{"id":273853,"date":"2025-07-18T02:08:17","date_gmt":"2025-07-18T02:08:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273853\/"},"modified":"2025-07-18T02:08:17","modified_gmt":"2025-07-18T02:08:17","slug":"berlin-brandenburg-millionen-betrug-mit-buechern-anklage-gegen-vier-maenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273853\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Millionen-Betrug mit B\u00fcchern &#8211; Anklage gegen vier M\u00e4nner"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Millionen-Betrug mit B\u00fcchern &#8211; Anklage gegen vier M\u00e4nner<\/p>\n<p>\t\t\t\t              17.07.2025, 16:52 Uhr<\/p>\n<p><strong>Eine Bande soll vor allem Senioren vermeintlich wertvolle B\u00fccher angeboten und fast zwei Millionen Euro ergaunert haben. Bei einer Razzia werden vier Verd\u00e4chtige festgenommen und nun angeklagt.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Nach den Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg wegen eines Millionenbetrugs mit alten B\u00fcchern ist gegen die vier festgenommenen M\u00e4nner Anklage erhoben worden. Den M\u00e4nnern im Alter von 27, 28, 32 und 38 Jahren werden 41 Taten zur Last gelegt &#8211; darunter banden- und gewerbsm\u00e4\u00dfiger Betrug, Urkundenf\u00e4lschung, Computerbetrug sowie Diebstahl, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.<\/p>\n<p>Bundesweit soll eine als Bande agierende Gruppe mit der sogenannten &#8222;Faksimile-Masche&#8220; nach vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzungen insgesamt 1,95 Millionen Euro erbeutet haben &#8211; 738.000 Euro davon gehen auf das Konto der vier Angeschuldigten, die f\u00fcr diese Taten nun belangt werden sollen.<\/p>\n<p>Die Staatsanwaltschaft geht insgesamt von mindestens zehn T\u00e4tern im Alter von 24 bis 51 Jahren aus, die teils Verbindungen zum kriminellen Clan-Milieu haben. Die Verd\u00e4chtigen sollen im Oktober 2022 aktiv mit der Betrugsmasche begonnen haben.<\/p>\n<p>Wie ging die Bande vor?<\/p>\n<p>Die Masche: Geschickte Verk\u00e4ufer boten insbesondere \u00e4lteren Menschen B\u00fccher als Sammlerst\u00fccke an. Dabei sollen sie sich vor allem an ehemalige Kundinnen und Kunden einer Verlagsgruppe gewandt haben, die in der Vergangenheit Nachdrucke antiquarischer B\u00fccher, sogenannte Faksimiles, gekauft hatten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Abwicklung der Gesch\u00e4fte mit Kaufpreisen von teils bis zu 450.000 Euro sollen die Betr\u00fcger vorab eine Zahlung verlangt haben, beispielsweise als &#8222;Provision&#8220; oder &#8222;Kaution&#8220;. Viele der Betrugsopfer nahmen den Ermittlungen zufolge Kredite auf, um die geforderten Summen zahlen zu k\u00f6nnen. In keinem der bisher bekannten F\u00e4lle soll die Bande tats\u00e4chlich die Absicht gehabt haben, B\u00fccher zu verkaufen. Es ging lediglich darum, die Vorauszahlungen zu kassieren, erkl\u00e4rte die Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Zur Erschwerung der Aufkl\u00e4rung der Taten und der Verschleierung des Verbleibs der Erl\u00f6se sollen die Angeschuldigten sich eines komplexen, aus verschiedenen Firmen bestehenden Geldw\u00e4schenetzwerks bedient haben.<\/p>\n<p>Welche Rolle \u00fcbernahmen die Angeklagten?<\/p>\n<p>Der 32-J\u00e4hrige soll der Anf\u00fchrer der Bande gewesen sein. Er soll die Aktivit\u00e4ten koordiniert, B\u00fcror\u00e4ume angemietet und die Anwerbung neuer Tatopfer \u00fcber ein Callcenter veranlasst haben. Den Angaben zufolge soll der 28-J\u00e4hrige f\u00fcr die operative Umsetzung der Taten verantwortlich gewesen sein, insbesondere die Organisation des Zahlungsverkehrs und die Verschleierung der Geldfl\u00fcsse.\u00a0<\/p>\n<p>Der 37-J\u00e4hrige und der 27-J\u00e4hrige sollen pers\u00f6nlich an den Wohnanschriften der Gesch\u00e4digten erschienen und dort die Taten ausgef\u00fchrt haben. Der 27-J\u00e4hrige soll die vermeintlich beabsichtigte Vermittlung eines B\u00fccherverkaufs aber in zwei F\u00e4llen nur als Vorwand genutzt haben, um Wertgegenst\u00e4nde aus Wohnungen zu stehlen.<\/p>\n<p> Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg<\/p>\n<p>Im Mai wurden die vier M\u00e4nner bei einer Razzia festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Rund 280 Polizisten hatten vor zwei Monaten Wohnungen und andere R\u00e4ume in Neuk\u00f6lln, Rudow, Baumschulenweg, Mariendorf und Marienfelde sowie im brandenburgischen Falkensee und Teltow durchsucht. Dabei wurden laut Beh\u00f6rden Unterlagen, Handys und Datentr\u00e4ger beschlagnahmt.<\/p>\n<p>Bundesweit warnen Polizei und Verbraucherzentralen vor der &#8222;Faksimile-Masche&#8220;. Anfang 2024 hatte die Staatsanwaltschaft im th\u00fcringischen Gera von Ermittlungen gegen 20 Verd\u00e4chtige aus Th\u00fcringen, Berlin, Brandenburg und Sachsen berichtet. Durch sie sollen 115 Gesch\u00e4digte mindestens 5,9 Millionen Euro verloren haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Millionen-Betrug mit B\u00fcchern &#8211; Anklage gegen vier M\u00e4nner 17.07.2025, 16:52 Uhr Eine Bande soll vor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273854,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1999,296,1890,21988,29,30,5402,82098],"class_list":{"0":"post-273853","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-anklage","9":"tag-berlin","10":"tag-brandenburg","11":"tag-buechern","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-maenner","15":"tag-millionen-betrug"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114871802455661083","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273853"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273853\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}