{"id":276630,"date":"2025-07-19T03:51:11","date_gmt":"2025-07-19T03:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/276630\/"},"modified":"2025-07-19T03:51:11","modified_gmt":"2025-07-19T03:51:11","slug":"autor-liest-zum-literarischen-sommer-aus-zwei-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/276630\/","title":{"rendered":"Autor liest zum Literarischen Sommer aus &#8222;Zwei Leben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der deutsche Bestsellerautor Ewald Arenz ist auf dem Land gro\u00df geworden \u2013 genauer gesagt in einem steingedeckten Jurahaus in Burgsalach, einer kleinen Gemeinde in Mittelfranken. F\u00fcr seinen aktuellen Roman \u201eZwei Leben\u201c (2024) ist der Autor an den Ort seiner Kindheit zur\u00fcckgekehrt. Zum Auftakt des Literarischen Sommers in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moenchengladbach\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00f6nchengladbach<\/a> hat er nun am Samstag, 12. Juli, im ausverkauften Wandelsaal aus eben jenem Roman gelesen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie bereits in den vergangenen Jahren machte die Auftakt-Lesung des Literaturfestivals direkt Lust, im aktiven Nachgang tiefer in die vorgestellte Geschichte einzutauchen. Der Literarische <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/sommer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sommer<\/a> findet 2025 bereits zum 26. Mal statt, in den vergangenen Jahren waren in Gladbach bereits Autorinnen und Autoren wie Daniela Dr\u00f6scher und Uwe Wittstock zu Gast. In \u201eZwei Leben\u201c erz\u00e4hlt Ewald Arenz nun die Geschichte der beiden Frauen Roberta und Gertrud: Nach einer Schneiderlehre kehrt Roberta 1971 zur\u00fcck auf den elterlichen Hof. Sie wei\u00df um die Erwartung ihrer Eltern, dass sie den Bauernhof \u00fcbernehmen soll; liebt das Dorfleben und tr\u00e4umt doch zugleich von der Welt der Mode. Die Pfarrersfrau Gertrud sehnt sich aus der Enge ihrer Ehe und ihres Lebens hinaus. Sie ist die Mutter von Wilhelm, in den sich Roberta verliebt. \u201eEine zum Scheitern verurteilte Liebe\u201c, wie der Autor am Samstag in der Zentralbibliothek verriet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den ausgew\u00e4hlten Lesepassagen beim Literarischen Sommer kam Gertrud nicht vor. Doch ihr Name klang mehrfach an in den \u00fcberleitenden Gespr\u00e4chen zwischen Arenz und Maren Jungclaus vom Literaturb\u00fcro NRW. Der Austausch zwischen den beiden lie\u00df darauf schlie\u00dfen, dass das Buch noch viele Geschichten und Geheimnisse birgt; die Leseprobe f\u00fchrte in einen atmosph\u00e4risch dichten und lebensnah geschriebenen Roman. Arenz las von Robertas R\u00fcckkehr auf den elterlichen Hof nach dreij\u00e4hriger Lehre. Er las von einem pr\u00e4genden wie ersch\u00fctternden Erlebnis mit den Jugendfreunden Wilhelm und Wolfgang. Er las von der aufkeimenden Liebe zu Wilhelm. Und er las von Robertas so anr\u00fchrenden Gespr\u00e4chen mit dem Gro\u00dfvater \u2013 der w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges als Soldat und Kriegsgefangener viel mehr von der Welt gesehen hatte, als die Enkelin lange Zeit ahnen konnte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Haften blieben w\u00e4hrend der Lesung fast poetisch anmutende S\u00e4tze wie: \u201eIn das Land waren Familiengeschichten eingeschrieben. Und es konnte sie nur lesen, wer hier aufgewachsen war\u201c. Im Gespr\u00e4ch mit Jungclaus stellte sich der Autor als \u00e4ltester Sohn einer kinderreichen Pfarrersfamilie vor. All seine Erinnerungen an das Pfarrhaus und das Dorf seien in den Roman mit eingeflossen. Der Schriftsteller und Gymnasiallehrer bezeichnete das Buch au\u00dferdem als eine Verneigung vor der eigenen Mutter, einer \u201estarken Frau\u201c, wie er sie nennt. Sie sei einer der Gr\u00fcnde, warum die Hauptfiguren in seinem Roman zwei Protagonistinnen sind. Als seine Mutter um 1971 herum nach der Geburt des vierten Kindes wieder arbeiten wollte, brauchte sie von ihrem Ehemann jeweils eine Genehmigung f\u00fcr die Berufst\u00e4tigkeit, ein eigenes Bankkonto und den F\u00fchrerschein, erz\u00e4hlt Arenz. Die Justizreform, die das \u00e4nderte, wurde erst 1977 beschlossen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei der Lesung in der Zentralbibliothek verriet Arenz, dass er f\u00fcr seinen Roman unter anderem auch im Freilichtmuseum recherchiert hat. Ihm war aufgefallen, dass er die in der Kindheit gesehenen und in Erinnerung gebliebenen Maschinen nicht richtig benennen konnte. Maren Jungclaus fragte Arenz au\u00dferdem nach den zahlreichen Geruchsbeschreibungen, die immer wieder in seinem Buch auftauchen \u2013 und die sich stets auf einer Skala zwischen \u201eduftendem Heu\u201c und \u201estinkender G\u00fclle\u201c verorten. Sie seien ihm sehr wichtig gewesen, entgegnete Arenz. Denn st\u00e4rker noch als Musik w\u00fcrden Ger\u00fcche den Menschen in die Kindheit zur\u00fcckwerfen. Auf die Frage, woher die Namen seiner Figuren k\u00e4men, antwortete er au\u00dferdem, dass er sich von einem Song \u201emit tieftraurigem Text\u201c anregen lie\u00df, den er in der Jugend gerne geh\u00f6rt habe. Den Titel und den Interpreten verriet er aber nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der deutsche Bestsellerautor Ewald Arenz ist auf dem Land gro\u00df geworden \u2013 genauer gesagt in einem steingedeckten Jurahaus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":276631,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1797,1785,29,214,63851,82567,30,18124,51982,82569,18449,82568,82570,1795,82571,215],"class_list":{"0":"post-276630","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buch","10":"tag-buecher","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-ewald-arenz","14":"tag-fraenkische","15":"tag-germany","16":"tag-gertrud","17":"tag-heinrichs","18":"tag-jungclaus","19":"tag-kindheit","20":"tag-las","21":"tag-roberta","22":"tag-roman","23":"tag-romanfiguren","24":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114877870020087054","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=276630"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276630\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/276631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=276630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=276630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=276630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}