{"id":272946,"date":"2025-07-17T17:51:10","date_gmt":"2025-07-17T17:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272946\/"},"modified":"2025-07-17T17:51:10","modified_gmt":"2025-07-17T17:51:10","slug":"auf-wanderschaft-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272946\/","title":{"rendered":"Auf Wanderschaft \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>\u00bbWilma will mehr\u00ab ist eine charmante Tragikom\u00f6die mit hinrei\u00dfender Hauptdarstellerin, gedreht in Leipzig und der Lausitz. Fritzi Haberlandt verk\u00f6rpert die resolute Wilma, die betrogen und vergessen mit dem Bus nach Wien reist, wo sie neue Freunde und ein neues Leben findet. Der Film von Regisseurin und Autorin Maren-Kea Freese l\u00e4uft ab 31.7. in den Kinos und feiert Leipzig-Premiere am kommenden Donnerstag im Scheibenholz. Mehr zum Film gibt\u2019s im Augustkreuzer.<\/p>\n<p>\u00bbWilma will mehr\u00ab: 24.7. 21:30 Uhr, Filmn\u00e4chte Scheibenholz, ab 31.7., Passage-Kinos, Regina-Palast, Schauburg<\/p>\n<p><strong>Film der Woche:<\/strong> Eine Frau und ein Mann k\u00e4mpfen gegen den n\u00e4chtlichen Einfall der Flut in ihr Zelt. Ein Zeitsprung zur\u00fcck: Mit dem Bus fahren die zwei \u2013 sie hei\u00dfen Raynor und Moth, sind Ende 50 und seit Jahrzehnten gl\u00fccklich verheiratet \u2013 zum Startpunkt des 1.000 Kilometer langen \u00bbSalzpfads\u00ab, der rund um S\u00fcdwestengland f\u00fchrt. Die beiden sind nahezu pleite und wollen ihr Leben nun auf Wanderschaft verbringen. In R\u00fcckblenden erfahren wir, dass sie aufgrund eines dubiosen Gesch\u00e4fts, in das ein Freund sie hineingezogen hat, ihr Haus, Hab und Gut verloren haben. Moth leidet au\u00dferdem an einer degenerativen Erkrankung des Nervensystems und die \u00c4rzte geben ihm nur noch wenig Zeit. W\u00e4hrend der Reise begegnet das Paar genretypisch den verschiedensten Menschen und w\u00e4chst an den Herausforderungen, die sich ihm stellen. Basierend auf Raynor Winns autobiografischem Bestseller von 2018 bietet \u00bbDer Salzpfad\u00ab exakt das, was das Publikum von einer ad\u00e4quaten Verfilmung erwarten darf: Erkenntnisse \u00fcber das Leben und die Liebe inmitten grandioser Landschaften, getragen von einem gro\u00dfartigen und uneitlen Darstellerduo. \u00bbAkte X\u00ab-Ikone Gillian Anderson ist als ebenso liebevolle wie starke Raynor eine Protagonistin nach Ma\u00df, w\u00e4hrend der sonst oft als Fiesling besetzte Jason Isaacs aus den \u00bbHarry Potter\u00ab-Filmen als Moth zeigt, dass ihm auch eine sympathische Hauptrolle mit Galgenhumor gut zu Gesicht steht. PETER HOCH<\/p>\n<p>\u00bbDer Salzpfad\u00ab: ab 17.7., Cineplex, Passage-Kinos, Regina- Palast<\/p>\n<\/p>\n<p>Die britische Malerin Leonora Carrington (1917\u20132011) zieht Ende der 1930er Jahre nach Paris. Dort geht sie eine komplizierte Liebesbeziehung mit Max Ernst ein, durch den sie Zugang zum Kreis der Pariser Surrealisten erh\u00e4lt. Sie verweigert sich dem Mythos der Muse und eckt so mit der m\u00e4nnerdominierten Kunstszene an, verschafft sich jedoch durch ihre eigene Bildsprache zunehmend Respekt. Wie die meisten Frauen und K\u00fcnstlerinnen dieser Zeit muss Carrington sich gegen Repressionen behaupten, die sie letztlich in eine spanische Nervenklinik f\u00fchren, wo sie schwer misshandelt wird. Ihre Selbstbehauptung findet Carrington schlie\u00dflich in ihren Bildern und in Mexiko, wo sie ab 1951 lebt und arbeitet. Die Aufnahmen dieser Episode sind von sattem Gr\u00fcn und langen Einstellungen gepr\u00e4gt, ihr Stil verschmilzt dort europ\u00e4ischen Surrealismus mit mesoamerikanischer Kultur und \u00bbredefiniert eine lange verlorene weibliche Spiritualit\u00e4t\u00ab. Carringtons surrealistische Bildsprache wird im Film durch magisch-realistische Elemente und surreale Einsch\u00fcbe \u00fcbersetzt, was nur teilweise gelingt. Dennoch \u00fcberzeugen einige literarisch anmutende Dialoge und die atmosph\u00e4rische Dichte der Inszenierung. Es bleibt die Frage offen, wie dr\u00e4ngend die Verfilmung der Buchvorlage von Michaela Carter war. Leonora Carrington verdient jedoch ohne Zweifel eine gro\u00dfe (Kino-)Leinwand. GRETA JEBENS<\/p>\n<p>\u00bbLeonora im Morgenlicht\u00ab: ab 17.7., Passage-Kinos, Schauburg<\/p>\n<\/p>\n<p>Weitere Filmtermine der Woche<\/p>\n<p><strong>Der Weedtrain der never ancame<\/strong><br \/>D 2025, 45 min<\/p>\n<p>Eine Kartoffel-Western-Mockumentary \u00fcber den Untergang der Industriekultur in den quirligen Zeiten der Cannabislegalisierung.