{"id":275188,"date":"2025-07-18T14:33:17","date_gmt":"2025-07-18T14:33:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275188\/"},"modified":"2025-07-18T14:33:17","modified_gmt":"2025-07-18T14:33:17","slug":"autobauer-in-der-krise-die-lage-bleibt-ernst-porsche-chef-kuendigt-weitere-harte-sparrunde-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275188\/","title":{"rendered":"Autobauer in der Krise: \u201eDie Lage bleibt ernst\u201c \u2013\u00a0Porsche-Chef k\u00fcndigt weitere harte Sparrunde an"},"content":{"rendered":"<p>Die Branche entwickle sich \u201edynamisch\u201c, sagt Porsche-Vorstandschef Oliver Blume, man m\u00fcsse flexibel auf Ver\u00e4nderungen reagieren. Daher werde aktuell \u00fcber ein weiteres \u201eStrukturpaket\u201c verhandelt, durch das fast 2000 Stellen gestrichen sein sollen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Porsche-Vorstandschef Oliver Blume stimmt die Besch\u00e4ftigten des Sportwagenbauers auf eine weitere harte Sparrunde ein. \u201eDie Lage bleibt ernst, und die Branche entwickelt sich sehr dynamisch\u201c, schreibt er in einem Brief an die Belegschaft, der der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart in Ausz\u00fcgen vorliegt. Porsche m\u00fcsse deshalb flexibel und schnell auf die Ver\u00e4nderungen reagieren. \u201eIm zweiten Halbjahr 2025 verhandeln Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung von nun an \u00fcber ein zweites Strukturpaket, um die Leistungsf\u00e4higkeit des Unternehmens langfristig abzusichern.\u201c <\/p>\n<p>Ob ein weiterer Stellenabbau geplant ist, war zun\u00e4chst unklar. Zu Inhalten der geplanten Gespr\u00e4che mit dem Betriebsrat \u00e4u\u00dferte sich Blume nicht. Anfang des Jahres hatten die Schwaben angek\u00fcndigt, dass sie bis 2029 1900 Stellen in der Region Stuttgart sozialvertr\u00e4glich abbauen wollen. F\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Porsche AG gilt noch bis 2030 eine Besch\u00e4ftigungssicherung. Betriebsbedingte K\u00fcndigungen sind bis dahin ausgeschlossen \u2013 der Konzern muss also auf Freiwilligkeit setzen. <\/p>\n<p>Blume, der auch Volkswagen-Chef ist, erkl\u00e4rte: \u201eBei den Verhandlungen \u00fcber ein zweites Ma\u00dfnahmenpaket werden Vorstand und Betriebsrat gemeinsam L\u00f6sungen entwickeln.\u201c Eine wichtige Grundlage daf\u00fcr sei, dass dies respektvoll, vertraulich und hinter verschlossenen T\u00fcren geschieht. <\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell, das das Unternehmen \u00fcber viele Jahrzehnte getragen habe, funktioniere heute nicht mehr in dieser Form, schreibt Blume weiter. \u201eUnsere Rahmenbedingungen haben sich in kurzer Zeit massiv verschlechtert.\u201c Zudem entwickele sich die Elektromobilit\u00e4t in vielen M\u00e4rkten deutlich langsamer, als der Autobauer und viele Experten es noch vor Jahren erwartet hatten. \u201eDas alles trifft uns hart. H\u00e4rter als viele andere Automobilhersteller. Wir haben es mit einer \u201aKrise der Rahmenbedingungen\u2018 zu tun.\u201c<\/p>\n<p>China, USA und E-Mobilit\u00e4t als Probleme<\/p>\n<p>Der Porsche-Chef sieht drei wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die angespannte Lage: In China sei das Marktsegment f\u00fcr teure Luxusprodukte in kurzer Zeit f\u00f6rmlich zusammengebrochen, schreibt Blume an die Belegschaft. In den USA dr\u00fcckten die seit April stark gestiegenen Z\u00f6lle und perspektivisch vor allem die aktuelle Kursentwicklung des Dollars das Porsche-Gesch\u00e4ft. Mit dem schleppenden Wandel hin zur E-Mobilit\u00e4t seien au\u00dferdem erhebliche Investitionen in die Flexibilit\u00e4t der Antriebe verbunden. Unter anderem daf\u00fcr rechnet Porsche in diesem Jahr mit Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Probleme zeigen sich auch in den Gesch\u00e4ftszahlen: Nach dem Einbruch 2024 sackte der Porsche-Gewinn im ersten Quartal 2025 weiter ab. Das operative Ergebnis betrug 0,76 Milliarden Euro \u2013 40,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz lag mit 8,86 Milliarden Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Porsche stutzte daher auch die Prognose f\u00fcr 2025.<\/p>\n<p>Ende Juli will das Management das Zahlenwerk f\u00fcr das gesamte erste Halbjahr pr\u00e4sentieren. Zuletzt hatte die Porsche-F\u00fchrung ein Absatzminus vermeldet \u2013 insbesondere in China brachen die Verk\u00e4ufe ein.<\/p>\n<p>dpa\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Branche entwickle sich \u201edynamisch\u201c, sagt Porsche-Vorstandschef Oliver Blume, man m\u00fcsse flexibel auf Ver\u00e4nderungen reagieren. 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