{"id":273134,"date":"2025-07-17T19:32:16","date_gmt":"2025-07-17T19:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273134\/"},"modified":"2025-07-17T19:32:16","modified_gmt":"2025-07-17T19:32:16","slug":"wohnhausanbau-in-aachen-von-aretz-duerr-architektur-auf-alle-eventualitaeten-vorbereitet-architektur-und-architekten-news-meldungen-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273134\/","title":{"rendered":"Wohnhausanbau in Aachen von Aretz D\u00fcrr Architektur \/ Auf alle Eventualit\u00e4ten vorbereitet &#8211; Architektur und Architekten &#8211; News \/ Meldungen \/ Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Irgendwann st\u00f6\u00dft ein Einfamilienhaus eben an seine Grenzen. Die Kinder sind ausgezogen, die H\u00e4lfte des Hauses ungenutzt \u0096 R\u00e4ume zu vermieten geht aber nicht, weil keine getrennte Treppe existiert. Vielleicht wird auch die Treppe an sich im Alter zu beschwerlich. Oder aber die Kinder wollen gar mit Enkelkindern wieder einziehen. Um f\u00fcr all solche Eventualit\u00e4ten gewappnet zu sein, beauftragten die Besitzer*innen einer Doppelhaush\u00e4lfte in Aachen  <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/architekten\/Aretz_Duerr_Architektur_7538643.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aretz D\u00fcrr Architektur<\/a>  (K\u00f6ln). Sie sollten das Haus zukunftstauglich machen.<\/p>\n<p>Der Bestand aus den 1960er Jahren sei ein \u0084charmant und mager gebautes\u0093 Haus, aber in ausgezeichnetem Zustand, so die Architekt*innen. Daher bauten sie es nicht um, sondern stellten eine Erweiterung an die Giebelseite. Wobei Erweiterung in diesem Fall keineswegs blo\u00df baulich gemeint ist, sondern auch programmatisch. Denn das Haus kann nun sowohl horizontal als auch vertikal geteilt werden. Aufgrund seiner Hanglage war es zuvor nicht barrierefrei erreichbar. \u00dcber einen Steg schlie\u00dft das Obergeschoss des Anbaus jetzt direkt ans Stra\u00dfenniveau an und bietet einen zweiten Zugang, etwa f\u00fcr eine Einliegerwohnung. F\u00fcr die Energieversorgung wird die bestehende Haustechnik genutzt.<\/p>\n<p>Vorerst dient den Bauherr*innen das Haus H \/\/ 46, so der Projektname, allerdings als Erweiterung ihrer eigenen Wohnbed\u00fcrfnisse. Oben ist momentan ein Atelier eingerichtet, das untere Geschoss bezeichnen Aretz D\u00fcrr als \u0084Gartensaal\u0093. Der knapp vier Meter hohe Raum ist im Gegensatz zum Obergeschoss unbeheizt und unged\u00e4mmt. Er funktioniert wie ein klassischer Wintergarten, als energetischer Pufferraum. Die W\u00e4nde bestehen lediglich aus Aluminium-Wellblech, die Fenster sind einfachverglast. Aufgrund der S\u00fcdausrichtung wird es im Winter warm, die einfachen Betonbordsteine f\u00fcr den Boden bieten gen\u00fcgend Speichermasse, erkl\u00e4rt Sven Aretz.\u00a0<\/p>\n<p>Und an hei\u00dfen Sommertagen? Da zieht man die au\u00dfenliegenden Vorh\u00e4nge zu, die eigentlich aus dem Gew\u00e4chshausbau stammen. Sie bestehen aus einem Gewebe, in das Alustreifen eingearbeitet sind. So reflektieren sie das Sonnenlicht und bleiben dennoch transluzent. Der Raum hat Werkstattcharakter. Daf\u00fcr sorgt unter anderem das hangseitige Halbgeschoss, unter dem sich reichlich Stauraum bietet. F\u00fcr die Bauherr*innen sei dieser Gartensaal zum Allesk\u00f6nner im Alltag geworden. Hier werde durchaus gebacken oder der morgendliche Kaffee getrunken, unabh\u00e4ngig von der Jahreszeit. K\u00fcnftig soll noch eine Sauna eingebaut werden. Die Architekt*innen sprechen von einem Bindeglied, denn der Raum schlie\u00dft an die Terrasse als auch an den Keller und die K\u00fcche im Erdgeschoss des Bestands an.\u00a0<\/p>\n<p>Die Bauweise ist bei Aretz D\u00fcrr <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wohnhaus_in_Nuembrecht_von_Aretz_Duerr_Architektur_7314088.html\" target=\"_parent\" rel=\"noopener\">gewohnt schlicht und schlank<\/a>. Sie lie\u00dfen ein Holzskelett auf acht mal sieben Meter errichten, mit klar nachvollziehbaren Details. Fassaden entwirft das B\u00fcro gewisserma\u00dfen gar nicht. Vielmehr definieren sie geschlossene und offene Seiten. \u0084Der Grundriss ist die beste Fassade\u0093, sagt Aretz dazu. Das \u00e4u\u00dfere Gesicht ergibt sich als logische Konsequenz. Da sie aber auf m\u00f6glichst einfache Konstruktion achten, k\u00f6nne man die Fassade auch jederzeit austauschen \u0096 Stichwort Eventualit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Im aktuellen Zustand sind die geschlossenen Fl\u00e4chen wie bei fr\u00fcheren Projekten schon in hinterl\u00fcftetes Wellblech geh\u00fcllt. Die offene S\u00fcdseite bekam eine zweite Schicht, die f\u00fcr anpassbaren Sonnenschutz sorgt. In paradigmatischer Weise hatten Aretz D\u00fcrr dieses Prinzip bei ihrem <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wohnhaus_in_Biberach_von_Aretz_Duerr_Architektur_7533636.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anbau in Biberach<\/a> umgesetzt. Angesichts der damaligen Radikalit\u00e4t ging das B\u00fcro mit dem Aachener Projekt fast schon locker um. An der Giebelseite befindet sich ein einzelnes Fenster! (mh)<\/p>\n<p>Fotos: <a href=\"https:\/\/www.luca-claussen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Luca Claussen<\/a> <\/p>\n<p class=\"bold\">Zum Thema:<\/p>\n<p>Das Projekt erinnert auch an einen <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wohnhausanbau_in_Berlin_von_Supertype_Group_9722595.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anbau in Berlin<\/a> von Supertype Group.\u00a0<\/p>\n<p class=\"bold\">Zu den Baunetz Architekt*innen:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz-architekten.de\/aretz-duerr-architektur\/7538643\" class=\"lightgrey underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aretz D\u00fcrr Architektur<\/a><br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\tKommentare:<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wohnhausanbau_in_Aachen_von_Aretz_Duerr_Architektur_9986546.html?backurl=https%3A%2F%2Fwww.baunetz.de%2Fmeldungen%2Findex.html&amp;action=kommentieren\" class=\"lightgrey underline unvisible_print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentar (1) lesen \/ Meldung kommentieren<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Irgendwann st\u00f6\u00dft ein Einfamilienhaus eben an seine Grenzen. 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