{"id":277061,"date":"2025-07-19T07:53:16","date_gmt":"2025-07-19T07:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/277061\/"},"modified":"2025-07-19T07:53:16","modified_gmt":"2025-07-19T07:53:16","slug":"sebastian-kurz-war-eine-katastrophe-fuer-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/277061\/","title":{"rendered":"\u201eSebastian Kurz war eine Katastrophe f\u00fcr \u00d6sterreich\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"interview-question-text\">Herr Lendvai, Ihr neues Buch tr\u00e4gt den Titel \u201eWer bin ich?\u201c, und die Antwort darauf ist vielf\u00e4ltig: Publizist, geb\u00fcrtiger Ungar, Jude, Migrant, \u00f6sterreichischer Patriot, Europ\u00e4er. Gibt es eine Identit\u00e4t, die mit dem Alter in den Vordergrund r\u00fcckt?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Paul Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Im Vordergrund steht \u00d6sterreich. \u00d6sterreich ist f\u00fcr mich das Wichtigste.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Ein Politiker, der Sie stark besch\u00e4ftigt hat, ist Bruno Kreisky, \u00fcber den Sie auch eine Biografie geschrieben haben. Was fehlt den Politikern heute, wieso gibt es keine Kreiskys mehr?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ich hatte viel Gl\u00fcck im Leben, eines davon war meine N\u00e4he zum Ausnahmepolitiker Kreisky. Es gibt kaum jemanden, der so viele Wahlen gewonnen hat. In Wahrheit sind die anderen Zwerge gegen ihn.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  image\" title=\"Kreisky und Lendvai\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216764187.jpg\"  data- alt=\"Kreisky - Licht und Schatten einer \u00c4ra =\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216764187.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery4\" data-glightbox=\"description:.desc-4\"\/><\/p>\n<p class=\"gslide-copyright\">\u00a9 First Look\/picturedesk.com<\/p>\n<p>                            Kreisky und Lendvai<\/p>\n<p>            Alte Bekannte<\/p>\n<p>Paul Lendvai (links) mit Bruno Kreisky im Jahr 1985: \u00a0\u201eIn Wahrheit sind die anderen Zwerge gegen ihn.&#8220;<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Woran liegt das?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Haupts\u00e4chlich an der Bildung. Die Politiker sind heute h\u00f6chst ungebildet. Sie lesen nicht. Es ist ein Abstieg der politischen Klasse. Vielleicht war \u00d6sterreichs letzter gebildeter <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/interview-ex-kanzler-wolfgang-schuessel-profil-nicht-wertehaltung-oevp\/403047697\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Politiker Wolfgang Sch\u00fcssel<\/a>. Wenn er auch kein gro\u00dfer Sympathietr\u00e4ger ist, immerhin hat er B\u00fccher gelesen und geschrieben. Der Abstieg der politischen Klasse ist gef\u00e4hrlich, weil sie f\u00fcr die politische Vertretung des Volkes so wichtig ist. Es sind weniger die Medien das Problem, sondern dass die Leute nur noch die \u00dcberschriften lesen.<\/p>\n<p>                              <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/oesterreich\/interview-ex-kanzler-wolfgang-schuessel-profil-nicht-wertehaltung-oevp\/403047697\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" class=\"lazyload \" title=\"Wolfgang Sch\u00fcssel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-215632693-46-215634886.jpg\"  data- alt=\"Wolfgang Sch\u00fcssel\"\/><\/p>\n<p>                                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"card-text author-name\">\n<p>            Von                                      Gernot Bauer und<br \/>\n                                                          Anna Thalhammer<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Zu Kreiskys Zeiten hatten Zeitungen h\u00f6here Auflagen, Journalisten waren viel einflussreicher \u2026 Was war damals anders?