{"id":274305,"date":"2025-07-18T06:21:10","date_gmt":"2025-07-18T06:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/274305\/"},"modified":"2025-07-18T06:21:10","modified_gmt":"2025-07-18T06:21:10","slug":"neuer-kinofilm-wie-die-schluempfe-zum-phaenomen-wurden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/274305\/","title":{"rendered":"Neuer Kinofilm: Wie die Schl\u00fcmpfe zum Ph\u00e4nomen wurden"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 18.07.2025 07:40 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Jeder kennt die blauen Zwerge mit den wei\u00dfen Zipfelm\u00fctzen: Nun kehren die Schl\u00fcmpfe zur\u00fcck auf die Kinoleinwand. Was inspirierte den belgischen Zeichner Peyo? Und warum sind sie denn nun eigentlich blau?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Leon Wager, SWR Kultur\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist ein Morgen im Jahr 1957: Der belgische Comicautor Peyo sitzt am Fr\u00fchst\u00fcckstisch, noch immer m\u00fcde nach einem langen Abend mit Freunden. Er will den Salzstreuer haben, aber das Wort Salzstreuer will ihm gerade ums Verrecken nicht einfallen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Reich mir doch bitte mal den &#8230; den &#8230; den Schlumpf!&#8220;, habe er dann gesagt, erinnert sich sp\u00e4ter seine Witwe Janine Culliford. Er musste selbst so dar\u00fcber lachen, dass er den Namen notierte, um ihn bald in einer seiner Geschichten zu verwenden.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Knubbelnase, Zipfelm\u00fctze und markantes Blau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu Beginn ihrer Erfolgsstory waren die Schl\u00fcmpfe zun\u00e4chst nichts weiter als Nebenfiguren. Zum ersten Mal lie\u00df Peyo sie 1958 in seiner Comicserie &#8222;Johann und Pfiffikus&#8220; auftreten, in der ein Page des K\u00f6nigs mit einem kleinw\u00fcchsigen Hofnarren in einer mittelalterlichen Sagenwelt spannende Abenteuer erlebt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Was die Schl\u00fcmpfe betrifft, so dachte ich bei ihrer Erschaffung vor allem an Trolle, Kobolde, Gnome und andere Irrwichte, von denen unsere M\u00e4rchen bev\u00f6lkert sind&#8220;, verriet Peyo einmal \u00fcber seine Inspirationsquellen. Er verpasste den Figuren Knubbelnase, Zipfelm\u00fctze und ein markantes Blau. Aber warum eigentlich?\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAn der Farbgebung war Peyos Frau nicht ganz unbeteiligt: Culliford arbeitete als Koloristin mit ihrem Mann zusammen und wollte f\u00fcr die Schl\u00fcmpfe kein Rosa, Braun oder Gelb, weil das den menschlichen Hautt\u00f6nen zu sehr \u00e4hnelte. Auch Gr\u00fcn schloss sie aus, weil die Schl\u00fcmpfe im Wald leben und zwischen den B\u00fcschen farblich v\u00f6llig untergegangen w\u00e4ren. Also musste es Blau werden.\u00a0<\/p>\n<p>    Von Nebencharakteren zu Titelhelden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSofort zogen die blauen Wesen alle in ihren Bann: Dem Chef des belgischen Comicmagazins &#8222;Spirou&#8220; gefielen sie so gut, dass er Peyo damit beauftragte, eigene Comics \u00fcber sie zu schreiben. In ihrem ersten Abenteuer &#8222;Die schwarzen Schl\u00fcmpfe&#8220; (1959) verwandelt ein Fliegenbiss die kleinen Gnome in schwarze b\u00f6sartige Zombies.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNachdem bereits andere franko-belgische Comicreihen wie &#8222;Tim und Struppi&#8220;,\u202f&#8220;Asterix&#8220;\u202fund\u202f&#8220;Lucky Luke&#8220; erfolgreich verfilmt worden waren, fanden auch die Schl\u00fcmpfe Mitte der 1970er-Jahre ihren Weg auf die Leinwand: In &#8222;Die Schl\u00fcmpfe und die Zauberfl\u00f6te&#8220; waren sie 1976 erstmals in den westdeutschen Kinos zu sehen.\u202f\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Auch noch ein Charterfolg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Sagt mal, wo kommt ihr denn her?