{"id":272676,"date":"2025-07-17T15:26:18","date_gmt":"2025-07-17T15:26:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272676\/"},"modified":"2025-07-17T15:26:18","modified_gmt":"2025-07-17T15:26:18","slug":"das-fordern-die-berliner-wohnungsunternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272676\/","title":{"rendered":"Das fordern die Berliner Wohnungsunternehmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspB0l1\">Die Mitgliedsunternehmen des Verbands <a href=\"https:\/\/m.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wohnungsbundnis-auch-private-sollen-mietobergrenze-beachten-14029316.html?icid=in-text-link_14039327\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen<\/a> (BBU) investieren aktuell Rekordsummen, aber trotzdem geht es mit dem Neubau nicht so recht voran. Das ist eine der Kernbotschaften der BBU-Jahrespressekonferenz am Donnerstag. <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">2024 h\u00e4tten die Mitgliedsunternehmen 2,9 Milliarden Euro investiert, so viel wie nie zuvor, berichtet die Vorst\u00e4ndin Maren Kern. F\u00fcr 2025 sei nochmal ein deutlicher Aufwuchs zu erwarten, auf knapp 3,9 Milliarden Euro. Der Gro\u00dfteil der geplanten Investitionen, rund die H\u00e4lfte des investierten Geldes, soll in diesem Jahr in den Neubau flie\u00dfen, ein gutes Viertel in die Instandhaltung und ein knappes Viertel in die Modernisierung der Best\u00e4nde. <\/p>\n<p> Zwei H\u00e4user zum Preis f\u00fcr drei <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Allerdings: \u201eNominal haben wir zwar mehr investiert. Aber wegen der gleichzeitigen Baupreisinflation konnten wir trotzdem nur deutlich weniger realisieren\u201c, sagt Kern. Im Vergleich zu 2019 k\u00f6nne man heute f\u00fcr das Geld von damals drei H\u00e4usern heute nur noch zwei bauen. F\u00fcr die Refinanzierung von Neubauwohnungen m\u00fcsse man inzwischen eigentlich 20 Euro und mehr pro Quadratmeter nehmen. \u201eViele Mieterinnen und Mieter unserer Mitgliedsunternehmen w\u00e4ren damit \u00fcberfordert\u201c, so Kern. Daher l\u00e4gen viele Bauprojekte in der Schublade und w\u00fcrden nicht umgesetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/maren-kern-vorst-ndin-des-verbands-berlin-brandenburgischer-wohnungsunternehmen-bbu-nur-f-r.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14042582\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspBMkv\"\/> Maren Kern ist Vorst\u00e4ndin im Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen. <\/p>\n<p class=\"tspAFf5\"> \u00a9 IMAGO\/Funke Foto Services\/MaurizioxGambarini <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Entsprechend karg fallen die Neubauzahlen aus. 5270 Wohnungen planen die BBU-Mitgliedsunternehmen im Jahr 2025 fertigzustellen. Das ist nur geringf\u00fcgig mehr als die 5214 Fertigstellungen von 2024. <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Der ma\u00dfgebliche Anteil des Neubaus aus dem Kreis der BBU-Unternehmen kommt dabei von den landeseigenen Wohnungsunternehmen: Die haben insgesamt 4775 Fertigstellungen f\u00fcr dieses Jahr prognostiziert. Dementsprechend d\u00fcrften in diesem Jahr nur knapp 500 Wohnungen von anderen im BBU organisierten Bauherren als den landeseigenen fertig werden. <\/p>\n<p> Mehr Baustarts, wenig Fertigstellungen <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Um mehr Neubau an den Start zu bringen, fordert der BBU daher unter anderem, die landeseigene Neubauf\u00f6rderung mindestens auf dem aktuellen Niveau von 1,5 Milliarden Euro zu halten. Au\u00dferdem k\u00f6nne Deregulierung, unter anderem bei Baustandards, helfen, die Baukosten zu senken.<\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Immerhin die Baustarts ziehen inzwischen wieder etwas an: Nach dem historischen Tief von 3242 Baustarts im vergangenen Jahr (seit 2016 lagen die Baubeginne immer \u00fcber 4500 und reichten zweimal sogar an die 8000 Wohnungen heran) sollen 2025 insgesamt 6486 in den Bau gebracht werden, berichtet Kern. F\u00fcr 2026 erwarten allein die landeseigenen Wohnungsunternehmen Fertigstellungen von 7000 Wohnungen, bis 2031 insgesamt sogar 35.000. <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Kern betont, wie wichtig es sei, dass die Vermietungsunternehmen die Mieten anheben k\u00f6nnen, auch um damit Investitionen gegenfinanzieren zu k\u00f6nnen: \u201e<a href=\"https:\/\/m.tagesspiegel.de\/berlin\/berlins-bausenator-verteidigt-mietsteigerungen-auch-landeseigene-mussen-wirtschaftlich-arbeiten-konnen-14004698.html?icid=in-text-link_14039327\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mietanpassungen <\/a>sind ganz im Sinne von gutem und zukunftsf\u00e4higem Wohnen\u201c, so Kern. Die Durchschnittsmieten bei BBU-Unternehmen seien von 2023 und 2024 um f\u00fcnf Prozent angehoben worden, von 6,64 Euro pro Quadratmeter auf 6,97 Euro. <\/p>\n<blockquote class=\"tspB5mi\">\n<p>Mietanpassungen sind ganz im Sinne von gutem und zukunftsf\u00e4higem Wohnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB5mj\"><strong>Maren Kern<\/strong>, Vorst\u00e4ndin des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Eine gro\u00dfe Herausforderung ist f\u00fcr die BBU-Unternehmen ist au\u00dferdem die energetische Sanierung. 