{"id":272833,"date":"2025-07-17T16:49:11","date_gmt":"2025-07-17T16:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272833\/"},"modified":"2025-07-17T16:49:11","modified_gmt":"2025-07-17T16:49:11","slug":"berlin-brandenburg-manipulierte-einbuergerungen-ermittlungen-laufen-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272833\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Manipulierte Einb\u00fcrgerungen? &#8211; Ermittlungen laufen weiter"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Manipulierte Einb\u00fcrgerungen? &#8211; Ermittlungen laufen weiter<\/p>\n<p>\t\t\t\t              17.07.2025, 18:18 Uhr<\/p>\n<p><strong>Gegen einen Mitarbeiter der Berliner Einb\u00fcrgerungsbeh\u00f6rde wird ermittelt. War er bestechlich und hat mit falschem Namen Urkunden ausgestellt? Der Beh\u00f6rdenleiter spricht von einem Einzelfall.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Die Berliner Polizei hat wegen des Verdachts der Bestechung und der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit Einb\u00fcrgerungen zwei Wohnungen von drei Beschuldigten in Marzahn und Rudow durchsucht. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin gemeinsam mit.<\/p>\n<p>Gegen einen 38 Jahre alten Mitarbeiter des f\u00fcr Einb\u00fcrgerungen zust\u00e4ndigen Landesamtes f\u00fcr Einwanderung (LEA) wird wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Falschbeurkundung im Amt ermittelt.\u00a0<\/p>\n<p>Er soll eine Familie mit zwei minderj\u00e4hrigen Kindern aus Nordmazedonien im April rechtswidrig eingeb\u00fcrgert haben, obwohl diese ihre Einb\u00fcrgerungsantr\u00e4ge zur\u00fcckgenommen hatte und er f\u00fcr diese Personen nicht zust\u00e4ndig gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Landesamt \u00fcbernimmt alle Einb\u00fcrgerungen<\/p>\n<p>&#8222;Es handelt sich um einen absoluten Einzelfall&#8220;, sagte der Direktor des Landesamtes, Engelhard Mazanke, der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem neuen digitalen Einb\u00fcrgerungsverfahren, auf das Berlin setzt, habe er nichts zu tun. In Berlin hat das LEA Anfang 2024 die Aufgabe der Einb\u00fcrgerungen von den Bezirken \u00fcbernommen. Seitdem sind die Zahlen deutlich gestiegen.<\/p>\n<p>\u00dcber die Sicherheit des digitalisierten Verfahrens hatte es vor rund zehn Tagen Diskussionen gegeben. Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) hatte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) um Kl\u00e4rung gebeten, wie sich eine sorgf\u00e4ltige Pr\u00fcfung der gesetzlichen Voraussetzungen garantieren lasse. Spranger hatte betont, das Verfahren sei sicher.\u00a0<\/p>\n<p>In dem jetzt bekanntgewordenen Fall hat ein Mitarbeiter der Beh\u00f6rde den Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge die Einb\u00fcrgerungsurkunden mit falschem Namen unterschrieben, ein fremdes Siegel verwendet und der Familie ausgeh\u00e4ndigt. Anschlie\u00dfend soll er deren Ausl\u00e4nderakten gel\u00f6scht haben.<\/p>\n<p>Auch wegen Bestechung wird ermittelt<\/p>\n<p>Bei den weiteren Beschuldigten, einem 39-J\u00e4hrigen und einer 36-J\u00e4hrigen, handelt es sich um die erwachsenen Angeh\u00f6rigen der eingeb\u00fcrgerten Familie. Gegen sie besteht der Verdacht der Bestechung, so Polizei und Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Nach bisherigem Ermittlungsstand k\u00f6nnte eine Liebesbeziehung des\u00a0<br \/>Landesamtsmitarbeiters zu der eingeb\u00fcrgerten Frau das Tatmotiv sein. Bei den Durchsuchungen wurden Beweismittel wie elektronische Speichermedien sichergestellt. Sie sollen bei den weiteren Ermittlungen ausgewertet werden.<\/p>\n<p>&#8222;Dieser Vorgang wurde aufgedeckt durch den Antikorruptionsbeauftragten des LEA, Mitarbeitende des LEA und der IT-Abteilung des LEA&#8220;, sagte Mazanke. &#8222;Das hei\u00dft, alles, was jetzt zu den Hausdurchsuchungen gef\u00fchrt hat, waren Vorermittlungen meiner Beh\u00f6rde.&#8220;<\/p>\n<p>Hat sich der Mitarbeiter Passw\u00f6rter erschlichen?<\/p>\n<p>&#8222;Wenn das eine Papierakte gewesen w\u00e4re, h\u00e4tten wir diesen Vorgang nie ermitteln k\u00f6nnen&#8220;, sagte der Leiter des Landesamtes. &#8222;Wir gehen davon aus, dass der betreffende Mitarbeiter ein Dienstsiegel missbraucht und sich Passw\u00f6rter erschlichen hat, die \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht haben, Ausl\u00e4nderakten zu manipulieren beziehungsweise zu l\u00f6schen&#8220;, erkl\u00e4rte Mazanke. &#8222;Das geht nur im Vier-Augen-Prinzip. Dazu m\u00fcssen Sie sich \u00fcber einen anderen Rechner einloggen, und der ist passwortgesch\u00fctzt.&#8220;<\/p>\n<p>Durch das elektronische Verfahren sei m\u00f6glich gewesen, nachzuweisen, in welcher H\u00e4ufigkeit der Mitarbeiter auf den Datensatz zugegriffen habe. &#8222;Wir konnten auch die Akte vollst\u00e4ndig wieder herstellen.&#8220; So habe sich der Vorgang nachvollziehen lassen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben jetzt einen sogenannten Nichtigkeitsfeststellungsbescheid gemacht, dass noch mal deutlich wird, dass diese Einb\u00fcrgerungsurkunde keine G\u00fcltigkeit hat&#8220;, sagte Mazanke. Er sei erst nach den Durchsuchungen in die Post gegeben worden. &#8222;Das hei\u00dft, die betreffenden Personen sind nie Deutsche geworden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Manipulierte Einb\u00fcrgerungen? &#8211; Ermittlungen laufen weiter 17.07.2025, 18:18 Uhr Gegen einen Mitarbeiter der Berliner Einb\u00fcrgerungsbeh\u00f6rde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":272834,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[4067,296,1890,29,1320,30,81854],"class_list":{"0":"post-272833","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-ermittlungen","9":"tag-berlin","10":"tag-brandenburg","11":"tag-deutschland","12":"tag-einbuergerungen","13":"tag-germany","14":"tag-manipulierte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114869604441263595","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/272833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=272833"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/272833\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/272834"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=272833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=272833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=272833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}