{"id":269745,"date":"2025-07-16T12:25:14","date_gmt":"2025-07-16T12:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269745\/"},"modified":"2025-07-16T12:25:14","modified_gmt":"2025-07-16T12:25:14","slug":"zwischen-tragbarem-kino-und-ar-versprechen-was-display-brillen-wirklich-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269745\/","title":{"rendered":"Zwischen tragbarem Kino und AR-Versprechen: Was Display-Brillen wirklich k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Zwischen tragbarem Kino und AR-Versprechen: Was Display-Brillen wirklich k\u00f6nnen<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wer aktuell durch YouTubes Technikkan\u00e4le scrollt oder auf Elektronikmessen unterwegs ist, begegnet immer h\u00e4ufiger sogenannten &#8222;AR-Brillen&#8220; von Herstellern wie Xreal, Viture oder RayNeo. Gemeint sind damit in vielen F\u00e4llen aber keine Ger\u00e4te mit echter Augmented-Reality-Funktionalit\u00e4t, sondern Display-Brillen. Diese setzen auf Bildqualit\u00e4t statt Umgebungserkennung, bieten gro\u00dfe virtuelle Bildschirme, beherrschen aber keine zentralen AR-Technologien. Damit die Marketing-Maschinerie der Hersteller nicht noch mehr Verwirrung stiftet, beleuchten wir in diesem Artikel, wie Display-Brillen funktionieren und wie sie sich von Smart Glasses und AR-Brillen abgrenzen.<\/p>\n<p>Wie funktionieren Display-Brillen?<\/p>\n<p>Display-Brillen, auch Video Glasses oder Wearable Displays genannt, sind im Kern Head-Mounted Displays (HMDs), die ein digitales Bild direkt ins Sichtfeld projizieren. Anstelle eines physischen Bildschirms erzeugen sie \u00fcber Micro-OLED- oder Micro-LED-Panels ein stereoskopisches Bild, das wie ein 100- bis 175-Zoll-Bildschirm wirkt, der einige Meter entfernt steht. Technisch bieten viele Modelle eine Full-HD-Aufl\u00f6sung f\u00fcr jedes Auge, ein Sichtfeld (FoV) von 45 bis 57 Grad sowie Bildwiederholraten zwischen 60 und 120 Hertz.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bildf\u00fchrung kommen sogenannte Birdbath-Optiken zum Einsatz, die wie folgt funktionieren: Die Displays sind im Rahmen oberhalb der Gl\u00e4ser angebracht und zeigen nach unten. Ein halbdurchl\u00e4ssiger Spiegel lenkt das Licht der Displays \u00fcber mehrere Reflexionen ins Auge. Durch die Brillengl\u00e4ser sieht man die reale Umgebung weiterhin, in der nun eine sehr helle, aber minimal transparente virtuelle Leinwand zu schweben scheint.<\/p>\n<p>    Bild 1 von 2<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/bilderstrecke\/4898384.html?back=10488891\" title=\"Bilderstrecke: Birdbath Optics in Display-Drillen  (2 Bilder)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Birdbath_Optics-5cb9ffe94a99bc75.jpg\"\/><\/a><br \/>\n    RayNeo Air 2 Birdbath<br \/>\n    Birdbath Optics lenken das Licht der Displays per Spiegelung in das Auge des Nutzers. (Bild: <\/p>\n<p>Josef Erl<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Damit diese gut sichtbar bleibt, dunkeln die Gl\u00e4ser die Umgebungshelligkeit stark ab. Der Vorteil ist eine relativ hohe Helligkeit der virtuellen Leinwand. Nachteile sind jedoch sichtbare Reflexionen im Bild, da dieses nicht komplett von der Au\u00dfenwelt abgeschottet werden kann, ein enges Sichtfeld und eine wenig transparente Optik \u2013 \u00e4hnlich wie bei einer starken Sonnenbrille in einem schlecht beleuchteten Raum. Neue Ger\u00e4te wie die Xreal One Pro verf\u00fcgen \u00fcber eine elektrochromatische Dimmung in den Gl\u00e4sern, die den Lichteinfall auf Knopfdruck oder automatisch reguliert. Fr\u00fchere Generationen hatten noch ansteckbare Aufs\u00e4tze, um die Gl\u00e4ser komplett abzudunkeln.