{"id":272810,"date":"2025-07-17T16:37:10","date_gmt":"2025-07-17T16:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272810\/"},"modified":"2025-07-17T16:37:10","modified_gmt":"2025-07-17T16:37:10","slug":"frankfurt-am-main-die-gesetzliche-krankenversicherung-gkv-und-pflegeversicherung-spv-steuern-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272810\/","title":{"rendered":"Frankfurt am Main &#8211; Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Pflegeversicherung (SPV) steuern a"},"content":{"rendered":"<p>Ruf nach weniger Krankenkassen geht an der Realit\u00e4t vorbei. Passend zur Sommerpause werden erneut Rufe nach einer Reduzierung der Kassenzahl laut, um vermeintlich Verwaltungskosten einzusparen. Eine Scheindebatte, denn die eigentlichen Probleme werden damit geschickt verschleiert: der fehlende Mut f\u00fcr echte Strukturreformen und die Zweckentfremdung von Beitragsgeldern f\u00fcr origin\u00e4re Aufgaben des Bundes und der L\u00e4nder.<\/p>\n<p> &#8222;Die Politik sollte endlich aufh\u00f6ren, sich an Versichertengeldern zu bedienen und stattdessen wirksame Ma\u00dfnahmen ergreifen, um den Kostendruck zu senken&#8220;, so Hans-J\u00f6rg Gittler, Vorstandsvorsitzender der BAHN-BKK. Zur Wahrheit geh\u00f6re, dass seit Jahren versicherungsfremde Leistungen und staatliche Sozialleistungen aus der GKV bezahlt werden, ohne dass es daf\u00fcr einen Ausgleich gibt, so Gittler. Als Beispiel ist hier die \u00dcbernahme der krankheitsbedingten Aufwendungen f\u00fcr B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger zu benennen, von denen den Krankenkassen nach einem IGES-Gutachten nur 39% aus Steuermitteln erstattet werden. Den Rest zahlen Versicherte und Arbeitgeber \u00fcber ihre Beitr\u00e4ge. Um die Dimension zu verdeutlichen: Wir sprechen hier von fast 10 Mrd. Euro pro Jahr, die zu Lasten der Kassen gehen, so Gittler weiter. <\/p>\n<p> In diesem Kontext ist auch nicht zu vergessen, dass bei den Krankenkassen in den letzten Jahren durch staatliche Eingriffe die Reserven zwanghaft abgebaut wurden. Damit zwinge man die Kassen dazu, die steigenden Kosten auf Versicherte und Arbeitgeber abzuw\u00e4lzen. <\/p>\n<p> &#8222;Unter dem Strich hat man in den letzten Jahren durch eine gezielte staatliche Strategie die heutige Situation der Kassen herbeigef\u00fchrt. Man k\u00f6nnte auch sagen: das System an die Wand gefahren&#8220;, so Gittler. <\/p>\n<p> Zur Linderung der akuten Finanznot sollen GKV und SPV nun rechtlich zweifelhafte und ohnehin nicht ausreichende Darlehen vom Bund erhalten, die dann ab 2029 zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen &#8211; also erst in der n\u00e4chsten Legislaturperiode. Das Problem wird somit bei voller Kenntnis der Situation auf einen zuk\u00fcnftigen Zeitpunkt verschoben, an dem vermutlich einige der aktuellen politischen Entscheidungstr\u00e4ger nicht mehr in der Verantwortung stehen werden. <\/p>\n<p> Dabei liegen bereits seit langem konkrete Forderungen vor, die zum Teil schon im Koalitionsvertrag der Ampelregierung fixiert, aber nicht umgesetzt wurden: <\/p>\n<p> Klar ist: Die Krankenkassen sind hier eindeutig nicht die Verursacher des Problems. Mitarbeitende der gesetzlichen Krankenversicherung k\u00fcmmern sich t\u00e4glich um die Belange ihrer fast 75 Millionen Versicherten &#8211; dieser Unterst\u00fctzungsbedarf w\u00fcrde sich bei einer kleineren Kassenzahl nicht \u00e4ndern. Sicher ist es legitim, \u00fcber Verwaltungskosten der Kassen zu reden. Wer aber meint, das Sozialsystem \u00fcber die Verwaltungskosten zu sanieren, hat das System nicht verstanden, so Gittler. <\/p>\n<p> Der Verwaltungskostenanteil der BAHN-BKK lag im Jahr 2024 lediglich bei 2,9% der Gesamtausgaben von \u00fcber 3 Milliarden Euro, w\u00e4hrend die Ausgaben f\u00fcr