{"id":270002,"date":"2025-07-16T14:52:16","date_gmt":"2025-07-16T14:52:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/270002\/"},"modified":"2025-07-16T14:52:16","modified_gmt":"2025-07-16T14:52:16","slug":"mobile-videotuerme-fuer-brennpunkte-in-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/270002\/","title":{"rendered":"Mobile Videot\u00fcrme f\u00fcr Brennpunkte in M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Video\u00fcberwachung ist ein so heikles wie umstrittenes Thema. Manchen Menschen glauben, die Kameras k\u00f6nnten Verbrecher verhindern. Andere f\u00fchlen sich schlicht kontrolliert oder ausspioniert. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann setzt auf Sicherheit und hat sich deshalb in einem Nachtragshaushalt <a href=\"https:\/\/www.stmi.bayern.de\/presse-und-medien\/pressemitteilungen\/detail\/herrmann:-mehr-als-vier-millionen-euro-zusaetzlich-fuer-videoueberwachung-und-drohnenabwehr\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">3,8 Millionen Euro zusichern lassen, um damit die Video\u00fcberwachung in Bayern <\/a>auszubauen. Ein Teil dieser Summe ist nun daf\u00fcr verwendet worden, um die Polizei in M\u00fcnchen mit drei mobilen Videot\u00fcrmen auszustatten. Kostenpunkt: 70.000 Euro, pro St\u00fcck.<\/p>\n<p>Drei Kameras auf sechs Metern H\u00f6he<\/p>\n<p>Sie sehen ein wenig wie Laternenmasten aus. Oben h\u00e4ngen aber keine Strahler, sondern drei Kameras, die die Umgebung genau im Auge behalten. Zwei Zoom-Kameras sind<a href=\"https:\/\/www.stmi.bayern.de\/presse-und-medien\/pressemitteilungen\/detail\/herrmann-stellt-neue-mobile-videotuerme-der-muenchner-polizei-vor\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> rundum schwenkbar<\/a>. Die dritte Kamera \u00fcberwacht den Videoturm und l\u00f6st einen Alarm aus, wenn jemand der Anlage zu nahe kommt \u2013 ein Schutz vor Vandalismus. Der Turm kann bis auf sechs Meter ausgefahren werden. Das wirklich Neue: die Hightech-\u00dcberwachungseinrichtungen lassen sich abbauen und an einen anderen Ort bringen. <\/p>\n<p>Abbau geht schnell &#8211; Aufbau dauert ein paar Tage<\/p>\n<p>Den Turm abzubauen dauert nur ein paar Stunden. Bis an einem anderen Platz alles wieder steht, k\u00f6nnen allerdings drei Tage vergehen, wie der Leiter der Pressestelle der M\u00fcnchner Polizei, Thomas Schelshorn, erkl\u00e4rt. Die Kameras m\u00fcssen n\u00e4mlich genau ausgerichtet werden, sodass keine Fenster von Wohnh\u00e4usern miterfasst werden. Au\u00dferdem m\u00fcssen in der Umgebung Schilder aufgeh\u00e4ngt werden, die auf die \u00dcberwachung hinweisen. Nur so kann man dem Datenschutz gerecht werden. <\/p>\n<p>Momentan steht eine der drei Kameras in M\u00fcnchen am Stachus. Die beiden anderen wurden nur wenige hundert Meter weiter aufgestellt, am Alten Botanischen Garten. Der gilt seit l\u00e4ngerem als Drogenumschlagplatz und gef\u00e4hrlicher Hotspot. 2024 gab es dort einen <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/toetungsdelikt-alter-botanischer-garten-tatverdaechtiger-gefasst,UPw96Rx\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Streit mit Todesfolge<\/a>. Sollte sich die Lage dort k\u00fcnftig beruhigen und es an einer anderen Stelle vermehrt zu \u00dcbergriffen kommen, dann lie\u00dfen sich die Kameras dorthin umziehen, so die Idee. <\/p>\n<p>Aufnahmen werden nicht mit KI ausgewertet<\/p>\n<p>Was die Kameras filmen, wird live an zwei Orte gestreamt: in die Einsatzzentrale M\u00fcnchen, wo die Noteins\u00e4tze koordiniert werden und in die f\u00fcr den Aufstellort zust\u00e4ndige Polizeiinspektion. An beiden Stellen k\u00f6nnen die Bilder verfolgt und nachtr\u00e4glich ausgewertet werden. Die Beamten haben darauf 21 Tage lang Zugriff, bevor laut dem Polizeisprecher alles gel\u00f6scht wird. KI kommt bei der Auswertung nicht zum Einsatz. Das System kann also nicht von allein Alarm schlagen, wenn etwa am Stachus etwas Ungew\u00f6hnliches passiert. Es muss ein Beamter zuf\u00e4llig gerade im richtigen Moment auf den Bildschirm schauen.  <\/p>\n<p>Welchen Nutzen bringen die Videot\u00fcrme?<\/p>\n<p>Die Polizei muss auf Vorf\u00e4lle hingewiesen werden, etwa durch einen Notruf. Sie kann anhand der Aufnahmen laut Thomas Schelshorn dann aber besser und schneller reagieren. Der Pressesprecher berichtet davon, wie eine Frau im Alten Botanischen Garten von einem Mann bel\u00e4stigt wurde. Die Kameras filmten ihn dabei, wie er nach der Tat seine Kleidung wechselte. So konnte der Mann nur kurze Zeit sp\u00e4ter gefunden und festgenommen werden. <\/p>\n<p>Denkbar ist auch, Gesichter aus den Videoaufnahmen durch Datenbanken zu schicken, um die Personalien festzustellen. Der Hauptgrund f\u00fcr die neuen Kameras ist aber weniger die Aufkl\u00e4rung von Verbrechen: Die Menschen sollen sich in M\u00fcnchen vor allem sicher f\u00fchlen. Auch andere St\u00e4dte k\u00f6nnen sich die neuen Kamerat\u00fcrme anschaffen. Die knapp vier Millionen, die der Innenminister f\u00fcr die Kamera\u00fcberwachung bekommen hat, sind nicht nur f\u00fcr M\u00fcnchen gedacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Video\u00fcberwachung ist ein so heikles wie umstrittenes Thema. Manchen Menschen glauben, die Kameras k\u00f6nnten Verbrecher verhindern. 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