{"id":273257,"date":"2025-07-17T20:42:10","date_gmt":"2025-07-17T20:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273257\/"},"modified":"2025-07-17T20:42:10","modified_gmt":"2025-07-17T20:42:10","slug":"muenchen-eroeffnet-xxl-radlogistikhub-lastenraeder-cargobikes-etc-citylogistik-umwelt-klimaschutz-und-nachhaltigkeit-news-logistra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273257\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen er\u00f6ffnet XXL-Radlogistikhub &#8211; Lastenr\u00e4der (Cargobikes, etc.), Citylogistik, Umwelt-, Klimaschutz und Nachhaltigkeit | News | LOGISTRA"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem die Stadt M\u00fcnchen im M\u00e4rz die Ausweitung der Radlogistik beschlossen hatte, ist jetzt der neue XXL-Radlogistikhub auf dem Gel\u00e4nde der ehemaligen Paketposthalle im Beisein der Stadtspitze sowie Verantwortlichen aus der Logistik er\u00f6ffnet worden. Auf einer Fl\u00e4che von \u00fcber 2.000 Quadratmetern entstand im Untergeschoss des Areals der gr\u00f6\u00dfte anbieteroffene Radlogistik-Hub Deutschlands, in dem verschiedene Logistik- und Lastenrad-Serviceunternehmen unter einem Dach vereint sind. Die Fl\u00e4che wird vom Mobilit\u00e4tsreferat angemietet und an (Rad-)Logistikunternehmen untervermietet. Dabei handelt es sich um einen Teil des Zwischennutzungsprojekts &#8222;Pineapple Park&#8220;. Die Kosten f\u00fcr das neue Radlogistik-Areal k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Projektlauf- zeit von 2025 bis 2027 durch Mieteinnahmen sowie Projektmittel aus dem EU-Projekt metaCCAZE gedeckt werden.<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD), Mobilit\u00e4tsreferent Georg Dunkel und der Referent f\u00fcr Arbeit und Wirtschaft Christian Scharpf warfen bei einem Presserundgang einen Blick hinter die Kulissen des neuen Hubs. Ebenfalls dabei ist Stefan Behrendt, Managing Director Food Logistics bei Dachser, der das Pilotprojekt zur K\u00fchllogistik mit Lastenr\u00e4dern bei\u00a0Dachser Food Logistics vorstellt. Hier werden erstmals bei dem Allg\u00e4uer Logistiker K\u00fchlwaren per Lastenrad bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><strong>Premiere f\u00fcr K\u00fchllogistik mit Lastenrad<\/strong><\/p>\n<p>Zum Einsatz kommt eine aktive K\u00fchlung vom Denso-Spin-Off GreenZen Solutions, die eine geschlossene K\u00fchlkette garantiert und aktuell 20 Kilometer Radius mit einer Tour sicherstellt. Knapp 200 K\u00fchlsendungen seien bereits zugestellt worden, weitere Optimierungen im Gange. Derzeit dient noch eine Wechselbr\u00fccke als &#8222;K\u00fchllager&#8220;, perspektivisch ist eine Halle im Hub daf\u00fcr vorgesehen. Die Impulse f\u00fcr diese L\u00f6sungen k\u00e4men auch von den Kunden, wie ebenso von der Europ\u00e4ischen Union &#8211; und aus der staureichen Realit\u00e4t in M\u00fcnchen, berichtete Behrendt. Daneben sind auch Unternehmen wie B4B Logistics, GLS und Pacflix an dem neuen Standort aktiv. Weitere Gespr\u00e4che, etwa mit UPS und Amazon liefen vielversprechend, so die Verantwortlichen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Letzte Meile per Bike findet der OB prima<\/strong><\/p>\n<p>Das M\u00fcnchner Stadtoberhaupt, der sich selbst outete, nicht unbedingt ein Fahrradfreund zu sein, zeigte sich \u00fcberzeugt, dass gewerblich genutzte Lastenr\u00e4der