{"id":269708,"date":"2025-07-16T12:06:12","date_gmt":"2025-07-16T12:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269708\/"},"modified":"2025-07-16T12:06:12","modified_gmt":"2025-07-16T12:06:12","slug":"markus-soeder-groesster-muenchen-fan-ausserhalb-muenchens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269708\/","title":{"rendered":"Markus S\u00f6der: &#8222;Gr\u00f6\u00dfter M\u00fcnchen-Fan au\u00dferhalb M\u00fcnchens&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Fast sein ganzes Berufsleben, seit 1992, hat Ministerpr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/markus-soeder\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Markus S\u00f6der<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/csu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CSU<\/a>) eine Wohnung in <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a>. Zuerst in Giesing gegen\u00fcber vom Stadion, wo er den L\u00f6wen-Fans beim Trauern zuschauen konnte \u2013 beinahe so oft, wie er es von seinem Club in N\u00fcrnberg kennt. Sp\u00e4ter hatte er seinen Wohnsitz in Neuhausen, da habe es ihm besonders gut gefallen.<\/p>\n<p>Doch die AZ ist nicht raus in die Parkstadt Schwabing gekommen, um in der CSU-Landesleitung mit S\u00f6der \u00fcber Damals zu sprechen. Sondern: \u00fcber M\u00fcnchen heute und morgen, seine Vision f\u00fcr die Stadt, die Frage, wie sehr er damit hadert, dass sich der Freistaat auf Ren\u00e9 Benko eingelassen hat \u2013 und die Kritik, die er f\u00fcr die Regenbogenfahne zum CSD bekommen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/design\/images\/muc_silhouette_short.svg\"\/><\/p>\n<p>&#8222;Gr\u00f6\u00dfter M\u00fcnchen-Fan au\u00dferhalb M\u00fcnchens&#8220;: Markus S\u00f6der im gro\u00dfen AZ-Interview<\/p>\n<p><strong>AZ: Herr S\u00f6der, als Franke, womit fremdeln Sie in M\u00fcnchen?<br \/><\/strong>MARKUS S\u00d6DER: Mit gar nichts. Ich bin der gr\u00f6\u00dfte M\u00fcnchen-Fan au\u00dferhalb M\u00fcnchens, weil unsere Landeshauptstadt einfach sch\u00f6n ist. Allerdings w\u00e4re sie ohne den Freistaat Bayern nicht so erfolgreich. Denn wir investieren pro Jahr f\u00fcnf Milliarden Euro zur Versch\u00f6nerung, Verbesserung und Verst\u00e4rkung M\u00fcnchens.<\/p>\n<p><strong>Vor kurzem haben Sie das Konzept f\u00fcr Olympische Spiele in M\u00fcnchen vorgestellt. Als Mitbewerber gelten Madrid und Rom. Kann M\u00fcnchen mit solchen Metropolen mithalten?<br \/><\/strong>Nat\u00fcrlich! Aber zun\u00e4chst m\u00fcssen wir in M\u00fcnchen die B\u00fcrger begeistern. Dann m\u00fcssen wir uns national durchsetzen gegen\u00fcber Rhein und Ruhr, Hamburg und Berlin. M\u00fcnchen und Bayern haben einen gro\u00dfen Vorteil: Wir k\u00f6nnen Gro\u00dfveranstaltungen organisieren \u2013 das hat man bei den European Championships gesehen. M\u00fcnchen ist die sicherste Gro\u00dfstadt Deutschlands. Und wir bieten eine hohe Lebensqualit\u00e4t. Die Olympischen und Paralympischen Spiele k\u00f6nnten direkt ins <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/oktoberfest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oktoberfest<\/a> m\u00fcnden. Das w\u00e4re ein sch\u00f6ner Sommer.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1582152_artikelbild_1EsidP_EYbQ8a.jpg\" alt=\"Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) beim Termin mit der AZ in dieser Woche in seinem B\u00fcro in der CSU-Landesleitung.