{"id":274762,"date":"2025-07-18T10:34:14","date_gmt":"2025-07-18T10:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/274762\/"},"modified":"2025-07-18T10:34:14","modified_gmt":"2025-07-18T10:34:14","slug":"vom-schuldenberg-zum-schuldenhuegel-cremlingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/274762\/","title":{"rendered":"Vom Schuldenberg zum Schuldenh\u00fcgel &#8211; Cremlingen"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Technische Innovationszentrum Wolfenb\u00fcttel ist auf einem guten Weg, freut sich Prof. Dr. Umbach.<\/b><\/p>\n<p><b>Wolfenb\u00fcttel.<\/b> Viele neue Gesichter sah man bei der Jahresversammlung des Vereins TIW. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Wolf-R\u00fcdiger Umbach sowie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Carola Weitner-Kehl begr\u00fc\u00dften erstmals die neue Pr\u00e4sidentin der Ostfalia, Prof. Dr. Julia Siegm\u00fcller. Sie sitzt satzungsgem\u00e4\u00df ebenso im Beratenden Vorstand wie B\u00fcrgermeister Ivica Lukanic, der sich diesmal allerdings durch den K\u00e4mmerer Kai Kratschmer vertreten lie\u00df.<\/p>\n<p>Ebenfalls zum ersten Mal kam Ingo Schultz zu dieser Veranstaltung. Er ist seit Anfang des Jahres neben Vera Steiner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadtwerke Wolfenb\u00fcttel \u2013 das Energieunternehmen ist ein enger Partner des Vereins, der \u00fcber zahlreiche Immobilien Am Exer verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Schon in seiner Begr\u00fc\u00dfung gab der Vorstandsvorsitzende die positive Richtung vor: \u201eHinter uns liegt ein fantastisches Gesch\u00e4ftsjahr\u201c, unterstrich Wolf-R\u00fcdiger Umbach. Alle Kennzahlen des Gr\u00fcndungszentrums bef\u00e4nden sich auf dem Weg nach oben, und auch die Schuldentilgung entwickele sich pr\u00e4chtig. \u201eWenn es so bleibt, sind wir in acht Jahren schuldenfrei \u2013 daf\u00fcr bedanke ich mich ausdr\u00fccklich bei Carola Weitner-Kehl und dem im Grunde sehr kleinen Team unserer Gesch\u00e4ftsstelle.\u201c<\/p>\n<p>Konkrete Zahlen legte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin in ihrem Jahresbericht nach. Demnach sei nicht nur die Zahl der Mitglieder auf einen neuen H\u00f6chststand geklettert (47), sondern auch die der Mieter. 58 Personen oder Firmen bev\u00f6lkern mittlerweile die Geb\u00e4ude des TIW. Trotz einiger Fluktuation sei auch bei der Auslastung ein neuer Rekord erreicht (99,2 Prozent). \u201eUnd bei den Mieteinnahmen verzeichnen wir insgesamt ein Plus von 7500 Euro pro Monat\u201c, berichtete Carola Weitner-Kehl. Der Grund daf\u00fcr ist, dass gerade gr\u00f6\u00dfere Mieteinheiten, die teilweise durch fr\u00fchere Insolvenzen nach der Corona-Zeit leergezogen worden sind, wieder komplett belegt werden konnten.<\/p>\n<p>\u201eWir haben zudem die D\u00e4cher unserer beiden Technologie-Geb\u00e4ude an die Genossenschaft Sonne eG verpachtet, die sich mit diesem Projekt aus der Hochschule gegr\u00fcndet hat.\u201c Die aufgestellten Kollektoren sorgen nicht nur f\u00fcr sauberen Strom, sondern der Verein konnte seiner Aufgabe weiter gerecht werden, Innovationen und Technologien aus der Hochschule zu f\u00f6rdern \u2013 in diesem Fall die F\u00f6rderung erneuerbarer Energien. Alles zusammen f\u00fchrt zu einem Spitzenwert bei den Einnahmen der Jahresettomieten, die sich unmehr auf rund 1,53 Millionen Euro belaufen.<\/p>\n<p>Umbach unterstrich, dass der \u201eVerein zur F\u00f6rderung von Forschung, Lehre und Innovation\u201c (TIW-Satzung) eines der wenigen Gr\u00fcnderzentren in Norddeutschland sei, die v\u00f6llig ohne staatliche Zusch\u00fcsse auskommen. \u201eWir stemmen unsere Aktivit\u00e4ten allesamt alleine.