{"id":273651,"date":"2025-07-18T00:15:14","date_gmt":"2025-07-18T00:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273651\/"},"modified":"2025-07-18T00:15:14","modified_gmt":"2025-07-18T00:15:14","slug":"deutschland-hat-wieder-eine-echte-tour-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273651\/","title":{"rendered":"Deutschland hat wieder eine echte Tour-Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p>Der deutsche Shootingstar Florian Lipowitz gl\u00e4nzt bei der Tour de France mit einem Gala-Auftritt &#8211; es ist ein \u00fcberdeutliches Zeichen auch an sein eigenes Team.<\/p>\n<p>Es war ein St\u00fcck deutsche <a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/channel\/radsport\/tour-de-france\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/channel\/radsport\/tour-de-france\">Tour<\/a>-Geschichte, das sich an diesem 17. Juli hinauf nach Hautacam abspielte. Beim Husarenritt von Topfavorit Tadej Pogacar zur\u00fcck ins Gelbe Trikot setzte <a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/radsport\/tour-de-france\/2025\/07\/tour-de-france-pogacar-triumphiert-lipowitz-ganz-stark\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/radsport\/tour-de-france\/2025\/07\/tour-de-france-pogacar-triumphiert-lipowitz-ganz-stark\">Florian Lipowitz<\/a> ein massives Ausrufezeichen \u2013 eines, das nachwirken sollte.<\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Denn wie der 24 Jahre alte Tour-Deb\u00fctant auf der <a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/radsport\/tour-de-france\/2025\/07\/pogacar-fliegt-zuruck-in-gelb-lipowitz-glanzt-als-dritter\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/radsport\/tour-de-france\/2025\/07\/pogacar-fliegt-zuruck-in-gelb-lipowitz-glanzt-als-dritter\">12. Etappe in den Pyren\u00e4en<\/a> nicht nur seinen eigenen Kapit\u00e4n Primoz Roglic vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe stehen lie\u00df, war ein klares Zeichen, wie es um die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse im deutschen Team tats\u00e4chlich bestellt ist. <\/p>\n<p>Tour de France: Lipowitz holt fast noch Vingegaard ein<\/p>\n<p>Am Ende des Tages war es Lipowitz, und nicht etwa Mitfavorit Jonas Vingegaard oder gar Olympiasieger Remco Evenepoel, der hinter Etappensieger Pogacar den besten Eindruck machte und sich klar f\u00fcr einen Platz auf dem Tour-Podium in Stellung brachte. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich der von Pogacar im Schlussanstieg regelrecht demontierte Vingegaard gerade noch vor dem \u201ewie entfesselt (letour.fr) fahrenden Deutschen ins Ziel rettete (zw\u00f6lf Sekunden trennten die beiden), hatte Evenepoel schon beim ersten von drei schweren Anstiegen gro\u00dfe Probleme und b\u00fc\u00dfte \u00fcber eine Minute seines Vorsprungs auf Lipowitz ein, der jetzt schon Vierter im Gesamtklassement ist. <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Wurde Lipowitz zu sp\u00e4t von der Leine gelassen?