{"id":270639,"date":"2025-07-16T20:51:13","date_gmt":"2025-07-16T20:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/270639\/"},"modified":"2025-07-16T20:51:13","modified_gmt":"2025-07-16T20:51:13","slug":"theatermacher-claus-peymann-im-alter-von-88-jahren-gestorben-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/270639\/","title":{"rendered":"Theatermacher Claus Peymann im Alter von 88 Jahren gestorben"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.07.2025 22:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der bekannte deutsche Theaterregisseur und Intendant Claus Peymann ist tot. Er starb nach l\u00e4ngerer, schwerer Krankheit in Berlin. Peymann wurde 88 Jahre alt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Theatermacher Claus Peymann ist tot. Der Regisseur und fr\u00fchere Intendant zahlreicher B\u00fchnen starb im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in Berlin-K\u00f6penick. Das teilte die fr\u00fchere Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Berliner Ensembles der Nachrichtenagentur dpa mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer 1937 in Bremen geborene Peymann arbeitete an verschiedenen Theatern und leitete zwischen 1986 und 1999 das Wiener Burgtheater. Danach ging er nach Berlin und war von 1999 bis 2017 Intendant des Berliner Ensembles.<\/p>\n<p>    Zuschauerrekorde in Berlin<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls &#8222;Rei\u00dfzahn im Arsch der M\u00e4chtigen&#8220; trat er dort im einstigen Brecht-Theater am Schiffbauerdamm an. Bis zu seinem Abschied im Sommer 2017 feierte er am Berliner Ensemble Zuschauerrekorde und \u00e4rgerte sich \u00fcber Kritiker, die seine Klassiker-Inszenierungen als altbacken bezeichneten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei seinem Abschied vom Berliner Ensemble sagte der damals 80-J\u00e4hrige: &#8222;Das Entscheidende am Theater ist die Liebe.&#8220; Von &#8222;Zynismus als Weltanschauung&#8220; keine Spur, beschrieb er seine Herangehensweise. &#8222;Cool war hier nichts.&#8220;<\/p>\n<p>    Kritik an politischen Aktionen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchlagzeilen machte Peymann auch jenseits der B\u00fchne mit politischen \u00c4u\u00dferungen und Aktionen. Er zeigte Solidarit\u00e4t mit dem Dramatiker Peter Handke, als der Autor wegen seiner Serbien-Sympathie in der Kritik stand.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSelbst in die Kritik <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/beitrag\/2025\/07\/claus-peymann-gestorben-regisseur-be-intendant-theater.html\" title=\"Link zur originalen LRA Meldung\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">geriet Peymann laut rbb<\/a> im Jahr 2007, als er ein Praktikum von Ex-RAF-Terrorist Christian Klar beim Berliner Ensemble als B\u00fchnentechniker bef\u00fcrwortete. Wie in den 1970er-Jahren, als er am Stuttgarter Staatstheater in einer Aufsehen erregenden und folgenschweren Aktion Spenden f\u00fcr die Zahnbehandlung von RAF-H\u00e4ftlingen sammelte, gehe es um den Kampf f\u00fcr eine gerechtere Welt, sagte Peymann dazu.<\/p>\n<p>    Politiker w\u00fcrdigen Peymann: &#8222;Titan des Theaters&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir verneigen uns vor einer gro\u00dfen Lebensleistung und trauern um Claus Peymann&#8220;, erkl\u00e4rte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. &#8222;Er war ein Titan des Theaters, ein Meister der Zumutung und Erneuerung &#8211; ein Regisseur, der die B\u00fchne stets auch als Kampfschauplatz verstand: f\u00fcr Kunstfreiheit, Reibung, radikale Wahrhaftigkeit.&#8220; Peymann bleibe als unbeugsamer Streiter f\u00fcr die Freiheit der Kunst in Erinnerung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBerlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) nannte Peymann eine der pr\u00e4gendsten Pers\u00f6nlichkeiten des modernen deutschen Theaters. &#8222;Mit Engagement, Mut zur Auseinandersetzung und gro\u00dfer Leidenschaft f\u00fcr die Kunst hat er Berlins Kultur entscheidend mitgestaltet. Wir verlieren einen streitbaren Geist und einen gro\u00dfen Theatermacher.&#8220;<\/p>\n<p>    Peymann setzte auf klassische St\u00fccke<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGanz bewusst setzte Peymann auf klassische Interpretationen klassischer St\u00fccke. Mit dem gehypten Spektakel- und Performance-Theater wollte er nichts zu tun haben. Und wenn Kritiker sein Berliner Ensemble deshalb als &#8222;Museum&#8220; bezeichneten, antwortete er: &#8222;Manchmal ist das Museum der lebendigste Ort einer Stadt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr arbeitete mit Autoren wie Thomas Bernhard und Thomas Brasch, Botho Strau\u00df, Peter Turrini, Peter Handke, George Tabori und Elfriede Jelinek zusammen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls wichtigste Auff\u00fchrungen gelten unter anderem Handkes &#8222;Publikumsbeschimpfung (1966), Kleists &#8222;Hermannschlacht&#8220; (1982), Bernhards &#8222;Heldenplatz&#8220; (1988), Shakespeares &#8222;Richard II.&#8220; (2000) und &#8222;K\u00f6nig Lear&#8220; (2018). Peymann wurde 17 Mal zum Theatertreffen eingeladen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.07.2025 22:04 Uhr Der bekannte deutsche Theaterregisseur und Intendant Claus Peymann ist tot. 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