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Politiker und Journalisten waren einander bef\u00fcllende Gef\u00e4\u00dfe. Kreisky war ein Medienkanzler, der mit Journalisten umgehen konnte. Das Zeitungssterben und die Schnellsch\u00fcsse der Medien sind ein Problem \u2013 und dass man zu viel spekuliert. Es ist eine Renaissance des Negativen, das Positive wird bel\u00e4chelt. Dabei \u00fcbersehen wir, wie gut es uns in \u00d6sterreich geht.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">In der Politik fehlte es zuletzt an charismatischen F\u00fchrerfiguren. Woran liegt das?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Kreisky ist schon lange her. Untersch\u00e4tzen wir nicht die Rolle seiner Pers\u00f6nlichkeit, er hatte echtes Charisma. Ob solche Menschen an die Macht kommen, h\u00e4ngt auch von Zuf\u00e4llen ab. Dann gibt es mitunter gl\u00fcckliche Perioden. Nach gro\u00dfen Pers\u00f6nlichkeiten kommen oft auch lange Phasen, in denen nichts nachkommt.<\/p>\n<blockquote class=\"quote-title\">\n<p>Von Kurz bleibt nichts, weil da nie etwas war. Er ist ein Blender.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"interview-question-text\">Viele sahen in Sebastian Kurz einen solchen Charismatiker.<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Kurz war ein Sonderfall. Bis heute gibt es Kollegen, die in jedem Leitartikel fragen, wann er endlich zur\u00fcckkommt. Ich finde, dass er eine Katastrophe f\u00fcr \u00d6sterreich war. Er hat die t\u00fcrkis-blaue Regierung angef\u00fchrt, in der alle anderen wichtigen Positionen in den H\u00e4nden der Freiheitlichen waren \u2013 oder in solchen, die heute f\u00fcr Russlands Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin arbeiten (die damalige, von der FP\u00d6 bestellte Au\u00dfenministerin Karin Kneissl arbeitet mittlerweile f\u00fcr einen Kreml-nahen Thinktank in St. Petersburg, Anm.). Doch Kurz zeigt sich bis heute in jedem Interview stolz auf diese Zeit. Und niemand hat den Mut oder die Kraft zu fragen: Wieso? Von Kurz bleibt nichts, weil da nie etwas war. Er ist ein Blender. Sehen Sie, mit welchen Leuten er sich umgibt. Mit dem Unternehmer Peter Thiel zum Beispiel.<\/p>\n<p>                              <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/podcasts\/nicht-zu-fassen-ich-werde-nie-die-fpoe-kopieren-staffel-7-folge-1\/403043856\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" class=\"lazyload \" title=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/kurzartikel-header.png\"  data- alt=\"kurz header podcast nicht zu fassen nzf\"\/><\/p>\n<p>                                                        <\/a><\/p>\n<p>          Nicht zu fassen, Staffel 7\n                <\/p>\n<p class=\"card-text author-name\">\n<p>            Von                                      Stefan Melichar,<br \/>\n                                                          Josef Redl und<br \/>\n                                                          Franziska Schwarz<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Einer von Kurz\u2019 Unterst\u00fctzern war Wolfgang Sch\u00fcssel. Mit ihm waren Sie fr\u00fcher befreundet \u2026<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Das ist f\u00fcr mich ein schmerzliches Kapitel. Ich habe Sch\u00fcssel damals (nach der Koalition mit J\u00f6rg Haiders FP\u00d6 im Jahr 2000, Anm.) gegen dramatische Angriffe und \u00dcbertreibungen verteidigt. Aber er hat sich nie von <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/ausland\/vom-liberalen-zum-rechtspopulisten-orban-ist-trumps-mann-in-europa\/402978788\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Viktor Orb\u00e1n <\/a>distanziert, ihn immer wieder gelobt. Sch\u00fcssel vergisst nie, dass er nach Ungarn eingeladen wurde, als er angegriffen wurde. Aus dieser Dankbarkeit hat er eine Architektur errichtet.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  \" title=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631654.jpg\"  data- alt=\"46-216631654\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631654.