<\/p>\n<p>Display-Brillen k\u00f6nnen keine Bilder selbstst\u00e4ndig generieren, sondern ben\u00f6tigen immer ein Zuspielger\u00e4t. Die Verbindung erfolgt in der Regel kabelgebunden per USB-C mit Smartphones, Laptops, Handhelds oder speziellen Zuspielger\u00e4ten der Hersteller. In der Brille wird also nur ein Videofeed des angeschlossenen Ger\u00e4ts angezeigt, \u00fcber das auch die Bedienung erfolgt. Auch das Betriebssystem und die hauseigenen Apps der Hersteller gelangen \u00fcber externe Ger\u00e4te in die Brille. \u00dcber Tasten am Brillengeh\u00e4use lassen sich lediglich Ger\u00e4teeinstellungen wie Helligkeitsabstufungen, Lautst\u00e4rke oder Bildrate regeln.<\/p>\n<p>Markt\u00fcberblick: Xreal, Viture &amp; Co.<\/p>\n<p>Zu den bekanntesten Herstellern geh\u00f6rt Xreal (ehemals Nreal), dessen Modelle auf Medienkonsum und Gaming ausgelegt sind. Die aktuellsten Ger\u00e4te, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/171-Zoll-Display-fuer-die-Nase-Xreal-One-Pro-ab-sofort-erhaeltlich-10475513.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Xreal One und One Pro<\/a>, nutzen Sony-MicroOLED-Panels mit 1920 \u00d7 1080 Pixeln pro Auge. In der Pro-Version kommt eine angepasste Birdbath-Optik namens &#8222;Flat-Prism-Optik&#8220; zum Einsatz, die etwas kompakter ausf\u00e4llt und ein gr\u00f6\u00dferes Sichtfeld erm\u00f6glicht. Mithilfe der optionalen Kamera &#8222;Xreal Eye&#8220; erkennen die Brillen r\u00e4umliche Tiefe, um die virtuelle Leinwand im Raum zu verankern.<\/p>\n<p>    Bild 1 von 4<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/bilderstrecke\/4894772.html?back=10488891\" title=\"Bilderstrecke: Viture Luma-Serie (4 Bilder)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Viture_Luma-Series-94d11455f2ec5e86.jpg\"\/><\/a><br \/>\n    Viture Luma Smart Glasses<br \/>\n    Die Viture Luma-Reihe besteht aus drei Modellen. Dazu kommt noch die Premium-Version &#8222;The Beast&#8220;. (Bild: <\/p>\n<p>Viture<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Mit der Viture One positionierte sich Viture zun\u00e4chst als Gaming-fokussierte Alternative \u2013 inklusive Kompatibilit\u00e4t mit Cloud-Diensten wie GeForce Now oder PlayStation Remote Play. Die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Viture-Luma-Neue-Display-Brillen-bieten-bis-zu-173-Zoll-Bildschirmdiagonale-10482166.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neue Produktreihe &#8222;Luma&#8220;<\/a> umfasst allerdings gleich vier Modelle mit unterschiedlichen Zielgruppen. Die Ultra-Variante erm\u00f6glicht ebenfalls einfache r\u00e4umliche Interaktionen innerhalb einer geschlossenen Software. Weitere Hersteller wie TCL, Rokid, Lenovo (Glasses T1) oder RayNeo bieten \u00e4hnliche Spezifikationen, unterscheiden sich aber in Design, Gewicht oder Softwareintegration.<\/p>\n<p>Grenzen: Keine echten AR-Funktionen<\/p>\n<p>In den meisten Display-Brillen fehlt derzeit noch eine eigenst\u00e4ndige Sensorik zur Umgebungsanalyse. Tracking wird erst durch optionales Zubeh\u00f6r m\u00f6glich. Diese meist puck- oder smartphonef\u00f6rmigen Ger\u00e4te werden zwischen Abspielger\u00e4t und Brille gesteckt. Die darin verbaute Rechenleistung erm\u00f6glicht softwarebasiertes 3DoF-Tracking, wodurch Drehbewegungen des Kopfes m\u00f6glich werden, ohne dass das virtuelle Bild diesem permanent folgt.<\/p>\n<p>Ger\u00e4te der neuesten Generation berechnen diese Bewegungsfreiheit auch ohne Zusatzger\u00e4t per Chip im Geh\u00e4use und erhalten zus\u00e4tzliche Informationen \u00fcber eine verbaute Kamera (z. B. Vulture Luma Pro) oder eine optional ansteckbare Kamera (z. B. Xreal Eye). Damit steigt die Bewegungsfreiheit auf 6DoF. In der Praxis bedeutet das, dass das angezeigte Fenster fest im Raum verankert werden kann. Bewegungen des Kopfes, egal ob seitlich, hoch und runter oder vor und zur\u00fcck, ver\u00e4ndern die Position des Bildes nicht. K\u00fcnftig k\u00f6nnte auch rudiment\u00e4res Handtracking mit diesen Ger\u00e4ten m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/8\/3\/0\/6\/XREAL_Eye__1_-3f00f9cd882516b1.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Eine schwarze Brille mit Kameralinse zwischen den Gl\u00e4sern.