<\/p>\n<p>Und dabei wirkte es noch so, als w\u00e4re er sogar noch mit angezogener Handbremse gefahren. Der Plan sei gewesen, \u201edass Primoz und ich beide offene Karten haben. Jeder durfte am letzten Anstieg was probieren\u201c, sagte Lipowitz nach der Etappe im ARD-Interview zwar, im Berg war aber schon klar zu sehen, dass der Deutsche die deutlich bessere Form hatte. <\/p>\n<p>Mehrfach schaute er sich nach seinem Kapit\u00e4n um, schien zu warten, selbst als dann eine L\u00fccke aufging, \u201ebin ich hinter Oscar (Onley, Anm. d. Red.) geblieben, falls Primoz wieder zur\u00fcckkommt\u201c, berichtete der Laichinger. Erst f\u00fcnf Kilometer vor dem Ziel wurde er wirklich von der Leine gelassen. \u201eDann habe ich meine Chance genutzt, nochmal attackiert &#8211; und dann bis zum Ziel Vollgas\u201c, kommentierte der deutsche Shootingstar seine beeindruckende Fahrt.<\/p>\n<p>Lipowitz habe nicht auf Roglic warten m\u00fcssen, erkl\u00e4rte Red Bulls Sportdirektor Rolf Aldag im Nachgang, stattdessen sei es darum gegangen, \u201egemeinsam Evenepoel fernzuhalten\u201c. Als dann aber \u201ehalt klar war, Lipo hat die Beine, dann gab es auch das Go\u201c, best\u00e4tigte der Team-Verantwortliche dann doch eine entsprechende Order. <\/p>\n<p>Von einem taktischen Fehler wollte der Ex-Teamkollege des deutschen Tour-Siegers Jan Ullrich aber nichts wissen: \u201eJaja, vielleicht h\u00e4tte er sich einen Hungerast eingefangen und w\u00e4re mit vier Minuten R\u00fcckstand eingekommen. \u201aH\u00e4tte, h\u00e4tte Fahrradkette\u2018 gibt es bei uns im Sport halt nicht. Oben wird abgerechnet und mit dem Ergebnis sind wir zufrieden.\u201c<\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/radsport\/tour-de-france\/2025\/07\/kapitansrolle-offen-roglic-traut-lipowitz-tour-podium-zu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.sport1.de\/news\/radsport\/tour-de-france\/2025\/07\/kapitansrolle-offen-roglic-traut-lipowitz-tour-podium-zu\">Nachdem Roglic schon im Vorfeld angek\u00fcndigt hatte<\/a>, dass Lipowitz ihn durchaus als Nummer 1 im Red-Bull-Team abl\u00f6sen k\u00f6nnte, schrie am Donnerstag der komplette Auftritt danach, dass die Zeit f\u00fcr die Wachabl\u00f6sung genau jetzt gekommen ist. <\/p>\n<p>\u201eEr hatte die Beine heute\u201c, musste auch Rogic, der als Zweiter 2020 sein bestes Tour-Ergebnis erreicht hat, anerkennen und gestehen: \u201eEs war deutlich zu schnell f\u00fcr mich. Ich habe gemerkt, dass es nicht reicht\u201c. <\/p>\n<p>Die Zeit f\u00fcr Lipowitz ist jetzt gekommen<\/p>\n<p>Lipowitz selbst gab sich diplomatisch auf die Frage, ob er jetzt der neue Kapit\u00e4n sei. Man m\u00fcsse das \u201ein Ruhe mit dem Team besprechen\u201c und \u201eeinen Plan f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage\u201c machen: \u201eEs kommen noch viele harte Etappen.\u201c <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>Aldag lobte die \u201eherausragende Leistung von Florian\u201c, wollte sich dar\u00fcber hinaus aber nicht in die Karten schauen lassen. \u201eEs macht keinen Sinn, sich festzulegen, denn das w\u00fcrde uns ausrechenbar machen. Es w\u00e4re d\u00e4mlich zu sagen, wir legen uns auf einen fest\u201c, sagte der Ex-Profi \u00fcber die Kapit\u00e4nsfrage. <\/p>\n<p>Nachdem Lipowitz aber schon beim Crit\u00e9rium du Dauphin\u00e9 als Gesamtdritter hinter Pogacar und Vingegaard auftrumpfte und auch jetzt wieder eine klar bessere Form zeigt als Roglic, f\u00fchrt an ihm eigentlich kein Weg vorbei. <\/p>\n<p>\u201eDie Dauphin\u00e9 war sehr gut, Weltspitze eigentlich\u201c, lobte Bora-Teamchef Ralph Denk und verriet, dass der Plan bei Lipowitz eigentlich war, \u201edass die Dauphine sein Saison-H\u00f6hepunkt ist. Dass er den jetzt so verl\u00e4ngert von der Form her, zeigt, wie gro\u00df sein Motor ist.