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery17\" data-glightbox=\"description:.desc-17\"><\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sprechen Sie miteinander?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ja, doch da ist eine pers\u00f6nliche Entt\u00e4uschung. Bekannte Menschen, Politiker, die Vorbilder sind, sind nicht bereit, sich mit ihren eigenen Fehlern aus der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Sehen Sie sich an, wie die Politiker mit Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin umgegangen sind. Sie sagen, er habe sich ver\u00e4ndert. Doch das stimmt nicht, er war immer derselbe, aber als ehemaliger KGB-Mann wusste er, wie man umschmeichelt, sich beliebt macht. <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/podcasts\/putin-folge-1-die-langzeitbeziehung-oligarchen-sportlegenden-romanze\/402928519\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Darauf sind sie alle hereingefallen<\/a>, nicht nur Sch\u00fcssel.<\/p>\n<p>                              <a href=\"https:\/\/www.profil.at\/podcasts\/putin-folge-1-die-langzeitbeziehung-oligarchen-sportlegenden-romanze\/402928519\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" class=\"lazyload \" title=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/podcastaufmocha2.png\"  data- alt=\"\"\/><\/p>\n<p>                                                        <\/a><\/p>\n<p>          Nicht zu fassen. Staffel 3\n                <\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sie schreiben immer wieder \u00fcber das Thema Flucht. Sie selbst flohen im Zuge des Ungarn-Aufstands 1957 nach Wien, wo Sie rasch Fu\u00df fassten. Als positive Beispiele f\u00fcr gelungene Integration nennen Sie in Ihrem Buch Bundespr\u00e4sident Alexander Van der Bellen, die Gr\u00fcnen-Politikerin Alma Zadi\u0107 und den \u00f6sterreichisch-amerikanischen Schauspieler und Politiker Arnold Schwarzenegger. Kann man diese Personen wirklich mit Menschen vergleichen, die heute aus Syrien, Afghanistan oder Somalia zu uns kommen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ja nat\u00fcrlich, denn man muss auch die guten Beispiele sehen, und die gibt es auch heute. Die massive Flucht von Menschen, die ganz andere zivilisatorische und kulturelle Hintergr\u00fcnde haben, ist neu. Darauf sind wir nicht vorbereitet. Ich sage es offen: Das ist leider unl\u00f6sbar. Was wir brauchen, sind qualifizierte Zuwanderer. Die Menschen kommen mit drei oder f\u00fcnf oder acht Kindern, die Schulen sind \u00fcberlastet, die Lehrer nicht ausreichend bezahlt. Es gibt in Wien Bezirke, in denen die Menschen die Sprache nicht lernen und deren Kinder einen massiven Nachteil haben.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  image\" title=\"Paul Lendvai: Wer bin ich?\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216513771.jpg\"  data- alt=\"46-216513771\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216513771.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery21\" data-glightbox=\"description:.desc-21\"><\/p>\n<p class=\"gslide-copyright\">\u00a9 Zsolnay<\/p>\n<p>                            Paul Lendvai: Wer bin ich?<\/p>\n<p>            Paul Lendvai: Wer bin ich?<\/p>\n<p>Erscheint am 22. Juli im Zsolnay Verlag. 128 S., EUR 24,70<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Wie sollen aus diesen Kindern Zadi\u0107s beziehungsweise Schwarzeneggers werden?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Die gro\u00dfe Frage ist, wie sie das schaffen k\u00f6nnen. Durch sehr harte Arbeit \u2026<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Haben wir zu viele Menschen aufgenommen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Wir haben zu viel und zu wenig getan. Es war mir nach der Fl\u00fcchtlingskrise von 2015 eine gro\u00dfe Ehre, im Auftrag der damaligen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im \u00f6sterreichischen Migrationsrat als Vorsitzender dieses Gremiums mitzuwirken. In zw\u00f6lf Arbeitskreisen haben wir zusammen mit Experten Berichte erarbeitet. Doch dann kamen andere Innenminister, zuerst Wolfgang Sobotka und dann Gerhard Karner. Bei ihm stellte sich rasch heraus, dass er keine Ahnung davon hatte, dass in seinem Haus dieser Bericht entstanden war. Der Minister wusste das nicht!