{"id":272967,"date":"2025-07-17T18:02:10","date_gmt":"2025-07-17T18:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272967\/"},"modified":"2025-07-17T18:02:10","modified_gmt":"2025-07-17T18:02:10","slug":"sanierung-verzoegert-sich-stadtkasse-bremst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/272967\/","title":{"rendered":"Sanierung verz\u00f6gert sich \u2013 Stadtkasse bremst"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Wie geht&#8217;s weiter am Viktualienmarkt? Das muss der M\u00fcnchner Stadtrat entscheiden. Im Hintergrund streiten H\u00e4ndler und das Rathaus.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Es ist noch ruhig an diesem Morgen auf dem Viktualienmarkt. Eine Frau zieht ihren Einkaufstrolley \u00fcbers Kopfsteinpflaster, w\u00e4hrend sie neugierig auf die \u00fcppigen Auslagen der Obst- und Gem\u00fcseh\u00e4ndler blickt. Neben ihr haben zwei Touristen die Smartphones gez\u00fcckt \u2013 f\u00fcr ein Erinnerungsfoto an ihren Besuch auf M\u00fcnchens gr\u00f6\u00dftem und bekanntesten Lebensmittelmarkt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dass dieses Kleinod im Herzen der Altstadt marode ist und dringend einer Sanierung bedarf, ist auf den ersten Blick nicht zu sehen. Genauso wenig sp\u00fcrt man hier, dass es Streit um die Zukunft und die Kultur des Marktes gibt. Er entwickelt sich zunehmend in eine Art Food-Court mit vielerlei Essensangeboten und zu einem Ort, an dem man sich vorwiegend zum Trinken trifft. Traditionalisten nennen den Viktualienmarkt deshalb auch Fressmeile und Saufmarkt, wenn sie \u00fcber das zwei Hektar gro\u00dfe Gel\u00e4nde nahe dem Marienplatz sprechen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">140 St\u00e4nde gibt es dort \u2013 und einer davon geh\u00f6rt Marco Stohr, der an diesem Morgen ausnahmsweise nicht zwischen Kisten voller Bananen, Brokkoli und Blutorangen steht. Denn der Obst- und Gem\u00fcseh\u00e4ndler, der seit 2024 Sprecher der Interessengemeinschaft Viktualienmarkt (IGV) ist, weilt auf der Empore des Sitzungssaals im M\u00fcnchner Rathaus, wo es eigentlich um die Sanierungspl\u00e4ne f\u00fcr den \u00fcber 200 Jahre alten Lebensmittelmarkt gehen soll.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch der Kommunalausschuss des Stadtrats vertagt an diesem Donnerstag das Thema kurzerhand in die Vollversammlung. Nun wird sie also Ende Juli \u00fcber die Renovierung und damit auch \u00fcber die Zukunft des Viktualienmarkts entscheiden. Aus Sicht von Marco Stohr &#8222;muss die Sanierung jetzt endlich mal losgehen, nachdem wir f\u00fcnfzehn Jahre lang \u00fcber Konzepte gesprochen haben&#8220;, so der Marktsprecher.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Tats\u00e4chlich stellte das Kommunalreferat bereits 2011 fest, dass die Bausubstanz der St\u00e4nde marode und die Technik veraltet ist. Zudem fehlen laut Stohr Lagerm\u00f6glichkeiten, Aufenthaltsbereiche f\u00fcr Mitarbeiter und vor allem Toiletten. Um diese M\u00e4ngel zu beheben, wird im Rathaus seit Jahren an einem Sanierungskonzept gefeilt \u2013 allein geschehen ist bislang nichts.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Dabei hat der Stadtrat 2018 eine Renovierung des Viktualienmarkts im gro\u00dfen Stil beschlossen. Doch in Zeiten knapper Kassen wird man sich davon nun voraussichtlich verabschieden. Vielmehr zeichnet sich eine abgespeckte Sanierung in mehreren Schritten ab. Laut Sitzungsvorlage f\u00fcr den Kommunalausschuss soll es mit der Abteilung 2 losgehen, also dem Bereich rund um das &#8222;Caf\u00e9 Nymphenburg&#8220; im Westen des Areals. Dort sollen ab 2027 \u2013 zuvor m\u00fcssen die Stadtwerke M\u00fcnchen noch eine Fernw\u00e4rmeleitung verlegen \u2013 die St\u00e4nde saniert und neue Kellerr\u00e4ume angelegt werden, unter anderem f\u00fcr Toiletten und Lager.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ist dieser Bereich einmal hergerichtet, werden schrittweise die anderen Abteilungen folgen, so der Plan. F\u00fcr ein solches schrittweises Vorgehen spricht sich auch Marco Stohr aus. Dadurch bliebe nicht nur der Betrieb am Viktualienmarkt ohne allzu gro\u00dfe Einschr\u00e4nkungen gew\u00e4hrleistet, sondern der Startschuss w\u00e4re auch ein Zeichen an die H\u00e4ndler, &#8222;dass endlich was passiert&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wie gro\u00df der Sanierungsbedarf vielerorts ist, kann Stohr aus eigener Erfahrung berichten: &#8222;Mein Keller ist viel zu klein und zu niedrig, die ganze Technik ist kaputt und veraltet. Und jeden Tag stehen hier Leute und fragen nach Toiletten.&#8220; Scheitern k\u00f6nnten die Sanierungspl\u00e4ne freilich noch an einem nicht ganz unwichtigen Punkt \u2013 dem Geld. Denn auch die abgespeckte Version schl\u00e4gt mit gesch\u00e4tzten 20 Millionen Euro zu Buche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie geht&#8217;s weiter am Viktualienmarkt? Das muss der M\u00fcnchner Stadtrat entscheiden. 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