{"id":274374,"date":"2025-07-18T06:59:10","date_gmt":"2025-07-18T06:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/274374\/"},"modified":"2025-07-18T06:59:10","modified_gmt":"2025-07-18T06:59:10","slug":"deutschland-schiebt-81-menschen-nach-afghanistan-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/274374\/","title":{"rendered":"Deutschland schiebt 81 Menschen nach Afghanistan ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Berlin\/Leipzig. Zum zweiten Mal seit der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban im August 2021 schiebt Deutschland afghanische Staatsangeh\u00f6rige in ihr Herkunftsland ab. Ein Flugzeug mit 81 Menschen an Bord starte an diesem Morgen von Leipzig aus, best\u00e4tigte eine Sprecherin von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Es handele sich um vollziehbare Ausreisepflichtige, die strafrechtlich in Erscheinung getreten seien. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Gegen 8.30 Uhr startete in Leipzig eine Maschine der Qatar-Airways. Nach Angaben eines dpa-Fotografen waren Passagiere mit mehreren Bussen dorthin gebracht worden. Kurz vor 7.00 Uhr am Morgen stiegen die ersten ein, mindestens einer davon trug demnach eine Fu\u00dffessel.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der erste Abschiebeflug seit Antritt der schwarz-roten Regierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) startete unmittelbar vor Beginn eines Treffens von Dobrindt und mehreren EU-Kollegen auf der Zugspitze, bei dem es um eine Versch\u00e4rfung der EU-Asylpolitik gehen soll.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Seit dem letzten Abschiebeflug mit afghanischen Straft\u00e4tern sind fast elf Monate vergangen. Nach Gewalttaten in Mannheim und Solingen hatte die Ampel-Regierung im vergangenen Sommer angek\u00fcndigt, Abschiebungen auch nach Afghanistan wieder m\u00f6glich zu machen. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1752821950_797_L5BZYBQRYVBFBI4D7NT6XPMR6Y.png\" \/>Hauptstadt-Radar<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel. Immer donnerstags.<\/p>\n<p>Katar als Vermittler <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Am 30. August waren dann mit Hilfe des Golfemirats Katar 28 m\u00e4nnliche afghanische Straft\u00e4ter ebenfalls von Leipzig aus in ihr Herkunftsland zur\u00fcckgebracht worden. Katar hatte bereits in der Vergangenheit zwischen dem Westen und den Taliban vermittelt. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) k\u00fcndigte an, es werde weitere solcher Fl\u00fcge geben. Es blieb bei dem einen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Nach der Neuwahl in diesem Jahr und wenige Wochen vor dem Antritt der neuen Regierung versprach der heutige Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) bei \u201eBild\u201c auf Nachfrage regelm\u00e4\u00dfige Abschiebefl\u00fcge nach Afghanistan und Syrien. Darauf k\u00f6nnten sich die Deutschen verlassen. Das werde man \u201edauerhaft und in wesentlich gr\u00f6\u00dferen Bereichen auch hinbekommen\u201c.<\/p>\n<p>Durchf\u00fchrung gestaltet sich schwierig <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Doch die Durchf\u00fchrung gestaltet sich bis heute schwierig: Deutschland unterh\u00e4lt zu den islamistischen Taliban in Kabul keine diplomatischen Beziehungen. Die Gruppe ist insbesondere wegen ihrer Missachtung von Menschen- und vor allem Frauenrechten international isoliert. Man erkenne das Regime nicht als rechtm\u00e4\u00dfige Regierung an, Deutschland habe nur auf technischer Ebene \u00fcber ein Verbindungsb\u00fcro in Katar Kontakt zu den dortigen Machthabern, hatte Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) k\u00fcrzlich gesagt. \u201eDas war es, und das ist es.\u201c<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dobrindt will direkte Gespr\u00e4che mit Afghanistan<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Innenminister Dobrindt strebt an, das zu \u00e4ndern. Er hatte dem \u201eFocus\u201c Anfang des Monats gesagt: \u201eMir schwebt vor, dass wir direkt mit Afghanistan Vereinbarungen treffen, um R\u00fcckf\u00fchrungen zu erm\u00f6glichen. Nach wie vor braucht es Dritte, um Gespr\u00e4che mit Afghanistan zu f\u00fchren. Eine Dauerl\u00f6sung darf das so nicht bleiben.\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Fl\u00fcchtlings- und Menschenrechtsorganisationen der Vereinten Nationen lehnen die Pl\u00e4ne ab. Die Bedingungen vor Ort seien noch nicht f\u00fcr R\u00fcckf\u00fchrungen geeignet, sagte Arafat Jamal, der Vertreter des UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerks UNHCR in Kabul damals in Reaktion auf Dobrindts Aussagen. Die Sprecherin des UN-Menschenrechtsb\u00fcros, Ravina Shamdasani, wies auf laufende Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan hin, wie etwa Hinrichtungen oder die Unterdr\u00fcckung von Frauen.<\/p>\n<p>Rund 446.000 Afghanen in Deutschland<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ende Mai hielten sich einer <a href=\"https:\/\/mmgdcxprod.madsack.de\/dcx\/redirect?url=https%3A%2F%2Fdserver.bundestag.de%2Fbtd%2F21%2F008%2F2100835.pdf&amp;check=a8ef873536d941b9e4cd34a8a7545eefe68c051a7434da4335d86c235d84413f&amp;timestamp=1752821458\" rel=\"nofollow noopener\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/mmgdcxprod.madsack.de\/dcx\/redirect?url=https%3A%2F%2Fdserver.bundestag.de%2Fbtd%2F21%2F008%2F2100835.pdf&amp;check=a8ef873536d941b9e4cd34a8a7545eefe68c051a7434da4335d86c235d84413f&amp;timestamp=1752821458\" target=\"_blank\">Regierungsantwort<\/a> zufolge 446.287 Afghaninnen und Afghanen in Deutschland auf. Unter ihnen waren 11.423 Ausreisepflichtige, davon 9.602 mit und 1.821 ohne Duldung, wie das Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c Anfang Juli mitgeteilt hatte.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Eine Duldung wird ausgestellt, wenn die Abschiebung eines ausreisepflichtigen Ausl\u00e4nders vor\u00fcbergehend ausgesetzt ist. Das kann aus verschiedenen Gr\u00fcnden erfolgen, etwa zur Vermeidung der Trennung von Familien, aufgrund rechtlicher oder praktischer Hindernisse &#8211; zum Beispiel, weil Reisepapiere fehlen oder der Betroffene krank ist &#8211; oder wenn jemand eine Ausbildung aufgenommen hat.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Seit 2016 mehr als 1100 Abschiebungen per Flugzeug<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Vor der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban war im Juli 2021 letztmals ein Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul gelandet. Es war die 40. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016. Insgesamt brachten Bund und L\u00e4nder bis dahin 1104 M\u00e4nner nach Afghanistan zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">RND\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Leipzig. 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