\" title=\"Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) beim Termin mit der AZ in dieser Woche in seinem B\u00fcro in der CSU-Landesleitung.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) beim Termin mit der AZ in dieser Woche in seinem B\u00fcro in der CSU-Landesleitung.<br \/>\n      \u00a9 Ben Sagmeister<\/p>\n<p>    Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) beim Termin mit der AZ in dieser Woche in seinem B\u00fcro in der CSU-Landesleitung.<\/p>\n<p>von Ben Sagmeister <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Es hei\u00dft immer, dass es nachhaltige Spiele werden. Doch es wird fast eine Milliarde f\u00fcr tempor\u00e4re Bauten ausgegeben. Kann man das guten Gewissens nachhaltig nennen?<br \/><\/strong>Woher haben Sie diese Zahl?<\/p>\n<p><strong>So steht es in der Sitzungsvorlage, \u00fcber die der Stadtrat abgestimmt hat.<br \/><\/strong>Es gibt noch kein fixes Planungskonzept. Fakt ist: In M\u00fcnchen ist das meiste schon vorhanden oder wird dauerhaft gebraucht. Das gesamte Finanzierungskonzept wird insgesamt darauf ausgelegt sein, dass f\u00fcr neue gro\u00dfe Sportst\u00e4tten wenig Geld ausgegeben wird, und diese wie in Paris weitgehend durch private Investoren zu finanzieren. Au\u00dferdem k\u00f6nnte es f\u00fcr die Infrastruktur auch Zusch\u00fcsse vom Bund geben.<\/p>\n<p>&#8222;Nat\u00fcrlich werden wir helfen&#8220;: Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der zur M\u00fcnchner Olympia-Bewerbung<\/p>\n<p><strong>Hei\u00dft das, dass es vom Freistaat keine Zusch\u00fcsse gibt?<br \/><\/strong>Haben Sie je erlebt, dass der Freistaat f\u00fcr ein M\u00fcnchner Projekt nicht das meiste Geld bezahlt hat? Nat\u00fcrlich werden wir helfen. Keine andere Stadt, keine andere Region k\u00f6nnte Olympia finanziell besser stemmen.<\/p>\n<p><strong>Auf wie viel Geld kann M\u00fcnchen vom Freistaat hoffen?<br \/><\/strong>Das wird sich zeigen. Erst einmal muss M\u00fcnchen Ja zu Olympia sagen. Deswegen ist mir wichtig, dass wir mit der Stadt f\u00fcr die Spiele werben. Denn ich glaube zwar, dass es eine klare Mehrheit f\u00fcr Olympia gibt. Aber die Bef\u00fcrworter m\u00fcssen auch zum B\u00fcrgerentscheid gehen. Wir m\u00fcssen die Mehrheit mobilisieren.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1583119_markus-soeder_artikelbild_1Etxci_XH9LMI.jpg\" alt=\"Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) im Gespr\u00e4ch mit AZ-Lokalchef Felix M\u00fcller (I.) und Rathausreporterin Christina Hertel (r.)\" title=\"Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) im Gespr\u00e4ch mit AZ-Lokalchef Felix M\u00fcller (I.) und Rathausreporterin Christina Hertel (r.)\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) im Gespr\u00e4ch mit AZ-Lokalchef Felix M\u00fcller (I.) und Rathausreporterin Christina Hertel (r.)<br \/>\n      \u00a9 Ben Sagmeister<\/p>\n<p>    Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) im Gespr\u00e4ch mit AZ-Lokalchef Felix M\u00fcller (I.) und Rathausreporterin Christina Hertel (r.)<\/p>\n<p>von Ben Sagmeister <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Braucht M\u00fcnchen Hochh\u00e4user, wenn es eine Gro\u00dfstadt sein will?<\/strong><br \/>Nat\u00fcrlich braucht M\u00fcnchen Hochh\u00e4user. Die Stadt hat sich ver\u00e4ndert und ist eine der absoluten Zukunfts-Metropolen. Das muss man nicht \u00fcberall in der Stadt sehen, aber an bestimmten Stellen schon. Wer keine Hochh\u00e4user will, riskiert, dass M\u00fcnchen irgendwann zur\u00fcckf\u00e4llt.