{"id":269803,"date":"2025-07-16T13:00:12","date_gmt":"2025-07-16T13:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269803\/"},"modified":"2025-07-16T13:00:12","modified_gmt":"2025-07-16T13:00:12","slug":"afd-mitglieder-im-staatsdienst-laender-setzten-auf-einzelfallpruefung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/269803\/","title":{"rendered":"AfD-Mitglieder im Staatsdienst? L\u00e4nder setzten auf Einzelfallpr\u00fcfung"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.07.2025 13:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Doch kein pauschaler Ausschluss: Neben Rheinland-Pfalz wollen auch andere Bundesl\u00e4nder bei der Einstellung von AfD-Mitgliedern in den Staatsdienst weiter im Einzelfall pr\u00fcfen. Mancherorts k\u00f6nnte das aber strenger gehandhabt werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bundesl\u00e4nder wollen auch in Zukunft auf Einzelfallpr\u00fcfungen setzen, wenn es um die AfD-Mitgliedschaft von Besch\u00e4ftigten im \u00f6ffentlichen Dienst geht &#8211; in einigen L\u00e4ndern wollen sie das aber strenger als bisher handhaben. Eine pauschale Zugangssperre f\u00fcr den Staatsdienst wird es laut R\u00fcckmeldungen aus den L\u00e4ndern nicht geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnlass f\u00fcr die Debatte war eine <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/rheinlandpfalz\/afd-rheinland-pfalz-staatsdienst-100.html\" title=\"Rheinland-Pfalz stellt keine AfD-Mitglieder mehr ein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ank\u00fcndigung aus Rheinland-Pfalz in der vergangenen Woch<\/a>e: Bewerber m\u00fcssten k\u00fcnftig erkl\u00e4ren, dass sie keiner extremistischen Organisation angeh\u00f6ren &#8211; zu denen das Land auch die AfD z\u00e4hlt. Staatsrechtler hatten einen pauschalen Ausschluss von AfD-Mitgliedern als verfassungswidrig kritisiert.<\/p>\n<p>    Innenminister r\u00e4umt unklare Kommunikation ein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGestern ruderte Rheinland-Pfalz zur\u00fcck: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/rheinlandpfalz\/rheinland-pfalz-innenministerium-afd-oeffentlicher-dienst-100.html\" title=\"Innenministerium: \u00d6ffentlicher Dienst f\u00fcr AfD-Mitglieder doch m\u00f6glich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jeder Fall werde weiterhin einzeln gepr\u00fcft<\/a> &#8211; eine Praxis, die auch Staatsrechtler als korrekt ansehen. So soll sichergestellt werden, dass keine Verfassungsfeinde in den Staatsdienst gelangen. Entscheidend ist und bleibt, ob die Person glaubhaft darlegt, dass sie sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Michael Ebling (SPD) r\u00e4umte im Deutschlandfunk ein, dass durch die Kommunikationspolitik des Landes eine &#8222;Unklarheit&#8220; \u00fcber die k\u00fcnftigen Regelungen entstanden sei. Zweifel an der Verfassungstreue von Bewerbern k\u00f6nnten auch k\u00fcnftig im Einzelfall ausger\u00e4umt werden, betonte die Regierung in Mainz.<\/p>\n<p>    Keine Parteiabfrage bei Bundesbeamten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf Bundesebene erkl\u00e4rte eine Sprecherin des Innenministeriums, es gebe in der Beh\u00f6rde weder bei Beamten noch bei Tarifbesch\u00e4ftigten eine Abfrage der Parteizugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Tarifbesch\u00e4ftigen des Bundes gelte, dass sie sich f\u00fcr hoheitliche T\u00e4tigkeiten immer &#8222;durch ihr gesamtes Verhalten zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen m\u00fcssen&#8220;, teilte die Sprecherin weiter mit.<\/p>\n<p>    Bundesl\u00e4nder erw\u00e4gen weitere Abfragen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben Rheinland-Pfalz setzen auch andere Bundesl\u00e4nder auf die Vorgehensweise mit Einzelfallpr\u00fcfungen &#8211; und versch\u00e4rfen ihre Praxis teilweise noch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Schleswig-Holstein<\/strong> k\u00fcndigte im Zuge der Diskussion die Einf\u00fchrung einer Regelabfrage beim Verfassungsschutz vor der Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern in den \u00f6ffentlichen Dienst an. <strong>Brandenburg<\/strong> macht das bei Beamten bereits seit dem vergangenen Jahr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Niedersachsen<\/strong> erw\u00e4gt, im Einstellungsverfahren einen Fragebogen zu Mitgliedschaften und der Unterst\u00fctzung f\u00fcr extremistische und extremistisch beeinflusste Organisationen einzuf\u00fchren. Das Innenministerium in <strong>Sachsen<\/strong> stellte klar, dass eine AfD-Mitgliedschaft weiterhin kein Hinderungsgrund f\u00fcr einen Job im Staatsdienst ist.<\/p>\n<p>    Bayern versch\u00e4rfte \u00dcberpr\u00fcfung der Verfassungstreue<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>Bayern<\/strong> hatte bereits Ende Juni sein Vorgehen versch\u00e4rft: Die bayerische AfD wurde auf eine vom Innenministerium gef\u00fchrte Liste der extremistischen oder extremistisch beeinflussten Organisationen aufgenommen. Mit diesem Instrument k\u00f6nnten Bewerber effektiv auf ihre Verfassungstreue \u00fcberpr\u00fcft werden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Eine blo\u00dfe Mitgliedschaft f\u00fchre jedoch nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer Ablehnung: &#8222;Jeder Einzelfall muss eingehend gepr\u00fcft und s\u00e4mtliche Zweifel ausger\u00e4umt werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer <strong>Bremer<\/strong> Innensenator und Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Ulrich M\u00e4urer (SPD), verwies bereits kurz nach dem Aufflammen der Debatte auf eine Verabredung zwischen Bund und L\u00e4ndern f\u00fcr ein gemeinsames Vorgehen. Demnach wurde bei der letzten IMK vor wenigen Wochen die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe vereinbart, die sich damit befassen soll, wie k\u00fcnftig mit AfD-Mitgliedern im Staatsdienst umgegangen werden soll. Auch die Sprecherin des Bundesinnenministeriums verwies f\u00fcr k\u00fcnftige Pl\u00e4ne auf diese Arbeitsgruppe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nCSU-Innenminister Alexander Dobrindt betonte aber, dass die Arbeitsgruppe erst starte, wenn die vom Verfassungsschutz vorgenommene, aber <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/afd-klage-bedeutung-102.html\" title=\"Was die &quot;Stillhaltezusage&quot; des Verfassungsschutz bedeutet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zun\u00e4chst wieder auf Eis gelegte<\/a> Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch gerichtlich best\u00e4tigt werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.07.2025 13:25 Uhr Doch kein pauschaler Ausschluss: Neben Rheinland-Pfalz wollen auch andere Bundesl\u00e4nder bei der Einstellung von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":269804,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[186,331,332,3364,29,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-269803","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-afd","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114863041720619308","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269803","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269803"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269803\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}