{"id":272173,"date":"2025-07-17T10:51:10","date_gmt":"2025-07-17T10:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272173\/"},"modified":"2025-07-17T10:51:10","modified_gmt":"2025-07-17T10:51:10","slug":"studie-zuwanderer-verdienen-in-deutschland-20-prozent-weniger-als-einheimische","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272173\/","title":{"rendered":"Studie: Zuwanderer verdienen in Deutschland 20 Prozent weniger als Einheimische"},"content":{"rendered":"<p>In einer Studie vergleichen Forscher die Einkommen von Zuwanderern und Einheimischen. In Deutschland und acht weiteren L\u00e4ndern verdienen Ausl\u00e4nder im Schnitt deutlich weniger als Einheimische. Das liegt aber nicht an ungleicher Bezahlung bei gleicher T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zuwanderer erhalten in Deutschland im Durchschnitt deutlich geringere Einkommen als Einheimische. Das gilt auch f\u00fcr acht weitere L\u00e4nder, wie eine internationale Studie im Auftrag der Fachzeitschrift \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-025-09259-6\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-025-09259-6&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Nature<\/a>\u201c unter Beteiligung von Forschern des N\u00fcrnberger Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Das sind Kanada, D\u00e4nemark, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und die USA. Mehrere der anderen L\u00e4nder schlie\u00dfen die Lohnl\u00fccke in der zweiten Zuwanderer-Generation allerdings schneller als Deutschland.<\/p>\n<p>In Deutschland betr\u00e4gt der Einkommensunterschied bei der ersten Generation 19,6 Prozent. Der Hauptgrund f\u00fcr das Defizit liege nicht in ungleicher Bezahlung bei gleicher T\u00e4tigkeit, sondern in eingeschr\u00e4nktem Zugang zu besser bezahlten Branchen, Berufen und Unternehmen. Dies sei f\u00fcr drei Viertel des Lohnunterschieds ausschlaggebend. Insgesamt wurden f\u00fcr die Studie Daten von 13,5 Millionen Einwanderern und einheimischen Arbeitnehmern in neun L\u00e4ndern analysiert. Allerdings werden in der Studie keinerlei Angaben zum Bildungsniveau der Zugewanderten gemacht. <\/p>\n<p>\u201eBei der Integration geht es nicht nur um gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit. Es geht vor allem darum, strukturelle Zugangsbarrieren in gut bezahlte Besch\u00e4ftigungsbereiche abzubauen\u201c, sagte der Mitautor der Studie, Malte Reichelt, vom IAB. Sprachf\u00f6rderung, Anerkennung ausl\u00e4ndischer Abschl\u00fcsse, Ausbau beruflicher Netzwerke und bessere Informationsvermittlung seien wichtig, um strukturelle Barrieren abzubauen.<\/p>\n<p>Lohnunterschiede in der zweiten Generation<\/p>\n<p>In Deutschland besteht auch bei der zweiten Generation eingewanderter Personen noch eine Lohnl\u00fccke \u2013 sie betr\u00e4gt im Schnitt 7,7 Prozent. Zwar ist diese Differenz geringer als bei der Elterngeneration, doch insbesondere bei Nachkommen von Personen aus Afrika und dem Nahen Osten fallen Unterschiede auf.<\/p>\n<p>Im internationalen Vergleich zeigt sich ein unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gtes Gef\u00e4lle. Die gr\u00f6\u00dften Lohnl\u00fccken bei der ersten Generation wurden in Spanien mit 29,3 Prozent und Kanada mit 27,5 Prozent festgestellt, gefolgt von Norwegen mit 20,3 Prozent, Deutschland mit 19,6 Prozent, Frankreich mit 18,9 Prozent und den Niederlanden mit 15,4 Prozent. <\/p>\n<p>Deutlich geringer waren die Unterschiede in den USA mit 10,6 Prozent, D\u00e4nemark mit 9,2 Prozent und Schweden mit sieben Prozent. Auch f\u00fcr die zweite Generation zeigen sich Einkommensunterschiede \u2013 im Schnitt liegt die Lohnl\u00fccke hier bei 5,7 Prozent. Deutschland liegt also hier \u00fcber dem Durchschnitt. Am gr\u00f6\u00dften ist das Lohngef\u00e4lle in der zweiten Generation in Norwegen mit 8,7 Prozent, am niedrigsten in Kanada mit 1,9 Prozent.<\/p>\n<p>dpa\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In einer Studie vergleichen Forscher die Einkommen von Zuwanderern und Einheimischen. 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