<\/p>\n<p><strong>An der Spitze der Hochhaus-Stopp-Bewegung steht ein CSU-Landtagsabgeordneter. Sprechen Sie da gar nicht f\u00fcr die Mehrheit der Konservativen?<\/strong><br \/>Ich spreche immer f\u00fcr die Mehrheit der Konservativen. Aber in einer demokratischen Partei gibt es immer auch abweichende Meinungen. Und das ist auch in Ordnung.<\/p>\n<p>&#8222;Haben Optimierungsvorschl\u00e4ge gemacht&#8220;: S\u00f6der zum M\u00fcnchner Stammstrecken-Debakel<\/p>\n<p><strong>Viele meinen: Damit sich M\u00fcnchen Gro\u00dfstadt nennen darf, w\u00fcrde es reichen, wenn die S-Bahn p\u00fcnktlich k\u00e4me. 2024 war jede f\u00fcnfte zu sp\u00e4t. Warum haben Sie beim \u00d6PNV M\u00fcnchen so vernachl\u00e4ssigt?<br \/><\/strong>Einspruch. Davon kann \u00fcberhaupt keine Rede sein. Erst vor wenigen Wochen ist das neue digitale Stellwerk am Ostbahnhof in Betrieb gegangen. Das alte Stellwerk war eines der Hauptprobleme, weshalb so viele S-Bahnen zu sp\u00e4t gekommen sind. Wir zahlen au\u00dferdem v\u00f6llig neue Z\u00fcge im Wert von zwei Milliarden Euro. Das Problem bleibt aber die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/stammstrecke\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stammstrecke<\/a>. Sie ist die entscheidende Schnittstelle.<\/p>\n<p><strong>Urspr\u00fcnglich sollte die Stammstrecke zu Olympia 2018 fertig sein. Jetzt klappt es mit Gl\u00fcck bis 2036. Da k\u00f6nnen Sie nicht gl\u00fccklich dr\u00fcber sein, oder?<\/strong><br \/>Die Bahn baut die Stammstrecke. Wir finanzieren mit. Nat\u00fcrlich w\u00fcnschen wir uns, dass schneller gebaut wird. Deswegen haben wir mehrere Optimierungsvorschl\u00e4ge gemacht. Ein Teil der Verz\u00f6gerung ist auch durch den Wunsch der Stadt f\u00fcr eine weitere U-Bahn-Strecke entstanden. Und grunds\u00e4tzlich dauert Bauen in Deutschland zu lange und ist zu teuer. Das werden wir mit der neuen Koalition im Bund beschleunigen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1583120_markus-soeder_artikelbild_1Etxcj_tWUOMh.jpg\" alt=\"Markus S\u00f6der hat f\u00fcr das Gespr\u00e4ch mit der AZ eine Monaco-Franze-Tasse ausgesucht.\" title=\"Markus S\u00f6der hat f\u00fcr das Gespr\u00e4ch mit der AZ eine Monaco-Franze-Tasse ausgesucht.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Markus S\u00f6der hat f\u00fcr das Gespr\u00e4ch mit der AZ eine Monaco-Franze-Tasse ausgesucht.<br \/>\n      \u00a9 Ben Sagmeister<\/p>\n<p>    Markus S\u00f6der hat f\u00fcr das Gespr\u00e4ch mit der AZ eine Monaco-Franze-Tasse ausgesucht.<\/p>\n<p>von Ben Sagmeister <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>\u00dcber Ihr Verh\u00e4ltnis zum OB sagten Sie mal, da sei Luft nach oben. Dann hie\u00df es, sie schreiben oft SMS. Wie l\u00e4uft es gerade?<br \/><\/strong>Wir haben ein gutes und vern\u00fcnftiges Verh\u00e4ltnis. Aber jetzt kommt der Wahlkampf. Wir haben mit Clemens Baumg\u00e4rtner einen sehr guten CSU-OB-Kandidaten. Das wird ein offenes Rennen.<\/p>\n<p><strong>Reden wir \u00fcber die M\u00fcnchner Innenstadt. Wenn Sie durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone laufen, die Ruine der Alten Akademie sehen, die der Freistaat an Ren\u00e9 Benko in Erbpacht vergeben hat, was denken Sie?<br \/><\/strong>Ich gebe zu: Ich war von Anfang an skeptisch und zur\u00fcckhaltend, aber letztlich war das eine Finanzierungsm\u00f6glichkeit. Ich bin mir sicher, dass wir f\u00fcr die Alte Akademie eine gute L\u00f6sung finden werden. Ich mache mir mehr Gedanken dar\u00fcber, wie wir in M\u00fcnchen beim Wohnungsbau die Prozesse beschleunigen k\u00f6nnen. Wir haben viel angeschoben, aber es dauert trotzdem alles noch zu lange.