{"id":276476,"date":"2025-07-19T02:24:13","date_gmt":"2025-07-19T02:24:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/276476\/"},"modified":"2025-07-19T02:24:13","modified_gmt":"2025-07-19T02:24:13","slug":"bei-finanzierungen-startups-aus-bayern-ziehen-an-berlin-vorbei-ey","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/276476\/","title":{"rendered":"Bei Finanzierungen: Startups aus Bayern ziehen an Berlin vorbei | EY"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><b>Startups aus Bayern nehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres knapp 2,1 Milliarden Euro Risikokapital ein \u2013 fast jeder zweite deutschlandweit investierte Euro flie\u00dft in den Freistaat<\/b><\/li>\n<li><b>In Berliner Jungunternehmen wurden im gleichen Zeitraum 1,5 Milliarden Euro investiert \u00a0<\/b><\/li>\n<li><b>Insgesamt liegt die Gesamtsumme der Investitionen in Startups im ersten Halbjahr 2025 bei fast 4,6 Milliarden Euro (plus 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum)<\/b><\/li>\n<li><b>Das Finanzierungsvolumen steigt damit im dritten Halbjahr in Folge<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus einem hauchd\u00fcnnen Vorsprung ist ein deutlicher Abstand geworden: Bayerische Startups konnten in den vergangenen sechs Monaten knapp 2,1 Milliarden Euro Risikokapital einsammeln \u2013 262 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2024 und fast genauso viel wie im gesamten Jahr 2024, als 2,3 Milliarden Euro in den Freistaat flossen. Die aktuelle Investitionssumme entspricht zudem fast der H\u00e4lfte (46 Prozent) des Gesamtvolumens, das im laufenden Jahr in die deutsche Startup-Szene investiert wurde. Berliner Jungunternehmen sammelten dagegen 1,5 Milliarden Euro ein \u2013 ein Anstieg um 41 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die Liste der Top-Deals, die lange Zeit von Berliner Jungunternehmen dominiert wurde. Im ersten Halbjahr 2025 gingen sechs der zehn deutschlandweit gr\u00f6\u00dften Finanzierungsrunden an Startups aus Bayern \u2013 nur drei an Jungunternehmen aus Berlin. Komplettiert wird das Top-10-Deal-Ranking von einem Unternehmen aus Baden-W\u00fcrttemberg. Die gr\u00f6\u00dfte Geldspritze erhielt das KI-Startup Helsing aus M\u00fcnchen (600 Millionen Euro), gefolgt von dem Batteriespeicheranbieter Green Flexibility aus Kempten im Allg\u00e4u (400 Millionen Euro) und dem Software-Startup AMBOSS aus Berlin (240 Millionen Euro).<\/p>\n<p>Das zeigt das <a title=\"Download\" href=\"https:\/\/www.ey.com\/de_de\/functional\/forms\/download\/2025\/07\/ey-startup-barometer-juli-2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Startup-Barometer<\/a> der Pr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst &amp; Young). Die Studie basiert auf einer Analyse der Investitionen in deutsche Startups. Als Startups werden dabei grunds\u00e4tzlich Unternehmen gewertet, die nicht \u00e4lter als zehn Jahre sind.<\/p>\n<p><a title=\"Dr. Thomas Pr\u00fcver\" href=\"https:\/\/www.ey.com\/de_de\/people\/thomas-pruever\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Dr. Thomas Pr\u00fcver<\/a>, Partner bei EY: \u201eDas Startup-\u00d6kosystem in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich ver\u00e4ndert, die Gewichte verschieben sich. In Berlin finden nach wie vor die meisten Deals statt. Und Berlin bleibt beispielsweise im Bereich E-Commerce deutschlandweit klar f\u00fchrend. Aber: Infolge neuer Megatrends setzen Investoren andere Schwerpunkte als in den Vorjahren: der Krieg in der Ukraine bzw. die steigende Bedeutung des R\u00fcstungssektors zum einen, der weltweite Vormarsch der K\u00fcnstlichen Intelligenz zum anderen und schlie\u00dflich die Energiewende und der Umbau der Energieversorgung in Deutschland.\u201c<\/p>\n<p>So waren die Finanzierungsrunden f\u00fcr die in Bayern ans\u00e4ssigen Startups Helsing und Quantum Systems die gr\u00f6\u00dfte bzw. viertgr\u00f6\u00dfte Investition im ersten Halbjahr in Deutschland \u2013 beide Unternehmen sind in der R\u00fcstungsbranche t\u00e4tig. Von den gut 4,6 Milliarden Euro, die deutschlandweit im ersten Halbjahr investiert wurden, flossen zudem knapp zwei Milliarden Euro an KI-Startups \u2013 auch ein Bereich, in dem Bayern besonders stark ist. Und zwei der zehn gr\u00f6\u00dften Deals in der ersten Jahresh\u00e4lfte gingen an bayerische Anbieter von Batteriel\u00f6sungen Bzw. Energiegewinnungstechnologien.<\/p>\n<p>Pr\u00fcver: \u201eDas bayerische Startup-\u00d6kosystem hat seine St\u00e4rken im Technologie-Sektor \u2013 das ist genau der Bereich, der derzeit besonders im Fokus der Investoren steht. Zudem profitiert der Startup-Standort Bayern von der Wirtschaftskraft allgemein. Das hilft vor allem, wenn es darum geht, die eigenen Dienstleistungen, Anwendungen oder Produkte traditionellen Industrien anzubieten, wie beispielsweise dem Automobil- und Maschinenbau oder der Medizintechnik, oder hier Kooperationspartner und Investoren zu finden. