{"id":273993,"date":"2025-07-18T03:23:09","date_gmt":"2025-07-18T03:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273993\/"},"modified":"2025-07-18T03:23:09","modified_gmt":"2025-07-18T03:23:09","slug":"muenchen-downton-abbey-traeume-schicksale-und-eine-grosse-dame","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/273993\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen | \u00abDownton Abbey\u00bb &#8211; Tr\u00e4ume, Schicksale und eine gro\u00dfe Dame"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">M\u00fcnchen (dpa) &#8211; Im September ist im Kino wieder \u00abDownton Abbey\u00bb-Zeit. \u00abDas gro\u00dfe Finale\u00bb nennt sich der dritte Film rund um den Adelsclan, der dann anl\u00e4uft. Wer sich schon jetzt darauf einstimmen will, kann das diesen Freitag (18. Juli) tun. Der Fernsehsender Super RTL zeigt n\u00e4mlich um 20.15 Uhr den ersten Spielfilm aus dem Jahr 2019. Er hei\u00dft &#8211; wenig \u00fcberraschend &#8211; schlicht \u00abDownton Abbey\u00bb und kn\u00fcpft an die sechs Staffeln der Kultserie \u00fcber das Schicksal der Adelsfamilie Crawley an.<\/p>\n<p>Umbr\u00fcche im Adelsparadies<\/p>\n<p>Der Film bietet Liebe, Drama und Humor, garniert mit vornehmem Glanz und sch\u00f6nem Schein. Dazu der idyllische Landsitz von Lord Grantham, prunkvolle Gem\u00e4cher, erlesene Abendkleider. Und er entf\u00fchrt rund zwei Stunden lang in eine Welt, die allm\u00e4hlich verschwindet. Es ist das Jahr 1927 und das hochherrschaftliche Leben \u00e4ndert sich, machen doch die gesellschaftlichen und politischen Umbr\u00fcche auch vor ehrw\u00fcrdigen Traditionen nicht Halt.<\/p>\n<p>Im Hause Grantham sind alle in heller Aufregung. K\u00f6nig George V. und K\u00f6nigin Mary werden erwartet, deshalb muss der Landsitz aufs Feinste herausgeputzt werden. Die Familie und die Diener stecken mitten in den Vorbereitungen. Doch dann die Entt\u00e4uschung:\u00a0Das royale Paar bringt seine eigenen Bediensteten mit. Die Belegschaft von Downton Abbey f\u00fcrchtet, an den Rand gedr\u00e4ngt zu werden.<\/p>\n<p>Wiedersehen mit alten Bekannten<\/p>\n<p>Wer die Serie \u00abDownton Abbey\u00bb kennt, f\u00fcr den ist der Film ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Gut 20 Figuren aus den sechs Staffeln spielen mit wie Hugh Bonneville als Lord Grantham, seine T\u00f6chter Mary (Michelle Dockery) und Edith (Laura Carmichael), die eigenwillige Lady Isobel (Penelope Wilton) und nat\u00fcrlich die Grande Dame, die Dowager Countess Violet, unnachahmlich gespielt von Maggie Smith, deren Tod im September 2024 die Filmwelt und die Fans ersch\u00fctterte.<\/p>\n<p>Nicht minder wichtig ist die Dienerschaft, etwa die diskrete Haush\u00e4lterin Mrs. Hughes, die impulsive K\u00f6chin Mrs. Patmore, der \u00fcberaus auf Tradition bedachte ehemalige Butler Carson oder der verl\u00e4ssliche Kammerdiener Mr. Bates.<\/p>\n<p>Verzetteltes Drehbuch<\/p>\n<p>Doch der Film hat auch einige Schw\u00e4chen. Das Drehbuch von Julian Fellowes verzettelt sich angesichts der Menge an Figuren in viele kleine Geschichten, die sich nicht harmonisch zu einem gro\u00dfen Ganzen f\u00fcgen. Daf\u00fcr sind es schlicht zu viele Schicksale, die zum Teil auch recht oberfl\u00e4chlich behandelt werden. Etwa die Geschichte des Butlers Thomas, der leidet, weil er seine Homosexualit\u00e4t verbergen muss. Oder die von Lady Violet, die einen uralten Streit ausficht mit ihrer Cousine Lady Bagshaw, die im Gefolge der K\u00f6nigin angereist ist.\u00a0<\/p>\n<p>Grandiose Maggie Smith<\/p>\n<p>Unterhaltsam ist der Film trotzdem &#8211; vor allem wegen Maggie Smith in ihrer Paraderolle als Lady Violet, einer majest\u00e4tischen Erscheinung, schnell beleidigt und aufbrausend und dabei selbst alles andere als zimperlich. Statt vieler Worte reichen ihr kleine Gesten, um ihr Gegen\u00fcber niederzumachen. Ein vernichtender Blick, ein herablassendes Zucken im Mundwinkel, eine ver\u00e4chtliche Geste, gepaart mit unumst\u00f6\u00dflichen Selbstbewusstsein &#8211; grandios, wie Smith das spielt. Und wie sie trocken die bissigen Spr\u00fcche der Dowager Countess abl\u00e4sst: \u00abIch bin eine Expertin &#8211; in allen Dingen\u00bb oder \u00abIch streite mich generell nicht, ich erkl\u00e4re\u00bb.<\/p>\n<p>Pomp und Zweifel<\/p>\n<p>Gedreht wurde s\u00fcdwestlich von London im Highclere Castle, dem aus der Serie bekannten Schloss mit dem weitl\u00e4ufigen Park. F\u00fcr den Dreh einer Parade mit dem K\u00f6nig reiste sogar die berittene Einheit King`s Troop Royal Horse Artillery an, mit mehr als 100 Soldaten und Pferden. Schlie\u00dflich sollte f\u00fcr den Film alles pr\u00e4chtiger sein als in der Serie.\u00a0<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Pomp! Lady Mary kommen Zweifel, ob es f\u00fcr sie Ende der 1920er Jahre noch zeitgem\u00e4\u00df ist, sich von ihrer Zofe Anna beim Ankleiden helfen zu lassen, w\u00e4hrend andere Menschen f\u00fcr mehr Gleichberechtigung und weniger Adelsprivilegien k\u00e4mpfen. Fragen, die aufgeworfen werden, dann aber schnell wieder vom Tisch sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen (dpa) &#8211; Im September ist im Kino wieder \u00abDownton Abbey\u00bb-Zeit. \u00abDas gro\u00dfe Finale\u00bb nennt sich der dritte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273994,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,441,30,62,1268,6406,82121],"class_list":{"0":"post-273993","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-fernsehen","11":"tag-germany","12":"tag-medien","13":"tag-muenchen","14":"tag-tv-ausblick","15":"tag-zum-18-juli"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114872097411925012","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273993","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273993"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273993\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}