{"id":273498,"date":"2025-07-17T22:52:34","date_gmt":"2025-07-17T22:52:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273498\/"},"modified":"2025-07-17T22:52:34","modified_gmt":"2025-07-17T22:52:34","slug":"dollar-verfall-gefaehrdet-gewinne-grosser-europaeischer-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273498\/","title":{"rendered":"Dollar-Verfall gef\u00e4hrdet Gewinne gro\u00dfer europ\u00e4ischer Unternehmen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"yf-1090901\">(Bloomberg) &#8212; Der schw\u00e4chere Dollar wird sich bald in den Ergebnissen europ\u00e4ischer Unternehmen niederschlagen und ein wichtiges Thema w\u00e4hrend dieser Berichtssaison sein.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Der Euro ist seit Anfang 2025 gegen\u00fcber dem Dollar um fast 13% gestiegen, das Pfund Sterling hat um fast 8% zugelegt. Der Bloomberg-Dollar-Index ist seit seinem H\u00f6chststand im Januar um 9% gefallen und liegt nun nahe dem niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">F\u00fcr europ\u00e4ische Large Caps, die mehr als ein Viertel ihres Umsatzes in Nordamerika erzielen, k\u00f6nnen die Gewinneinbu\u00dfen erheblich sein. Noch schlimmer ist es f\u00fcr Unternehmen, die keine soliden Absicherungsstrategien haben, um sich gegen W\u00e4hrungsschwankungen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Ein Anstieg des Euro-Dollar-Kassakurses um 10% k\u00f6nnte laut einer Citi-Analyse zu einem R\u00fcckgang der europ\u00e4ischen Gewinne um etwa 2% f\u00fchren. Mit Blick auf die Gewinnentwicklung von Aktienindizes in den USA, Kanada, China sowie f\u00fcr breitere Schwellenl\u00e4nderindizes sind W\u00e4hrungsschwankungen weniger problematisch, da diese zu 72 bis 85% auf den Binnenmarkt ausgerichtet sind, gegen\u00fcber 40% beim europ\u00e4ischen Stoxx 600.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u201cDer Dollar durchlebt aufgrund der Finanz- und Handelspolitik von (US-Pr\u00e4sident Donald) Trump ein schreckliches Jahr\u201c, sagte Susana Cruz, Strategin bei Panmure Liberum. \u201cAuf der Verliererseite stehen amerikanische Produzenten, die von importierten Vorleistungen abh\u00e4ngig sind, Unternehmen, die in die USA exportieren, insbesondere solche, die mit Z\u00f6llen belegte Fertigwaren verkaufen, sowie ausl\u00e4ndische Investoren, die auf Dollar lautende Verm\u00f6genswerte halten.\u201d<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Die am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Sektoren sind laut Cruz die Gesundheitsbranche, Konsumdienstleistungen und -produkte, Luxusg\u00fcter und Software. Finanzdienstleistungen, Immobilien und Versicherungen scheinen dagegen relativ abgeschirmt zu sein, da ihre Ums\u00e4tze nur begrenzt von der Volatilit\u00e4t des Dollars betroffen sind.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Exporteure werden die Auswirkungen wahrscheinlich st\u00e4rker zu sp\u00fcren bekommen. Der Essener Chemiekonzern Brenntag hat am Montag seine Prognosen f\u00fcr das Gesamtjahr gesenkt und dies mit dem ung\u00fcnstigen Euro-Dollar-Wechselkurs seit Beginn des zweiten Quartals begr\u00fcndet. Nach Bloomberg-Daten erzielt das Unternehmen 32% seines Umsatzes in Nordamerika.<\/p>\n<p> Story Continues <\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">F\u00fcr die Berichtssaison in Europa haben Analysten ihre Erwartungen nach unten korrigiert und rechnen nun mit Gewinnr\u00fcckg\u00e4ngen. Damit liegt die Messlatte f\u00fcr die Unternehmen bereits niedrig, doch wenn sich der negative Trend fortsetzt, k\u00f6nnten weitere Herabstufungen folgen. Und obwohl ein starker Euro normalerweise R\u00fcckenwind f\u00fcr europ\u00e4ische Aktien bedeutet, hat sich diese Korrelation in letzter Zeit abgeschw\u00e4cht.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Der Anteil der \u00fcber den Erwartungen liegenden Gewinne pro Aktie d\u00fcrfte in dieser Saison aufgrund der j\u00fcngsten Euro-St\u00e4rke dichter in Richtung 50% sinken. Der langfristige Durchschnitt lag bislang bei 53%, so die Strategen der Bank of America um Andreas Bruckner.