\u201c Hierzulande sch\u00fcrt ein Auftritt wie der von Lipowitz nat\u00fcrlich den Traum vom ersten deutschen Podiumsplatz seit den durch Doping \u00fcberschatteten Jahren von Ullrich und Andreas Kl\u00f6den. <\/p>\n<p>{<br \/>\n    &#8222;placeholderType&#8220;: &#8222;MREC&#8220;<br \/>\n}<\/p>\n<p>\u201eWir wollen Paris auf dem Podium erreichen und da sind wir ein St\u00fcck n\u00e4her gekommen. Es ist aber noch ein ewig weiter Weg. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut\u201c, sagte Aldag \u2013 die beste Chance gibt Red Bull-Bora-hansgrohe aktuell Lipowitz, bei dessen Gala es noch einen weiteren spannenden Aspekt gibt.<\/p>\n<p>Braucht Red Bull Evenepoel \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>Denn ger\u00fcchteweise baggert sein Rennstall an Olympiasieger Evenepoel \u2013 den Lipowitz am Donnerstag klar distanziert hat. Braucht man den Belgier also \u00fcberhaupt, wenn man doch schon einen deutschen Hoffnungstr\u00e4ger im Stall hat?<\/p>\n<p>\u201eStand heute kann man das so sehen\u201c, sagte Denk, attestierte Evenepoel aber auch eine \u201egro\u00dfartige Leistung\u201c und betonte: \u201eEr steht bei Soudal-Quickstep unter Vertrag, da hat er noch ein Jahr, und dann werden wir schauen.\u201c<\/p>\n<p>Den Druck auf Lipowitz will man beim Team nicht zu gro\u00df werden lassen. \u201eWir haben immer gesagt, wir geben ihm Zeit, wir geben ihm Ruhe und ich w\u00fcrde auch immer noch darum bitten, dass wir ihn jetzt nicht als Tour-Sieger feiern\u201c, bremste Aldag den Hype: \u201eWir sind noch lange nicht da und haben noch ganz viel Hitze, Schwei\u00df und Berge vor uns.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNa klar wollen wir aufs Podium, aber selbst wenn er \u201anur\u2018 Top 10 macht, ist es auch ein riesiger Erfolg f\u00fcr einen jungen Rennfahrer. Da ist Potenzial da und das wollen wir als Team ausbauen\u201c, versicherte der Teamchef und blickte auf einen kuriosen Umstand zur\u00fcck \u2013 fast w\u00e4re der deutsche Tour-Shootingstar n\u00e4mlich gar nicht bei seinem Team geblieben!<\/p>\n<p>\u201eIch kann mich noch gut erinnern, als es 2022 die Diskussionen gab: Geben wir ihm einen Vertrag? Da waren wir nicht einstimmig, aber schlussendlich haben wir es gemacht und es war die richtige Entscheidung \u2013 aber eine mutige Entscheidung.\u201c <\/p>\n<p>Diesen Mut hat Lipowitz schon jetzt eindrucksvoll belohnt \u2013 und ein Versprechen f\u00fcr die Zukunft gegeben. Deutschland hat wieder eine Tour-Hoffnung! Ob schon in diesem Jahr das Podium drin ist? \u201eJeder darf alles tr\u00e4umen. Aber wir konzentrieren uns weiter auf die Arbeit\u201c, sagte Aldag: \u201eZu Vingegaard war es heute nicht mehr so weit, aber wir sind noch lange nicht da \u2013 wir haben noch ganz viel Hitze, ganz viel Schwei\u00df vor uns.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der deutsche Shootingstar Florian Lipowitz gl\u00e4nzt bei der Tour de France mit einem Gala-Auftritt &#8211; es ist ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273652,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-273651","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114871358059782918","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273651"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273651\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}