\u201c Vor diesem Hintergrund sei es doppelt erstaunlich, mit welchem Tempo die Sanierung der ehemaligen Kasernen-Anlage am Exer voranschreite. Beispielsweise werden seit 2022 s\u00e4mtliche Asphaltfl\u00e4chen erneuert und aufgeh\u00fcbscht. Die Schaffung von Parkfl\u00e4chen, Gr\u00fcnanlagen sowie die Erneuerung der Regenwasserkan\u00e4le schl\u00e4gt mit 2,36 Millionen Euro zu Buche. Gleichzeitig gelang es dem Verein, seine Verbindlichkeiten von 10 Millioen Euro (2012) auf voraussichtlich 3,7 Millionen Ende 2025 abzubauen. Vom Schuldenberg zum H\u00fcgel.<\/p>\n<p>Ebenfalls im vorigen Jahr floss die letzte Rate von 340.000 Euro zur Sanierung der denkmalgesch\u00fctzten Schieferd\u00e4cher \u2013 auch dies eine Mammut-Aufgabe, die das TIW ohne Zusch\u00fcsse zu Wege brachte und den Verein insgesamt 3,5 Millionen Euro kostete. \u201eMit der Fertigstellung geht gewisserma\u00dfen eine \u00c4ra zu Ende\u201c, sagte der Vorstandsvorsitzende. In den vergangenen 15 Jahren war immer mindestens ein Dach auf den sechs vereinseigenen Geb\u00e4uden in Arbeit. \u201eNun sollten wir f\u00fcr die n\u00e4chsten 85 Jahre Ruhe haben.\u201c<\/p>\n<p>Den Kassenbericht lieferte Wirtschaftspr\u00fcfer Jens D\u00fce (PKF). Sein Lob: \u201eDas TIW ist ein kaufm\u00e4nnisch tadelloser und vorbildlich gef\u00fchrter Verein.\u201c Das Immobilienverm\u00f6gen bezifferte er auf rund 7 Millionen Euro, die Bilanzsumme bel\u00e4uft sich auf 8,37 Millionen. Der Verlust in 2024 (660.000 Euro) sei kein Beinbruch. \u201eSchlie\u00dflich ist der Verein gehalten, seine Mittel zu verwenden.\u201c Nach seinem Bericht erteilten die anwesenden Mitglieder Vorstand und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung einstimmig die Entlastung. Ebenso einstimmig wurden der Jahresabschluss 2024 sowie der Haushaltsplan 2025 genehmigt.<\/p>\n<p>Am Ende der Tagesordnung ging es im Plauderton um die Tatsache, dass die starke Auslastung der TIW-Geb\u00e4ude Fluch und Segen zugleich ist. \u201eWir mussten schon viele Gr\u00fcndungswillige abweisen\u201c, berichtete Carola Weitner-Kehl. \u201eDas ist kein sch\u00f6ner Zustand.\u201c Viele Fl\u00e4chen seien belegt und damit f\u00fcr Tech-Gr\u00fcndungen blockiert. \u201eDadurch ist unser Vereinszweck auf Dauer nicht zu halten.\u201c<\/p>\n<p>Es entstand die Idee, eine Fl\u00e4che dauerhaft f\u00fcr Gr\u00fcnder freizuhalten. \u201eAllerdings m\u00fcssten wir die wegen der geplanten Einnahmeseite vermieten, vielleicht an die Stadt\u201c, sagte die TIW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. Das konnte sich auch der K\u00e4mmerer gut vorstellen. \u201eDa rennen Sie bei uns offene T\u00fcren ein\u201c, erkl\u00e4rte Kai Kratschmer. Der Wirtschaftsstandort Wolfenb\u00fcttel werde im Rathaus permanent diskutiert. \u201eNeubauten sind durch die Stadt sicher nicht m\u00f6glich, aber eine Kooperation mit dem TIW ganz gewiss.\u201c<\/p>\n<p>Titelfoto: Bei der Jahresversammlung des TIW (von links): Kai Kratschmer, K\u00e4mmerer der Stadt Wolfenb\u00fcttel, Ingo Schultz und Vera Steiner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadtwerke Wolfenb\u00fcttel, Carola Weitner-Kehl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des TIW, sowie Prof. Dr. Wolf-R\u00fcdiger Umbach und Paul-Werner Huppert vom TIW-Vorstand. Ihr Mit-Vorstand Winfried Pink fehlte.\u00a0 Foto: Regio-Press<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Technische Innovationszentrum Wolfenb\u00fcttel ist auf einem guten Weg, freut sich Prof. Dr. Umbach. Wolfenb\u00fcttel. 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