{"id":273615,"date":"2025-07-17T23:54:14","date_gmt":"2025-07-17T23:54:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273615\/"},"modified":"2025-07-17T23:54:14","modified_gmt":"2025-07-17T23:54:14","slug":"augsburger-kinder-krebs-patientin-erzaehlt-von-ihrer-behandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273615\/","title":{"rendered":"Augsburger Kinder-Krebs-Patientin erz\u00e4hlt von ihrer Behandlung"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bei Lara Roth ging es damals mit einer scheinbar harmlosen Erk\u00e4ltung los, es folgten untypische blaue Flecken und blasse Haut und ein langer Behandlungsweg im Uniklinikum Augsburg. \u00c4u\u00dferlich zu sehen ist davon heute nichts mehr, denn Lara Roth erkrankte als Kind an Blutkrebs. Mit Sp\u00e4tfolgen wie Knochennekrosen hat sie heute noch zu k\u00e4mpfen. Ein Jahr lang erhielt die damals 13-J\u00e4hrige eine intensiven Behandlung: \u201eIch war zum Teil mehr im Krankenhaus als zuhause\u201c, erinnert sie sich, auch Weihnachten hat sie damals in der Klinik gefeiert.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Lara Roth erinnert sich an das erste Mal, als sie <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/immer-mehr-krebserkrankungen-warum-die-lage-in-augsburg-besonders-ist-109178079\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">auf die Kinderkrebsstation kam<\/a>: \u201eDa sa\u00dfen lauter Kinder mit kahlen K\u00f6pfen und die haben gelacht, dabei hatten wir alle gerade eine Diagnose erhalten, die einem Todesurteil nahe kam\u201c, sagt sie. Dieser Zusammenhalt unter den kleinen Patienten und die Unterst\u00fctzung durch Pflegekr\u00e4fte sind wichtig, um die Hoffnung bis zum Schluss zu behalten. Denn nicht alle \u00fcberleben, auch Lara hat Weggef\u00e4hrten verloren. Sie hingegen geh\u00f6rt zu den \u00dcberlebenden &#8211; wie rund 85 Prozent der krebskranken Kinder. Fr\u00fcher in den 80er Jahren h\u00e4tten sie nur etwa die H\u00e4lfte aller erkrankten Kinder heilen k\u00f6nnen, sagt Prof. Michael Fr\u00fchwald. Dass ein solcher Fortschritt m\u00f6glich war, ist unter anderem der besseren Vernetzung von sechs bayerischen Universit\u00e4tskliniken mit p\u00e4diatrischer Onkologie (Kionet) zu verdanken, darunter <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a>.\n  <\/p>\n<p>            Eine eigens mit Krebs-Daten gef\u00fctterte KI soll in Augsburg bei der Behandlung helfen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um die Behandlung m\u00f6glichst fr\u00fch beginnen zu k\u00f6nnen, stehen die K\u00f6pfe hinter Kionet, wie Fr\u00fchwald und Prof. Irene Teichert von L\u00fcttichau von der Technischen Uni M\u00fcnchen, in regelm\u00e4\u00dfigem Austausch miteinander. Auch die Entwicklung einer KI-Datenbank mit Daten \u00fcber die Familie, den Tumor und R\u00f6ntgenaufnahmen sei in der Entwicklung dank F\u00f6rdergeldern vom Wissenschaftsministerium.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/pflegekraeftemangel-pfleger-fordert-schluss-mit-der-pflege-nach-minuten-id61042801.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">\u00c4rzte und Pfleger arbeiten bei der Behandlung krebskranker Kinder Hand in Hand.<\/a> Fr\u00fchwald betont, wie wichtig gute Pflegekr\u00e4fte f\u00fcr den Genesungsprozess sind: \u201eDie Eltern erinnern sich sp\u00e4ter mit Sicherheit an die Pflegerin &#8211; und vielleicht noch daran, dass ab und an ein Doktor vorbeigeschaut hat.\u201c Auch Lara Roth best\u00e4tigt, dass eine Vertrauensperson auf der Station, die zuh\u00f6re und auch einfach mal nur die Hand halte, ihr viel geholfen habe. Mitunter k\u00e4men auch wichtige Details in solchen Gespr\u00e4chen ans Licht, was eine bessere Behandlung erm\u00f6gliche.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Ziel der Uniklinik ist, m\u00f6glichst alle Krebspatienten im Kindesalter zu heilen. Gehirntumore etwa gelten immer noch als schwierig heilbar. Man m\u00fcsse bei dem Thema vorankommen. Das Interesse, auch aus der Pharmaindustrie, sei aber ausbaubar. W\u00e4hrend jedes Jahr in Deutschland rund 450.000 Erwachsene an Krebs erkranken, sind es vergleichsweise wenig Kinder. Etwa 2200 pro Jahr. Kinderkrebsforschung ist somit wenig lukrativ. Prof. Teichert von L\u00fcttichau prangert das an: \u201eJeder, der Kinder als zweitklassig betrachtet, ist ein Idiot\u201c, sagt sie.\n  <\/p>\n<p>            In Augsburg fehlt es an Geldern und Medikamenten f\u00fcr krebskranke Kinder <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Rund 50 bis 70 Prozent der aktuell an Kinder verabreichten Medikamente gegen Krebs bes\u00e4\u00dfen keine Zulassung f\u00fcr das Alter der erkrankten Kinder und auch nicht f\u00fcr die diagnostizierte Krankheit. B\u00fcrokratische H\u00fcrden erschwerten die Arbeit in diesem Bereich zus\u00e4tzlich, auch Gelder seien zum Teil schwer zu gewinnen. In den USA gebe es schon lange aufsehenerregende Sammelaktionen, um auf das Thema Krebs bei Kindern aufmerksam zu machen. Auch in diesem Bereich will das Uniklinikum Augsburg nachziehen. Im Herbst ist eine Spendenaktion mit Motorrad bei der City-Galerie geplant.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kinderkrebs sei f\u00fcr viele Menschen ein Tabu, \u00fcber das sie nicht sprechen wollen, sagt Lara Roth: \u201eAls ich damals in die Schulklasse zur\u00fcckkam, musste ich st\u00e4ndig erkl\u00e4ren, warum ich im Sommer eine M\u00fctze auf dem Kopf trage oder warum ich fr\u00fcher gehen muss und nicht am Sportunterricht teilnehme.\u201c Heute erz\u00e4hlt sie bei verschiedenen Terminen von ihrer Erkrankung, m\u00f6chte am liebsten Medizin studieren, wenn sie einen Studienplatz bekommt. W\u00e4hrend ihrer Behandlung musste sie acht bis neun Medikamente zu sich nehmen, wurde bestrahlt. Trotzdem besuchte sie nach einem Jahr wieder die Schule. Musste nicht mal ein Schuljahr wiederholen. \u201eSo richtig gesund habe ich mich aber erst wieder nach vier bis f\u00fcnf Jahren gef\u00fchlt\u201c, sagt sie. Bis heute stehen regelm\u00e4\u00dfige Vorsorgeuntersuchungen auf ihrem Programm.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Kristina Orth<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Michael Fr\u00fchwald<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Lara Roth ging es damals mit einer scheinbar harmlosen Erk\u00e4ltung los, es folgten untypische blaue Flecken und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273616,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-273615","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114871275591080674","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273615"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273615\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}