{"id":271879,"date":"2025-07-17T08:11:14","date_gmt":"2025-07-17T08:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/271879\/"},"modified":"2025-07-17T08:11:14","modified_gmt":"2025-07-17T08:11:14","slug":"lithium-in-deutschland-rohstoff-aus-der-tiefe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/271879\/","title":{"rendered":"Lithium in Deutschland: Rohstoff aus der Tiefe"},"content":{"rendered":"<p>Lithium ist zweifellos einer der gefragtesten Rohstoffe der Welt. Es steckt in den Akkus unserer <a href=\"https:\/\/nationalgeographic.de\/wissenschaft\/2022\/08\/e-autos-verschleppen-wir-unser-verkehrsproblem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">E-Autos<\/a>, <a href=\"https:\/\/nationalgeographic.de\/wissenschaft\/2023\/02\/nomophobie-wenn-die-trennung-vom-smartphone-angst-ausloest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Smartphones<\/a> und Laptops. Doch das Leichtmetall wird weltweit knapp. Forschern ist es aber gelungen, den begehrten Stoff in Deutschland aus Thermalwasser zu gewinnen, das in einer Geothermieanlage im baden-w\u00fcrttembergischen Bruchsal ohnehin gef\u00f6rdert wird, um Strom und W\u00e4rme zu erzeugen.<\/p>\n<p>\u201eDerzeit stammt das Lithium f\u00fcr Batterien vor allem aus <a href=\"https:\/\/nationalgeographic.de\/bildergalerie\/2022\/03\/galerie-30-einmalige-abenteuer-in-chile\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Chile<\/a>, Argentinien, Bolivien und Australien\u201c, sagt Thomas K\u00f6lbel, Geologe und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Geothermie Bruchsal. Man gewinnt es dort in auf wendigen Verfahren aus Grundwasser, Seen oder im Bergbau. Anschlie\u00dfend wird es in China aufbereitet.<\/p>\n<p>Allerdings herrschen in diesen L\u00e4ndern nicht unbedingt die gleichen Umweltstandards wie in Europa. So wird etwa kritisiert, dass die Lithiumgewinnung durch das Verdunsten von Solewasser sehr viel Wasser verbraucht. Wasser, das in einigen Produktionsl\u00e4ndern knapp ist. Hinzu kommt, dass das ausl\u00e4ndische Lithium den steigenden Bedarf vermutlich nur noch bis 2030 decken kann, wie aktuelle Hochrechnungen ergeben.<\/p>\n<p>Dass das Tiefenwasser aus dem Oberrheingraben Lithium enth\u00e4lt, ist zwar seit geraumer Zeit bekannt. Allerdings war unklar, wie es sich nachhaltig gewinnen l\u00e4sst. Forscher des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie (KIT) haben zusammen mit dem Energieversorger <a href=\"https:\/\/www.kit.edu\/kit\/pi_2023_028_energiespeichermaterialien-aus-heissem-tiefenwasser-lasst-sich-lithium-gewinnen.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">EnBW sogenannte Adsorbentien<\/a> verbessert \u2013 por\u00f6se Stoffe, an die sich die Lithium-Ionen anlagern. EnBW entwickelte und patentierte zudem ein spezielles Verfahren, das weniger Energie, Wasser und Chemikalien ben\u00f6tigt als herk\u00f6mmliche Methoden und CO2-emissionsfrei vonstattengehen soll.<\/p>\n<p>Lithium in Deutschland gewonnen<\/p>\n<p>\u201e200 Milligramm pro Liter klingen zwar nicht nach viel\u201c, sagt K\u00f6lbel. \u201eDa wir aber pro Tag die Wassermenge von 14000 Badewannen f\u00f6rdern, k\u00f6nnten wir zuk\u00fcnftig j\u00e4hrlich Lithium f\u00fcr 20000 Autobatterien liefern.\u201c Unterschiedlichen Sch\u00e4tzungen zufolge k\u00f6nnte das Lithium aus dem gesamten Oberrheingraben den Bedarf in Deutschland dann zumindest teilweise decken.<\/p>\n<p>Noch zieht in Bruchsal nur eine Pilotanlage das Lithium aus dem Wasser. Bis 2030 soll die F\u00f6rderung dann in gro\u00dfem Ma\u00dfstab angelaufen sein. Ein wichtiger Schritt zu Europas Unabh\u00e4ngigkeit im Kampf um das begehrte \u201ewei\u00dfe Gold\u201c.<\/p>\n<p>Dieser Artikel erschien in <a href=\"https:\/\/www.verlagshaus24.com\/national_geographic_2025_05\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">National Geographic 05\/2025<\/a> \u2013 jetzt bestellen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lithium ist zweifellos einer der gefragtesten Rohstoffe der Welt. Es steckt in den Akkus unserer E-Autos, Smartphones und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":271880,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,12728,14,3923,15,3921,109,12],"class_list":{"0":"post-271879","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-lithium","17":"tag-nachrichten","18":"tag-nachrichten-aus-deutschland","19":"tag-news","20":"tag-news-aus-deutschland","21":"tag-rohstoff","22":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114867567654059077","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=271879"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271879\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/271880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=271879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=271879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=271879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}