\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Mit dem Ansteckkameramodul Xreal Eye kann die Display-Brille Xreal One Umgebungsinformationen aufnehmen.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Xreal)\n    <\/p>\n<p>Trotz der von Herstellern aus Marketinggr\u00fcnden gerne benutzten Bezeichnung &#8222;AR-Brille&#8220; fehlt Display-Brillen die zentrale Technologie f\u00fcr echte Augmented Reality, wie <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Simultaneous_localization_and_mapping\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">SLAM (Simultaneous Localization and Mapping)<\/a>, r\u00e4umliche Sensorik oder <a href=\"https:\/\/developers.meta.com\/horizon\/documentation\/unity\/unity-spatial-anchors-overview\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Spatial Anchors<\/a>. Ohne diese Komponenten lassen sich digitale Inhalte nicht stabil in der realen Umgebung verankern.<\/p>\n<p>Auch die Erkennung von Oberfl\u00e4chen oder Objekten ist nicht m\u00f6glich. Das projizierte Bild bleibt \u2013 mit den oben genannten Ausnahmen \u2013 stets vor dem Blickfeld, unabh\u00e4ngig von der Kopfbewegung. Dadurch ist eine Interaktion mit realen Objekten oder eine <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Werbeblocker-fuer-das-Real-Life-technisch-charmant-praktisch-kaum-brauchbar-10461240.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">pr\u00e4zise Platzierung digitaler Inhalte auf Tischen, W\u00e4nden oder B\u00f6den<\/a> ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Klare Abgrenzung zu Smart Glasses<\/p>\n<p>Auch <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Smart-Glasses-Was-die-neue-Generation-smarter-Brillen-kann-10337741.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">aktuelle Smart Glasses<\/a> wie Metas Ray-Bans oder die <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Im-Test-Smarte-Brille-Even-Realities-G1-mit-Projektion-10397430.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Even Realities Even G1<\/a> sind nicht mit Display-Brillen zu verwechseln und verfolgen ein anderes Ziel: Sie setzen auf Alltagstauglichkeit, Sprachsteuerung, Mikrofone, Lautsprecher und Kameras f\u00fcr Fotos und Videos. Auch wenn sie, wie die Even G1, \u00fcber Display-Anzeigen verf\u00fcgen, sind diese auf einfache Informationen wie Textzeilen oder Symbole beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/8\/3\/0\/6\/Blonde-Frau-mit-Ray-Ban-Meta-Brille-e30f6f70b8517d69.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Nahaufnahme einer blonden Frau mit schwarzer Ray-Ban Meta-Brille.\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Ray-Ban | Metat)\n    <\/p>\n<p>Display-Brillen verzichten dagegen in der Regel auf Assistenzfunktionen und konzentrieren sich ausschlie\u00dflich auf das visuelle Erlebnis, das in hoher Qualit\u00e4t und mit gr\u00f6\u00dferem Sichtfeld geboten wird. W\u00e4hrend Smart Glasses als digitale Begleiter im Alltag fungieren, sind Display-Brillen portable Monitore f\u00fcr den Medienkonsum. Eine Kombination aus beidem ist derzeit nicht m\u00f6glich, da die f\u00fcr Display-Brillen n\u00f6tige Technologie eine \u00e4hnlich schlanke Bauweise wie bei den Meta Ray-Ban Smart Glasses verhindert und immer ein kabelgebundenes Zuspielger\u00e4t ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr wen sich Display-Brillen lohnen<\/p>\n<p>Trotz des Fehlens von AR- und KI-Funktionen haben Display-Brillen nat\u00fcrlich ihre Berechtigung. Besonders unterwegs bieten sie Vorteile: Im Flugzeug oder in der Bahn k\u00f6nnen Nutzer beispielsweise Filme oder Serien auf einer virtuellen Gro\u00dfleinwand genie\u00dfen, ohne auf mobile Displays angewiesen zu sein. Wer mit sensiblen Daten arbeitet, kann den Laptop-Bildschirm direkt in die Brille streamen, ohne dass andere Einblick haben.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/9\/8\/3\/0\/6\/XREAL_One_Series_lifestyle_6-26061fd7079523b0.