{"id":276790,"date":"2025-07-19T05:19:12","date_gmt":"2025-07-19T05:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/276790\/"},"modified":"2025-07-19T05:19:12","modified_gmt":"2025-07-19T05:19:12","slug":"netflix-co-kulturstaatsminister-beklagt-unwucht-bei-streaming-plattformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/276790\/","title":{"rendered":"Netflix &#038; Co.: Kulturstaatsminister beklagt &#8222;Unwucht&#8220; bei Streaming-Plattformen"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Culture-Minister-criticizes-imbalance-on-streaming-platforms-like-Netflix-10493365.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat drastische, mit der Digitalisierung verkn\u00fcpfte Verschiebungen in der Medien- und Filmwirtschaft ausgemacht und will gegensteuern. &#8222;Wir haben im ganzen Mediensystem strukturelle Verwerfungen durch die Digital-Plattformen und durch die Streaming-Anbieter&#8220;, erkl\u00e4rte der Publizist im Gespr\u00e4ch mit der Rheinischen Post. &#8222;Wir erleben einen revolution\u00e4ren Vorgang, weil fast das gesamte Mediengesch\u00e4ft von Entwicklung \u00fcber Produktion bis hin zur Auswertung vor massiven Ver\u00e4nderungen steht.&#8220;<\/p>\n<p>Diese Transformation &#8222;ver\u00e4ndert und verzerrt den Markt&#8220;, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/kulturstaatsminister-weimer-die-meinungsvielfalt-ist-bedroht_aid-131183273\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">meint Weimer<\/a>. Sie bringe zugleich viele Akteure unter Druck und in existenziellen Sorgen, verweist der 60-J\u00e4hrige etwa auf Verleger, Filmschaffende und TV-Konzerne. Damit entst\u00fcnden hier &#8222;faktisch Medienmonopole&#8220; US-amerikanischer Herkunft: &#8222;Die Meinungsvielfalt in Deutschland ist bedroht, deshalb m\u00fcssen wir das ansprechen.&#8220;<\/p>\n<p>Weimer will sich daher schon kommende Woche mit Streaming-Anbietern bei einem Gipfeltreffen im Kanzleramt zusammensetzen und L\u00f6sungsans\u00e4tze er\u00f6rtern. Ihm ist aufgefallen: &#8222;Amazon, Disney und Netflix machen hier hohe Ums\u00e4tze.&#8220; Sie m\u00fcssten daher auch etwas zum Produktionsstandort Deutschland beitragen. Denn: &#8222;Da ist eine Unwucht entstanden&#8220;, moniert der Minister. &#8222;Das k\u00f6nnen wir nicht laufen lassen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Lex Netflix&#8220; im Anmarsch<\/p>\n<p>Konkret will Weimer &#8222;die Streamer&#8220; zur Kasse bitten: &#8222;Wer in Deutschland k\u00fcnftig Gesch\u00e4fte macht, vom deutschen Markt und steuerfinanzierter F\u00f6rderung profitiert, soll verpflichtet sein, auch wieder in deutsche Filmproduktionen zu investieren.&#8220; Mit dem EU-Recht sei das vereinbar. Eine genaue Quote nannte der Politiker zun\u00e4chst nicht. In Frankreich m\u00fcssen Streaming-Anbieter seit 2021 mindestens 20 Prozent ihres Umsatzes, den sie dort erzielen, in die Finanzierung europ\u00e4ischer Produktionen mit franz\u00f6sischer Originalsprache investieren. Auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Lex-Netflix-Schweizer-nicken-Filmgesetz-per-Referendum-ab-7095862.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in der Schweiz gibt es schon eine \u00e4hnliche &#8222;Lex Netflix&#8220;<\/a>. Die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Lex-Netflix-Sender-und-Streaming-Dienste-sind-gegen-Investment-Zwang-9818850.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">alte Bundesregierung machte im vorigen Jahr einen vergleichbaren Vorsto\u00df<\/a>, gegen den sich insbesondere die Digitalbranche aber wehrte.<\/p>\n<p>Die 2018 reformierte Richtlinie f\u00fcr audiovisuelle Medien sieht vor, dass 30 Prozent der Inhalte in Programmen von Fernsehsendern und Streaming-Plattformen wie Prime Video, iTunes, Netflix, Joyn oder RTL+ europ\u00e4isch sein m\u00fcssen. Das soll die kulturelle Vielfalt erh\u00f6hen und Video-on-Demand-Plattformen zu Investitionen in Eigenproduktionen made in Europe veranlassen.<\/p>\n<p>Auch an seinem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Uneinigkeit-bei-Digitalsteuer-Spahn-offen-NRW-Finanzminister-strikt-dagegen-10476952.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">umstrittenen Vorschlag f\u00fcr eine Digitalabgabe<\/a> will Weimer festhalten: &#8222;Da sind wir in intensiven Gespr\u00e4chen.&#8220; Seine Kabinettskollegin, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalsteuer-fuer-Tech-Riesen-Kulturstaatsminister-Weimer-stoesst-auf-Widerstand-10483420.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">h\u00e4lt von so einem &#8222;Plattform-Soli&#8220; aber wenig<\/a>. Der neue <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Erfolg-fuer-Trump-EU-Kommission-will-Digitalsteuer-aus-Haushaltsplan-streichen-10485150.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehrj\u00e4hrige Haushaltsrahmenplan der EU-Kommission sieht zudem keine Digitalsteuer f\u00fcr Tech-Riesen vor<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vbr<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":276791,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[82608,1173,175,170,169,29,30,171,174,11756,8943,1897,173,172,24106],"class_list":{"0":"post-276790","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-big-tech","9":"tag-bundesregierung","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-netzpolitik","18":"tag-regulierung","19":"tag-streaming","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-urheberrecht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114878215901616875","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=276790"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276790\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/276791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=276790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=276790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=276790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}