{"id":273577,"date":"2025-07-17T23:33:40","date_gmt":"2025-07-17T23:33:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273577\/"},"modified":"2025-07-17T23:33:40","modified_gmt":"2025-07-17T23:33:40","slug":"bahnhof-stuttgart-zuffenhausen-jeroo-und-andere-graffiti-kuenstler-machen-bahnhof-zur-kunst-galerie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273577\/","title":{"rendered":"Bahnhof Stuttgart-Zuffenhausen: Jeroo und andere Graffiti-K\u00fcnstler machen Bahnhof zur Kunst-Galerie"},"content":{"rendered":"<p>Saftig erstrahlende Blaubeeren und Orangen, abstrakte Diamanten und ein gro\u00dfer schwarzer Rabe, der aus einem blau-gr\u00fcnen Ei schl\u00fcpft \u2013 dieses Motiv ziert seit Ende Juni den bisher tristen, grauen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Bahnhof\" title=\"Bahnhof\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bahnhof<\/a> in Zuffenhausen. Graffitis in diesem Stil findet man in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> an s\u00e4mtlichen Ecken, Haltestellen und H\u00e4usern. Chris Ganter hat bereits zahlreiche graue Betonw\u00e4nde in Stuttgart versch\u00f6nert. Bekannt ist er auch unter seinem K\u00fcnstlernamen \u201eJeroo\u201c.<\/p>\n<p>In Stuttgart ist er mittlerweile der wohl gefragteste und bekannteste <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Graffiti\" title=\"Graffiti\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Graffiti<\/a>&#8211;<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/K%C3%BCnstler\" title=\"K\u00fcnstler\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fcnstler<\/a>. Aber auch weltweit zieren seine Kunstwerke etliche W\u00e4nde. Gesprayt hat er bereits international \u2013 von Frankreich, \u00fcber Glasgow bis nach Los Angeles.<\/p>\n<p>Graffiti-Festival am Bahnhof in Zuffenhausen <\/p>\n<p>Der Br\u00fcckenpfeiler am Bahnhof in Zuffenhausen ist Jeroos neuestes Projekt. Den Pfeiler verwandelte er innerhalb von drei Tagen in ein buntes Kunstwerk. Doch das war erst der Startschuss einer ganzen Reihe an Werken, die dort entstehen. Bis zum 21. Juli sollen nach und nach auch die anderen Pfeiler von verschiedenen Graffiti-K\u00fcnstlern bespr\u00fcht werden<\/p>\n<p>Die Idee, den Bahnhof in Zuffenhausen in einen \u00fcberdimensionalen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Kunst\" title=\"Kunst\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kunst<\/a>-Rundgang zu verwandeln, hatte Chris Ganter selbst. Weil er schon viel f\u00fcr die Deutsche Bahn gearbeitet hat, wei\u00df er \u201eda hat man ein offenes Ohr f\u00fcr Kunst\u201c. Seine Initiative fand schnell Anklang bei der Bahn und so veranstaltete Jeroo ein Mini-Graffiti-Festival in Zuffenhausen. Daf\u00fcr kuratierte er diverse Graffiti-K\u00fcnstler aus S\u00fcddeutschland, die auch die anderen Pfosten mit ihren Kunstwerken versch\u00f6nern. Am 21. Juli findet dann die Finissage des Projekts statt. <\/p>\n<p>Vom illegalen Sprayer zum gefragten Graffiti-K\u00fcnstler <\/p>\n<p>Dass Chris Ganter heute von seinen Graffiti-Auftr\u00e4gen leben und sogar selbst auf Auftraggeber zugehen kann, ist seiner 33-j\u00e4hrigen Berufserfahrung zu verdanken. Inspiriert durch den gro\u00dfen Bruder eines Freundes ist er im Alter von zw\u00f6lf Jahren in die Szene der ersten Graffiti-Sprayer in Stuttgart geraten. Ge\u00fcbt hat er jahrelang nur Schriftz\u00fcge und hat seinen Graffiti-Namen \u201eJeroo\u201c \u00fcberall verbreitet. <\/p>\n<p>Seine \u00dcbungsfl\u00e4chen waren damals nicht alle legal und die Polizei ertappte ihn einige Male auf frischer Tat: \u201eEs gab Hausdurchsuchungen, ich habe zwei, drei N\u00e4chte auf der Wache verbringen d\u00fcrfen. Da ist noch gar nicht davon zu sprechen, wie es zuhause aussah. Mein Vater ist Richter gewesen, der fand das alles