einen wichtigen Teil zur Entlastung des dichten Verkehrs in der Landeshauptstadt beitragen k\u00f6nnten. Die letzte Meile per Bike zur\u00fcckzulegen, spare viele Lkw und reduziere gef\u00e4hrliche Situationen durch Parken in zweiter Reihe, so Reiter. Er h\u00e4lt die Anwendung dar\u00fcber hinaus nicht nur f\u00fcr Paketdienste, sondern auch f\u00fcr viele Gewerbe und das Handwerk f\u00fcr sinnvoll. Gewerblich genutzte Lastenr\u00e4der seien keine Nischenanwendung mehr, konstatierte auch Mobilit\u00e4tsreferent Georg Dunkel im Hinblick auf die steigenden Ums\u00e4tze der Radlogistiker, 2024 bei 190 Mio. Euro. Dadurch seien 2.200 Tonnen CO2 gespart worden und 8,5 Mio. Kilometer per Lastenrad absolviert.<\/p>\n<p><strong>Verlagerung aufs Bike kann Lieferzonen entlasten<\/strong><\/p>\n<p>Wirtschaftsreferent Scharpf sieht die Lastenradlogistik auch als Attraktivierungsfaktor f\u00fcr den Wirtschaftsstandort. Bei hohem Zuzug nach M\u00fcnchen wachse der Raum nicht mit, deshalb brauche es innovative Ans\u00e4tze und L\u00f6sungen. Das Gros der G\u00fcter werde zwar wohl weiter per Lkw transportiert werden m\u00fcssen, doch Lastenr\u00e4der seien eine wichtige Erg\u00e4nzung und Entlastung, insbesondere auch in der dichten Altstadt. Zudem k\u00f6nne die Verlagerung von Teilen des Wirtschaftsverkehrs aufs Rad wiederum f\u00fcr Entlastung der Liefer- und Ladezonen sorgen. Projektverantwortliche Christiane Behrisch betonte, das Vorhaben sei vor allem auch von Unternehmen gew\u00fcnscht und werde sich bei Vollvermietung selbst tragen. Gleichwohl sei als Anschub und speziell f\u00fcr Start-ups die F\u00f6rderung wichtig und essentiell.\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcber zehnfache Fl\u00e4che\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der neue Hub ist die um das zehnfache skalierte Variante des ersten Radlogistikhubs, der im August 2023 im Rahmen der kommunalen Teilstrategie \u201eWirtschaftsverkehr&#8220; am Viehhof er\u00f6ffnet wurde. Der Standort hat sich rasch etabliert und bew\u00e4hrt: Nach eigenen Aussagen konnten die Unternehmen in den letzten Monaten bis zu 30 Prozent Zeit auf der sogenannten \u201eletzten Meile\u201c der Zustellung einsparen, da Parkplatzsuche und Stauzeiten entfallen. Insgesamt konnten so bereits in den ersten neun Monaten des Radlogistik-Betriebs am Viehhof bereits 8.000 Stunden Standzeit im \u00f6ffentlichen Raum reduziert und 260.000 Sendungen ausgeliefert werden, wie man im M\u00e4rz 2025 bilanzierte. Gleichzeitig entlastet die Radlogistik die Lieferzonen in der Innenstadt. Nach allen Erfahrungen lassen sich mit 15 Lastenr\u00e4dern zehn Transporter ersetzen, res\u00fcmierte Dunkel.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Idealer Standort in einstigem Postareal<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts dieser Erfolge h\u00e4tten immer mehr Logistikunternehmen Interesse gezeigt, die Zustellung per Lastenrad innerhalb des Mittleren Rings auszubauen, wof\u00fcr es neue, gr\u00f6\u00dfere Umschlagpl\u00e4tze braucht. Auf dem neuen, weitl\u00e4ufigen, unterirdischen Areal, das fr\u00fcher die Post f\u00fcr die Brieflogistik nutzte, existieren bereits Verkehrswege, Anfahrtsrampen, Sozialr\u00e4ume, die gemeinschaftlich genutzt werden k\u00f6nnen. Zudem sollen sich auch Serviceunternehmen, wie etwa Wartungs- und