{"id":270169,"date":"2025-07-16T16:41:11","date_gmt":"2025-07-16T16:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/270169\/"},"modified":"2025-07-16T16:41:11","modified_gmt":"2025-07-16T16:41:11","slug":"solidaritaet-mit-maja-t-free-maja-molecule-men-und-zdf-in-berlin-besetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/270169\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit Maja T. \u2013 Free Maja: Molecule Men und ZDF in Berlin besetzt"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img308758\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/308758.jpeg\" alt=\"Demonstrierende fordern die R\u00fcckholung von Maja T.\"\/><\/p>\n<p>Demonstrierende fordern die R\u00fcckholung von Maja T.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Jens Kalaene<\/p>\n<p>Am Dienstagmorgen haben Antifaschist*innen in Berlin kurzzeitig die Skulptur \u00bbMolecule Men\u00ab besetzt. Sie kletterten auf das 30 Meter hohe Kunstwerk in der Spree in der N\u00e4he des Treptower Parks und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift \u00bbFree Maja\u00ab. In einem anonym ver\u00f6ffentlichten Statement der Besetzer*innen hei\u00dft es, dass queere Realit\u00e4ten und der Kampf von Maja T. in der ganzen Stadt sichtbar gemacht werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Die Besetzung der \u00bbMolecule Men\u00ab-Skulptur erfolgte vor dem Hintergrund eines \u00fcbergreifenden, bundesweiten Aktionstags, zu dem Unterst\u00fctzungsgruppen von Maja T. aufgerufen hatten. Dabei wurden in vielen St\u00e4dten, darunter etwa Leipzig und Kiel, \u00f6ffentlich Botschaften der Solidarit\u00e4t gezeigt und Geb\u00e4ude besetzt.<\/p>\n<p>In Berlin wurde neben dem \u00bbMolecule Men\u00ab am Dienstagvormittag auch f\u00fcr eine kurze Zeit der Eingangsbereich des Hauptstadtstudios des Fernsehsenders ZDF durch rund ein Dutzend Personen besetzt. Noch bevor die Polizei eintraf, verlie\u00dfen sie das Foyer wieder, sagte ein Polizeisprecher laut Deutscher Presse-Agentur. Das ZDF best\u00e4tigte demnach die Aktion und bezeichnete sie als kurz und friedlich, wollte sie weiter aber nicht kommentieren.<\/p>\n<p>In dieser Woche reist eine Delegation des deutschen Au\u00dfenministeriums f\u00fcr Gespr\u00e4che nach Ungarn. Die vielf\u00e4ltigen Aktionen in Solidarit\u00e4t mit Maja T. erh\u00f6hen auch den politischen Druck auf die Politiker*innen, sich f\u00fcr konkrete Verbesserungen der Haftsituation einzusetzen.<\/p>\n<p>Noch am Dienstagmorgen wurde das Banner am \u00bbMolecule Men\u00ab durch Spezialkr\u00e4fte der Berliner Polizei entfernt. Zudem meldete die polizeiliche Pressestelle, dass gegen f\u00fcnf Uhr morgens zwei Personen in der N\u00e4he der Skulptur von Polizist*innen festgenommen wurden.<\/p>\n<p>Auf der Plattform X postete die Polizei Berlin zun\u00e4chst, dass die beschuldigten Personen laut Angaben eines Zeugen das \u00bb1,5 mal 20 Meter gro\u00dfe Banner\u00ab mit \u00bbHilfe der Drohne\u00ab angebracht h\u00e4tten. Am Mittwochmittag allerdings hie\u00df es in einem weiteren Post, dass sich das im Zuge der Ermittlungen als falsch herausgestellt habe und die Drohne \u00bbzur Dokumentation der Aktion\u00ab verwendet worden sein soll. Auf Fragen zum Polizeieinsatz und zum Ablauf der Besetzung erhielt \u00bbnd\u00ab bis Redaktionsschluss keine Antwort von der Pressestelle.<\/p>\n<p>Maja T. ist seit mehr als einem Jahr in Ungarn inhaftiert. Mit anderen Beschuldigten soll T. 2023 im Kontext eines europaweiten Wehrmacht-Gedenkens in Budapest Neonazis angegriffen haben. Unterst\u00fctzer*innen sowie die Familie von T. kritisieren die Umst\u00e4nde der Haft <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192584.budapest-komplex-danke-maja.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sowie das Vorgehen der ungarischen Justiz scharf<\/a>.<\/p>\n<p>In ihrer Erkl\u00e4rung kritisieren die Besetzer*innen ebenfalls die Auslieferung von Maja T. nach Ungarn. Auch das Bundesverfassungsgericht erkl\u00e4rte diesen Schritt inzwischen f\u00fcr rechtswidrig.<\/p>\n<p>Um sich f\u00fcr eine R\u00fcckf\u00fchrung in die Bundesrepublik oder zumindest eine Umwandlung der Isolationshaft in Hausarrest einzusetzen, befand sich Maja T. fast sechs Wochen lang im Hungerstreik. Dieser wurde am Montag aufgrund des lebensgef\u00e4hrlichen Zustands von T. pausiert. Um Maja T. zu unterst\u00fctzen, hat T.s Vater Wolfgang Jarosch <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192639.wolfram-jarosch-fuer-maja-t-zu-fuss-nach-budapest.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einen sogenannten Hungermarsch von Jena bis nach Budapest angek\u00fcndigt<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Demonstrierende fordern die R\u00fcckholung von Maja T. 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