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Laut den Experten erwarten Sell-Side-Analysten einen R\u00fcckgang der Gewinne pro Aktie innerhalb des Stoxx 600 um 3% gegen\u00fcber dem Vorjahr. Das w\u00e4re der st\u00e4rkste R\u00fcckgang seit f\u00fcnf Quartalen. Der prim\u00e4re Grund daf\u00fcr ist der Umsatzr\u00fcckgang aufgrund der schw\u00e4cheren Nachfrage. Der zweite Grund ist die St\u00e4rke des Euro, dessen handelsgewichteter Index im Zeitraum April bis Juni um 3,5% gegen\u00fcber dem Vorjahr gestiegen ist und damit den h\u00f6chsten Stand seit f\u00fcnf Quartalen erreicht hat, so das BofA-Team.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Obwohl sich der Dollar in den letzten Tagen stabilisiert hat, erwarten viele eine anhaltende Schw\u00e4che. Die Strategen von Goldman Sachs um Peter Oppenheimer prognostizieren einen fortgesetzten Abwertungstrend f\u00fcr die W\u00e4hrung, der die europ\u00e4ischen Unternehmensgewinne belasten w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u201cEin schw\u00e4cherer Dollar hat die europ\u00e4ischen Aktien belastet \u2014 und das wird auch so bleiben\u201d, schrieb das Team.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Ein Goldman-Korb europ\u00e4ischer Aktien mit hohen Dollarums\u00e4tzen hat in diesem Jahr rund neun Prozentpunkte schlechter abgeschnitten als der Stoxx Europe 600. Zu der Gruppe geh\u00f6ren unter anderem die Deutsche Telekom, Roche, BP, British American Tobacco und EssilorLuxottica.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Die Auswirkungen auf die Unternehmen werden auch davon abh\u00e4ngen, inwieweit sie sich gegen W\u00e4hrungsschwankungen abgesichert haben. So sind beispielsweise Luxusaktien tendenziell dem Dollar ausgesetzt, doch die Gewinneinbu\u00dfen werden nicht einheitlich ausfallen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Die Ergebnisse der Modemarke Brunello Cucinelli wurden am Freitag vom Markt positiv aufgenommen: Das Unternehmen verzeichnete in allen Regionen ein zweistelliges Wachstum und hatte keine W\u00e4hrungsprobleme. Das Unternehmen arbeite stets mit einem prognostizierten Wechselkurs, bevor es eine Kollektion herausbringe, sagte der Vorstandschef in einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u201cUnternehmen mit fortschrittlichen Absicherungsprogrammen schneiden in der Regel besser ab\u201d, so die Strategen von Morgan Stanley unter der Leitung von Marina Zavolock. Das Team stellte fest, dass 38% der MSCI Europe-Mitglieder \u00fcber solche Programme verf\u00fcgen. Die Sektoren Software, Luft- und Raumfahrt, Automobil und Luxusg\u00fcter h\u00e4tten die fortschrittlichsten Strategien zur Absicherung von Wechselkursrisiken.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u00dcberschrift des Artikels im Original:Dollar\u2019s Slide Imperils Earnings for Large-Cap European Firms<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u00a92025 Bloomberg L.P.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Bloomberg) &#8212; Der schw\u00e4chere Dollar wird sich bald in den Ergebnissen europ\u00e4ischer Unternehmen niederschlagen und ein wichtiges Thema&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273499,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,19105,82009,15830,548,663,158,82011,82010,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-273498","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bloomberg","11":"tag-der-bloomberg-dollar-index","12":"tag-dollar","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europaeischer-aktien","17":"tag-europaeischer-unternehmen","18":"tag-europe","19":"tag-european-union","20":"tag-headlines","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114871031750718421","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273498"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273498\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}