andere als witzig. Da gab es richtig \u00c4rger damals\u201c, erz\u00e4hlt Ganter mit einem Lachen. Nach zehn Jahren kamen dann die ersten kleinen Auftr\u00e4ge. <\/p>\n<p>Davon leben konnte er jedoch noch nicht. Hauptberuflich arbeitete er als Lehrer an einem Stuttgarter Gymnasium und unterrichtete Sport und Englisch. Nach zehn Jahren erf\u00fcllte er sich dann seinen lang ersehnten Traum und stieg zu 100 Prozent in seine Graffiti-Auftr\u00e4ge ein. \u00dcber die Jahre hat Jeroo mittlerweile einige gro\u00dfe Projekte realisiert. Manche davon, wie das in Zuffenhausen, erledigt er in drei Tagen, f\u00fcr andere hingegen sprayt er auch zwei oder drei Monate lang. <\/p>\n<p> Wiedererkennungswert durch knallige Motive und abstrakte Designs <\/p>\n<p>Seine Graffitis haben Wiedererkennungswert. Bei einem Streifzug durch Stuttgart sieht man die knalligen Naturmotive, die h\u00e4ufig gro\u00dfe V\u00f6gel wie Pfauen, Raben oder Flamingos mit gigantischen Kugeln, abstrakten geometrischen Designs und vielen Details vereinen, immer wieder. Seine Inspiration f\u00fcr die Motive zieht der K\u00fcnstler aus der Natur, aber auch von anderen K\u00fcnstlern oder Fotos auf Pinterest. <\/p>\n<p>Im Gro\u00dfraum Stuttgart hat sich Chris Ganter durch seine auff\u00e4lligen Designs mittlerweile einen Namen gemacht: \u201eAuch wenn ich eigentlich keine Werbung mache \u2013 die Graffitis stehen allein als Werbung. Die Auftraggeber kommen von sich aus auf mich zu\u201c, berichtet er. So hat Jeroo in Stuttgart schon f\u00fcr die Netze BW, den VfB oder f\u00fcr Bosch gesprayed. Sein bester Auftraggeber? \u201eF\u00fcr die Ironie ist es ganz klar die Deutsche Bahn. Fr\u00fcher war die Deutsche Bahn der Feind, man wollte Z\u00fcge anspr\u00fchen und die haben einen gejagt, und heute ist es mein bester Auftraggeber\u201c, erz\u00e4hlt Chris Ganter lachend. <\/p>\n<p> Traumprojekt in weiter Ferne? <\/p>\n<p>Der Sprayer wei\u00df es zu sch\u00e4tzen, dass die Deutsche Bahn ihm in Stuttgart so sehr vertraut. Allgemein sei Stuttgart sehr offen f\u00fcr Sprayer und lasse ihnen gro\u00dfe Freiheiten. Die Stadt sei hinterher, graue Fl\u00e4chen in Kunstwerke zu verwandeln. Ein Traumprojekt, das er noch gerne realisieren w\u00fcrde: \u201eIch bin seit Jahren dran, den Abluftstutzen von Stuttgart 21 klar zu bekommen\u201c. <\/p>\n<p>Das Go von der Deutschen Bahn habe Chris Ganter bereits, die Stadt Stuttgart sei kein Fan davon und bevorzuge eine andere Gestaltung, etwa eine Begr\u00fcnung. \u201eIch habe schon einen tollen Entwurf geliefert, aber der h\u00e4ngt noch ein bisschen in der Luft.\u201c Aber auch wenn dieses gro\u00dfe Projekt noch in den Sternen steht, erfreut er sich auch immer wieder an seinen bereits entstandenen Graffitis. Am stolzesten ist er dabei auf Murals, an denen viele Menschen vorbeikommen wie beispielsweise den beiden gro\u00dfen Br\u00fcckenpfeilern in Heslach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Saftig erstrahlende Blaubeeren und Orangen, abstrakte Diamanten und ein gro\u00dfer schwarzer Rabe, der aus einem blau-gr\u00fcnen Ei schl\u00fcpft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273578,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,2037,82031,29,214,30,12530,82030,2075,1794,3910,81318,82032,1441,215,17977],"class_list":{"0":"post-273577","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-bahnhof","10":"tag-christoph-ganter","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-germany","14":"tag-graffiti","15":"tag-jeroo","16":"tag-kunst","17":"tag-kunst-und-design","18":"tag-kuenstler","19":"tag-mural","20":"tag-sprayen","21":"tag-stuttgart","22":"tag-unterhaltung","23":"tag-zuffenhausen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114871193073628039","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}