<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Was braucht es f\u00fcr eine gelungene Integration?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Im Grunde k\u00f6nnen wir nur kleine Siege erringen. Das Problem ist unl\u00f6sbar. Es braucht Zuversicht, aber auch Realismus. Es ist schwer, Traditionen zu \u00fcberwinden und einen Weg zu finden, trotz aller Schwierigkeiten und Widerspr\u00fcche.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Was w\u00e4re der richtige Weg?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ich wei\u00df es nicht. Ich bewundere Menschen, die immer alles wissen. Man muss die Kraft haben, zuzugeben, dass man es nicht wei\u00df. Ich war Fl\u00fcchtling, und man hat leise gesprochen. Jetzt kommen die jungen Leute in die U6 und schreien, und die Pensionisten schieben alles auf die Ausl\u00e4nder. FP\u00d6-Chef Herbert Kickl sagt, wir retten euch davor, und das f\u00e4llt auf fruchtbaren Boden, vor allem dort, wo es kaum Migranten gibt.<\/p>\n<blockquote class=\"quote-title\">\n<p>Die Frage ist immer, wo man verfolgt wurde. An Wien und \u00d6sterreich habe ich nur sch\u00f6ne Erinnerungen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"interview-question-text\">Sie beschreiben in Ihrem Buch, wie Sie als 15-j\u00e4hriger Jude die Verfolgung der J\u00fcdinnen und Juden in Ungarn \u00fcberlebten. \u00d6sterreich und Deutschland haben mit dem Holocaust unfassbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. War es schwer f\u00fcr Sie, nach \u00d6sterreich zu ziehen, in ein Land voller alter Nazis?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ich habe das hier pers\u00f6nlich nie gesp\u00fcrt.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sie haben damals als junger Mann keinen Antisemitismus erlebt?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Nein, nie. Nicht in \u00d6sterreich.<\/p>\n<blockquote class=\"quote-title\">\n<p>Ich sah, wie Menschen erschossen wurden. Das sind Erinnerungen, die bleiben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"interview-question-text\">Und in Ungarn?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ja, nat\u00fcrlich. In Ungarn wurden im Jahr 1944 mit der Hilfe von 200.000 Beamten, Gendarmen und Polizisten 437.000 Menschen nach Auschwitz deportiert. Die Frage ist immer, wo man verfolgt wurde. An Wien und \u00d6sterreich habe ich nur sch\u00f6ne Erinnerungen.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sie haben doch bestimmt auch Menschen mit einschl\u00e4giger Vergangenheit getroffen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ich will Ihnen von drei meiner wichtigsten Freunde erz\u00e4hlen. Ich lernte in Warschau den Habsburg-Historiker Adam Wandruszka kennen, wir wurden Freunde. Er war damals Professor in K\u00f6ln \u2013 wieso nicht in Wien, fragte ich. Er sei dort F\u00fchrer des nazistischen Studentenbundes gewesen, sagte er. Erst sp\u00e4ter erfuhr ich, dass er auch bei der SA war. Doch er war ein pers\u00f6nlicher Freund. Das gilt auch f\u00fcr den zweiten Freund, Franz Gerstenbrand, ein bekannter \u00f6sterreichischer Neurologe.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Im Zweiten Weltkrieg war Gerstenbrand Kampfflieger der Luftwaffe, sp\u00e4ter hatte er eine enge Beziehung mit dem burmesischen Diktator Ne Win, den er stets verteidigte.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  \" title=\"Lendvai mit profil-Journalistin Siobh\u00e1n Geets\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631609.jpg\"  data- alt=\"46-216631609\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631609.