<\/p>\n<p>&#8222;Bettensteuer ist der falsche Weg&#8220;<\/p>\n<p><strong>M\u00fcnchen w\u00fcrde gerne mehr Parkgeb\u00fchren verlangen und eine Bettensteuer erheben. Aber beides verhindert der Freistaat. Was haben Sie dagegen, dass M\u00fcnchen mehr Geld einnimmt?<br \/><\/strong>M\u00fcnchen will eine Tourismusstadt sein, da ist eine Bettensteuer der falsche Weg. Bei Parkgeb\u00fchren ist es das Gleiche: Die Innenstadt muss auch mit dem Auto erreichbar sein.<\/p>\n<p><strong>Das Rathaus schimpft nicht nur bei der Bettensteuer gerne \u00fcber den Freistaat. Nervt Sie das?<br \/><\/strong>Ohne den Freistaat w\u00e4re es f\u00fcr M\u00fcnchen finanziell ziemlich trostlos. Bayern finanziert alles Relevante: Wissenschaft, Forschung, Universit\u00e4ten, die gro\u00dfen Kunstbereiche, wie die Pinakothek und das Nationaltheater. Insofern ist das vielleicht eher ein Ablenken von teils selbst verschuldeten Problemen.<\/p>\n<p><strong>Ihr gro\u00dfes Vorbild <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/franz-josef-strauss\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Franz-Josef Strau\u00df<\/a> hat Bayern vom Agrarstaat zum Industriestaat gemacht. Welche Vision haben Sie f\u00fcr Bayern und M\u00fcnchen?<br \/><\/strong>Ich habe vor sechs Jahren die Hightech-Agenda auf den Weg gebracht. Wir haben dabei \u00fcber sechs Milliarden in die Entwicklung von KI, Robotik, Medizin, Forschung und Luft- und Raumfahrt gesteckt. Das wirkt jetzt. Die TU ist die beste Universit\u00e4t in der EU. TU und <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/ludwig-maximilians-universitaet-muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">LMU<\/a> sind mit Abstand die besten Unis Deutschlands. Durch den Ausbau der Fakult\u00e4ten f\u00fcr Luft- und Raumfahrt, f\u00fcr Robotik und KI siedeln sich immer mehr Unternehmen im Raum M\u00fcnchen an \u2013 und das ganz ohne Subventionen wie in anderen Bundesl\u00e4ndern. Open AI, <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/apple\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apple<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/microsoft\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Microsoft<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/amazon\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amazon<\/a> \u2013 alle kommen zu uns. Au\u00dferdem sind wir mittlerweile Start-up-Hauptstadt.<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle wird die R\u00fcstungsindustrie in M\u00fcnchen spielen?<br \/><\/strong>Bayern ist der Defense-Tech-Standort Nummer eins. In Bayern werden gro\u00dfe Teile von neuen Panzern, Abwehrsystemen, Raketen und Drohnen gebaut. Viele Unternehmen sind aus Start-ups entstanden und jetzt gro\u00dfe Player, wie zum Beispiel Quantum Systems. Wir treiben die Transformation weiter voran: vom Agrarstaat zum Industriestaat, zum Hightech-Staat und jetzt zu einem digitalen Hochleistungsstandort. Wir machen unser Land fit f\u00fcr die Zukunft. Das ist meine Hauptaufgabe. Nur so haben junge Menschen eine Perspektive im Freistaat Bayern und in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>&#8222;Verfolgen mit Hightech-Agenda einen langfristigen Plan&#8220;<\/p>\n<p><strong>Sie wurden f\u00fcr das Raumfahrtprogramm Bavaria One bel\u00e4chelt. Zu Unrecht?