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups befruchten sich gegenseitig, das f\u00f6rdert Innovation und zieht Investoren an. Ein \u00e4hnliches St\u00e4rken-Profil sehen wir in Baden-W\u00fcrttemberg, die bayerische Startup-Szene profitiert aber \u2013 zumindest bislang \u2013 deutlich st\u00e4rker.\u201c<\/p>\n<p>Investitionsboost im Bereich Software, Kapital-Spr\u00fcnge f\u00fcr Education und PropTech<\/p>\n<p>Gefragt sind aktuell vor allem Jungunternehmen aus dem Sektor Software &amp; Analytics, sie erhielten in den ersten sechs Monaten des Jahres mit Abstand am meisten Investitionskapital: Knapp 1,5 Milliarden Euro standen hier zu Buche, ein Zuwachs von fast 400 Millionen Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode (plus 36 Prozent). Ein Ende dieses Booms ist laut Pr\u00fcver nicht in Sicht: \u201eWir stehen gerade erst am Anfang der Entwicklungen im Bereich K\u00fcnstlicher Intelligenz, die Anwendungsm\u00f6glichkeiten dieser Technologie in Unternehmen werden rasant steigen. Das Potenzial ist riesig, Deutschland hat hier alle M\u00f6glichkeiten, dieser Entwicklung durch eigene Ideen und Startups seinen Stempel aufzudr\u00fccken und wirtschaftlich zu profitieren.\u201c<\/p>\n<p>Auch wenn der Softwaresektor das meiste Risikokapital auf sich vereinigen konnte: andere Bereiche ziehen auch das Interesse der Investoren auf sich. Ein starkes Wachstum konnte etwa der Bereich Energy erzielen: Die investierte Risikokapitalsumme stieg hier von 349 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2024 auf 922 Millionen Euro im aktuellen Vergleichszeitraum \u2013 und damit um 164 Prozent. Prozentual noch st\u00e4rker stiegen Investitionen nur in den Bereichen Education, wo \u2013 nach 20 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum \u2013 in den ersten sechs Monaten 324 Millionen Euro (plus 1.520 Prozent) eingesammelt werden konnten, sowie im Bereich PropTech. Hier flossen im ersten Halbjahr 2024 sechs Millionen Euro, im aktuellen Beobachtungszeitraum sind es 91 Millionen Euro (plus 1.416 Prozent).<\/p>\n<p>Investitionssumme steigt im dritten Halbjahr in Folge<\/p>\n<p>Insgesamt konnten Jungunternehmen im ersten Halbjahr 2025 deutschlandweit Risikokapital in H\u00f6he von fast 4,6 Milliarden Euro einsammeln. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Jahres ist dies ein Zuwachs von knapp 1,2 Milliarden Euro (plus 34 Prozent). Die aktuelle Summe stellt au\u00dferdem den dritth\u00f6chsten Wert f\u00fcr ein erstes Halbjahr seit 2015 dar. Zudem ist das Finanzierungsvolumen nun im dritten Halbjahr in Folge gestiegen. Auch die Anzahl der Deals nimmt wieder zu. Deutschlandweit stiegen die Finanzierungsrunden auf 391 in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 \u2013 ein Plus von 24 Deals gegen\u00fcber dem ersten Halbjahr 2024 (plus sieben Prozent).<\/p>\n<p>Zudem ist zu beobachten, dass in fast allen Gr\u00f6\u00dfenkategorien die Anzahl der Finanzierungsabschl\u00fcsse stieg, prozentual am st\u00e4rksten bei den Mega-Deals von mehr als 100 Millionen Euro. Hier haben sich die Abschl\u00fcsse von f\u00fcnf im ersten Halbjahr 2024 auf elf in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr als verdoppelt. Lediglich in der Gr\u00f6\u00dfenkategorie der Finanzierungen im Umfang von mehr als 50 bis zu 100 Millionen Euro ist ein R\u00fcckgang zu verzeichnen \u2013 von zehn Deals im ersten Halbjahr 2024 auf vier in den vergangenen sechs Monaten. Pr\u00fcvers Fazit: \u201eDie vergangenen Jahre waren f\u00fcr die deutsche Startup-Szene teilweise nicht einfach. Auf das Rekordjahr 2021 folgte eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unsanfte Landung. Aktuell pendeln sich die Investitionssummen ganz offenbar auf einem h\u00f6heren Niveau ein als vor dem Rekordjahr \u2013 und die Tendenz zeigt deutlich nach oben. Und das trotz der zahlreichen geopolitischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich \u00a0Jungunternehmen ausgesetzt sehen. Die Mehrheit der Startups hat diese Herausforderungen angenommen, das Startup-\u00d6kosystem als Ganzes ist offenbar gest\u00e4rkt aus dieser Phase hervorgegangen.\u201c<\/p>\n<p><a title=\"Download\" href=\"https:\/\/www.ey.com\/de_de\/functional\/forms\/download\/2025\/07\/ey-startup-barometer-juli-2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Hier<\/a> k\u00f6nnen Sie die Studie kostenlos herunterladen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startups aus Bayern nehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres knapp 2,1 Milliarden Euro Risikokapital ein \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":276477,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-276476","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114877527674809026","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=276476"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276476\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/276477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=276476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=276476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=276476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}