<\/p>\n<p>Kinobar Prager Fr\u00fchling, 17.07. 20:00 (mit G\u00e4sten und Gespr\u00e4ch)<\/p>\n<p><strong>Eraserhead<br \/><\/strong>USA 1977, R: David Lynch, D: Jack Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph, 89 min<\/p>\n<p>Der Nobody Henry und seine Freundin Mary bekommen ein Kind. Das ist allerdings ein wahres Monstrum und l\u00e4sst das Paar einen Albtraum erleben, aus dem es nur ein b\u00f6ses Erwachen geben kann.<\/p>\n<p>Sommerkino auf der Feinkost, 18.07. 21:30 (In Memoriam David Lynch, OmU)<\/p>\n<p><strong>Harry Potter und der Stein der Weisen<br \/><\/strong>USA\/GB 2001, R: Chris Columbus, D: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, 152 min<\/p>\n<p>Wie alles begann: Das erste Abenteuer von Harry Potter und seinen neuen Freunden.<\/p>\n<p>Filmn\u00e4chte Scheibenholz, 18.07. 21:30<\/p>\n<p><strong>Shorts Attack: Cannes Shorts<\/strong><\/p>\n<p>Das Shorts Attack Kurzfilmprogramm pr\u00e4sentiert in diesem Monat eine Auswahl au\u00dfergew\u00f6hnlicher Kurzfilme aus dem Cannes Wettbewerb 2022.<\/p>\n<p>Kinobar Prager Fr\u00fchling, 18.07. 20:30 (OmU)<\/p>\n<p><strong>Balomania<\/strong><br \/>DK\/E 2024, Dok, R: Sissel Morell Dargis, 133 min<\/p>\n<p>Ein Geheimbund von riesigen Hei\u00dfluftballonbauern in Brasilien riskiert alles, um ihre illegalen Meisterwerke zu bauen und zu fliegen.<\/p>\n<p>Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 24.07. 21:45 (DOK Leipzig Sommerkino, OmeU)<\/p>\n<p><strong>Das Fest<br \/><\/strong>DK 1998, R: Thomas Vinterberg, D: Ulrich Thomsen, Paprika Steen, Thomas Bo Larsen, 101 min<\/p>\n<p>Das Fest zum 60. Geburtstag eines d\u00e4nischen Hoteliers im gro\u00dfen Kreis ger\u00e4t zur Familientrag\u00f6die, als der \u00e4lteste Sohn Schockierendes \u00fcber den Jubilar enth\u00fcllt.<\/p>\n<p>Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 25.07. 21:45 (OmU)<\/p>\n<p>\u200b<\/p>\n<p><strong>Dirty Dancing<\/strong><\/p>\n<p>Eine Tochter aus gutem Hause verliebt sich in einem Ferienhotel in den sechziger Jahren in einen T\u00e4nzer. Rhythmische Romanze, die inzwischen ebenso Kultstatus genie\u00dft wie ihr Soundtrack. <\/p>\n<p>Filmn\u00e4chte Scheibenholz, 19.07. 21:30<\/p>\n<p><strong>Treppenkino Open Air<\/strong><\/p>\n<p>Handverlesene Filmcollagen, liebevoll von Schaub\u00fchnen-Mitarbeitern und -mitarbeiterinnen zusammengestellt.<\/p>\n<p>Schaub\u00fchne Lindenfels, 21.07. 21:45<\/p>\n<p><strong>Sep Ruf \u2013 Architekt der Moderne<\/strong><br \/>D 2024, Dok, R: Johann Betz, 96 min<\/p>\n<p>Dokumentarfilm \u00fcber den 1982 verstorbenen Architekten Franz Joseph \u00bbSep\u00ab Ruf, der in seiner Jahrzehnte umspannenden Karriere mehr als 300 Geb\u00e4ude gebaut hat.<\/p>\n<p>Passage-Kinos, 20.07. 13:00 (EinBLICK)<\/p>\n<p><strong>Vermiglio<\/strong><br \/>I\/F\/B 2024, R: Maura Delpero, D: Tommaso Ragno, Roberta Rovelli, Martina Scrinzi, 119 min<\/p>\n<p>Vor dem eindrucksvollen Alpenpanorama erz\u00e4hlt Maura Delpero in ihrem preisgekr\u00f6nten Film eine Familiengeschichte in den 1940ern aus der Perspektive von Frauen.<\/p>\n<p>Passage-Kinos, 20.07. 16:00 (Sonntags-Preview)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00bbWilma will mehr\u00ab ist eine charmante Tragikom\u00f6die mit hinrei\u00dfender Hauptdarstellerin, gedreht in Leipzig und der Lausitz. 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