Krankenhausaufenthalte, Arzneimittel, \u00e4rztliche Behandlungen und andere Leistungen stetig weiter steigen &#8211; auf mittlerweile weit \u00fcber 300 Milliarden Euro im gesamten GKV-System. Ohne einen beherzten Eingriff in die Beitragsspirale ist bald der Punkt erreicht, an dem die gesellschaftliche Akzeptanz der sozialen Sicherungssysteme insgesamt gef\u00e4hrdet ist. Gerade deshalb sind nun echte Strukturreformen statt Diskussionen \u00fcber Scheinprobleme gefordert. <\/p>\n<p> Hans-J\u00f6rg Gittler: &#8222;Das Vertrauen in unsere auf Solidarit\u00e4t gegr\u00fcndete Sozialordnung sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt m\u00fcssen wieder gest\u00e4rkt werden. Dies gilt insbesondere in Zeiten einer durch vielf\u00e4ltige globale Krisen ausgel\u00f6sten Verunsicherung der Menschen. Populistische Narrative sind hierbei nicht hilfreich. Eine Reduzierung der Kassenzahl ist in diesem Zusammenhang vergleichbar mit der Einnahme eines Globulis gegen einen ansonsten unbehandelten offenen Beinbruch.&#8220; <\/p>\n<p> Als Unternehmenskasse der DB AG und anderer Unternehmen der Verkehrsbranche ist die bundesweit ge\u00f6ffnete BAHN-BKK an der Seite ihrer Versicherten. Zwangsfusionen und Kassenschlie\u00dfungen retten das System nicht und gehen ausschlie\u00dflich zu Lasten der Leistungen und der Services. &#8222;Damit w\u00fcrde die Politik die Menschen in Deutschland dann wieder einmal im Regen stehen lassen&#8220;, so Hans-J\u00f6rg Gittler. <\/p>\n<p> Die BAHN-BKK geh\u00f6rt als bundesweit ge\u00f6ffnete Krankenkasse zu den \u00e4ltesten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Mit ihren mehr als 670.000 Kunden ist sie die Ansprechpartnerin f\u00fcr Menschen aus dem Verkehrsmarkt. <\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"http:\/\/www.bahn-bkk.de\">www.bahn-bkk.de<\/a><\/p>\n<p> F\u00fcr Interviewanfragen steht die BAHN-BKK gerne zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>BAHN-BKK, Franklinstra\u00dfe 54, 60486 Frankfurt am Main<br \/>Ihre Ansprechpartnerin: Claudia Giese<br \/>Tel.: 069 77 078 186<br \/>Mobil: 0160 96493720<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.ad-hoc-news.de\/politik\/frankfurt-am-main-die-gesetzliche-krankenversicherung-gkv-und\/mailto: presse@bahn-bkk.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> presse@bahn-bkk.de<\/a><br \/><a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.bahn-bkk.de\">www.bahn-bkk.de<\/a><\/p>\n<p class=\"origin\">Original-Content von: BAHN-BKK \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>http:\/\/ots.de\/5cc22e<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ruf nach weniger Krankenkassen geht an der Realit\u00e4t vorbei. Passend zur Sommerpause werden erneut Rufe nach einer Reduzierung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":272811,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,13705,2052,166,1188,14657,81850,26756,81848,33504,81849],"class_list":{"0":"post-272810","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-gkv","13":"tag-hessen","14":"tag-krankenkassen","15":"tag-krankenversicherung","16":"tag-main","17":"tag-milliardendefizit","18":"tag-pflegeversicherung","19":"tag-realitaet","20":"tag-ruf","21":"tag-spv"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114869557331000653","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/272810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=272810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/272810\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/272811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=272810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=272810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=272810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}