7,7 Prozent der BBU-Wohnungsbest\u00e4nde fallen unter die Effizienzklassen F oder schlechter und m\u00fcssen daher dringend energetisch ert\u00fcchtigt werden. \u201eDaf\u00fcr brauchen wir stabile F\u00f6rderprogramme und ausreichende Refinanzierungsm\u00f6glichkeiten \u00fcber die Mieten\u201c, fordert Kern. \u201eEs w\u00e4re aber auch wichtig und sogar einfacher, auf eine CO\u2082-freie Energieversorgung statt auf CO\u2082-freie Geb\u00e4ude zu setzen\u201c, erg\u00e4nzt sie mit Blick auf die kommunale W\u00e4rmeplanung. <\/p>\n<p> Wucherparagraph nachsch\u00e4rfen <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Gleichzeitig sieht Kern auch \u00fcberh\u00f6hte Mieten als Problem, die freilich durch andere Marktakteure als die BBU-Mitgliedunternehmen verlangt w\u00fcrden. Der sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/m.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/gesetzeswidrig-hohe-mieten-in-berlin-viele-vertrage-sind-rechtswidrig--doch-das-wird-selten-geahndet-13547107.html?icid=in-text-link_14039327\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wucherparagraph<\/a>\u201c, Paragraph 5 des Wirtschaftsstrafgesetzbuches, solle gesch\u00e4rft werden, fordert Kern. Aktuell sieht er vor, dass eine \u201eAusnutzung einer Marktanspannung\u201c vorliegen muss, damit eine deutlich \u00fcberh\u00f6hte Miete sanktioniert werden kann. Dieses Kriterium ist aber schwer nachweisbar, deswegen fordert Kern seine Abschaffung. Au\u00dferdem sollten laut Kern die m\u00f6glichen Bu\u00dfgelder von 50.000 auf 100.000 Euro erh\u00f6ht werden. <\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Durch eine sch\u00e4rfere Ahndung solle auch in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung st\u00e4rker unterscheidbar werden: \u201eWer sind denn jetzt hier die schwarzen Schafe und wer bewegt sich am Markt im Rahmen auch der gesetzlichen Vorgaben und verh\u00e4lt sich sozial?\u201c, so Kern. \u201eDas kann ich \u00fcber unsere Wohnungsunternehmen sagen: Wir sind die soziale Wohnungswirtschaft, und wir repr\u00e4sentieren 50 Prozent des Mietwohnungsmarktes in Berlin.\u201c Aktuell werde das Verhalten einiger weniger \u201eschwarzer Schafe\u201c f\u00e4lschlicherweise allen Vermietern, auch den BBU-Mitgliedsunternehmen, angelastet. <\/p>\n<p> Mehr zum Wohnen in Berlin:  <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/haushalte-sind-fahig-das-leisten-zu-konnen-landeseigene-verteidigen-mietsteigerung-fur-mehr-als-100000-berliner-14021726.html?icid=topic-list_14039327___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB6mk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eHaushalte sind f\u00e4hig, das leisten zu k\u00f6nnen\u201c Landeseigene verteidigen Mietsteigerung f\u00fcr mehr als 100.000 Berliner <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wohnungsbundnis-auch-private-sollen-mietobergrenze-beachten-14029316.html?icid=topic-list_14039327___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB6mk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berliner Wohnungsb\u00fcndnis Auch Private sollen Mietobergrenze beachten <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/wegen-falsch-begrundeter-mieterhohungen-berliner-senat-wirft-vonovia-aus-dem-wohnungsbundnis-13528984.html?icid=topic-list_14039327___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB6mk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wegen falsch begr\u00fcndeter Mieterh\u00f6hungen Berliner Senat wirft Vonovia aus dem Wohnungsb\u00fcndnis  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Tats\u00e4chlich ist aber ein BBU-Mitgliedsunternehmen, die Vonovia, in den vergangenen Monaten mit zumindest umstrittenen Mieterh\u00f6hungsansinnen aufgefallen: Der Gro\u00dfvermieter verschickte Mieterh\u00f6hungen, die sich auf von Vonovia neu geschaffene wohnwerterh\u00f6hende Merkmale beriefen. Mehrere Gerichte erkl\u00e4rten diese Praxis in den jeweils vorliegenden F\u00e4llen f\u00fcr unzul\u00e4ssig.<\/p>\n<p class=\"tspB0l1\">Geh\u00f6rt Vonovia also auch zu den schwarzen Schafen, von denen der BBU sich eigentlich abheben will? \u201eEs ist immer eine Frage, wie man den Mietspiegel auslegt\u201c, meint BBU-Sprecher David Eberhart dazu. \u201eDa gibt es ja immer auch Unklarheiten und Auseinandersetzungen.\u201c Das sei aber etwas anderes, als doppelt so viel wie die laut Mietspiegel zul\u00e4ssige Miete zu verlangen, \u201ewie es das schwarze Schaf machen w\u00fcrde\u201c. Die Vonovia sei daher \u201eein Schaf, das auf jeden Fall auf der Grundlage der gesetzlichen Regelung lebt und weidet.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mitgliedsunternehmen des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) investieren aktuell Rekordsummen, aber trotzdem geht es mit dem Neubau nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":272677,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,10344,30,5336,7134,16836,2190,1463,2192,2189,18250],"class_list":{"0":"post-272676","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-digitalpolitik","11":"tag-germany","12":"tag-immobilienpreise","13":"tag-mieten","14":"tag-mietendeckel","15":"tag-neubau","16":"tag-wohnen","17":"tag-wohnungsbau","18":"tag-wohnungsbaupolitik","19":"tag-wohnungswirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114869278178665545","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/272676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=272676"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/272676\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/272677"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=272676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=272676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=272676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}