{"id":275088,"date":"2025-07-18T13:37:11","date_gmt":"2025-07-18T13:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275088\/"},"modified":"2025-07-18T13:37:11","modified_gmt":"2025-07-18T13:37:11","slug":"trump-zoelle-deutsche-firmen-warnen-vor-preisschock-und-investitionsrisiken-durch-us-handelspolitik-zoll-allg-nicht-zoll-software-news-logistik-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275088\/","title":{"rendered":"Trump-Z\u00f6lle: Deutsche Firmen warnen vor Preisschock und Investitionsrisiken durch US-Handelspolitik &#8211; Zoll (allg., nicht Zoll-Software) | News | LOGISTIK HEUTE"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer genau muss die Z\u00f6lle bezahlen?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt mehrere Varianten. Im Wesentlichen listet der Vertrag zwischen K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer die genaue konkrete Abmachung auf. Es kann laut US-Logistikbranche sein, dass der Kunde alle Z\u00f6lle und Steuern zahlt. Es gibt auch den Weg, dass der Verk\u00e4ufer alle diese Kosten tr\u00e4gt. Dritte Unternehmen, die die Abwicklung der Einfuhrbestimmungen \u00fcbernehmen, k\u00f6nnen ebenfalls involviert sein.<\/p>\n<p><strong>Wer zieht die Z\u00f6lle ein?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Unterbeh\u00f6rde des US-Heimatschutzministeriums: Die US-Zoll- und Grenzschutzbeh\u00f6rde U.S. Customs and Border Protection ist f\u00fcr Genehmigungen von Einfuhren zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>Welche Folgen h\u00e4tten die Z\u00f6lle f\u00fcr deutsche Unternehmen mit Kunden oder Niederlassungen in den USA?<\/strong><\/p>\n<p>Z\u00f6lle erzeugten Unsicherheit, sagt Christoph Schemionek, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Auslandshandelskammer in Washington. Deutschland sei der drittgr\u00f6\u00dfte ausl\u00e4ndische Direktinvestor in den USA. Die Ank\u00fcndigung Trumps stelle Unternehmen, die auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen seien, vor erhebliche Probleme. \u201eDas betrifft vor allem die Kalkulation von Preisen und langfristige Investitionsplanungen.\u201c Eine kurzfristige Verlagerung der gesamten Lieferketten in die USA sei f\u00fcr viele Unternehmen unrealistisch.<\/p>\n<p>Die Folgen w\u00e4ren \u201egravierend, insbesondere f\u00fcr deutsche Unternehmen mit engen USA-Verbindungen\u201c, sagt Dirk Jandura, Pr\u00e4sident des Exportverbands BGA. \u201eDie Einf\u00fchrung der Z\u00f6lle k\u00e4me einem wirtschaftlichen Schock gleich.\u201c Besonders betroffen w\u00e4ren exportstarke Industrien wie Maschinenbau, Automobil, Chemie und Elektrotechnik. Am US-Gesch\u00e4ft hingen viele Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p><strong>Welche Auswirkungen k\u00f6nnte das f\u00fcr Verbraucher in Deutschland haben?<\/strong><\/p>\n<p>Laut BGA-Pr\u00e4sident Jandura wirken Z\u00f6lle wie eine Steuer. \u201eProdukte verteuern sich, was zu sinkender Wettbewerbsf\u00e4higkeit f\u00fchrt. Indirekte Kostensteigerungen durch gest\u00f6rte Lieferketten schlagen auch in Europa auf Preise f\u00fcr Industrie- und Konsumg\u00fcter durch.\u201c Zugleich w\u00fcrden EU-Gegenz\u00f6lle US-Produkte im deutschen Markt verteuern. Unternehmen st\u00fcnden vor einer schwierigen Wahl: Entweder g\u00e4ben sie die Mehrkosten weiter oder tr\u00fcgen die Belastung selbst. Dies sei auf Dauer jedoch kaum tragf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Antje Gerstein, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin f\u00fcr Europapolitik beim Handelsverband Deutschland, erwartet, dass eine Verteuerung von US-Waren weitere indirekte Auswirkungen auf den Gesamtmarkt haben k\u00f6nnte. \u201eDa eine verst\u00e4rkte Nachfrage nach Alternativen auch deren Preise steigen lassen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wie viel Geld bringen die Z\u00f6lle Trump?<\/strong><\/p>\n<p>Die Importz\u00f6lle bescheren der Trump-Regierung Milliarden. Im zweiten Quartal summierten sich die Zolleinnahmen auf rund 64 Milliarden Dollar, etwa 47 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtete die \u201eFinancial Times\u201c unter Berufung auf Daten des US-Finanzministeriums. US-Finanzminister Scott Bessent rechnete j\u00fcngst vor, dass er bis Jahresende mit Einfuhrz\u00f6llen mehr als 300 Milliarden Dollar (rund 258 Mrd. Euro) einnehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>In der EU wird davon ausgegangen, dass Trump Zolleinnahmen braucht, um seine Steuersenkungsversprechen einl\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Denn mit dem umstrittenen Steuer- und Ausgabengesetz \u201eBig Beautiful Bill Act\u201c, das die Wirtschaft ankurbeln soll und j\u00fcngst den Kongress passierte, d\u00fcrfte die Verschuldung der USA rasant wachsen, so \u00d6konomen. Binnen gut zehn Jahren haben sich die Staatsschulden bereits verdoppelt: von 18,2 Billionen Dollar 2015 auf zuletzt rund 36,6 Billionen, zeigen Zahlen des US-Finanzministeriums.<\/p>\n<p><strong>Warum ist das gef\u00e4hrlich?<\/strong><\/p>\n<p>Die staatliche F\u00f6rderbank KfW h\u00e4lt es f\u00fcr denkbar, dass die Schuldenquote der USA binnen zehn Jahren von zuletzt rund 120 Prozent auf mehr als 170 Prozent der Wirtschaftsleistung klettert. Zum Vergleich: Griechenland war 2024 mit rund 153 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschuldet, Deutschland mit 63 Prozent.<\/p>\n<p>Ohne Gegenma\u00dfnahmen k\u00f6nnten die USA in eine deutlich st\u00e4rkere Schuldenspirale geraten als bisher angenommen &#8211; bis Investoren das Vertrauen in die USA verlieren k\u00f6nnten, warnt KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. (sv)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer genau muss die Z\u00f6lle bezahlen? Es gibt mehrere Varianten. 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