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Eine Frau mit Brille sitzt vor einer gro\u00dfen virtuellen Leinwand.\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Der Medienkonsum auf einer gro\u00dfen virtuellen Leinwand ist der Haupteinsatzzweck von Display-Brillen.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Xreal)\n    <\/p>\n<p>Auch f\u00fcr das mobile Gaming mit der Nintendo Switch, dem Steam Deck oder dem ROG Ally sind Display-Brillen interessant. Eine Ausnahme bildet die Nintendo Switch 2, die ihr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Switch-2-Mehr-kompatible-Docks-und-Kameras-dank-Firmware-Updates-10479928.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USB-C-Signal gegen Dritthersteller-Zubeh\u00f6r abschirmt<\/a>. Hier k\u00f6nnen Display-Brillen nur mithilfe von Adapterl\u00f6sungen oder Zwischenger\u00e4ten angeschlossen werden.<\/p>\n<p>Wer sich mit einer Display-Brille eine platzsparende Alternative zu einem gro\u00dfen Fernseher anschaffen will, sei allerdings gewarnt: F\u00fcr stundenlange Gaming-Sessions oder Bingewatching aktueller Netflix-Serien sind sie nur bedingt geeignet. Zum einen laufen die Brillen nur so lange, wie es der Akku des angeschlossenen Smartphones oder Handhelds zul\u00e4sst. Eine eigene Energieversorgung haben sie nicht. F\u00fcr die Verwendung mit Xbox, Playstation und Co m\u00fcssen teure Zusatzger\u00e4te angeschafft werden, die neben dem Bildsignal auch den Strom f\u00fcr die Brille liefern. Zum anderen k\u00f6nnen durch die permanente Einblendung des hellen Bildes die Augen rasch erm\u00fcden, was den Sehgenuss auf Dauer tr\u00fcben kann.<\/p>\n<p>Fazit: Medienbrillen mit klarer Grenze<\/p>\n<p>Display-Brillen sind spezialisierte Ger\u00e4te f\u00fcr die Mediennutzung. Sie sind technisch ausgereift, aber konzeptionell klar begrenzt. Sie bieten ein neues Ma\u00df an Mobilit\u00e4t f\u00fcr Filme, Spiele oder die Arbeit am Laptop, haben mit echter Augmented Reality jedoch wenig zu tun. Wer auf digitale Objekte in der physischen Welt hofft, muss entweder auf Ger\u00e4te wie die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Snap-kuendigt-echte-AR-Brille-fuer-Konsumenten-an-10438080.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Snap Specs<\/a> oder die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Project-Orion-Meta-praesentiert-seine-AR-Brille-der-Zukunft-9953551.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Meta Orion<\/a> warten oder zu aufwendigeren AR-Brillen wie der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Magic-Leap-One-im-Test-Echt-aber-nicht-echt-genug-4131933.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Magic Leap One<\/a> oder der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Microsoft-laesst-Hololens-2-auslaufen-kein-Nachfolger-der-AR-Brille-in-Sicht-9960041.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">HoloLens <\/a>greifen. Display-Brillen bleiben aber eine praktische, klar abgegrenzte Ger\u00e4teklasse, die ihre Nische zwischen klobigen Mixed-Reality-Headsets und kompakten Smart Glasses gefunden hat.<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Josef Erl\" height=\"601\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 600 \/ 601; object-fit: cover;\" width=\"600\"\/><\/p>\n<p class=\"a-inline-textbox__synopsis\">\n          Josef Erl ist freier Online-Journalist mit Schwerpunkt auf Virtual Reality, Augmented Reality, XR-Technologien und Gaming. Seit Juni 2025 schreibt er regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr heise online \u00fcber die neuesten Entwicklungen in immersiven Technologien.\n        <\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/mailto:joe@heise.de\" title=\"Josef Erl\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">joe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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