. Denn andere Handelspartner verzichten komplett auf Vergeltung und verhandeln lieber, um noch h\u00f6here Abgaben zu vermeiden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie EU hatte zum Beispiel Gegenma\u00dfnahmen geplant, ihre Einf\u00fchrung aber wiederholt verschoben. Derzeit seien <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/zollstreit-eu-100.html\" title=\"Zollstreit mit Trump: EU legt neue Liste f\u00fcr Gegenz\u00f6lle vor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf US-Produkte im Umfang von 72 Milliarden Euro<\/a> geplant, sagte j\u00fcngst EU-Handelskommissar Maros Sefcovic. Die EU-Kommission habe den Mitgliedsl\u00e4ndern eine Liste vorgelegt, die in Kraft treten solle, sollten die Verhandlungen mit der US-Regierung scheitern. Ziel sei aber weiter, einen Kompromiss zu finden, so der EU-Handelskommissar.<\/p>\n<p>    &#8222;Trump k\u00fcmmert das weniger&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Ansicht einiger \u00d6konominnen und \u00d6konomen sei die z\u00f6gerliche globale Reaktion auf Trumps Drohungen aus wirtschaftlicher Vernunft heraus getroffen worden, um eine Vergeltungsspirale zu verhindern, hei\u00dft es im FT-Bericht. Trump habe deutlich gemacht, dass er bereit ist, die Z\u00f6lle im Falle von Vergeltungsma\u00dfnahmen weiter zu erh\u00f6hen, sagte Marta Bengoa, Professorin f\u00fcr internationale Wirtschaft an der City University of New York.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Viele L\u00e4nder haben aus dem Handelskrieg 2018-2019 gelernt, dass Vergeltungsma\u00dfnahmen oft zu Gegenma\u00dfnahmen f\u00fchren und nicht zu Verhandlungsl\u00f6sungen&#8220;, so die Expertin. Berechnungen des Beratungsunternehmens Capital Economics haben laut FT ergeben, dass ein Handelskrieg mit durchschnittlichen Zolls\u00e4tzen von 24 Prozent das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb von zwei Jahren um 1,3 Prozent senken w\u00fcrde. Zum Vergleich: Bei einem Satz von zehn Prozent betrage das Minus lediglich 0,3 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie meisten Verhandlungen mit Trump seien mit Blick auf die globalen Lieferketten und die Inflation aber von kurzfristigen Erw\u00e4gungen geleitet, sagte Alexander Klein, Professor f\u00fcr Wirtschaftsgeschichte an der Universit\u00e4t Sussex, der FT. Das verschaffe dem Wei\u00dfen Haus die Oberhand. &#8222;Trump k\u00fcmmert das weniger, also nutzt er es aus&#8220;, so Klein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Till B\u00fccker, ARD-Finanzredaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.07.2025 12:53 Uhr Die Einnahmen der USA aus Zollzahlungen ihrer Handelspartner sind laut Financial Times auf ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":269656,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,4109,30,13,14,15,12,64,3107],"class_list":{"0":"post-269655","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-einnahmen","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-usa","19":"tag-zollstreit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114862719288041443","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269655\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269656"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}