{"id":275601,"date":"2025-07-18T18:19:13","date_gmt":"2025-07-18T18:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275601\/"},"modified":"2025-07-18T18:19:13","modified_gmt":"2025-07-18T18:19:13","slug":"berlin-versicherer-wollen-laengeres-alkoholverbot-fuer-junge-fahrer-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275601\/","title":{"rendered":"Berlin | Versicherer wollen l\u00e4ngeres Alkoholverbot f\u00fcr junge Fahrer"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Angesichts vieler Verkehrsunf\u00e4lle junger Autofahrer unter Alkoholeinfluss sprechen sich die Versicherer f\u00fcr eine Ausweitung des Alkoholverbots um vier Jahre aus. F\u00fcr mehr Verkehrssicherheit w\u00e4re es sinnvoll, die Verl\u00e4ngerung dieser Regelung bis einschlie\u00dflich des 24. Lebensjahres zu pr\u00fcfen, wie der Gesamtverband der Versicherer in Berlin mitteilte. Dies k\u00f6nne helfen, \u00abn\u00fcchternes Fahrer idealerweise zur Gewohnheit werden zu lassen\u00bb. Aktuell gilt ein striktes Alkoholverbot am Steuer bis zum 21. Geburtstag.<\/p>\n<p>Nach Zahlen der Unfallforschung der Versicherer haben Autofahrer und -fahrerinnen im Alter von 18 bis 24 Jahren 2023 insgesamt 1.287 Unf\u00e4lle unter Einfluss von Alkohol verursacht. Dabei seien 18 Menschen ums Leben gekommen und 372 schwer verletzt worden. Knapp zwei von drei dieser Unf\u00e4lle verursachten demnach die 21- bis 24-J\u00e4hrigen. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2023 bundesweit insgesamt 2.839 Tote bei Verkehrsunf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Wo lauern Gefahren bei jungen Fahrern?<\/p>\n<p>\u00abJunge Fahrende \u00fcbersch\u00e4tzen sich h\u00e4ufiger selbst, sind risikogeneigter und weniger fahrerfahren. Auch bestehen Wissensl\u00fccken zum Alkoholabbau und Restalkohol\u00bb, sagte die Leiterin der Unfallforschung, Kirstin Zeidler. \u00abDas Alkoholverbot ist f\u00fcr 18- bis 20-j\u00e4hrige Fahran\u00adf\u00e4nge\u00adrinnen und Fahranf\u00e4nger eine Art Schutzschild vor sich selbst und \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abDen F\u00fchrerschein zu riskieren, h\u00e4lt sie meist davon ab, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen\u00bb, stellte Zeidler fest. \u00abAuch ihr Umfeld akzeptiert dies in aller Regel und animiert nicht, mitzutrinken.\u00bb Untersuchungen belegen dem Gesamtverband zufolge den Erfolg dieses Verbots.<\/p>\n<p>Wie ist die aktuelle Regelung?<\/p>\n<p>Wer bis 21 mit Alkohol am Steuer erwischt wird, dem drohen laut dem Automobilclub ADAC 250 Euro Bu\u00dfgeld sowie ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Fahren unter Alkohol w\u00e4hrend der zweij\u00e4hrigen Probezeit hat noch mehr Konsequenzen.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Versicherer \u00e4ndert sich mitunter das Verhalten mit dem 21. Lebensjahr. Sobald das Alkoholverbot und damit das Schutzargument wegfalle, werde f\u00fcr viele Fahren unter zumindest geringen Alkoholmengen zur neuen Norm, so der Verband. Dabei sei den meisten nicht be\u00adkannt, dass auch unterhalb von 0,5 Promille rechtliche Konsequenzen drohen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was fordern Experten?<\/p>\n<p>Die Experten der Unfallforschung forderten, in der Fahrausbildung verpflichtend den Umgang mit Situationen zu trainieren, in denen sich junge Menschen zwischen Alkoholkonsum und Fahren entscheiden m\u00fcssten. Zudem seien sch\u00e4rfere Alkoholkontrollen n\u00f6tig. \u00abViele sind es gewohnt, nicht entdeckt zu werden\u00bb, hie\u00df es in der Mitteilung.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr weniger Alkoholunf\u00e4lle junger Fahrender sei nicht zuletzt ein breites Angebot des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs, an Fahrgemeinschaften oder alternativer Angebote wie Taxifahrten zum halben Preis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Angesichts vieler Verkehrsunf\u00e4lle junger Autofahrer unter Alkoholeinfluss sprechen sich die Versicherer f\u00fcr eine Ausweitung des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":275011,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1724,1940,1938,2624,3772,601],"class_list":{"0":"post-275601","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesellschaft","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-unfaelle","18":"tag-verbaende","19":"tag-verkehr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114875620777057223","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=275601"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/275601\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/275011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=275601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=275601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=275601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}