{"id":272418,"date":"2025-07-17T13:08:10","date_gmt":"2025-07-17T13:08:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272418\/"},"modified":"2025-07-17T13:08:10","modified_gmt":"2025-07-17T13:08:10","slug":"christoph-30-42-jahre-rettung-aus-der-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272418\/","title":{"rendered":"Christoph 30: 42 Jahre Rettung aus der Luft"},"content":{"rendered":"<p>Symbolbild. | Foto: Rudolf Karliczek<\/p>\n<p class=\"datum\">17.07.2025, 14:43 Uhr,<br \/>zuletzt aktualisiert: 17.07.2025, 14:43 Uhr<\/p>\n<p><strong>Wolfenb\u00fcttel. Vor wenigen Tagen, am 15. Juli, hatte Christoph 30 allen Grund zum Feiern. Der Rettungshubschrauber aus Wolfenb\u00fcttel wurde 42 Jahre alt. Seit 1983 ist der Gelbe Engel in der Region im Einsatz, seit 1985 offiziell unter dem Funkrufnamen \u201eChristoph 30\u201c vom St\u00e4dtischen Klinikum Wolfenb\u00fcttel aus. \u00dcber 52.500 Eins\u00e4tze hat die Crew seither absolviert \u2013 eine beeindruckende Bilanz in \u00fcber vier Jahrzehnten Luftrettung.<br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>Auch im Jahr 2024 blieb Christoph 30 ein zentraler Bestandteil der medizinischen Notfallversorgung in Niedersachsen. Mit 1.522 Eins\u00e4tzen war der Hubschrauber erneut der am h\u00e4ufigsten alarmierte ADAC-Rettungshubschrauber im gesamten Bundesland. Bundesweit landet Christoph 30 damit auf Rang 11 der gefragtesten Luftrettungsmittel. Zum Vergleich: Die anderen nieders\u00e4chsischen ADAC-Hubschrauber standen weniger im Einsatz \u2013 Christoph 26 aus Sanderbusch flog 1.441 Mal, Christoph 19 aus Uelzen wurde 1.200 Mal gerufen.<\/p>\n<p>Weniger Eins\u00e4tze, aber dennoch \u00fcberlebenswichtig <\/p>\n<p>Obwohl die Einsatzzahlen auch f\u00fcr Christoph 30 leicht r\u00fcckl\u00e4ufig sind (2023 waren es noch 1.635 Eins\u00e4tze), zeigt sich, wie wichtig und gefragt die schnelle Hilfe aus der Luft weiterhin ist. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang liegen laut ADAC Luftrettung unter anderem in strukturellen Ver\u00e4nderungen wie den erweiterten Befugnissen von Notfallsanit\u00e4tern und dem vermehrten Einsatz von Telenot\u00e4rzten, wodurch in manchen F\u00e4llen kein Notarzt vor Ort mehr n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr Rettungseins\u00e4tze<\/p>\n<p>Ein Blick auf die Einsatzstatistik zeigt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte oder Herzrhythmusst\u00f6rungen machten 38 Prozent der Alarmierungen von Christoph 30 aus. Auf neurologische Notf\u00e4lle wie Schlaganf\u00e4lle entfielen zw\u00f6lf Prozent der Eins\u00e4tze, weitere zw\u00f6lf Prozent gingen auf sonstige Notf\u00e4lle zur\u00fcck, darunter psychiatrische oder geburtshilfliche Zwischenf\u00e4lle. In neun Prozent der F\u00e4lle war Atemnot der Alarmgrund, Unf\u00e4lle machten vier Prozent der Eins\u00e4tze aus.<\/p>\n<p>Volksinitiative rettete Christoph 30 <\/p>\n<p>Dass Christoph 30 auch nach 42 Jahren noch <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/wolfenbuettel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Wolfenb\u00fcttel<\/a> stationiert ist, ist keineswegs selbstverst\u00e4ndlich. 1997 drohte die Schlie\u00dfung der Station \u2013 doch eine beispiellose Volksinitiative aus der Region konnte dies verhindern. \u00dcber 75.000 Unterschriften wurden damals gesammelt, um den Fortbestand der Luftrettung in Wolfenb\u00fcttel zu sichern. Dieser starke R\u00fcckhalt aus der Bev\u00f6lkerung zeigt, wie sehr Christoph 30 in der Region verwurzelt ist.<\/p>\n<p>Der Hubschrauber ist im Auftrag des Landes Niedersachsen unterwegs, wird aber durch die ADAC Luftrettung betrieben. Im Hangar am st\u00e4dtischen Klinikum steht eine Maschine des Typs &#8222;Airbus Helicopters H135&#8220;. Diese ist seit 2003 im Dienst, vorher kam ein B\u00f6lkow Bo 105 zum Einsatz. Die Crew besteht aus den Piloten (werden von der ADAC Luftrettung gestellt), dem Rettungspersonal des DRK Kreisverband Wolfenb\u00fcttel und den Not\u00e4rzten des St\u00e4dtischen Klinikums.<\/p>\n<p>Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang<\/p>\n<p>Das Einsatzgebiet von Christoph 30 umfasst einen Radius von rund 70 Kilometer und reicht von Magdeburg im Osten bis Hannover im Westen, Wittingen im Norden bis Bad Sachsa im S\u00fcden. Der Gelbe Engel aus Wolfenb\u00fcttel ist somit auch \u00fcber die Grenze Niedersachsens hinaus im Einsatz. Doch abheben kann er nur tags\u00fcber &#8211; von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Dann ist er mit einer Spitzengeschwindigkeit von 220 km\/h und einer Maximalflugh\u00f6he von 6.000 Metern im Einsatz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Symbolbild. | Foto: Rudolf Karliczek 17.07.2025, 14:43 Uhr,zuletzt aktualisiert: 17.07.2025, 14:43 Uhr Wolfenb\u00fcttel. 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