<br \/><\/strong>Die Mehrheit ist jetzt begeistert. Luft- und Raumfahrt ist inzwischen eine der f\u00fchrenden Branchen bei uns. Bayern ist das Zentrum f\u00fcr die europ\u00e4ische Raumfahrt-Kontrolle. Von Oberpfaffenhofen bei M\u00fcnchen aus wird alles gesteuert. Beim n\u00e4chsten gro\u00dfen Projekt der Menschheitsgeschichte, wenn der Mensch einen Fu\u00df auf den Mars setzt, wird Bayern eine zentrale Rolle spielen. Wir verfolgen mit der Hightech-Agenda einen langfristigen Plan.<\/p>\n<p><strong>In solchen Unternehmen arbeiten viele hoch qualifizierte Menschen, die sich jeden Mietpreis leisten k\u00f6nnen. Anders als viele alte M\u00fcnchner. Tun Sie alles, damit diese alten M\u00fcnchner in ihrer Stadt bleiben k\u00f6nnen?<br \/><\/strong>Wir haben die Mietpreisbremse verl\u00e4ngert und werden sie wie im Koalitionsvertrag vereinbart versch\u00e4rfen. Ein zentraler Punkt gegen Altersarmut und f\u00fcr mehr Gerechtigkeit ist die Vollendung der M\u00fctterrente: Wir tun alles daf\u00fcr, dass \u00e4ltere Frauen nicht nur ihre Wohnung bezahlen, sondern auch f\u00fcr ihre Enkel was ausgeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Hier vor Ihnen steht eine Monaco-Franze-Tasse. In der AZ haben Sie mal beklagt, dass in M\u00fcnchen der Monaco-Franze-Charme verloren gehen w\u00fcrde. Wo blitzt er noch auf?<br \/><\/strong>Hier am Tisch nat\u00fcrlich (lacht). Kunst und Kultur sind wichtig f\u00fcr M\u00fcnchen. F\u00fcr uns ist das kostspielig. Die Stadt k\u00fcrzt ihren Kulturetat, der Freistaat Bayern nicht. Wir haben nach wie vor das Ziel eines Konzertsaals im <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/werksviertel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werksviertel<\/a> und werden auch weiterhin Kunst und Kultur f\u00f6rdern. Das Filmfest M\u00fcnchen hat sich zwar weiterentwickelt und ist jetzt besser als fr\u00fcher. Trotzdem sind im Filmbereich meine Visionen noch nicht erf\u00fcllt. Wir haben der Stadt angeboten, dass wir mehr Geld ins Filmfest investieren. Aber das wollte die Stadt nicht. Wir wollen au\u00dferdem mehr f\u00fcr die Games-Branche tun und M\u00fcnchen zur Games-Hauptstadt machen. Auch den Bereich Science-Fiction wollen wir st\u00e4rken. Noch gibt es kein Science-Fiction-Festival. Ich glaube, dass das f\u00fcr M\u00fcnchen eine Mega-Idee w\u00e4re.<\/p>\n<p>&#8222;Leben und leben lassen \u2013 das ist Bayern&#8220;<\/p>\n<p><strong>Vor Jahren haben Sie uns mal gesagt, es k\u00f6nne anbiedernd wirken, wenn Sie beim CSD mitlaufen. Nun haben Sie die Regenbogenfahnen an der Staatskanzlei gehisst. Haben Sie da viele Konservative irritiert?<br \/><\/strong>Nein. Leben und leben lassen \u2013 das ist Bayern. Wir schreiben niemandem vor, wie und wen er zu lieben hat. Es gibt \u00fcbrigens auch in der Queer-Szene sehr viele Konservative.<\/p>\n<p><strong>Als Volkspartei m\u00fcssen Sie die Realit\u00e4ten eh annehmen, oder? In M\u00fcnchen kommen noch 10.000 Leute zur Fronleichnamsprozession, beim CSD sind es Hunderttausende.<br \/><\/strong>Es geht dabei nicht um Parteitaktik. Liebe hat immer recht. Wer wen liebt, das entscheidet immer noch derjenige selbst und nicht der Staat. Aber unabh\u00e4ngig von der Teilnehmerzahl: Ich finde es immer noch sehr sch\u00f6n, an einer Fronleichnamsprozession teilnehmen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast sein ganzes Berufsleben, seit 1992, hat Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) eine Wohnung in M\u00fcnchen. 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