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery29\" data-glightbox=\"description:.desc-29\"><\/p>\n<p class=\"gslide-copyright\">\u00a9 Martina Berger<\/p>\n<p>                            Lendvai mit profil-Journalistin Siobh\u00e1n Geets<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Nachdem er meine Biografie (\u201eAuf schwarzen Listen\u201c, Kremayr &amp; Scheriau, erweiterte Neuauflage 2004) gelesen hatte, meinte er, er sch\u00e4me sich daf\u00fcr, Deutscher zu sein. Das sagte er so: Deutscher! Ein dritter enger Freund von mir war ein b\u00fcrgerlicher Politiker und erfolgreicher Unternehmer. Er hat mir beruflich sehr geholfen, und ich schenkte ihm alle meine B\u00fccher. Ein halbes Jahrhundert waren wir befreundet, und in der langen Zeit erfuhr ich nur, dass er schon als kleiner Bub f\u00fcr eine NS-Eliteschule vorgesehen war. Er hat nie nach meinen Erfahrungen w\u00e4hrend des Krieges gefragt, dabei steht alles in meinen B\u00fcchern. Dieser Mann war Josef Taus (\u00f6sterreichischer Industrieller und \u00d6VP-Politiker, Anm.), der im vergangenen Dezember verstarb. Er war mein bester Freund.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Und er hat Sie nie auf Ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten angesprochen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Nie. Das Schweigen war gegenseitig. Manchmal wagte man nicht, nach der Vergangenheit zu fragen, wenn man mit \u00d6sterreichern zusammen war. Es gibt Leute, die wollten nicht nach Wien zur\u00fcck, weil sie nicht vergessen haben. Aus \u00d6sterreich wurden zwei Drittel der Juden vertrieben, und ein Drittel wurde umgebracht. Aus Ungarn konnten wir nicht weg. Das beeinflusst einen nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  \" title=\"Paul Lendvai\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631802.jpg\"  data- alt=\"46-216631802\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631802.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery31\" data-glightbox=\"description:.desc-31\"><\/p>\n<p class=\"gslide-copyright\">\u00a9 Martina Berger<\/p>\n<p>                            Paul Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sie beschreiben in Ihrem Buch, wie Juden in Budapest jeweils zu dritt zusammengebunden und in die Donau geworfen wurden.<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Damals war ich sehr jung. Im Alter kommen die Erinnerungen viel st\u00e4rker zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Woran denken Sie dann?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ich wache in der Nacht auf, wie man das tut, wenn man \u00e4lter ist, und frage mich, wie es m\u00f6glich war, dass ich im Stehen einschlief, als ich damals verschleppt wurde: unterwegs, auf der Stra\u00dfe. Ich sah, wie Menschen erschossen wurden. Das sind Erinnerungen, die bleiben. In Wahrheit ist man d\u00fcnnh\u00e4utig. Ich habe ein Elefantenged\u00e4chtnis, ich merke mir jede Beleidigung, damals wie heute. Man ist verletzlich, immer, egal wie alt man ist.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Um mit Menschen wie Franz Gerstenbrand befreundet zu sein, mussten Sie \u00fcber vieles hinwegblicken.<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Ich habe Gerstenbrand \u00fcber Freunde kennengelernt. Als Arzt hat er uns in der schlimmsten Krise geholfen, als meine Frau krank wurde. Er war mir eine St\u00fctze. Ich habe mich nicht mit Burma befasst. Ich habe an ihm, wenn Sie so wollen, seine gute, menschliche Seite kennengelernt. Wir hatten eine tiefe Freundschaft. Heute habe ich niemanden, mit dem ich so sprechen kann.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Welche Gefahren sehen Sie heute f\u00fcr \u00d6sterreich?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Wir m\u00fcssen in Verteidigung investieren, leider. F\u00fcr \u00d6sterreich liegt die Gefahr in der Partei, die das nicht sehen will, mit Putins Russland verbunden ist und die das Land fast \u2013 in br\u00fcderlicher Umarmung mit Kurz \u2013 zugrunde gerichtet hat.