Werkstattpartner, einmieten. Au\u00dferdem will man Showroom-Fl\u00e4chen f\u00fcr Lastenradhersteller integrieren, um Gewerbetreibenden die Vorz\u00fcge des Lastenradeinsatzes praxisnah und zum Testen demonstrieren zu k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eM\u00fcnchen ist Online-Shopping-Hauptstadt, in keiner anderen Stadt werden so viele Pakete und P\u00e4ckchen ausgeliefert wie bei uns, so die Statistik. Das sorgt f\u00fcr viel Lieferverkehr, und daf\u00fcr brauchen wir innovative L\u00f6sungen. Immer mehr Logistiker setzen auf die innerst\u00e4dtische Anlieferung per Cargobike. Der gro\u00dfe Vorteil der Lastenr\u00e4der ist, dass sie nicht im Stau stecken bleiben und die Parkplatzsuche einfacher ist. Das spart den Unternehmen Zeit und Geld. Der M\u00fcnchner Radlogistik-Hub ist eine echte Erfolgsgeschichte. Ich freue mich, dass wir sie jetzt mit dem XXL-Hub fortschreiben&#8220;, erkl\u00e4rte B\u00fcrgermeister Dominik Krause nach dem Beschluss im M\u00e4rz.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ideengeber f\u00fcr den Showroom war hier ebenfalls Peter Bl\u00f6sl von B4B Logistics, der es f\u00fcr essentiell h\u00e4lt, auch das Handwerk f\u00fcr den Lastenradeinsatz zu gewinnen. Es gelte, Vorurteile abzubauen und vielleicht f\u00fcr den Start mal ein Lastenrad zu den sonstigen Transportern in der Flotte zu nehmen, so Bl\u00f6sl beim Rundgang. Geplant sind auch Gewerbeschauen oder kleine Hausmessen, um die Branchen gezielt anzusprechen. Man wolle die L\u00fccken schlie\u00dfen, die es bisher gebe.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Radlogistik ist schon heute attraktiv<\/strong><\/p>\n<p>Aus Sicht von Mobilit\u00e4tsreferent Georg Dunkel sei die Radlogistik in M\u00fcnchen schon heute so attraktiv f\u00fcr die Unternehmen, dass man schon eineinhalb Jahre nach der Er\u00f6ffnung des ersten Radlogistik-Hubs am Viehhof nun noch eine zweite, zehnmal gr\u00f6\u00dfere Radlogistik-Drehscheibe in Angriff nehme. Ausdr\u00fccklich w\u00fcrdigte er die Unterst\u00fctzung der IHK bei der Suche nach einer passenden Fl\u00e4che.<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Dass wir diese vor allem auch dank der F\u00f6rderung des EU-Projekts metaCCAZE f\u00fcr den st\u00e4dtischen Haushalt kostenneutral umsetzen k\u00f6nnen, ist dabei eine gro\u00dfe Erleichterung \u2013 und ein wichtiger Beitrag f\u00fcr die F\u00f6rderung des nachhaltigen Wirtschaftsverkehrs in M\u00fcnchen\u201c, erkl\u00e4rte Dunkel im M\u00e4rz.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nachdem die Stadt M\u00fcnchen im M\u00e4rz die Ausweitung der Radlogistik beschlossen hatte, ist jetzt der neue XXL-Radlogistikhub auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273258,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,81932,29,81931,30,70291,81930,1268,14,15,383],"class_list":{"0":"post-273257","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-citylogistik","10":"tag-deutschland","11":"tag-etc","12":"tag-germany","13":"tag-klimaschutz-und-nachhaltigkeit","14":"tag-lastenraeder-cargobikes","15":"tag-muenchen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-umwelt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114870520657611932","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273257\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}