&#8220;: Diese Frage beantworteten die Schl\u00fcmpfe kurz darauf in ihrem ersten Nummer-eins-Hit. Mit dem &#8222;Lied der Schl\u00fcmpfe&#8220; eroberte der niederl\u00e4ndische S\u00e4nger Vader Abraham 1978 die deutschen Charts.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWeltbekannt wurden die Schl\u00fcmpfe allerdings erst, als in den 1980er-Jahren die erste US-amerikanische TV-Serie herauskam. Produziert wurde sie von den Hanna-Barbera-Studios (heute: Cartoon Network), die auch f\u00fcr andere ber\u00fchmte TV-Serien wie &#8222;Familie Feuerstein&#8220;, &#8222;Die Jetsons&#8220; und &#8222;Scooby-Doo&#8220; verantwortlich waren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeither ist es schwierig geworden, die Schl\u00fcmpfe nicht zu kennen: Sie sind als Fruchtgummis, in \u00dcberraschungseiern und als Sammelfiguren popul\u00e4r geworden.\u00a0<\/p>\n<p>    Der Schlumpf-Krieg im Schwabenland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Sammelfieber um die Schlumpf-Figuren f\u00fchrte auch zu einem Konkurrenzkampf zweier Spielwarenhersteller in Baden-W\u00fcrttemberg. 1965 begann die Firma Schleich in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd mit der Produktion der ersten Hartgummi-Schl\u00fcmpfe. 1975 ging die Lizenz an den Spielfigurenhersteller Bullyland im nur elf Kilometer entfernten Spraitbach.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch es kam zum Streit mit Schlumpf-Vater Peyo: Er und Produzent Bullyland waren sich zunehmend uneinig. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit, die Schlumpf-Lizenz ging schlie\u00dflich wieder zur\u00fcck nach Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd. Seit 1980 werden die blauen Gummifiguren ausschlie\u00dflich dort produziert &#8211; bis heute.\u00a0<\/p>\n<p>    Die Schl\u00fcmpfe starten in ihr f\u00fcnftes Kinoabenteuer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch wenn sie nie ganz verschwunden waren, kehren die Schl\u00fcmpfe nun wieder zur\u00fcck auf die Kinoleinwand. In &#8222;Die Schl\u00fcmpfe: Der gro\u00dfe Kinofilm&#8220; wird Papa Schlumpf entf\u00fchrt. Um ihn zu retten, begeben sich die Schl\u00fcmpfe auf eine gef\u00e4hrliche Mission in die reale Welt. Auf dem Spiel steht, wenn man dem Presseheft glauben will, gleich das gesamte Universum.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben den bekannten Charakteren wie Schlaubi &amp; Co. gibt es im Jahr 2025 nat\u00fcrlich auch einige neue, darunter auch den Influencer-Schlumpf. Der Film mit den Stimmen von Uwe Ochsenknecht, Rick Kavanian und S\u00e4nger \u00c1lvaro Soler ist ab sofort in den deutschen Kinos zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.07.2025 07:40 Uhr Jeder kennt die blauen Zwerge mit den wei\u00dfen Zipfelm\u00fctzen: Nun kehren die Schl\u00fcmpfe zur\u00fcck&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":274306,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1771],"tags":[1778,68,29,214,30,95,1896,1777,215],"class_list":{"0":"post-274305","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-cinema","9":"tag-comic","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-kino","14":"tag-kinofilm","15":"tag-movie","16":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114872797375345576","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/274305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=274305"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/274305\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/274306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=274305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=274305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=274305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}