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  \" title=\"Paul Lendvai liest aus einem seiner B\u00fccher vor\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631805.jpg\"  data- alt=\"46-216631805\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631805.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery33\" data-glightbox=\"description:.desc-33\"><\/p>\n<p class=\"gslide-copyright\">\u00a9 Martina Berger<\/p>\n<p>                            Paul Lendvai liest aus einem seiner B\u00fccher vor<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Die Partei, die Sie meinen, die FP\u00d6, hat zuletzt fast 30 Prozent der Stimmen erreicht.<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">F\u00fcr \u00d6sterreichs \u00dcberleben ist es wichtig, die geistige Verteidigung ernst zu nehmen.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Wo soll das geschehen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">An den Universit\u00e4ten, in den Schulen und Medien, in der ordentlichen Berichterstattung etwa dar\u00fcber, wie sich das Baltikum und Polen r\u00fcsten und auf einen Angriff Russlands vorbereiten.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sie sind ein Zeuge des 20. und 21. Jahrhunderts. Gibt es eine Lektion, die Sie als besonders wichtig erachten?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Die wichtigste Lektion ist, wie zerbrechlich die Strukturen der Stabilit\u00e4t und des Gl\u00fccks und des Wohlstands sind. Wie schnell sich alles \u00e4ndern kann. Und wie widerstandsf\u00e4hig Gesellschaften und Personen sein m\u00fcssen, wir alle. Jeder macht schwere Zeiten durch. Wir k\u00f6nnen daran wachsen oder zugrunde gehen. Als ich 1991 mit einem Herzinfarkt vom ORF-Zentrum ins Krankenhaus geflogen wurde, h\u00e4tte ich nie gedacht, dass ich noch Jahrzehnte leben werde!<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">In Ihrem Herkunftsland Ungarn<a href=\"https:\/\/www.profil.at\/ausland\/vom-liberalen-zum-rechtspopulisten-orban-ist-trumps-mann-in-europa\/402978788\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> hat Viktor Orb\u00e1n die Demokratie abgebaut<\/a>, in Br\u00fcssel blockiert er regelm\u00e4\u00dfig die Vorhaben der anderen EU-Mitgliedstaaten. M\u00fcsste die EU Ungarn das Stimmrecht entziehen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Sicher. Die Frage ist, was nach den Parlamentswahlen im kommenden Jahr geschieht, ob er dann die Glac\u00e9handschuhe abnimmt. Jetzt darf man noch demonstrieren, die Grenzen sind offen, Ungarn ist noch keine Diktatur, wenn es auch keine Demokratie mehr ist. Im kommenden Jahr wird sich zeigen, ob die Wahlen \u00fcberhaupt stattfinden. Schauen Sie in die T\u00fcrkei. Dort wird Ekrem \u0130mamo\u011flu verhaftet, der B\u00fcrgermeister Istanbuls, und was geschieht? Nichts! Welch Heuchelei!<\/p>\n<blockquote class=\"quote-title\">\n<p>Netanjahu ist eine Katastrophe f\u00fcr das j\u00fcdische Volk.\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"interview-question-text\">Als heuchlerisch wird auch der Umgang mit Israel kritisiert. Was darf die aktuelle Regierung noch tun, bis Israels Alliierte sagen: Es ist genug!<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Netanjahu ist eine Katastrophe f\u00fcr das j\u00fcdische Volk. Er ist seit Ben Gurion der f\u00e4higste Politiker, aber er ist korrupt. Im Grunde d\u00fcrften sie das, was sie seit 1967 machen, nicht tun: die Siedlerpolitik im Westjordanland, die Besetzung Gazas. Das vergiftet die Seele des Volkes. Ein gro\u00dfer Sieg, sagte schon Friedrich Nietzsche, ist auch eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr eine Gesellschaft.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Sollten sich \u00d6sterreich und Deutschland klarer \u00e4u\u00dfern?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Man kann Antisemitismus verurteilen und gleichzeitig sagen: Im Westjordanland und in Gaza wurden Grenzen \u00fcberschritten, und dagegen muss man aufstehen.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Welche Rolle kann Europa in dieser verr\u00fcckten neuen Welt einnehmen, in der die Starken \u00fcber die Schwachen bestimmen und internationale Regeln nicht mehr zu gelten scheinen?