{"id":275688,"date":"2025-07-18T19:04:18","date_gmt":"2025-07-18T19:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275688\/"},"modified":"2025-07-18T19:04:18","modified_gmt":"2025-07-18T19:04:18","slug":"stirbt-europa-aus-geburtenrate-sinkt-weiter-in-vielen-europaeischen-laendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/275688\/","title":{"rendered":"Stirbt Europa aus? Geburtenrate sinkt weiter in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>            <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n            WERBUNG<\/p>\n<p>Die neuesten Daten zur Geburtenrate in Europa zeichnen ein d\u00fcsteres Bild. F\u00fcr das Jahr 2024 melden viele europ\u00e4ische L\u00e4nder die niedrigsten Geburtenraten seit mehreren Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Experten <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=Fertility_statistics&amp;action=statexp-seat&amp;lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>gehen davon aus<\/strong><\/a>, dass<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=Fertility_statistics#:~:text=A%20total%20fertility%20rate%20of,total%20fertility%20rate%20in%202023\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <\/a>2,1 Kinder pro Frau erforderlich sind, um die Bev\u00f6lkerungszahl stabil zu halten. In mehreren L\u00e4ndern lag die Geburtenrate im vergangenen Jahr jedoch unter 1,5.<\/p>\n<p>Deutschland: Migration verhindert Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang<\/p>\n<p>In Deutschland sank die Geburtenrate auf 1,35. Das ist der niedrigste Stand seit 1994 (1,24). Damals herrschte eine Rezession.<\/p>\n<p>&#8222;Auch im Jahr 2024 war die Nettozuwanderung die einzige Ursache des Bev\u00f6lkerungswachstums&#8220;, laut <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2025\/01\/PD25_030_124.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Statistischem Bundesamt<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>Trotz dieser Zuwanderung wuchs die Bev\u00f6lkerung im vergangenen Jahr nur um 0,1%, also um 121.000 Personen. &#8222;Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung fiel die Bilanz der Geburten und Sterbef\u00e4lle 2024 negativ aus, da erneut mehr Menschen starben als geboren wurden&#8220;, hei\u00dft es im Bericht der Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Die Daten zeigen eine gro\u00dfe Kluft zwischen den Bundesl\u00e4ndern. W\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung in wohlhabenderen Bundesl\u00e4ndern wie Bayern oder Hamburg zunahm, wurden die st\u00e4rksten R\u00fcckg\u00e4nge in den \u00e4rmeren Bundesl\u00e4ndern Th\u00fcringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verzeichnet.<\/p>\n<p>Im benachbarten \u00d6sterreich war die Situation im Jahr 2024 noch besorgniserregender, da das Land mit 1,32 die niedrigste Geburtenrate aller Zeiten verzeichnete. 77.238 Kinder wurden laut dem <a href=\"https:\/\/www.statistik.at\/fileadmin\/announcement\/2025\/05\/20250526Demographie2024EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Bericht von Statistik Austria<\/strong><\/a> vergangenes Jahr in \u00d6sterreich geboren, das ist ein R\u00fcckgang um 0,5%.<\/p>\n<p>Italien verzeichnet Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang<\/p>\n<p>Mit 166.000 Neuank\u00f6mmlingen verlangsamte die Migration auch den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in Italien, konnte ihn jedoch nicht aufhalten. Seit Jahren schrumpft die Bev\u00f6lkerung Italiens und liegt inzwischen bei unter 60 Millionen Menschen.<\/p>\n<p>Laut dem Statistikamt <a href=\"https:\/\/www.istat.it\/comunicato-stampa\/indicatori-demografici-anno-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>ISTAT<\/strong><\/a> erreichte die Geburtenrate im Jahr 2024 mit 1,18 einen Rekordtiefstand. Auf 1.000 Menschen kamen nur sechs Neugeborene, w\u00e4hrend 11 starben.<\/p>\n<p>Erschwerend kommt hinzu, dass die <a href=\"https:\/\/osservatoriolibereprofessioni.eu\/dati\/italiani-allestero-tra-chi-parte-e-chi-torna\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Zahl der Italiener<\/strong><\/a>, die das Land verlie\u00dfen (156.000), dreimal so hoch war wie die Zahl derer, die zur\u00fcckkehrten (53.000). Die gr\u00f6\u00dften Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckg\u00e4nge wurden aus den \u00e4rmeren Gebieten im Landesinneren des S\u00fcdens gemeldet.