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Wir haben Jahrzehnte Erfahrung damit, wie man es nicht macht. Es geht so rasch vom Guten ins B\u00f6se, und politische Fehler geschehen schnell. Darauf m\u00fcssen wir hinweisen. Europa muss f\u00fcr sich selbst sorgen, sich verteidigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  image\" title=\"Ein Leben als Schriftsteller\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631801.jpg\"  data- alt=\"46-216631801\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631801.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery37\" data-glightbox=\"description:.desc-37\"><\/p>\n<p class=\"gslide-copyright\">\u00a9 Martina Berger<\/p>\n<p>                            Ein Leben als Schriftsteller<\/p>\n<p>Lendvais Ungarn-Buch, daneben eine Ausgabe auf Japanisch. &#8222;Wer bin ich?&#8220; ist Lendvais 23. Buch.<\/p>\n<p>            Ein Leben als Schriftsteller<\/p>\n<p>Lendvais Ungarn-Buch, daneben eine Ausgabe auf Japanisch. &#8222;Wer bin ich?&#8220; ist Lendvasi 23. Buch.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Europa scheint seine politische Rolle noch immer nicht gefunden zu haben. Ist es ein \u201eMuseum\u201c geworden oder gar ein \u201egeschminkter Leichnam\u201c, wie Sie den deutschen Schriftsteller Rolf Schneider in Ihrem Buch zitieren?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Das ist die gro\u00dfe Gefahr. Die Europ\u00e4ische Gemeinschaft wurde unter ehemaligen Feinden ausgehandelt, das ist ein gro\u00dfes Wunder, das man h\u00fcten muss. Man kann EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kritisieren, aber sie macht das gut. Die EU ist besser als alles, was war und was sein k\u00f6nnte. Nat\u00fcrlich w\u00e4re ein f\u00f6derales Europa sch\u00f6n, aber das ist ausgeschlossen. Dar\u00fcber kann der Autor Robert Menasse sch\u00f6ne B\u00fccher schreiben, aber es ist nicht realistisch.<\/p>\n<p class=\"interview-question-text\">Wo sind die europ\u00e4ischen Kreiskys, wo sind die charismatischen Europa-Politiker?<\/p>\n<p class=\"interview-interviewee-name\">Lendvai<\/p>\n<p class=\"interview-answer-text\">Die kommen nur selten vor. Man muss sie leider mit der Lupe suchen.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" class=\"lazyload  image\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631727.jpg\"  data- alt=\"46-216631727\"\/><\/p>\n<p>                            <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/46-216631727.jpg\" class=\"image-inner__lightbox glightbox\" data-gallery=\"gallery39\" data-glightbox=\"description:.desc-39\"><\/p>\n<p>            Paul Lendvai, 95,<\/p>\n<p>ist geb\u00fcrtiger Ungar, er ist \u00d6sterreicher, Jude und Europ\u00e4er. Lendvai \u00fcberlebte den Holocaust in seiner Heimatstadt Budapest, im Zuge des Ungarn-Aufstands fl\u00fcchtete er 1957 nach Wien. Er leitete die Osteuropa-Redaktion des ORF (1982\u20131987), moderierte die Diskussionssendung \u201eEuropastudio\u201c (1980\u20132024) und schrieb zahlreiche B\u00fccher. Am 22. Juli erscheint mit \u201eWer bin ich?\u201c eine Abhandlung \u00fcber seine Identit\u00e4t.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Lendvai, Ihr neues Buch tr\u00e4gt den Titel \u201eWer bin ich?\u201c, und die Antwort darauf ist vielf\u00e4ltig: Publizist,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":277062,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-277061","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114878822107328158","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=277061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277061\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/277062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=277061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=277061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=277061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}