<\/p>\n<p>Frankreich: Niedrigste Geburtenrate seit dem Ende des Ersten Weltkriegs<\/p>\n<p>In Frankreich, das traditionell zu den geburtenreichsten L\u00e4ndern Europas geh\u00f6rt, gehen die Zahlen ebenfalls schnell zur\u00fcck. Laut einem <a href=\"https:\/\/www.insee.fr\/en\/statistiques\/8333564?utm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>INSEE-Bericht<\/strong><\/a> war die Geburtenrate im Jahr 2024 mit 1,62 die niedrigste seit dem Ende des Ersten Weltkrieges.<\/p>\n<p>In den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Neugeborenen in Frankreich um rund ein F\u00fcnftel gesunken. Geradeso \u00fcbertrumpft die Anzahl der Geburten die der Sterbef\u00e4lle (+17.000).<\/p>\n<p>Doch auch eine positive Nachricht enthielt der Bericht: Die Lebenserwartung ist in Frankreich auf einem historischen Hoch. F\u00fcr Frauen liegt sie bei 85,6 Jahren, f\u00fcr M\u00e4nner bei 80,0 Jahren.<\/p>\n<p>England: Alte V\u00e4ter sorgen f\u00fcr leichtes Plus<\/p>\n<p>England und Wales z\u00e4hlen zu den wenigen Ausnahmen in Europa. <a href=\"https:\/\/www.ons.gov.uk\/peoplepopulationandcommunity\/birthsdeathsandmarriages\/livebirths\/bulletins\/birthsummarytablesenglandandwales\/2024#live-births\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Laut dem Office for National Statistics<\/strong><\/a> verzeichnen die beiden L\u00e4nder zum ersten Mal seit 2021 ein Wachstum der Geburtenzahlen (+0,6%). Dies ist einem \u00fcberraschenden Anstieg der Neugeborenen mit V\u00e4tern \u00fcber 60 Jahren (+14%) zu verdanken.<\/p>\n<p>Die Zahl der Neugeborenen mit jungen M\u00fcttern und V\u00e4tern ist allerdings zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Der Anteil der Kinder, die von ausl\u00e4ndischen Eltern geboren wurden, war hoch: In Wales waren es fast 20%, in England sogar 40%. 2023 lag dieser Anteil in England noch bei 34%.<\/p>\n<p>Auch Spanien ist im europ\u00e4ischen Vergleich ein Ausnahmefall. <a href=\"https:\/\/www.ine.es\/dyngs\/Prensa\/EDES_EMN2024.htm?utm_source\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Vorl\u00e4ufigen Daten des INE<\/strong><\/a> zufolge k\u00f6nnte die Geburtenrate 2024 dank gesch\u00e4tzter 322.034 Neugeborener um 0,4% steigen.<\/p>\n<p>Wie in anderen L\u00e4ndern gibt es auch in Spanien mehr \u00e4ltere M\u00fctter. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der M\u00fctter im Alter von 40 Jahren oder \u00e4lter um 8,5% gestiegen.<\/p>\n<p>Finnland meldet niedrigste Geburtenrate seit 1776<\/p>\n<p>Die finnische Geburtenrate ist laut <a href=\"https:\/\/stat.fi\/en\/publication\/cm1kgb0io92hk07w7910ibw3b\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Statistics Finland<\/strong><\/a> im Jahr 2024 auf 1,25 gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1776.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.scb.se\/en\/finding-statistics\/statistics-by-subject-area\/population-and-living-conditions\/population-composition-and-development\/population-statistics\/pong\/statistical-news\/swedens-population-2024--population-changes2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Statistische Zentralamt Schwedens<\/strong><\/a> vermeldet f\u00fcr das vergangene Jahr eine Geburenrate von 1,43. Damit liegt die Rate zwar \u00fcber der vieler anderer europ\u00e4ischer L\u00e4nder, dennoch ist es der niedrigste Wert, der je f\u00fcr Schweden ermittelt wurde. Die Gesamtzahl der Neugeborenen lag bei 98.500, dem tiefsten Wert seit 23 Jahren. Die Bev\u00f6lkerung in 169 der 290 Gemeinden des Landes ging zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ungarn und Polen: Scheitern der familienfreundlichen Politik?<\/p>\n<p>Trotz der j\u00fcngsten politischen Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung von Geburten geh\u00f6ren Ungarn und Polen auch 2024 zu den L\u00e4ndern mit niedriger Geburtenrate.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/plwliczbach.stat.gov.pl\/EN\/population.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>polnische Statistikamt<\/strong><\/a> vermeldet f\u00fcr das vergangene Jahr eine Geburtenrate von gerade mal 1,1. Im Vergleich zu 1990 (1,9) hat sich der Wert damit fast halbiert.<\/p>\n<p>Frauen werden in Polen im Durchschnitt mit 29 Jahren Mutter. Vor 35 Jahren lag das Durchschnittsalter noch bei 23 Jahren.<\/p>\n<p>In Ungarn wurden 2024 mit 77.500 so wenige Kinder geboren wie noch nie. Die Geburtenrate war mit 1,38 so niedrig wie seit 2014 nicht mehr, vermeldet die ungarische Statistikbeh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/www.ksh.hu\/stadat_files\/nep\/en\/nep0006.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>KLS<\/strong><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Die neuesten Daten zur Geburtenrate in Europa zeichnen ein d\u00fcsteres Bild. 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